Song of the Deep - Test, Action, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Song of the Deep (Action) von GameTrust Games (GameStop)
Märchenhafte Tauchfahrt
Action-Adventure
Entwickler: Insomniac Games
Publisher: GameTrust Games (GameStop)
Release:
12.07.2016
19.07.2016
19.07.2016
Spielinfo Bilder Videos
Spyro, Ratchet & Clank, Resistance, Sunset Overdrive - das liest sich ganz gut für ein Studio. Umso neugieriger wird man, wenn sich Insomniac Games mal an ein kleineres Spiel wagt, das sich klassischer Labyrintherkundung unter Wasser widmet. Song of the Deep ist das erste Spiel des GameStop-Labels "GameTrust" - nur bei diesem Händler gibt es also die Boxversion. Aber es ist für knapp 15 Euro auch digital auf PC, PS4 und Xbox One erschienen. Lohnt sich der Abstecher in die Tiefsee?

Mädchen auf Odyssee

Die kleine Marryn ist verzweifelt, denn ihr Vater ist im Meer verschollen. Aber die Zwölfjährige gibt ihn nicht auf, bastelt sich ein U-Boot namens "Nautilocerus" und macht sich voller Mut auf die Suche. Schon bald versinkt sie in einem riesigen Labyrinth voller alter Mythen und gefährlicher Monster...

Klingt märchenhaft? Ist es auch. Man sollte sich aber nicht vom Einstieg täuschen lassen, der mit seinen Kinderbuchskizzen vielleicht etwas naiv anmutet. Song of the Deep ist ein Abenteuer, das sich viel Zeit lässt und im besten Sinne episch angelegt ist. Das ist kein Snack für schnelle Schatzsucher, sondern eine angenehm fordernde Reise, mit der man an die zwölf Stunden verbringen kann.

Metroid Prime unter Wasser

Marryn erkundet eine wunderschöne, aber auch gefährliche Unterwasserwelt.
Marryn erkundet eine wunderschöne, aber auch gefährliche Unterwasserwelt.
Und natürlich ist das eine moderne Variante all jener klassischer Abenteuer wie Metroid, die einen bei der Erkundung fremder Welten stetig weitere Pfade öffnen und wachsen lassen - sowohl was die Fähigkeiten als auch die Erkenntnis betrifft. Marryn startet mit einem einfachen U-Boot, das sie (auf PC und Konsole) sehr präzise steuern sowie in Bereichen wie Schub, Torpedos oder Magnetkralle aufrüsten kann, während sie immer mehr Wissen über diese riesige Welt sammelt, die mal idyllisch, mal imposant, mal unheimlich sein kann.

Ach, so etwas habt ihr schon häufig gespielt? Ja, aber diesmal präsentiert kein unerfahrenes Studio seine Variante eines Klassikers, sondern Insomniac Games. Daran konnte bis vor ein paar Tagen allerdings noch zweifeln, denn das Spiel ruckelte unverschämt - aber Patch 1.03 sorgt für saubere Tauchgänge. Und die Qualität dieses Entwicklers spürt man inhaltlich mit jeder Stunde, die man mit Marryn tiefer taucht, wenn man in angenem offenen und verzweigten Arealen gegen Strömungen, Quallen und Anglerfische ankämhpft. Man zwängt sich hier nicht durch ein enges Korsett aus Grotten und Höhlen, sondern darf frei navigieren. Dabei entdeckt man früher oder später auch eines der vielen kleinen Geheimnisse, die dieses Spiel so charmant machen.

Subtile Spielmechaniken

Die englischsprachige Erzählerin leitet auch Bosskämpfe wie gegen diese Riesenspinne stimmungsvoll ein.
Die englischsprachige Erzählerin leitet auch Bosskämpfe wie gegen diese Riesenspinne stimmungsvoll ein. Auf Wunsch gibt es deutsche Untertitel.
Ich meine all die subtilen und clever integrierten Spielmechaniken. Dazu gehören Kleinigkeiten wie etwa die korrekte Mahlzeit für eine Muschel zu finden, damit sie auch ihren Schatz ausspuckt.  Oder der langsam gehobene Arm eines Skeletts, der einem den Weg weisen soll. Noch faszinierender sind z.B. die Auswirkungen von Berührung oder Licht: Richte ich meinen Suchscheinwerfer auf Quallen oder kleine Schalentiere, bewegen sich Erstere scheu weg, während Letztere erst dann ihr Geheimnis offenbaren, wenn sie sich auch alle auf einen Suchstreich verstecken - das sieht übrigens sehr witzig aus.

Manchmal hilft es auch, andere leuchtende Wesen zu begleiten, damit man in ihrem Schatten bestimmte Zonen überhaupt erreichen kann, oder einem über Algen illuminierten Pfad zu folgen, der bei jeder korrekten Berührung heller erstrahlt. Man wird ein wenig an den "Sense of Wonder" in Flower oder Journey erinnert, wenn man in einem Schwung über den Boden düsen muss, damit alle kleinen Bewohner den Kopf einziehen - das sind tolle Momente, wenn man tatsächlich belohnt wird, weil man einfach intuitiv experimentiert hat!

Steampunk und Mythologie

Das U-Boot kann in vielen Bereichen aufgewertet werden.
Das U-Boot kann in vielen Bereichen aufgewertet werden.
Die Geschichte wird an wichtigen Stellen von einer charismatischen Sprecherin, auf Wunsch mit deutschen Untertiteln, vorgetragen. Irgendwann trifft Marryn z.B. auf die Artefakte der "Fomori". Hier werden für die Story keltische Mythen wie jene von den dämonischen "Fomoire" (ein altes irisches Wort, vermutlich mit "Meer" verwandt), die laut Sage als erste Wesen die grüne Insel eroberten, mit dem Flair von Abenteuer-Geschichten à la Jules Verne und Steampunk. Es gibt also Monster und Maschinen, versunkene Mythen und Städte, Sagenfiguren und Torpedos.

Viel wichtiger als der erzählerische Hintergrund ist in diesem Fall aber die wunderschöne Kulisse: Das kleine U-Boot sieht aus wie ein goldener Pinsel, der sich je nach Schub mal sanft, mal wuchtig durch ein Unterwasser-Gemälde malt. Überall blubbert, leuchtet oder schwimmt etwas. Während man im Vordergrund mit seiner Kralle  vielleicht einen Hebel aktiviert, gleiten im Hintergrund majestätisch ein paar Wale vorbei - die Tiefenwirkung ist toll und Insomniac bildet das Meer in seiner vollen Pracht ab.

Kommentare

Shivaxi schrieb am
Jep, bin nun auch knapp 1,5 Stunden dabei und muss sagen, dass es sich gut eignet, um nach dem Feierabend noch entspannt durch die Gegend zu tauchen. Die Präsentation ist mMn wirklich gelungen und die Steuerung übermittelt gut ein "Unterwasser-Gefühl".
Also für mich somit ein guter Zeitvertreib bis No Mans Sky rauskommt (und falls das Murks ist, dann eben Deus Ex 2 Wochen später :Hüpf: ).
Jazzdude schrieb am
Ich habe mir das Spiel gestern gekauft und bin jetzt etwa 2 Stunden drin.
Bisher gefällt es mir einfach super! Die Musik ist schlicht traumhaft, die Präsentation märchenhaft, da könnte ich noch so viele Adjektive aufzählen.
Es erinnert mich ein wenig an Trine, was Präsentation und Atmosphäre angeht. Auch Trine war ansich nicht wirklich anspruchsvoll, hatte aber einfach etwas magisches ansich! Ähnlich ist es auch mit dem Titel. Nein, das Gameplay ist nichts besonderes, aber es spielt sich einfach toll und generiert eine wunderschöne Atmosphäre!
Jetzt muss noch die Länge stimmen, trotzdem empfehle ich es allen uneingeschränkt, die mal wieder etwas ruhigeres Gameplay suchen und sich einfach mal verzaubern lassen wollen.
edit: Klingt ja wie eine Disneywerbung
Arkatrex schrieb am
Herr Kaf-fee-trin-ken hat geschrieben:
Arkatrex hat geschrieben:Wenn Du keine Ahnung hast was ein Flamewar ist, dann benutz den Begriff auch nicht. Es war keine Kritik..es war Gemecker. Und zwar solche wie man sie immer und immer wieder hier liest ohne auch nur eine Relation herzustellen.

Es war, was ich beim und nach dem Durchspielen gedacht habe. Ganz gut, aber nichts Überragendes. Das muss ich auch nicht konkretisieren, um es "wahr" oder legitim werden zu lassen. Es ist sowieso nichts Allgemeingültiges, sondern bloß mein persönliches Gefühl nach dem Game, und das hab ich auch betont

Gut, dann haben wir uns was das angeht missverstanden. Gibt leider kein Friedenspfeifen Smiley :lol:
Arkatrex schrieb am
Paulaner hat geschrieben:
Arkatrex hat geschrieben:
keiner einer hat geschrieben:Au Backe brichst hier einen Flamewar vom Zaun, nur weil er Kritik an dem Spiel geäußert hat.
Ich habe das Spiel noch nicht selber gespielt, aber vielleicht sind die Rätsel und Level einfach nicht abwechslungsreich.
Ob das Spiel 15, 5 oder 50 ? gekostet hat ist dabei unerheblich. Wenn ich in Stunde 12 die gleichen Rätsel wie in Stunde 3 vorgesetzt bekomme, dann ist das ein legitimer Kritikpunkt. SO zumindest habe ich Ihn verstanden.
Aber MENSCHEN WIE DU verstehen das natürlich nicht. :Häschen:
Ich bin raus.

Wenn Du keine Ahnung hast was ein Flamewar ist, dann benutz den Begriff auch nicht. Es war keine Kritik..es war Gemecker. Und zwar solche wie man sie immer und immer wieder hier liest ohne auch nur eine Relation herzustellen.
Und nein, der Preis ist nicht unerheblich. Da Du das Spiel ja auch selber nicht gespielt hast, kann ich diesbezüglich auch auf Deine Meinung verzichten. Eine Referenz bist Du ja eh nicht.
Dein Beispiel ist übrigens sowieso nicht haltbar, hättest Du Dir den Test auch nur durchgelesen wüsstest Du das Du ganz großen Quark schreibst. Da macht der Smiley auch nichts besser :Häschen: :Vaterschlumpf: :Blauesauge:
@greenelve
Ja..und einige Zeit stand ja auch CS für "den" Egoshooter...später dann CoD usw. Metrovania zählt dann aber auch eher unter Platformer, so wie man es dann am ehesten umschreiben könnte.
Leider ist sowohl vom klassischen Metroid, als auch von Castlevania nicht mehr viel übrig. In den letzten Jahren gab es zwar noch vereinzelt Titel dieser Marken..die waren aber eher auf dem Nintendo DS beheimatet. Ich mache mir auch keine Hoffnung das seitens Konami oder Nintendo da noch was kommt, was eigentlich eine Schande ist.
Das einzige Spiel was mich noch so gefesselt hatte war Axiom...
Paulaner schrieb am
Arkatrex hat geschrieben:
keiner einer hat geschrieben:Au Backe brichst hier einen Flamewar vom Zaun, nur weil er Kritik an dem Spiel geäußert hat.
Ich habe das Spiel noch nicht selber gespielt, aber vielleicht sind die Rätsel und Level einfach nicht abwechslungsreich.
Ob das Spiel 15, 5 oder 50 ? gekostet hat ist dabei unerheblich. Wenn ich in Stunde 12 die gleichen Rätsel wie in Stunde 3 vorgesetzt bekomme, dann ist das ein legitimer Kritikpunkt. SO zumindest habe ich Ihn verstanden.
Aber MENSCHEN WIE DU verstehen das natürlich nicht. :Häschen:
Ich bin raus.

Wenn Du keine Ahnung hast was ein Flamewar ist, dann benutz den Begriff auch nicht. Es war keine Kritik..es war Gemecker. Und zwar solche wie man sie immer und immer wieder hier liest ohne auch nur eine Relation herzustellen.
Und nein, der Preis ist nicht unerheblich. Da Du das Spiel ja auch selber nicht gespielt hast, kann ich diesbezüglich auch auf Deine Meinung verzichten. Eine Referenz bist Du ja eh nicht.
Dein Beispiel ist übrigens sowieso nicht haltbar, hättest Du Dir den Test auch nur durchgelesen wüsstest Du das Du ganz großen Quark schreibst. Da macht der Smiley auch nichts besser :Häschen: :Vaterschlumpf: :Blauesauge:
@greenelve
Ja..und einige Zeit stand ja auch CS für "den" Egoshooter...später dann CoD usw. Metrovania zählt dann aber auch eher unter Platformer, so wie man es dann am ehesten umschreiben könnte.
Leider ist sowohl vom klassischen Metroid, als auch von Castlevania nicht mehr viel übrig. In den letzten Jahren gab es zwar noch vereinzelt Titel dieser Marken..die waren aber eher auf dem Nintendo DS beheimatet. Ich mache mir auch keine Hoffnung das seitens Konami oder Nintendo da noch was kommt, was eigentlich eine Schande ist.
Das einzige Spiel was mich noch so gefesselt hatte war Axiom Verge (was hier leider schlecht abgeschnitten hat ohne...
schrieb am

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