Grand Ages: Rome - Vorschau, Strategie, PC - 4Players.de

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Imperium Romanum 2 wurde erst kürzlich in Grand Ages: Rome umgetauft, was wohl mehr in Richtung historische Serie weist. Neuerungen werden dieses Mal eine eigene Spielfigur, verändertes Militär sowie mehr Forschung sein. Was hat das Städtebauspiel mit dem antiken Touch sonst noch zu bieten, das euch Ende Januar 2009 in die Vergangenheit entführen soll?

Politische Freunde

Caesar erkannte das in Oktavian schlummernde Talent und förderte ihn nach Kräften. Da er keinen eigenen Sohn hatte, wurde der spätere Augustus sein Ziehsohn. Nach der Ermordung seines Großonkels 44 v.Chr. trat er dessen Erbe an und
Hier im Schatten der Palmen hätte es auch ein angehender Kaiser aushalten können. Ihr müsst euch erst hochdienen.
wurde der erste Kaiser. Kaiser Mark Aurel erhielt bei seinem Vorgänger Antoninus Pius sogar eine regelrechte Ausbildung. Er wurde auf sein Amt in Rhetorik, Verwaltung und Philosophie geschult und hatte ganze zwei Jahrzehnte Zeit, sich vorzubereiten, bis er 161 n.Chr. das Zepter übernahm. Es machte sich bezahlt, denn Mark Aurel ging als besonders gerechter Herrscher in die Geschichte ein. Zwei Beispiele, wie im antiken Rom die politische Nachfolge mittels Adoption geregelt wurde.

Ein Hauch dieser imperialen Politik wird auch durch Grand Ages: Rome (vormals Imperium Romanum 2) wehen, denn auch hier werdet ihr entsprechend unterstützt. Während einer Mission werdet ihr beispielsweise Geldgeschenke von eurem politischen Mentor erhalten, der im fernen Rom sitzt. Er schreibt euch auch Nachrichten, die etwa vom bevorstehenden Bürgerkrieg erzählen. Zu Beginn des Spiels wählt ihr euch einen Namen und eine Familie aus, darunter berühmte Geschlechter wie die Julier. Euer Avatar kann mit dem verdienten vermögen Spielkarten kaufen, die euch z.B. mehr Rohstoffe bringen. Bislang lässt das Ganze leider eher als Spielerei an, ob es spielentscheidend sein kann, muss das endgültige Spiel zeigen.

Provinzen und Gebäude

Ansonsten viel Bekanntes: Ihr startet als einfacher Statthalter in der römischen Provinz und müsst euch Schritt für Schritt
Die Insula ist wieder das Mietshaus für die niederen Stände. Adel und Equites haben bessere Häuser 
hochdienen. Endziel wird es sein, als Herrscher in Rom einzuziehen. Anders als bei Rome: Total War wird wieder viel Kleinklein gefragt sein. Zunächst kümmert ihr euch noch um die Versorgung der Bevölkerung mit dem Nötigsten wie Unterkunft, Wasser und Nahrung wie Korn, Fisch oder Fleisch. Dazu werdet ihr die üblichen antiken Bauten errichten lassen, die nun detailreicher dargestellt sind. Die Wohnhäuser sind je nach Stand getrennt, so dass es welche für Plebejer, Ritter und Patrizier gibt, die immer prächtiger werden.

Es wird eine Fülle öffentlicher Bauten wie marmorne Tempel, Theater und Lernanstalten geben, die eure Stadt nicht nur schmücken sondern auch wichtige Funktionen haben. Das stets wachsende Forum bringt die ganze Stadt nach vorne und in der Schule werdet ihr neue Dinge erfinden, wie Verbesserungen der Landwirtschaft oder des Militärs. Jedes Gebäude wird Rohstoffe zur Wartung verbrauchen, weshalb ihr ständig neue Quellen erschließen müsst. Am Wichtigsten sind Bauholz, Ziegel und Steine, für die ihr Arbeiter braucht, die zusätzlich in der Nähe wohnen müssen. Fehlen sie, werdet ihr auch Sklaven einsetzen können, die ihr in Minen arbeiten oder im Wald Holz schlagen

Verbessertes Militär

Die Missionen sind in militärisch und zivil getrennt und werden mit 
Ein typisches Barbarennest in der Vorschauversion, wie ihr es mit den Legionen einäschern müsst.
steigender Dauer der Kampagne immer komplexer. Die Zahl der zu besiegenden Barbaren steigt, so dass euch gleich mehrere ihrer Dörfer umringen. Wenn Überfälle drohen, müsst ihr Soldaten ausheben, die in Fußtruppen, Reiter und Bogenschützen eingeteilt sind. Auch hier werden die Erfindungen mehr Abwechslung bringen, da sie neue Einheiten wie gallische Hilfstruppen ermöglichen. Wie viele Soldaten ihr ausheben könnt, ist von der Größe eurer Stadt abhängig, die in Stufen eingeteilt ist. Im Kampf sammeln die Legionäre diese Mal Erfahrung, was ihr auch trainieren könnt. Je mehr Erfahrung sie haben, desto mehr Spezialfähigkeiten sollen freigeschaltet werden. Die Reiter sind etwa besonders schnell, weshalb sie sich für Blitzattacken eigenen.

Endlich haben sich die Macher auch dazu durchgerungen, die Steuerung der Einheiten im Kampf zu verbessern. Ihr könnt die Soldaten jetzt, wie ihr das von anderen Strategiespielen kennt, per Lassomethode befehlen. Bislang ging das nur mit Standarte, die ihr stecken musstet. Allerdings dürften sich die Schlachten gegen die Wilden nicht entscheidend anders spielen wie beim Vorgänger, da es immer noch nicht möglich ist, eine große Taktik zu fahren. Eure Legionäre werden zwar dieses Mal das Pilum schleudern, aber ob das entscheidende Neuerungen bringt, muss sich erst noch zeigen.

Keine Inschriften mehr

Auch äußerlich wird das Spiel noch einmal deutlich aufgewertet, da die 3D-Grafik detailreicher sein wird. Ihr werdet noch weiter rein und rauszoomen können auch wenn nicht ganz stufenfrei, wie die Vogelperspektive zeigt. Die Präsentation wird insgesamt noch ein wenig stilvoller sein, da alles edler wirkt. Obelix wäre aber sicher traurig, denn die aus den Asterix-Comics bekannten Steinplatten der Römer fehlen dieses Mal völlig. Im Vorgänger wurden darauf die Aufgaben präsentiert und geschichtliche Hintergründe übers alte Rom, die recht interessant waren. Dieses Mal bekommt ihr die Aufgaben lapidar so mitgeteilt, indem wenig stilecht aufpoppt.
           
 

AUSBLICK



Viel wird sich nicht ändern, da die Macher bei Grand Ages: Rome am bewährten aber oft starren Städtebaukonzept festhalten. Trotz der reichen Förderer, der eigenen Spielfigur und der historischen Ereignisse, die sich andeuten, werdet ihr wieder viel mehr mit lästigem Kleinkram beschäftigt sein als mit eurer politischen Laufbahn. Ihr kümmert euch darum, dass jeder genug zu essen, ein Dach überm Kopf und Unterhaltung hat, was ja auch durchaus Spaß macht. Aber mehr ist da bislang kaum zu entdecken. Für einen Tag als Beamter, Richter oder im Senat, wie es die römische Laufbahn auch vorsah, wäre ohnehin keine Zeit. Viele Abläufe wurden noch einmal vereinfacht, so gibt es nur noch ein paar Rohstoffe und jede Produktionsstätte braucht genau ein Wohnhaus in der Nähe. Das Militär lässt sich nun leichter manövrieren, das war's dann aber auch schon mit den Neuerungen in der Kampagne. Inwiefern die Erfindungen noch einen entscheidenden Kniff ins bekannte Spielprinzip bringen, muss erst die fertige Version zeigen. Ein anderes Spiel wird es trotz des Namenwechsels sicher nicht, aber immerhin darf man noch auf den neuen Multiplayer-Modus gespannt sein, der in der uns vorliegenden Version allerdings noch nicht spielbar war.

Ersteindruck: befriedigend

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Kommentare

Afenishakur schrieb am
Mein erster Beitrag =).
Ich muss sagen das ich am Anfang sehr skeptisch gewesen bin, aber schon nach kurzem einspielen im Tutorial, fand ich mich in einer atemberaubenden Welt wieder, die Gebäude sehen super aus, der Tag -und Nachtwechsel, sowie das Wetter ist hübsch gestaltet. Es gibt sehr viele Gebäude die alle eine Zweck erfüllen und es macht Spaß sich die Wuselnden vielen Menschen anzusehen.
Wenn das Spiel draussen ist dann werd ich mir es mit sicherheit zulegen. Habe lange kein so gutes Aufbau -Wirtschaftssimulationsspiel gezockt. Anno1701 und AoE 3 sind zwar schon älter, aber bei weitem nicht so gut wie ich finde. Ist natürlich nur meine Meinung, aber anspielen lohnt sich auf jeden Fall.
Lange nicht mehr so ein Lichtblick am Firnament gesehen =)
MfG Afeni
Anguille schrieb am
Immaculate_Misconception hat geschrieben:Riecht ja so ein wenig nach "Hauptsache die Grafik stimmt..."
Da liegst Du völlig falsch. Bodo wird es auch einsehen...GAR wird/ist (da es in Spanien/Italien schon gespielt wird) das Beste Aufbauspiel überhaupt welches je gemacht wurde...eine neue Generation...die Möglichkeiten sind unglaublich in diesem Spiel.
Gruss
Anguille schrieb am
Papalapap....das Kommentar ist zu negativ. GA: Rome wird wohl das beste Spiel im Genre werden. Ersteindruck sollte mindestens Gut sein. Meins ist Sehr Gut. Das Spiel sieht einfach toll aus und recht anders als Die Römer und Imperium Romanum....eine richtige Fortsetzung.
Gruss
schrieb am

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