Der noch vor ein paar Jahren unaufhaltsam an Fahrt gewinnende Rockzug der Musikspiele hat deutlich an Schwung verloren: Zu viele zu ähnliche Spiele fluteten den Markt, irgendwann hatte man alle seine Lieblingssongs geschrammelt, unnötig viel zusätzliches Plastik stapelte sich im Wohnzimmer. Aber es ist trotzdem noch nicht vorbei - wird die Situation mit Rock Band 3 wieder interessanter?
Endlich ein Profi!
Video: Spielerisch bleibt wohl alles beim Alten, jedenfalls von dem ausgehend, was wir bislang selbst erlebt haben. Den frischen Reiz bezieht Rock Band 3 in erster Linie aus den neuen Instrumenten.
Nein, in Sachen »Zusätzliche Hardware, für die ich erstmal Platz schaffen muss« wird Rock Band 3 (RB3) die Sache nicht erleichtern, ganz im Gegenteil: Für das neue Spiel gibt es nicht ein, nicht zwei, nein gleich vier neue Instrumente! Zwei frische Gitarren, ein Schlagzeug und, ganz neu im Sortiment, ein Keyboard warten nur darauf, das Portemonnaie des künftigen Besitzers zu plündern. Wenig wird's nicht werden, wenn man alles haben will: Der Spaß geht bei knapp 80 Euro für das Keyboard los und endet bei annähernd 300 Tacken für die bessere der beiden neuen Gitarren. Lohnt sich dieser Aufwand?
Wenn man RB3 einfach nur spielen möchte, dann ist die Antwort einfach: nein. Will man allerdings in die Tiefen der Software absteigen, den Tellerrand des reinen Spiels verlassen und darüber hinaus blicken, dann wird kaum ein Weg daran vorbei führen. Denn RB3 hat den neuen Pro-Modus, und der versteht sich sowohl als unterhaltsamer Zeitvertreib als auch Musikschule. Ein gutes Beispiel dafür ist das Keyboard. Oder vielmehr das Keybördchen, denn auf den ersten Blick könnte man eine Bontempi-Kinderorgel dahinter vermuten: Das kompakte Gerät bietet gerade mal zwei Oktaven. Im normalen Modus reicht eine Hand völlig aus, um zu spielen, schließlich muss man nur fünf zusammen liegende Tasten (ergo: fünf Farben) erreichen. Im Pro-Modus hingegen wird die gesamte
Aus The Beatles: Rock Band stammt die Möglichkeit, mehrstimmig zu singen.
Tastenvielfalt genutzt - die komplette Klaviatur ist nach Farben geordnet, je nach Schwierigkeitsgrad muss man mehr oder weniger Tasten erreichen. Legt man im Pro-Modus auf »Expert« los, spielt man den tatsächlichen Keyboard-Verlauf. Macht man das konsequent genug, lernt man so wirklich das Spielen. Beim Schlagzeug verhält es sich ähnlich: Man kommt in der normalen Variante mit dem Standard-RB-Gerät (vier Drums, ein Pedal) problemlos durchs ganze Spiel. Aber hat man das neue Set (das wunderbar weiche Anschläge hat, kein Plastikrummsen mehr wie noch beim ersten Gerät) mit vier Drums, einem Pedal und drei Becken, wird richtig gerockt: Trommeln und Becken haben neuerdings nicht nur unterschiedliche Farben, sondern auch unterschiedliche Symbole. Diese zu differenzieren dauert ein bisschen, aber das Gefühl dabei ist eines wahren Drummers würdig!
Die Wunderwelt der Plastiksaiten
Meine Highlights im neuen Kader waren aber die beiden Gitarren. Es gibt zwei: Ein Plastikinstrument in Form einer Fender Mustang sowie eine echte E-Gitarre, die einer Squier Stratocaster nachempfunden ist (beide laufen unter offizieller Fender-Lizenz). Beginnen wir mit der ersten, die eine Art MegaMan-Version der normalen Plastikklampfe ist: Normale Spiel-Instrumente haben fünf Bund-Tasten sowie einen Anschlagshebel. Die Squier verfügt über das Nylon-Pendant von sechs Saiten mit ebenso vielen Knöpfen an 17 Bünden - macht 102
Die simplere der beiden neuen Gitarren ist einer Fender Mustang nachempfunden und bietet eine Mischung aus Knöpfchendrücken und Saitenzupfen.
Knöpfe. Die Idee dahinter ist folgende: Man zupft (oder spielt mit dem Plektrum) die gewünschte Saite und greift im richtigen Bund den gewünschten Knopf - man spielt es quasi wie eine richtige Gitarre, hat aber immer noch Plastik an den Fingern. Das Resultat ist gewöhnungsbedürftig, selbst wenn man schon einige Gitarren-Erfahrung mitbringt - die Haptik von vielen Druckknöpfen ist doch eine andere als die von Saiten. Nichtsdestotrotz fühlt sich diese Klampfe weitaus »gitarriger« an als jedes Instrument davor - was nicht zuletzt daran liegt, dass Harmonix im Gegensatz zu Neversoft erkannt hat, dass die Länge des Halses nicht unwichtig ist. Ich sehe allerdings die Gefahr, dass bei den Massen an Knöpfen Verschleiß-Katastrophen unvermeidlich sein werden. Die Plastikgitarren waren bislang nie als Stabilitätswunder bekannt, wenn gut 100 potenzielle neue Ausfallkandidaten ins Spiel kommen, ist Ärger programmiert.
Kommentare
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Selbst in RB2 konntest du deine ganze Band selber gestalten. Schau lieber nochmal in den Tourmodus, dort kannst du die Besetzung deiner Band definitiv ändern und mit Chars besetzen, die du vorher erstellt hast.
Bei RB3 geht das diesmal auch, cooler sind jedoch die Menüs, in denen man jeden von
[...]Selbst in RB2 konntest du deine ganze Band selber gestalten. Schau lieber nochmal in den Tourmodus, dort kannst du die Besetzung deiner Band definitiv ändern und mit Chars besetzen, die du vorher erstellt hast.
Bei RB3 geht das diesmal auch, cooler sind jedoch die Menüs, in denen man jeden von ihnen sieht wie sie z.B. total lässig eine Straße runterlaufen oder an Bahngleisen abhängen.
eine frage da ich interesse an RB3 hab.
ich spiele sehr gern GH:5 hab das drumset von GHWT wegen der einen taste mehr macht mir GW am drumset schon immer mehr spass wie RB.
ok nun zur frage.
in GH:5 kann man sich nicht nur sein helden bauen sondern seine ganze band! das finde ich unheimlich toll.
[...]eine frage da ich interesse an RB3 hab.
ich spiele sehr gern GH:5 hab das drumset von GHWT wegen der einen taste mehr macht mir GW am drumset schon immer mehr spass wie RB.
ok nun zur frage.
in GH:5 kann man sich nicht nur sein helden bauen sondern seine ganze band! das finde ich unheimlich toll. wenn mal keiner da ist sehen die fast so aus wie meine echten freunde und das ist toll ^^. wenn mal einer da ist spielt er mit einem profil aber dennoch bleiben die andern cpu spielen in der band. toll!
kann man in RB3 auch die ganze band besetzen? ich hasse an RB2 das da teils voll die freaks als zufallschars eingesetzt werden.
ALLE Gitarren, ob pro oder fake, sind als Bass und als Gitarre verwendbar.
Pro Bass (4 Saiten auf 17 Bünde) wird man mit der "Mustang" sowie mit der "Squier" (kommt im März) spielen können. Pro Gitarre (6 Saiten auf 17 Bünde) natürlich auch.
Mit der "Mustang" kann
[...]ALLE Gitarren, ob pro oder fake, sind als Bass und als Gitarre verwendbar.
Pro Bass (4 Saiten auf 17 Bünde) wird man mit der "Mustang" sowie mit der "Squier" (kommt im März) spielen können. Pro Gitarre (6 Saiten auf 17 Bünde) natürlich auch.
Mit der "Mustang" kann man zudem auch das 5-Knopf-gameplay spielen - dazu benutzt man dann die ersten fünf Bünde. Das wird mit der echten E-Gitarre (Squier) nicht möglich sein. Mit der geht nur Pro-Bass oder Pro-Gitarre.
Bei den Fake-Gitarren mit 5 Knöpfen spielt das ebenfalls keine Rolle. ALLE Fake-Gitarren lassen sich als Bass und als Gitarre verwenden. Auch die optisch als Bass ausgelieferten Fake-Instrumente kann man als Gitarre und als Bass verwenden.
Verwirrung sollte es also nicht geben. Die einzige Frage , die man sich stellen braucht, ist: Will ich 5-Knopf Gameplay oder will ich (auch) echte Gitarrenläufe spielen? Dass echte Gitarrenläufe mit 5 Knöpfen nicht machbar sind, dürfte aber klar sein ;) Dazu braucht man die "Mustang" oder die "Squier"
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