Juiced 2: Hot Import Nights - Vorschau, Rennspiel, Xbox 360 - 4Players.de

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Arcade-Racer
Entwickler: Juice Games
Publisher: THQ
Release:
28.09.2007
28.09.2007
07.12.2007
27.09.2007
26.10.2007
11.06.2010
Spielinfo Bilder Videos
Kleinwagen der Marke Hyundai oder Mazda. Aufgemotzt zu lautstarken PS-Monstern, tiefer gelegt, bunt lackiert und mit Spoilern bestückt. Ohrenbetäubender Motorenlärm, krachende Kupplungen, qualmende Reifen, frech grinsende Oberweiten. Das sind die Hot Import Nights. Das ist Juiced 2. Kann man das Zittern im Körper spüren, wenn die getunten Maschinen wenige Zentimeter vor der Absperrung schreiend vorbei donnern?

Die japanische Welle

Genau dieses Gefühl wollte THQ jedenfalls vermitteln, als der Publisher ein paar Dutzend Journalisten zur Hot Import Night nach San Diego einflog, damit Jamie Campbell von Juice Games den Nachfolger seines Need for Speed-Konkurrenten vorstellen konnte. Etliche PS-Bastler parken dort ihren ganzen Stolz auf einem riesigen Parkplatz, öffnen Motorhaube und Kofferraum, um zu zeigen, was in ihren Kisten drin steckt. Denn darum geht es den Hobby-Mechanikern: Wer kann am schnellsten, schönsten, lautesten. Nebenan brettern Profi-Fahrer haarscharf am Publikum vorbei, um zu zeigen, was ein cooler Drift ist. Kein Wunder, dass der dritte "The Fast and the Furious" den Untertitel "Tokyo Drift" trug - schließlich wurden die Japaner nach dem ersten Fast and Furious so verrückt nach getunten Serienwagen und

Serienwagen gekauft, Schraubenschlüssel gedreht, Gas gegeben: So stellt THQ die Tuning-Szene vor.
heißem Über-den-Asphalt-Schlittern, dass sie die aktuelle Tuning-Welle erst ins Rollen brachten. Jetzt schwappt der Trend zurück auf amerikanisches Pflaster - und genau dieses Flair will Juiced 2 einfangen.

Dass ihr im Spiel Rennen um Kohle und Platzierung austragt, obwohl die realen Wagen nie auf der Strecke gegeneinander antreten, erklärt Jamie Campbell so: "Man investiert unglaublich viel Zeit, um seinen Wagen aufzurüsten - warum sollte man ihn nicht in ein Rennen schicken." Also erschafft ihr ein weibliches oder männliches Alter Ego, bastelt mit dem komfortablen Editor an Äußerlichkeiten und schon steht ihr am Start. Zusätzlichen Druck könnt ihr euch genau wie im Vorgänger durch den Abschluss einer Wette schaffen: Fordert einen Kontrahenten heraus und legt den Einsatz fest. Falls der Gegner annimmt, müsst ihr besser abschneiden, um den Einsatz zurückzuholen. Im besten Fall gewinnt ihr einen neuen Wagen; im schlimmsten Fall steht ein Besuch im Autohaus an.

Ideenklau

Anders als im ersten Teil wollen die Entwickler diesmal vor allem das Drift-Spektakel der Hot Import Nights ins Rampenlicht rücken. Und so müsst ihr neben Straßen-Rennen auch spezielle Veranstaltungen besuchen, in denen ihr nur mit quer stehenden Vorderreifen Punkte sammelt. Der Zieleinlauf spielt keine Rolle; ihr müsst lediglich eine bestimmte Anzahl Punkte sammeln. Kombiniertes Rechts-Links-Rechts-Schlittern erhöht dabei euren Multiplikator. Was besonders in den Drift-Veranstaltungen auffällt, ist erneut die gesunde Mischung aus Simulation und unkompliziertem Fahrverhalten. Für die Schlitter-Partien wählt das Spiel zwar den realitätsfernen Weg und schaltet von dem stabilen Fahrverhalten der normalen Rennen einfach auf "kommt bei jedem Lenkradeinschlag ins Rutschen". Dafür müsst ihr gefühlvoll mit Lenkrad, Gas und Bremse umgehen, falls ihr nicht alle zehn Meter mit dem Heck die Begrenzungsmauer touchieren und eure gesammelten Punkte verlieren wollt.

Prinzipiell lassen sich die Wagen in allen Rennen zwar recht einfach um die Kurse lenken, doch wer seinen Boliden im Grenzbereich bewegt, braucht Können, um ohne Kratzer die Bande zu passieren. Zumal die Gegner nicht nur Rennpappe fahren, sondern vom Start weg hart um den Sieg kämpfen. Ich fühle mich in Juiced 2 jedenfalls besser aufgehoben als beim anspruchslosen Need for Speed. Auf ein echtes Schadensmodell verzichten die Entwickler trotzdem: Ihr werdet zwar Schäden sehen, doch aufs Fahrverhalten hat das keine Auswirkungen. "Um Realismus geht es in unserem Spiel nicht. In Juiced geht es darum, mit Können und Stil zu fahren", sagt Campbell. Ebenfalls aus der Arcade-Ecke holen die Entwickler das Einschüchtern der Vordermänner. Das funktioniert ähnlich wie in SCAR , wo ihr einfach lange genug einem Gegner auf die Pelle rücken müsst, um ihn in einen Fehler zu zwingen. Eine cooler Ideenklau - auch wenn mir das plötzliche Wegrutschen der Kontrahenten zu mechanisch wirkt, um als gelungene Belohnung durchzugehen.

Rom, Japan und der Eifelturm

Dass Juice Games den Schwerpunkt auf coole Rennen legt, spiegelt sich auch in den Schauplätzen wider, denn sobald ihr z.B. um den Eifelturm driftet, seid ihr nicht auf realem Asphalt unterwegs. Stattdessen schlängelt sich eine auf Pfeilern erbaute Straße um die Sehenswürdigkeit. Ebenso auf den Kursen in Japan, England,
Auch durch's Kolosseum müsst ihr schlittern: Hier führt die italienische Strecke lang.
Australien, den Alpen oder der Rundfahrt durchs römische Kolosseum. Und spätestens dort, wo man in Tokio an greller Neonreklame vorbei durch die Nacht donnert oder wenn junge Mädels im Hauptmenü das Tanzbein schwingen, wird klar, wie wichtig den Entwicklern die Hot Import Nights-Lizenz ist. Die Figuren, ganz besonders gegnerische Fahrer, wirken im Vergleich zu ihren blitzenden Vierrädern zwar matt und leblos, aber sei's drum: Auf die inneren Werte kommt es an. Und die lest ihr direkt von der DNS ab - der Fahrer-DNS, wohl gemerkt. Denn die speichert das Fahrverhalten von euch, euren Kontrahenten und euren Kumpels ab. Das heißt z.B., dass ihr nicht einfach die schnellste Runde eines Freundes herunterladen und gegen seinen Ghost antreten werdet. Stattdessen erhaltet ihr die DNS und sobald ihr einen Ghost mit dieser DNS ins Rennen holt, fährt er mit dem Stil, den euer Kumpel in den Asphalt brennt. So beschreibt es Campbell jedenfalls, denn wir waren während der Vorführung ausschließlich solo unterwegs.

Ob on- oder offline; ihr fahrt also normale Rennen, seid schlitternd unterwegs und pflegt eure Desoxyribonukleinsäure. Alles schön und gut, aber worum ging es bei den Hot Import Nights noch gleich? Richtig: Tunen, lackieren, vorführen! Und damit habt ihr alle Hände voll zu tun. Schließlich taugen gewöhnliche Straßenschlitten höchstens zum Mitfahren - ein Platz auf dem Podest ist nur mit gepimptem Motor und tiefer gelegten Felgen drin. In Juiced erwartet euch zwar wenig Neues, allerdings dürft ihr unzählige Teile aussuchen und einbauen. Von den fünfzig Lackschichten, die ihr auftragen könnt, mal ganz abgesehen. Wenn ihr smart seid, klebt ihr noch den Slogan eines Herstellers auf Tür und Motorhaube - voilà: Bei diesem Hersteller gibt's ab sofort Rabatt. Ihr wollt noch mehr Personalisierung? Bitte sehr: Ein Logbuch hält für jedes Auto die damit erfahrenen Erfolge und Misserfolge fest.

     
 

AUSBLICK



"Wer die Hot Import Nights mag, wird das Spiel mögen. Und wer das Spiel mag, wird auch die Hot Import Nights mögen." Campbell hat Recht! Ich konnte mit den Hot Import Nights nicht viel anfangen, doch Juiced 2 setzt die Faszination Tuning so gekonnt in Szene, dass ich inzwischen besonders auf die Drift-Rennen scharf bin. Zum Glück steht man dort nicht einfach auf dem Pedal, um erfolgreich zu schlittern, sondern braucht einen gefühlvollen Gasfuß. Gut, dass das auch für die normalen Wettläufe gilt. Und falls ich in einem solchen tatsächlich meinen Kumpel erkenne, wenn ein Computer-Gegner mit dessen DNA fährt, wäre ich sogar begeistert. Denn das könnte weit über das übliche Schlagen von Bestzeiten hinausgehen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass Juice Games sich traut, ein echtes Schadensmodell einzubringen und dass der Vordermann nicht einfach dreimal von links und rechts in die Bande kracht, nur weil ich fünf Sekunden an seiner Stoßstange klebe. Einige Überholmanöver müssen die Entwickler auf dem Weg zur Goldmedaille jetzt noch hinlegen: Wie flüssig läuft der Online-Modus? Sind die Wetten mit den Konkurrenten auf Dauer motivierend? Wie umfangreich wird meine Tuning-Karriere? Mit dem, was THQ bislang gezeigt hat, bin ich allerdings spannende Rennen in coolen Schlitten gefahren. Gebt Gas, Jungs! Ersteindruck: sehr gut


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Kommentare

VaanFaneel schrieb am
Eigentlich hab ich mich auf's Game gefreut, aber jetzt nich mehr... Das der Fokus auf Drift liegt, gefällt mir gar nich!
Hab ich das richtig verstanden, dass wenn man einen Unfall baut, nichmehr die Neonröhren unterm Auto flimmern und dann ausgehn? Oder das der Lachgastank leckt, so das man keins mehr hat!? Wenn das so is, hab ich dafür kein Verständniss, warum man was weglässt, was den ersten Teil so gut gemacht hat...
Spieler1991 schrieb am
Juiced war ein mittelmäßiges Spiel und das wird Teil 2 auch.
Der grund ist ganz einfach zu erklären(Entwickler).
Bulli1992 schrieb am
Nintendoholik hat geschrieben:das vermute ich auch...zumal es auf der 360 mit dem gerade erschienenen Forza 2 und Ende 2007 mit PGR 4 zwei sehr große Konkurenten hat...

Konkurrenten würd ich nicht sagen, da Juiced ein ganz anderes genre bedient als PGR und Forza
johndoe-freename-44630 schrieb am
das vermute ich auch...zumal es auf der 360 mit dem gerade erschienenen Forza 2 und Ende 2007 mit PGR 4 zwei sehr große Konkurenten hat...
johndoe-freename-870852 schrieb am
1..,2..,3.., an Colin kommt es net vorbei !!! :D
Ok, blöder Spruch, ist ja ne ganz andere Art von Rennspiel.
Aber ich denke dennoch, das dieses Spiel für viele nicht der erhoffte Kracher wird.
Naja, mal abwarten...
schrieb am

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