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For Honor (Action) von Ubisoft
Schere, Stein, Samurai
Action-Adventure
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Release:
14.02.2017
14.02.2017
14.02.2017
Spielinfo Bilder Videos
Damit Ritter, Wikinger und Samurai so zusammenkommen, musste Ubisoft sowohl den Raum als auch die Zeit krümmen: Die kriegstreibenden Parteien mögen der Wirklichkeit entsprungen sein, ihre Geschichte ist allerdings reine Fantasie. Und mehr als einen fantastischen Hintergrund brauchen sie auch nicht, wenn bis zu acht Spieler in den Online-Gefechten von For Honor um Punkte kämpfen. Mehr als einen fantastischen Hintergrund hätte es allerdings gebraucht, damit auch Solisten eine unterhaltsame Kampagne erleben könnten!

„Kloppt mal ein paar Levels zusammen!“

Verkauft sich ein Spiel denn besser, wenn es eine klassische Kampagne enthält? Falls ja: Gut für Ubisoft. Und trotzdem hätten die Franzosen besser darauf verzichtet, denn inhaltlich schadet es For Honor, das an allen Ecken und Enden die Sprache eines reinen Multiplayer-Titels spricht. Um es ganz deutlich zu sagen: Solisten und Spieler, die sich nach einem ebenso gut spielbaren wie spannend erzählten Abenteuer sehnen, werden hier vermutlich nicht glücklich! Das fängt bei der zwingend notwendigen Online-Verbindung an und hört bei dem ebenso überlangen wie langweiligen Tutorial, genannt Story-Modus, nicht auf.

Müsste ich von ihrem Inhalt auf die Konzeption der Kampagne schließen, würde ich mir das so vorstellen: „Leute, wir brauchen noch was für Einzelspieler. Kloppt mal ein gutes Dutzend kleine Levels zusammen und stellt Gegner rein. Und macht es bloß nicht zu anspruchsvoll! Wenn die Leute in engen Gräben ein paar Checkpunkte abklappern dürfen, sind die glücklich.“

Gestreckt wird das spaßbefreite Gegner-Vermöbeln von langen, aufwändig vertonten und durchaus hübschen Filmszenen – also dem oberflächlichen Chic einer vergleichsweise schnell produzierten Fassade. Man erlebt
Namenlose Recken in einer belanglosen Geschichte: der Story-Modus.
Namenlose Recken in einer belanglosen Geschichte: der Story-Modus.
weder eine packende Geschichte noch trifft man interessante Charaktere und wechselt alle paar Levels den ohnehin namenlosen Protagonisten, weil die Kampagne lediglich ein Trainingsmarsch ist, auf dem man Meter für Meter die Fähigkeiten aller Kriegertypen des Onlinespiels kennenlernt. Unterhaltsam sind dabei nur wenige Duelle mit besonders starken Kriegern. Die zu erleben, lohnt das Ablatschen dieser öden Tretmühle allerdings nicht.

Vom Langschwert inspiriert


Um das aber ebenso klar zu formulieren: Das eigentliche Spiel, also der Multiplayer-Kampf, ist klasse! Und da ich For Honor ohnehin von Beginn an als PvP-Erlebnis wahrgenommen hatte, stört mich die verpatzte Solo-Dreingabe nicht. Ubisoft hat schließlich nicht irgendeine Action-Vorlage online spielbar gemacht. Im Mittelpunkt steht vielmehr ein hervorragendes Kampfsystem, das auf schnelles Waffenfuchteln verzichtet und spannende Duelle inszeniert – sowie ein paar weitere Ideen, die den sich ständig wiederholenden Mehrspieler-Partien neue Seiten abgewinnen.

Ubisoft, das ist in diesem Fall vor allem Jason VandenBerghe, der schon mit Red Steel eine Vorliebe für interaktive Schwertkunst bewies. Der trainierte nämlich vor ein paar Jahren mit einem Langschwert, genauer gesagt übte er Angriffe von der rechten und der linken Seite abzuwehren, als ihm auffiel, wie gut das in einem Videospiel funktionieren könnte: Man müsste den rechten Analogstick in die entsprechende Richtung schieben und schon würde ein virtueller Krieger seine Stellung so ändern, dass er von dort kommende Hiebe abwehrt.

Kommentare

Hans Gruber schrieb am
Am besten schreiend ins offene Messer laufen. Gefällt mir persönlich ausgezeichnet.
XBLiveTV ONE schrieb am
Das Spiel habe ich total übersehen. Das was da so im Test zu lesen ist, reizt mich sehr. Aber was bitte soll das mit irgendwelchen "Community-Regeln"? Sowas nervt mich, ehrlich gesagt. Wenn ein Spiel etwas erlaubt, soll ich mich als Spieler von anderen Spielern in meiner Handlungsweise einschränken lassen? Nein, danke. Klar, wenn sich alle Spieler, die an der Session teilnehmen, einig sind, stellt eine "Sonderregel" (nichts anderes ist das für mich) kein Problem dar. Wenn aber nicht alle diese Ansicht vertreten, dann gilt meiner Meinung nach ganz klar: Was da Spiel erlaubt, darf auch gemacht werden. Der Publisher bietet das Spiel so an, wie es ist. Dementsprechend kann auch nur der Publisher Verhaltensregeln vorschreiben - "private Regeln" der Community würden mich da überhaupt nicht interessieren.
Was mich allerdings extrem stört, ist der Online-Zwang auch für den Solo-Bereich (Kampagne und Skirmish). Klar, ich habe eine 100.000er Leitung die vielleicht 1x im Monat für 10 Minuten ausfällt. Aber worin liegt der Sinn, einen Solo-Modus mit Always-On zu versehen?
An alle, die es bereits spielen: Welches Verhalten empfehlt ihr einem Anfänger? Eher einen Haudrauf oder eher einen, der ausweicht, blockt, taktiert?
recknack30 schrieb am
Das Spiel ist momentan total untergangen. Hab die Story gespielt und paar Std online und ist totale abzocke was die wieder machen mit den kindern und den Spielsüchtigen echt mies Ubisoft. Hat einen guten Ansatz aber es ist immer das gleiche.
Sindri schrieb am
Danke Usul, genau darum ging es mir. Wenn daraus eine Erwartungshaltung wird, finde ich wird es lächerlich. Wenn man sich unter Kumpels oder auch Ingame abspricht, ist es mir persönlich wurscht.
Aber ich habe von meinem Kumpel mitbekommen, daß sich die Leute darüber beschweren, daß es 2er Teams gibt, die sich mal gar nicht an die Regel halten würden und das wäre voll unfair etc....
Abgesehen davon, daß es kein Problem für Ubisoft sein sollte, so einen Spielmodus einzuführen.
4P|Benjamin hat geschrieben: ?
04.03.2017 09:25
Die eigentliche Frage ist doch: Was ist denn so störend daran, wenn sich vier Spieler darauf einigen ein Spiel auf eine bestimmte Art zu spielen?
Wie gesagt, gar nichts. Wenn beide Seiten sich darauf einigen, gut. Ich persönlich würde mich an diese Regel absolut nicht einhalten, weil ich ein 2on2 wie 2on2 spielen würde.
Usul schrieb am
4P|Benjamin hat geschrieben: ?
04.03.2017 09:25
Die eigentliche Frage ist doch: Was ist denn so störend daran, wenn sich vier Spieler darauf einigen ein Spiel auf eine bestimmte Art zu spielen?
So wie ich Sindri verstehe, geht es darum, daß sich eine wie auch immer geartete Community-Regel herausbildet oder gar herausgebildet hat, nach der 2vs2 eben so abzulaufen hat, daß es quasi aus 1vs1-Kämpfen besteht. Wer aber "richtiges" 2vs2 spielen will, sieht sich dann - so der Worst-Case - entsprechender Kritik ausgesetzt.
Wenn es also so ist, daß man sich im Vorfeld eines 2vs2-Matches darauf einigen müßte, daß das jetzt "richtiges" 2vs2 ist (also direkt zwei gegen zwei), wäre es schon recht seltsam.
Wenn sich aber im Vorfeld die Leute darauf einigen, daß sie die einzelnen Matches abwarten, käme mir das naheliegende vor.
Letztendlich ist es aber so oder so kein Weltuntergang. :)
schrieb am

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