Wolfenstein 2: The New Colossus - Test - 4Players.de

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Wolfenstein 2: The New Colossus (Shooter) von Bethesda Softworks
Terror-Billy kämpft gegen das Regime
Shooter
Entwickler: Machine Games
Release:
27.10.2017
27.10.2017
2018
27.10.2017
Spielinfo Bilder Videos
BJ Blazkowicz ist zurück - und wie! In seinem zweiten Abenteuer ballert und meuchelt sich der Albtraum des Regimes (deutsche Version) durch die besetzten Vereinigten Staaten. Neben furiosen Feuergefechten punktet Wolfenstein 2: The New Colossus mit charismatischen Charakteren und einer imposant inszenierten Geschichte voller Überraschungen und Emotionen. Machine Games und Bethesda gelingt ein toller Ego-Shooter, der nur auf den Einzelspieler-Modus mit Story setzt und weder mit Mikrotransaktionen, Beutekisten oder einem überflüssigen Multiplayer vollgestopft ist. Doch wo ist der Haken?

Wie The New Order, nur besser

Wolfenstein 2: The New Colossus ist wie der Vorgänger eine ziemlich eigenwillige Mischung aus ausgedehnten, cinematischen Zwischensequenzen mit B-Movie-Tendenz sowie temporeichen Shooter-Passagen, die diesmal durch frei begehbare Erkundungselemente mit Storybezug leicht aufgebrochen werden. Insgesamt gibt es ungefähr drei Stunden Videosequenzen bzw. Ingame-Zwischensequenzen zu betrachten, die sich zudem unterscheiden, ob man sich in Wolfenstein: The New Order oder zu Beginn dieses Spiels (falls kein Speicherstand mehr vorhanden ist) für Wyatt oder Fergus entschieden hat. Groß ändern tut sich die Hauptstory je nach Zeitlinie nicht, jedoch bringen beide Charaktere ihre eigene kleine Geschichte mit.
Ein Regime-Soldat mit doppeltem Laserkraftwerk versucht BJ aufs Korn zu nehmen.
Ein Regime-Soldat mit doppeltem Laserkraftwerk versucht BJ aufs Korn zu nehmen.

Emotionaler Befreiungskampf

Grundlegend knüpft The New Colossus an die Ereignisse aus The New Order an. Die Aufständischen haben den Nazis bzw. dem Regime (deutsche Version) das mächtige und gigantische U-Boot "Hammerfaust" geklaut und sind auf der Flucht. BJ Blazkowicz, Hauptdarsteller und harter Hund mit Auszeichnung, erholt sich gerade von seinen schweren Verletzungen, als die Ausmerzer, das fliegende Flaggschiff von Frau Engel, dem Fluchtversuch einen Strich durch die Rechnung macht und das Unterwassergefährt entert. Also schleppt sich Blazko in den nächstbesten Rollstuhl und beseitigt erstmal die Regime-Soldaten in sitzender Position - natürlich mit unterschiedlichen Waffen in den Händen, wenn man möchte. Die doppelte Feuerkraft (Akimbo) hat ihren Preis: das Zielfernrohr lässt sich nicht mehr zum Zoomen verwenden.

Die Waffen von Gegnern, die auf Akimbo setzen, können gezielt beschossen und ausgeschaltet werden.
Die Waffen von Gegnern, die auf Akimbo setzen, können gezielt beschossen und somit ausgeschaltet werden.
Auf seinem Weg zur Ausmerzer trifft BJ auf Set Roth (Wissenschaftler), Anya Oliwa (BJs schwangere Frau) sowie andere Nebenfiguren wie Max Hass oder Caroline Becker, die als Charaktere gut ausgearbeitet und mit eigenem Hintergrund ausstaffiert sind. Danach geht einiges schief: Frau Engel nimmt Geiseln, lockt BJ an und schaltet eine der wichtigen Nebenfiguren in einer ebenso sensationell inszenierten wie brutalen Cutscene aus. Doch BJ kann sich mit unerwarteter Hilfe befreien, flieht von der Ausmerzer und versucht im weiteren Verlauf mit der Unterstützung von anderen Widerständlern und psychologisch auffälligen Personen die Vereinigten Staaten von Amerika von der Herrschaft des Regimes zu befreien ...

Weiter soll nicht auf die Handlung eingegangen werden, denn Story, Wendungen und Entwicklungen sind für einen Shooter hochgradig gelungen, überraschend und stellenweise herrlich bekloppt. Dabei gelingt den Entwicklern oftmals die überaus schwere Gratwanderung, sowohl ernste, schwermütige, emotionale und knallharte als auch lustige, alberne bis comichaft derbe oder schwarzhumorige Themen zu bedienen. Nicht immer gelingt dieser Spagat, aber größtenteils schon und das ist bemerkenswert.

Kommentare

Maxi Musterfrau 2.0 schrieb am
Warum wird bei den Negativpunkten eigentlich nur die fehlende Lippensynchronität, nicht aber die Zensur allgemein aufgeführt?
mellohippo schrieb am
Habs jetzt, nachdem ich vorher nochmal New Order durchgenommen hab, mal angefangen und muss leider auch eine gewisse Ernüchterung konstatieren. Ich zocks auf PS4 und empfinde eigentlich alles oberhalb des zweiten Schwierigkeitsgrades momentan als nahezu unspielbar für mich. Bin jetzt auch kein e-sport-mässiger Shooter-Afficionado, ich zock solche Games eh meistens auf Konsole auf den unteren Schwierigkeitsgraden, aber im Gegensatz zu den Vorgängern oder auch Doom, hab ich hier schon gleich in den ersten Levels teils gar kein Land mehr gesehen. Das fehlende Trefferfeedback kommt auch noch schwerwiegend dazu. Draufgehen im 5-Sekundentakt gleich am Anfang macht nach dem 10ten Mal einfach keine Laune mehr.
Das ganze Stealth-System mit den jetzt teilweise über 100 m entfernten Kommandanten in den teils ja schon sehr verwinkelten Levels, die aus den unerfindlichsten Gründen ständig immer gleich ohne Vorwarnung höchste Alarmstufe haben, macht in der Tat auch mir leider überhaupt keinen Spass mehr. Das kriegt ja sogar Far Cry besser hin.
Wenigstens kann man jetzt manuell jederzeit abspeichern. Ohne diese Funktion (und die Zielhilfe) müsste ich das Spiel wohl als Totalflop für mich betrachten. Schade, Grafik und Inszenierung sind wie immer super, ich fand die id-Shooter eigentlich bisher alle unterhaltsam und auch halbwegs spielbar mit Controller, aber das hier erscheint mir leider grenzwertig.
Schnurx schrieb am
Naja, ich hab's inzwischen durch, kann aber so einige Deiner Kritikpunkte nicht nachvollziehen.
itsdrifter hat geschrieben: ?
08.11.2017 09:08
- Stealth ist kompletter murks. Es macht (auf Bring 'em on) mehr Sinn zum Offizier durchzurushen als zu stealthen. Man wird dauernd aus unerfindlichen Gründen entdeckt.
Also aus "unerfindlichen Gründen" bin nicht in >30 Stunden vorwiegend Stealth (mittlere Schwierigkeit) nicht entdeckt worden. Das war immer ein Gegner, den ich übersehen hatte.
- Spawnen von Gegnern im Rücken. Wie ich es hasse :D
Da wüsste ich jetzt auch keine Stelle zu nennen, wo mir das passiert wäre. Hast Du ein Beispiel wo das auftritt?
Melcor schrieb am
James Dean hat geschrieben: ?
07.11.2017 12:44
Usul hat geschrieben: ?
07.11.2017 11:53
OK, aber eigentlich geht es da explizit um das Kopfbild Hitlers... also in der Tat um Porträts, die dann an der Wand hängen z.B oder Tassen schmücken. Ob sich das auch auf die Darstellung von Hitler als agierende Person bezieht - da habe ich ehrlich gesagt meine Zweifel.
Da hast du natürlich recht. Ich kann mir aber vorstellen, dass die bei Bethesda da auf Nummer sicher gehen wollten.
In Sniper Elite 4 gabs auch hierzulande Hitler, mitsamt Bart. USK Freigabe gab es auch ohne Probleme
https://www.youtube.com/watch?v=QS2up1hU5IM
Des Themas bin ich ansonsten müde. Die Fakten sind: seit 2008 werden Spiele offiziell als Kulturgut anerkannt. Heißt: Ungeschnittenen Veröffentlichung stehen nur die Publisher selbst im Weg. Wie problematisch das ganze Prozedere aus deren Sicht aber ist, sollte aber auch klar sein. Wie paranoid hier teilweise vorgegangen wird, ist bei Wolfenstein auch klar. Die Worte Nazi, SS, KZ, GeStPo, Hitle mit seinem Aussehen, etc, etc, sind alle kein Problem (siehe Sniper Elite), werden aber trotzdem mitentfernt, was zu einer komplett neuen Tonstpur führt.
sabienchen schrieb am
greenelve hat geschrieben: ?
08.11.2017 17:59
sabienchen hat geschrieben: ?
07.11.2017 00:42
..war auch ein kleiner Fehler von mir gerade. Der schwerwiegenste Grund sind die finanziellen Nachteile, die ein (auch bei einem positivem Gerichtsbeschluss) verspäteter Verkaufsstart mit sich bringt.
Wenn es um eine finanzielle Frage geht, könnte der Publisher durchrechnen, ob ein einmalig späterer Deutschland-Release oder die ständigen Kosten für Änderungen gewichtiger ausfallen.
Sie könnten die Klage weit vor Release beginnen....könnten das Spiel wie gehabt rausbringen und für zukünftig klagen, bzw. einen Patch nachreichen zu können, der etwaige Änderungen zukünftiger Spiele überflüssig macht.
...btw. frag ich mich auch, ob es wirklich ein Publisher machen muss, warum nicht eine Privatperson vor Gericht ziehen kann. Wenn es um die Involvierung geht, die Außenstehende nicht haben, erinnere ich an all die Ansprachen von Bevormundung und Co. laut denen die Privatperson dann doch ein "Recht" hat. Ist jetzt nicht speziell an dich gerichtet, nur allgemein ein Gedanke.
edit: Was das Image angeht... es gibt immer ein erstes Mal. Manche Erste werden retrospektiv dafür gefeiert... Grenzen durchschreiten...Freiheit...whatever.
Kontroverse in Medien und Gesellschaft, ja klar. Aber ob eine Angst vor tödlicher Brandmarkung eine Rolle spielt...
Du rollst es falsch auf...
Es benötigt...
schrieb am

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