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Life Is Strange (Adventure) von Square Enix
Mystery zum Wohlfühlen
3D-Adventure
Publisher: Square Enix
Release:
30.01.2015
30.01.2015
30.01.2015
30.01.2015
30.01.2015
Spielinfo Bilder Videos
Nichts drängt mich. Ohne Eile schweben rotbraune Blätter unter der warmen Mittagssonne über dem Boden, während Max unter einem Baum Halt macht. Zu leiser Gitarrenmusik lässt sie ihren Tag Revue passieren. Die Kamera zeigt einen Sportplatz, eine Schule, Teenager, die die Pause genießen. Life Is Strange ist ein Adventure in der Tradition von The Walking Dead. Und doch ganz anders.

Endlich Zuhause, endlich erwachsen?

Vor fünf Jahren verließ Max ihre Heimatstadt Arcadia Bay. Jetzt ist sie zurück, um an der renommierten Blackwell Academy Fotografie zu studieren – ein Zufall, dass ihr Vorbild (und Schwarm) gerade hier unterrichtet!

Doch die Achtzehnjährige kommt nur schwer in ihrem altem Zuhause an. In den ersten drei Wochen hat sie kaum Anschluss gefunden, ihre ehemalige Freundin Chloe noch nicht einmal angerufen. Die Attitüden ihrer Kommilitonen machen ihr zu schaffen und Mitglied des elitären Vortex-Clubs möchte sie auf keinen Fall sein.

Die erste Epiosde zu Life Is Strange ist vor allem eins: Eine persönliche Geschichte ums Erwachsenwerden. Sie streift ernste Themen wie Freundschaft, Trennungsschmerz, ungewollte Schwangerschaft sowie Alltägliches wie coole Horrorfilme auf einem USB-Stick, Klamotten, Skateboards oder das Versäumnis, einem alten Freund Hallo zu sagen.

Der Gast aus der Zukunft


Und natürlich steckt in Life Is Strange auch ein handfester Krimi. Schließlich findet Max bald heraus, dass Rachel Amber, Chloes neue beste Freundin schon seit einem halben Jahr verschwunden ist. Gibt es jemanden, der weiß, was mit ihr geschehen ist? Hat Chloes ruppiger Stiefvater seine Hände im Spiel? Das Geheimnis um Rachel scheint der rote Faden zu sein.

Scheint... denn ihr Verschwinden ist nicht das einzig Sonderbare in Arcadia Bay. Immerhin kann Max die Zeit zurückzudrehen. Beliebig oft spult sie zum Anfang einer Szene, um getroffene Entscheidungen zu revidieren
Mit viel Ruhe, guter Kameraarbeit und einem hervorragenden Soundtrack erzählt Dontnod eine ebenso persönlichen wie spannenden Mystery-Krimi.
Mit viel Ruhe, guter Kameraarbeit und einem hervorragenden Soundtrack erzählt Dontnod einen ebenso persönlichen wie spannenden Mystery-Krimi.
oder einen Gegenstand zu verwenden, den sie vorher noch nicht in der Hand hielt. Was verleiht ihr diese Fähigkeit? Und welche Bedeutung haben Hinweise auf z.B. Klimaerwärmung oder Umweltverschmutzung?

Mein Klick, mein Tempo!


Mit viel Ruhe erzählt Dontnod (Remember Me) die geheimnisvolle Geschichte – nicht nur erzählerisch, sondern auch spielerisch. Denn anders als in einem Telltale-Abenteuer wie The Walking Dead kann ich mir für Antworten in den zahlreichen Gesprächen beliebig viel Zeit lassen. Beschränkt sich die Interaktion bei Telltale fast ausschließlich auf Dialoge, bewege ich mich hier außerdem frei an allen Schauplätzen.

Während Chloe etwa einen Joint raucht, sieht sich Max in ihrem Zimmer um. Sie kommentiert Bilder aus der Vergangenheit, erinnert sich an ein altes Regal und das Versteck im alten Kleiderschrank. Und falls mir danach ist, setzt sich Max eben unter einen Baum, lässt sich auf ihr Bett fallen oder zupft eine Melodie auf ihrer Gitarre. In Gedanken lässt sie die Ereignisse dann Revue passieren, während stimmungsvolle Einstellungen den Moment einrahmen. So lange, bis ich Max aufstehen lasse.

Immer bin ich es, der den nächsten Schritt macht. Nie drängt das Spiel. So hatte ich auch die Ruhe, viel in dem mit Zeichnungen und Aufklebern verzierten Tagebuch zu lesen, das von ihrer Aufnahme an der Blackwell Academy und den ersten Tagen in Arcadia Bay berichtet. Nach und nach ergänzt Max die Seiten mit dem, was sie erlebt. Sie klebt Fotos hinein und fügt Personen hinzu, denen sie begegnet. Ich habe dieses ausführliche Kennenlernen in vollen Zügen genossen!

Kommentare

Ketjow schrieb am
Die Punkte die du aufzählst sind nicht schlimm mMn nach, spiele sonst sehr viele Jrpgs und da ist es ja leider meistens auch so, wie bei telltale und trotzdem wurde ich immer gut bis sehr gut unterhalten.
Da hängt es dann natürlich auch davon ab, wie viel man (auf emotionaler Ebene) mit der Coming of Age Thematik im College-Setting anfangen kann. Bei mir hat das komplett gezündet, während ich die Geschichte von The Last of Us als extrem mau und generisch empfand, was viele andere Spieler, die von TLOU begeistert sind, hingegen Life is Strange vorwerfen und es als "Teenie-Schmonzette" bezeichnen

Mich hat auch beyond two souls abgeholt und am ende hab ich sogar ne kleine träne verdrückt, da Life is strange von vielen als das bessere Erlebnis angesehn wird, mach ich mir da keine großen sorgen. BIn selber erst 2 Jahre von der Uni weg, also kann man sich evtl doch noch passbel reindenken ; )
Bin besonders auf das Rückspuhlfuture gespannt, weiß nicht, ob mir das den spielspaß nicht ruiniert, da das gerade bei telltale gut war, weil man mit seinen entscheidungen leben musste.
Blood-Beryl schrieb am
Ah, okay, dann war das Copy and Paste wohl etwas übereifrig. : D
(Naja, lesen's hier vielleicht auch ein paar andere...)
Bei all meiner Begeisterung will ich vorsichtshalber nur nochmal anmerken, dass das Spiel natürlich auch ein paar Schwächen hat, die ich gar nicht bestreiten will:
- Oft maue Gesichtsanimationen (was gerade bei so einer emotionalen Erzählung auffällt)
- An ein, zwei Stellen etwas gekünstelte (Dialog-)Regie
- Entscheidungen oft eher passiv und mit eher dezenten Auswirkungen (allerdings nicht so schlimm wie bei Tell Tale)
Das sollte man vllt. im Kopf behalten, ehe man bei meiner obigen Lobeshymne nun ein perfektes Spiel erwartet.
Aber diese Kritikpunkte waren mir schlussendlich eben völlig schnurz, da mich das Spiel emotional bewegt hat wie kein anderes. Und das ist wirklich (mit) das größte Lob, das ich einem Spiel machen kann.
Da hängt es dann natürlich auch davon ab, wie viel man (auf emotionaler Ebene) mit der Coming of Age Thematik im College-Setting anfangen kann. Bei mir hat das komplett gezündet, während ich die Geschichte von The Last of Us als extrem mau und generisch empfand, was viele andere Spieler, die von TLOU begeistert sind, hingegen Life is Strange vorwerfen und es als "Teenie-Schmonzette" bezeichnen.
Ist bei so einem auf gefühlvoll inszenierte Erzählung ausgelegten Spiel/VN letztlich eben schlicht arg subjektiv.
Deshalb bin ich auch jetzt schon auf dein Fazit gespannt. : )
Ketjow schrieb am
Joa, Danke^^
Hatte ich im selbigen Thread auch schon gelesen, war einer der Gründe endlich zuzuschlagen, hatte die Warterei auch satt und hätte fats die Limited Edition gekauft, dann kam das Store Angebot.
Jetzt muss es nur noch WE werden.
Blood-Beryl schrieb am
Ketjow hat geschrieben:[...] jetzt sehr gespannt, ob es die Telltalespeile vom Thron stoßen kann.

Mit Leichtigkeit.
...
Okay, das ist dann doch etwas karg für einen Beitrag, also hier einfach nochmal mein Fazit aus dem "Durchgezockt"-Thread:
Wow.
Ich haue ja nicht so gerne Superlative heraus, aber hiernach bin ich da schon ziemlich zu geneigt.
Selten hat mich ein Spiel so zum Nachdenken angeregt, so berührt.
Ist zwar ein sehr abgedroschener Begriff, aber "Emotionale Achterbahnfahrt" trifft es hier wirklich gut.
Startet als zartes Teenager-Drama und wird dann in Sachen Charaktere und Handlung immer drastischer und drastischer bis es einem dann am Ende die geballte Ladung Tragik reindrückt.
Aber, und darin liegt die große Kunst, dabei wirkt es auf mich nie aufgesetzt, sondern wie ein einziger Sog. Schwer zu beschreiben, ohne zu spoilern, also sage ich hier mal einfach, dass die Chars sich für mich alle "echt" angefühlt und damit natürlich die Handlung getragen haben und zusätzlich war der Mystery-Crime Aspekt auch einfach verdammt spannend.
Und ich bin sehr angetan von Protagonistin Max. Hätte mir an ein, zwei Stellen zwar weniger passive Entscheidungsmöglichkeiten gewünscht, aber insgesamt ein sehr angenehmer, ruhiger und recht vernünftiger Teenager, der genau die richtige Mischung aus Empathie und Raison mitbringt. Toll!
Auch ihre Synchronsprecherin finde ich großartig.
Generell muss ich das Lob auf fast die gesamte Charakterzeichnung ausweiten, wie oben schon erwähnt.
Besonderer Liebling von mir ist dabei Kate, die ich sehr gerne in einer noch größeren Rolle bzw. als potentielle Partnerin oder auch BFF für Max gesehen hätte.
Großes ABER beim Bösewicht am Ende, der sich leider als generischer Psychopath ohne Tiefe entpuppt.
Die Dialogregie war ein, zwei Mal auch etwas holprig (wobei mich im Gegensatz zum Rest...
Ketjow schrieb am
Gibts jetzt im Amistore fü 12 $, also endlich mal die erste Preisreduktion auf die ich gewartet habe. Habs gestern geladen und bin jetzt sehr gespannt, ob es die Telltalespeile vom Thron stoßen kann.
schrieb am

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