Alice: Madness Returns - Test - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Spicy Horse Games
Publisher: Electronic Arts
Release:
16.06.2011
2011
16.06.2011
Spielinfo Bilder Videos
Elf Jahre ist es her, dass American McGee die gute alte Alice aus Lewis Carrolls gleichnamigem Märchen durch ein ebenso bizarres wie fesselndes Wunderland jagte. Elf Jahre sind eine lange Zeit für einen Nachfolger, wenn man nicht gerade Duke-Maßstäbe ansetzt. Möglicherweise zu viel Zeit.

Wunderland wird niedergebrannt

Video
Die ersten zwölf Spielminuten zeigen deutlich, mit welchem Wahnsinn sich Alice herumplagen muss.
Es gibt Hauptmenüs, die bestehen in erster Linie aus einer unsinnigen »Press Start«-Anzeige. Manche sind animiert, andere von einem Video hinterlegt, nur selten wird man direkt angestarrt. In Alice: Madness Returns (AMR) schon. Aus großen smaragdgrünen Augen, deren tiefe Schluchten den Wahnsinn der Trägerin erahnen lassen, während elegante Violinen herein bitten. Genau wie für uns Spieler sind auch für Alice Liddel elf Jahre seit ihrem letzten Ausflug ins Wunderland vergangen. Im viktorianischen England lebt sie nun als junge Frau in einem Heim, in dem sie psychologische Betreuung erfährt - denn nach wie vor ist ihr Verstand eine Achterbahnfahrt bizarrer Visionen und verworrener Gedanken, die selbst Tim Burton verstören würden.

Die Geschichte des Spiels ist sehr lose an das Märchen angelehnt; hauptsächlich erinnern die Figuren an die Vorlage. Da sich aber das gesamte Wunderland zum Schlechten hin verändert - eine gigantische Kathedralen-Lokomotive rast durch das Land, zerstört alles in ihrem Weg und bedeckt das Leben mit einer düsteren Teermasse - sind auch diese nicht mehr die gleichen. Erwartet also keine allzu warme Begrüßung vom verrückten Hutmacher, der bösen Herzkönigin, der rätselhaften Grinsekatze oder der weisen Raupe.

Mmmmm... gepfefferte Schweineschnauze...

Der Prolog in London dient nur der Einstimmung und leitet nach kurzer Zeit in das Wunderland über. Hier blüht das Leben, Dominosteine schweben durch die Luft, Bonsai-Kühe schwirren wie Sperlinge herum, entrüsselte Schweineschnauzen müssen gepfeffert werden, wunderschöne Steinstatuen weinen. Kurz gesagt: Der Einstieg ist sehr gelungen und zeigt deutlich, wie inspiriert die Künstler hier zu Werke gingen. Das Design einiger Welten ist höchst kreativ, die Figuren
Alice ist wieder da - und verrückter als je zuvor!
Alice ist wieder da - und verrückter als je zuvor!
wirken teilweise beklemmend verschwurbelt, die Zwischensequenzen sind in einem inspirierten Scherenschnitt-Stil gehalten. Am PC gibt es noch einen Batzen zusätzlicher Details wie Motion Blur oder Stoff-Objekte, die sich beim Durchlaufen physikalisch ansehnlich verformen. Auch nett: Alice trägt in jedem der fünf Kapitel ein anderes Kleid.

Der Einstieg gibt die Linie vor, die größtenteils bis zum Ende hin durchgehalten wird - das Welten- und Figurendesign bleibt bis zum Schluss hin abgefahren. Was allerdings auch vom ersten Moment in Spielgrafik klar ist, ist die Tatsache, dass man alle vorhandenen Augen zudrücken muss, um über die teilweise eklatanten technischen Mängel hinweg zu sehen. Am auffälligsten, und schon lange ein Problem der Unreal-Engine, sind die erst spät geladenen Texturen - das Bild ist schon da, die Details folgen erst kurz darauf. Aber auch wenn sie da sind, sind sie abwesend: Teilweise sind die Texturen scheußlich niedrig aufgelöst (sowohl auf den Konsolen als auch am PC), in der Entfernung flackert und poppt es Mitleid erregend. Ebenfalls sehr ärgerlich ist z.T. die Kameraführung: Fokussiert man sich auf einen Gegner, verharrt die Kamera in diesem Winkel - verändert man nun seine Position, wandert sie nicht mit! Das Resultat ist, dass man in einem längeren Kampf ständig aus dem Fokus raus geht, die Kamera nachjustiert und den Feind neu ins Visier nimmt, um nicht dauernd auf ein scheinbar hoch interessantes Stück Mauer glotzen zu müssen.

Kommentare

Wiener_Schnitzl schrieb am
Bin gerade zum ersten Mal durch und schlichtweg begeistert.
Krasses Level-Design, schräge Charaktäre, coole Waffen und super OST.
Als Anspruchslos habe ich da eigentilch überhaupt nichts empfunden, die Kämpfe waren zum Ende hin teilweise sogar etwas tricky aber nie unfair. Zumindest auf Normal.
Die Spielzeit ist wirklich beachtlich und mir war keine 5 Minuten langweilig.
Bekommt von mir 9/10 Punkten. Lange nicht mehr so gut unterhalten worden :-)
P.s.: Mit dem Inspektor und SGSSAA & Co kann man das Ding ganz schön aufwerten. Klar die Texturen sind teilweise nicht der Hammer aber ansonsten sieht das "Wunderland" damit wirklich fantastisch aus.
WizKid77 schrieb am
Mal wieder ein Titel der bei vielen Testern völlig unterbewertet wurde.
Das Spiel ist vom Design ein Kunstwerk. Die Stimmen der englischen Sprecher sind genial.
Die Kämpfe machen Spass und die Hüpfeinlagen sind sicherlich nicht so gut wie ein Mario unterhalten aber dennoch.
Ich hätt Alice ne 80 gegeben.
Ach ja und wenn ich so peinliche Themen wie Busenwunder von Spielen sehe:
Alice sieht einfach nur Spitze aus. Für mich die hübscheste animierte Heldin die ich bisher gesehen hab!
Blitze schrieb am
Also das Fazit kann ich ja mal überhaupt nich nachvollziehen. Das Spiel ist der Hammer die verschiedenen Wesen sprich Den Hasen oder den Hutmacher besitzen solche Details wie Falten, Narben etc. genau das gibt dem Spiel eine so einzigartige Atmosphäre. Mann kann Alice nicht einfach halbherzig drauflos spielen mann muss die Welt verstehen Alice ihr Leben mit was sie zu kämpfen hat das macht Alice aus. Die angeblichen Grafikfehler, die mann aber nur findet wenn mann sucht, sind genau die gleichen wie in fast 0jedem anderem gottverdammten Spiel , als wenn das mich auch nur in geringster weise stören würde. Das Spiel besitzt so viel eigenes dieser Flair allein schon wenn ich irgend welche Plakate oder Schriftzüge im Spiel selbst betrachte steh ich nicht vor einem englischen Text sondern sehe wirklich einen deutschen Text auf einem durch die Zeit gealtertes Anzeigebrett. Das is genau das was so vielen Spielen fehlt diese herzlose Portierung sei es Übersetzung oder Konsole auf Pc oder umgekehrt.
Ich bereue es in keinster Weise das Spiel für den vollen Preis gekauft zu haben schon lange nicht mehr so viel Spass und Zeit mit einem Einzelspieler Spiel verbracht.
Zockerperlen schrieb am
Schade dass hier soviele Grafikhuren ohne Niveau, Geschmack und Intelligenz unterwegs sind... :roll:
Chris Math. schrieb am
@ Kuchenfresser,
bissher hat sich noch niemand über meine Spieleempfehlungen beschwert;)
Ich meine das mit der Sichtweise so das es damals einfach eine andere Zeit war und es auch nicht wirklich "viele" Spiele als vergleich zu McGees Alice gab, will das Spiel ja nicht schlecht reden, im Gegenteil! ich für meinen Teil war halt noch jünger und mich hat das alles zum teil noch "mehr" begeistert als heute.
Nur Vergleicht man beide Teile hat man doch wirklich gut an den Vorgänger angeknüpft und es zumindest nicht verschlimmbessert.
Ich bin halt der Ansicht das AMR sehr gut an den Vorgänger anknüpft, ich versteh einfach nicht wo das Spiel seine Macken hat...
Es ist einfach gestrickt dafür sehr sehr hübsch verpackt, ich hatte nur einen einzigen Bug der nicht gravierend war und wurde bis zum Ende wirklich gut unterhalten.
Das AMR keine gameplaytechnischen Maßstäbe setzt ist mir wohl bewusst aber ich finde es weitaus besser als manch 80er Titel den man hier findet!
Finde es nur schade das es keine Demo gibt damit jeder sich ein Bild machen kann, nix für ungut @Kuchenfresser, hab mich halt in das Game verguggt irgendwie:) aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und zu deinem Satz "Nach heutigen Maßtstäben" sage ich nur: Es gibt Kunst die einfach Zeitlos ist, so auch der Stil von Alice will ich meinen.
So nun aber gut nacht, die schaffe schafft mich=)
schrieb am

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