Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn - Test - 4Players.de

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Action-Adventure
Release:
29.10.2010
29.10.2010
29.10.2010
29.10.2010
01.02.2013
Spielinfo Bilder Videos
Als seinerzeit Peter Jackson's Herr der Ringe in die Kinos kam, durfte man dank EA parallel dazu mit dem Pad durch Mittelerde streifen. Seitdem ist viel Wasser den Anduin hinunter geflossen und das Fantasy-Universum für Konsolenspieler beinahe in Vergessenheit geraten. Zusammen mit Headstrong Games schickt Warner Bros. abermals kleine und große Hobbits mit Remote und Move-Controller in den Kampf gegen Saurons Schergen.

Mittelerde-Ausflug mal anders

Der Kampf um Mittelerde steht kurz vor dem Ende. Aragorn, Legolas, Gandalf und die anderen Gefährten stehen vor den Toren Mordors, während Frodo Beutlin und Sam Gamdschie versuchen, den Einen Ring im Feuer des Schicksalsberges zu zerstören.

Comicstil und gut eingesetzte Effekte zeichnen die Kulisse des neuen Mittelerde-Abenteuers aus.
Das dunkle Tor öffnet sich, eine Horde an Orks, Uruk-hai und Höhlentrollen kommt auf die ums Überleben kämpfenden Bewohner Mittelerdes zugestürmt. Nachdem er eine flammende Rede gehalten hat, stürzt sich Aragorn, der zukünftige König, ins Schlachtgetümmel und dezimiert mit gezielten Schwerthieben die Gegnermassen. Die Waagschale scheint zu Gunsten der Gefährten auszuschlagen als plötzlich ein Balrog auftaucht und sich den Weg durch das Schlachtfeld bahnt...

Moment mal? Ein Balrog? Beim letzten Gefecht gegen Sauron? Das stimmt doch nicht! Da hat doch irgendjemand etwas durcheinander gebracht. Richtig. Und sie wird auch gleich dafür abgestraft! Denn wie sich herausstellen sollte, ist dieser Kampf nur Kinderkram. Nachgespielt von Sam Gamdschies Nachwuchs, der sich mit den Erlebnissen der Ringsaga die Zeit vertreibt, bis der König höchstpersönlich zu einem Festival nach Hobbingen kommt.
Und die Schweste Elanor, deren überbordende Balrog-Fantasie das Spiel mit den Brüdern zu einem jähen Ende gebracht hat, wird von Frodo, Sams ältestem Sohn, auch entsprechend erbost darauf hingewiesen.

Erzählerische Neugier

Dieses Stilmittel nutzt das Team von Headstrong Games für "Die Abenteuer von Aragon" (AvA) sehr konsequent und größtenteils sehr gelungen, um die wesentlichen Geschehnisse  der Film-Trilogie in den knapp neun bis elf Stunden Spielzeit unterzubringen. Meist beginnt der gute Sam seinen Kindern die Geschichte "seiner" Erlebnisse und natürlich den Kämpfen von Aragorn bei seinem Abenteuer zu erzählen, bevor es in die Vergangenheit geht und damit in ein weitestgehend klassisches Action-Abenteuer geschaltet wird.
Dabei bildet man einen gelungenen Querschnitt der wesentlichen Elemente aus den drei Filmen ab: Die zwergischen Minen Morias werden genauso besucht wie Helms Klamm oder die Pelennor-Felder.

In der Anfangsphase ist man in der Rolle Aragorns allerdings sehr häufig mit irgendwelchen Hol- und Bring-Aufträgen beschäftigt, die von Scharmützeln unterbrochen werden. Erst ab etwa einem Drittel nimmt der Kampfanteil immer mehr zu, bis es schließlich zur entscheidenden Schlacht kommt.

Idyllisch, comichaft, zwiespältig

Bereits im Tutorial, das man mit Frodo (Gamdschie, wohlgemerkt)  im Auenland verbringt, um alle Elemente der Steuerung und vor allem des Kampfes kennenzulernen, wird deutlich, dass die Grafikabteilung nicht ganz sicher war, in welche Richtung man gehen wollte. Einerseits werden Farbgebung, die teils wunderschönen Lichteffekte und Figurendesign von einem starken Comic-Look geprägt. Der orientiert sich zwar hinsichtlich des grundlegenden Designs an der Filmvorlage, schafft es aber häufig, sich davon zu lösen und eine Stimmung ähnlich des 2004 bei Vivendi erschienenen "Hobbits" zu erzeugen.

Die Remote-Steuerung setzt die Bewegungen gut in Aktionen um.
Schade ist allerdings, dass die Figuren z.B. eine nur rudimentäre Mimik haben: Wird gesprochen, bleiben die Lippen eng aufeinander gepresst und man fragt sich, wieso Tolkien nicht erwähnte, dass die Bewohner Mittelerdes allesamt hervorragende Bauchredner sind. Das ist umso bedauerlicher, da sowohl die deutsche als auch die englische Sprachausgabe durchweg gelungen sind, für die Warner u.a. den Sam Gamdschie-Darsteller Sean Astin hinter das Mikrofon zerrte. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls schade, dass trotz der guten Sprecher viele Dialoge nur über Sprechblasen ablaufen.

Allerdings war man sich mitunter uneinig, wie weit man mit dem Comicstil gehen sollte. Während z.B. Gimli, Gandalf und auch Aragorn sich zwar an ihren Filmvorbildern orientieren, aber dennoch wunderbar in diese Welt eingefügt wurden, sind Frodo Beutlins und Legolas Gesichter erschreckend realistisch. Diesen Brüchen innerhalb der ansonsten stimmungsvollen Spielwelt begegnet man immer wieder und wird dementsprechend aus der Atmosphäre herausgerissen, die nicht nur von der Kulisse, sondern auch von der Musik aufgebaut wird, die komplett aus Elementen des Film-Soundtracks besteht.

     

Kommentare

Bluewoodtree schrieb am
Rutgar hat geschrieben:
Wieso sollte ich ein Rennspiel/Rollenspiel lieber auf der Wii spielen wollen, wo es doch auf der PS3 besser aussieht und komplexer geht.
Es ging mir auch weniger um die Wii selbst als um deine Leistungsaussage. Die Wii hat etwa die gleiche Rechenpower wie die vorherige Konsolengeneration. Waren da keine komplexen Rollenspiele/Rennspiele möglich? Da hat sich doch hauptsächlich was bei der Präsentation getan.
Ich würde mir auch nie einen miesen Wii-Port kaufen, aber nur weil gewisse Hersteller kein Intresse daran haben, ein hochwertiges Rennspiel für die Wii zu machen, heißt das ja nicht, dass es unmöglich ist.
Auch deine Beispiele für komplexe Spiele wie sie nur auf PS3/Xbox360 und aktuelle Rechner möglich sind.. ähm ja... Ich würde mal sagen Baldurs Gate 2 ist viel komplexer und umfangreicher als Dragon Age, nur die Präsentation von Dragon Age ist besser. Ergo hat sich in der Komplexität nicht viel getan.
Mir fallen auch auf Anhieb keine Spielegenre ein, wo sich durch die Einführung von PS3/X360 die Komplexität erhöht hat. Momentan ist ja eher ein Gegenteiliger Trend zu beobachten ;)
Baldur's Gate ist ein guter Punkt! Das hatte mir damals auch viel besser gefallen als ein Dragon Age.
Hm ja, das Problem ist nur, dass wenn man in gewissen Genres grafisch einfach schon besseres gewohnt ist, dann fällt es schwer - mir zumindest - entsprechende Spiele auf der Wii anzutun. Denn da bekomme ich quasi das gleiche geboten, nur halt in technisch schlechter. Bis auf ein Metroid Prime vielleicht, das ich wirklich toll fande, auch wegen der Steuerung. Fande auch ein Resident Evil 4 aufgrund der Steuerung besser als Resident Evil 5, wobei ich sagen muss, dass ich es noch nicht mit Move gespielt habe.
Ein gutes Beispiel...
Rutgar schrieb am
Wieso sollte ich ein Rennspiel/Rollenspiel lieber auf der Wii spielen wollen, wo es doch auf der PS3 besser aussieht und komplexer geht.
Es ging mir auch weniger um die Wii selbst als um deine Leistungsaussage. Die Wii hat etwa die gleiche Rechenpower wie die vorherige Konsolengeneration. Waren da keine komplexen Rollenspiele/Rennspiele möglich? Da hat sich doch hauptsächlich was bei der Präsentation getan.
Ich würde mir auch nie einen miesen Wii-Port kaufen, aber nur weil gewisse Hersteller kein Intresse daran haben, ein hochwertiges Rennspiel für die Wii zu machen, heißt das ja nicht, dass es unmöglich ist.
Auch deine Beispiele für komplexe Spiele wie sie nur auf PS3/Xbox360 und aktuelle Rechner möglich sind.. ähm ja... Ich würde mal sagen Baldurs Gate 2 ist viel komplexer und umfangreicher als Dragon Age, nur die Präsentation von Dragon Age ist besser. Ergo hat sich in der Komplexität nicht viel getan.
Mir fallen auch auf Anhieb keine Spielegenre ein, wo sich durch die Einführung von PS3/X360 die Komplexität erhöht hat. Momentan ist ja eher ein Gegenteiliger Trend zu beobachten ;)
Bluewoodtree schrieb am
???
Wieso sollte ich ein Rennspiel/Rollenspiel lieber auf der Wii spielen wollen, wo es doch auf der PS3 besser aussieht und komplexer geht.
Wir haben nunmal halt einen gewissen status quo erreicht.
Klar hat eine Wii auch so ihre Stärken, aber die liegen halt nun mal nicht in den Gran Turismos, Metal Gear Solids, Demon's Souls und Dragon Ages.
Ein schönes Beispiel ist ja gerade Need for Speed Hot Pursuit als Multiplattformer. Da kann man schon bei der Wii sehr wohl von Blamieren sprechen ;).
Aber trotzdem gibt es da auch wieder sehr sehr gute Titel, die man so auf den HD-Konsolen niocht geboten bekommt: New Super Mario Bros, Donkey Kong Country, Kirby's Epic Yarn...
Rutgar schrieb am
Simulationen, Rennspiele, ja sogar epische Rollenspiele, dafür ist die Hardware einfach nicht ausgelegt und damit kann man sich auf der Wii nun halt einfach nur blamieren.
Genau wie sich damit sämtliche Konsolen- und Rechnergenerationen vor deiner geliebten PS3 blamiert haben? Mach dich nicht lächerlich
Bluewoodtree schrieb am
Naja, aber so oder so interessiert mich das Franchise nicht (mehr).
Nach Porsche gings einfach bergab. Mittlerweile scheint es zwar nach dem ganzen Untergrunds-Tuning-Schrott wieder besser zu werden, seitdem die "Back to the roots" Richtung eingeschlagen wurde, aber was soll. Für mich ist der Zug da abgefahren.
Das schweift jetzt hier alles sehr vom eigentlich Thema ab, aber ich muss nochmal sagen - bevor ich hier komplett zum Nintendohasser abgestempelt werde - dass die Wii auf der letzten gamescom in meinen Augen ganz schön Boden gutgemacht hat (Kirby, Metroid, Donkey Kong, Zelda). Aber ich sehe das auch mehr oder weniger als letztes Aufbäumen. Das werden wohl die letzten wirklich guten Spiele dieser Generation, bevor die nöchste Hardware kommt.
Nein, mein eigentliches Problem ist einfach, dass man sich bei der Wii mehr auf deren Stärken besinnen sollte. Simulationen, Rennspiele, ja sogar epische Rollenspiele, dafür ist die Hardware einfach nicht ausgelegt und damit kann man sich auf der Wii nun halt einfach nur blamieren.
Sidesroller, Rätselspiele, Light-Gunshooter, Familienspiele, Sportspiele...Dafür ist eine Wii besser geeignet.
Anders herum erlebt man tagtäglich auf den HD-Konsolen, dass auch nicht alles Gold ist, was glänzt. Viele Spiele sehen toll aus, sind aber inhaltlich belangloser 0815-Schrott: Außen hui, innen pfui.
Im Endeffekt denke ich, dass man als leidenschaftlicher Spieler nur mit einer Mischung aus beidem wirklich glücklich werden kann.
schrieb am

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