Trailer und Wahrheit
Dass Trailer nicht unbedingt das widerspiegeln, was euch später im Spiel erwartet, hat vor allem Sony mit den Vorstellungen zu Motorstorm und Killzone gezeigt - wobei Letzteres noch etwas Schonfrist hat, immerhin steht der Release des Helghast-Shooters noch bevor. Auch der lässige Trailer zu EAs Battlefield: Bad Company hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vor allem aber auch das Versprechen, so ziemlich alles in den Kulissen zerstören zu können. Ihr seht euch am Ende einer Straße einer Übermacht feindlicher Stellungen konfrontiert? Dann umgeht sie halt, indem ihr euch mit der Bazooka im Gepäck einen eigenen Weg durch die Ruinen bahnt und Löcher in die Wände von Gebäuden sprengt. Ja, das klingt nach einem tollen Zerstörungsspaß! Leider zeigte die Praxis beim ersten Anspielen, dass dem Spaß Grenzen gesetzt sind - will heißen: Ihr könnt nur das zerstören, von dem die Entwickler auch wollen, dass ihr es zerstört. Das führt dazu, dass das Ganze nach kurzer Zeit arg inkonsequent wirkt. Mal pustet ihr eine Wand weg und beim nächsten Haus passiert nichts, obwohl das Gemäuer genau so aussieht. Klar, dass man nicht unbedingt die Möglichkeit haben muss, alles auf den großen Karten dem Erdboden gleich zu machen. Aber zumindest ein roter Faden sollte erkennbar sein, der momentan allerdings noch fehlt und die Frage offen lässt, warum ich die eine Wand zerstören kann und die andere nicht. Auch wirkt es noch seltsam, wenn ich rechts auf ein Gebäude schieße und links die Stücke aus der Mauer brechen - und zwar exakt an den gleichen
Stellen wie am Gebäude zuvor. Viele Variationen in den Einschlagslöchern findet man bisher noch nicht, so dass alles irgendwie vorgefertigt wirkt. Damit hinterlässt dieses Feature, mit dem man sich von anderen Shootern abheben will, bisher noch einen faden Beigeschmack.
Die volle Action-Packung
Davon abgesehen erwartet euch allerdings das komplette Action-Programm, wie man es von der Battlefield-Serie kennt: Kugeln pfeifen euch aus allen Richtungen entgegen, Granaten detonieren vor euren Füßen und plötzlich steht ihr einem mächtigen Panzer Auge in Schussrohr gegenüber. Logo, dass ihr auch selbst hinter dem Steuer diverser Vehikel Platz nehmen könnt, mit denen ihr nicht nur verschiedene Radioprogramme empfangen, sondern auch die Entfernungen auf den bis zu 2x2 Kilometer großen Karten deutlich schneller zurücklegen könnt. Dazu zählen u.a. die bereits erwähnten Panzer, aber auch Jeeps, Helikopter und bewaffnete Schnellboote. In der Kampagne seid ihr aber meist zu Fuß unterwegs. Dabei stehen euch auch KI-Kameraden zur Seite, die ihre Daseinsberechtigung aber noch unter Beweis stellen müssen. Leider habt ihr keine Befehlsgewalt über die Kerle und auch ein Rollenwechsel auf Knopfdruck wie bei Battlefield 2: Modern Combat
ist hier nicht möglich. Entsprechend agiert die KI vollkommen automatisch, doch eine große Unterstützung ist sie dabei nicht, da sich die Truppe insgesamt sehr passiv verhält. ZU passiv für meinen Geschmack - und so habe ich mich mehrmals gefragt, warum die Entwickler überhaupt die KI-Unterstützung in den Spielablauf integrieren. Weil es besser zur mittelprächtigen Story passt? Weil dadurch das Gefühl vermittelt werden soll, als Team zu agieren und damit der Battlefield-Geist auch in der Kampagne erweckt wird? Ja, aber dann sollen die Jungs auch als Team handeln und nicht nur blöd zuschauen, wenn mir ein Gegner das Leben schwer macht und ich kurz vor dem virtuellen Tod stehe. In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, warum sich Digital Illusions gegen ein regeneratives Heilsystem entschieden hat. Anstatt sich bei zu viel Schaden einfach zurückzuziehen, müsst ihr hier zunächst manuell auf eine Spritze wechseln und euch dann auf Knopfdruck eine Injektion reinjagen. Und das immer und immer wieder. »Wir wollten das Geschehen auf dem Schlachtfeld möglichst aktiv gestalten«, begründet Produzent Jamie Keen die Designentscheidung. Für mich war es dagegen nach einiger Zeit nur noch nervig, mich auf diese Art zu heilen. Hier wäre ein regeneratives System oder das Einsammeln von Heilpaketen sicher die bessere Wahl! Auch stößt es etwas sauer auf, dass ihr unendlich viele Airstrikes anfordern könnt, sobald ihr das entsprechende
Gadget erstmal gefunden habt. Klar, es braucht seine Zeit, bis sich das Teil wieder auflädt, aber beim Anspielen war es problemlos möglich, ganze Abschnitte nur durch einen Luftschlag nach dem anderen von Gegnern zu säubern. Weniger wäre hier sicherlich mehr...
Schöne, zerstörbare Welt
Technisch hinterlässt das neue Konsolen-Battlefield dagegen schon einen positiven Eindruck. Zwar stören momentan noch überdurchschnittlich starkes Tearing sowie vereinzeltes Flimmern das Auge, doch sehen die vom Krieg gezeichneten Kulissen mit ihren vielen Explosionen und Zerstörungen schon jetzt richtig gut aus. Dazu gesellen sich tolle Lichteffekte, die euch z.B. beim Anvisieren mit einem Scharfschützengewehr blenden. Da die FrostBite-Engine bereits in der Vorschau-Version mit all diesen Details jongliert ohne dabei merklich in die Knie zu gehen, kann man davon ausgehen, dass auch das fertige Spiel mit einer guten Technik überzeugen wird. Die Soundkulisse lässt ebenfalls bereits aufhorchen, da es auf den Schlachtfeldern vom Bad Company ebenso wuchtig hergeht wie zuletzt bei THQs Frontlines
. Freut euch also auf krachende Detonationen, viel MG-Geratter aus allen Kanälen und einen interaktiven Soundtrack, der die heftigen Kämpfe auf dem Bildschirm passend untermalt.
Dass Trailer nicht unbedingt das widerspiegeln, was euch später im Spiel erwartet, hat vor allem Sony mit den Vorstellungen zu Motorstorm und Killzone gezeigt - wobei Letzteres noch etwas Schonfrist hat, immerhin steht der Release des Helghast-Shooters noch bevor. Auch der lässige Trailer zu EAs Battlefield: Bad Company hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vor allem aber auch das Versprechen, so ziemlich alles in den Kulissen zerstören zu können. Ihr seht euch am Ende einer Straße einer Übermacht feindlicher Stellungen konfrontiert? Dann umgeht sie halt, indem ihr euch mit der Bazooka im Gepäck einen eigenen Weg durch die Ruinen bahnt und Löcher in die Wände von Gebäuden sprengt. Ja, das klingt nach einem tollen Zerstörungsspaß! Leider zeigte die Praxis beim ersten Anspielen, dass dem Spaß Grenzen gesetzt sind - will heißen: Ihr könnt nur das zerstören, von dem die Entwickler auch wollen, dass ihr es zerstört. Das führt dazu, dass das Ganze nach kurzer Zeit arg inkonsequent wirkt. Mal pustet ihr eine Wand weg und beim nächsten Haus passiert nichts, obwohl das Gemäuer genau so aussieht. Klar, dass man nicht unbedingt die Möglichkeit haben muss, alles auf den großen Karten dem Erdboden gleich zu machen. Aber zumindest ein roter Faden sollte erkennbar sein, der momentan allerdings noch fehlt und die Frage offen lässt, warum ich die eine Wand zerstören kann und die andere nicht. Auch wirkt es noch seltsam, wenn ich rechts auf ein Gebäude schieße und links die Stücke aus der Mauer brechen - und zwar exakt an den gleichen
![]() |
| Ihr braucht eine bessere Übersicht? Dann sorgt einfach mit dem Raketenwerfer dafür! |
Die volle Action-Packung
Davon abgesehen erwartet euch allerdings das komplette Action-Programm, wie man es von der Battlefield-Serie kennt: Kugeln pfeifen euch aus allen Richtungen entgegen, Granaten detonieren vor euren Füßen und plötzlich steht ihr einem mächtigen Panzer Auge in Schussrohr gegenüber. Logo, dass ihr auch selbst hinter dem Steuer diverser Vehikel Platz nehmen könnt, mit denen ihr nicht nur verschiedene Radioprogramme empfangen, sondern auch die Entfernungen auf den bis zu 2x2 Kilometer großen Karten deutlich schneller zurücklegen könnt. Dazu zählen u.a. die bereits erwähnten Panzer, aber auch Jeeps, Helikopter und bewaffnete Schnellboote. In der Kampagne seid ihr aber meist zu Fuß unterwegs. Dabei stehen euch auch KI-Kameraden zur Seite, die ihre Daseinsberechtigung aber noch unter Beweis stellen müssen. Leider habt ihr keine Befehlsgewalt über die Kerle und auch ein Rollenwechsel auf Knopfdruck wie bei Battlefield 2: Modern Combat
![]() |
| Technisch macht Bad Company bereits eine gute Figur... |
Schöne, zerstörbare Welt
Technisch hinterlässt das neue Konsolen-Battlefield dagegen schon einen positiven Eindruck. Zwar stören momentan noch überdurchschnittlich starkes Tearing sowie vereinzeltes Flimmern das Auge, doch sehen die vom Krieg gezeichneten Kulissen mit ihren vielen Explosionen und Zerstörungen schon jetzt richtig gut aus. Dazu gesellen sich tolle Lichteffekte, die euch z.B. beim Anvisieren mit einem Scharfschützengewehr blenden. Da die FrostBite-Engine bereits in der Vorschau-Version mit all diesen Details jongliert ohne dabei merklich in die Knie zu gehen, kann man davon ausgehen, dass auch das fertige Spiel mit einer guten Technik überzeugen wird. Die Soundkulisse lässt ebenfalls bereits aufhorchen, da es auf den Schlachtfeldern vom Bad Company ebenso wuchtig hergeht wie zuletzt bei THQs Frontlines




