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Eishockey
Entwickler: 2K Sports
Publisher: 2K Sports
Release:
02.11.2007
02.11.2007
02.11.2007
Spielinfo Bilder Videos
Das Team von Visual Concepts hat sich gerade mit NBA 2K8 zum Gold-Award gedunkt, jetzt will man auch den Puck versenken. Eigentlich stehen die Chancen für sportliche Begeisterung recht gut, denn schon letztes Jahr hat man sehr gutes Eishockey serviert - immerhin haben wir stolze 86% vergeben. Und theoretisch bräuchte man das erfolgreiche Konzept nur verfeinern. Ein bisschen grafisch polieren, inhaltlich aufrüsten, was soll da schiefgehen?

Alte Liebe rostet nicht?

Komplexität ist gut, mit Intuition wäre sie noch besser: Man kann viel machen, aber die Steuerung macht es einem selten leicht.
Ich spiele dieses NHL jetzt schon seit Jahren. Und wenn man eine Sportserie kennt, dann kann man den Nachfolger fast immer blind spielen - meist ändern sich nur Feinheiten. Umso verwunderlicher ist es, dass ich so lange brauchte, um mit diesem Eishockey wieder in einen Fluss aus coolen Dekes und harten Schüssen zu kommen. Zunächst fühlt man sich wunderbar aufgehoben dank der wuchtigen Fankulisse, der knackigen Kommentare und der nochmals verfeinerten Gesichtszüge. Auch die Individualität der Profis ist spürbar - egal ob Größe, Technik oder Bewegungsstil. Wer diesen Sport mag, der wird hier viele feine Animationen vom eleganten Skaten bis zum unglücklichen Stolpern sehen.

Gut, die Menünavigation ist zu nervös und auf der PS3 stören die üblichen Kanten. Doch selbst wenn nur poliert wurde: Grafisch und akustisch gibt es nichts zu meckern. Auch die neuen Face-Offs sind ansehnlich, denn jetzt wird regelrecht um den Puck gerungen, außerdem ist Timing gefragt: Wer zu schnell mit dem Stick fuchtelt, wird zurückgepfiffen - ein schönes System.

Die erste Fehlpass-Orgie

Was ansehnlich beginnt, entwickelt sich dann sehr zäh. In den ersten Partien dominierten Fehlpässe, Fehldrücke und Frust auf dem Eis. Die neue Steuerung ist zu überladen, um sofort mit ihr warm zu werden. Und das Handbuch ist wie schon in NBA 2K8 ein dünner Witz, denn es erklärt keinerlei Details. Es ist immer noch klasse, dass man in diesem Eishockey mehr Finessen einleiten kann als bei der Konkurrenz von NHL 08 - vom rückwärts Skaten über den leicht gelupften Pass bis hin zum schnellem Symbolpassen oder dem coolen Puck-Kick zwischen Stock und Schuh.

Und endlich kann man den Stock mit dem rechten Analogstick wie in EA-Spielen komplett unabhängig bewegen: In der Offensive herrscht eine ganz neue Freiheit, wenn man die Zielrichtung von links auf rechts wechselt. Man spürt, dass man wesentlich mehr Tore über Handgelenkschüsse erzielen kann - und das ist gut! Allerdings wirkt das System noch nicht so ausgereift, dass man alleine dadurch effiziente Situationen vor dem Kasten einleiten könnt; da ist NHL 08 einfach besser. In der Defensive reicht das Gefuchtel in Gegnernähe, um Pässe abzufangen; man kann den Stock sogar flach aufs Eis legen.

Überladene Steuerung

Porentiefe Profigesichter: Die Stars sehen dieses Jahr noch einen Tick realistischer aus. Viel wichtiger wäre es gewesen, die erweiterte Steuerung komfortabler zu gestalten.
So weit, so gut. Aber bevor man all das wirklich verinnerlicht, hat man die vielen Funktionen, die sowohl auf den Schultertasten als auch Sticks und Buttons liegen mehr als einmal verflucht. Das Problem ist, dass die Standardsteuerung nicht intuitiv genug ist. Das Passen liegt auf L1, das Schießen auf R1. Will man zum Schlagschuss ansetzen, muss man L2 und R1 drücken bzw. gedrückt halten für einen mächtigen Abschluss - das ist in der Hitze eines Matches einfach zu umständlich! Dann gibt es zwei Sprintvarianten, einmal über R2, dann noch mal über X. Und schließlich kann man in der Offensive über die Kombination von L2 plus zwei Buttons, z.B. schnell X und X, sehr ansehnliche Manöver in 1:1-Situationen einleiten. Seid ihr noch dabei oder schon verwirrt?

Diese zwölf neuen Superstar-Moves sehen ja auch klasse aus: Freut euch auf Doppel-Dekes, Annahmen aus der Drehung oder das elegante Wechseln des Pucks von der Vor- auf die Rückhand. All das sorgt tatsächlich für mehr spektakuläre Szenen auf dem Eis, wenn, ja wenn der richtige Profi sie mit dem richtigen Timing abspulen - und das ist richtig knifflig! In der Praxis landen viel zu viele Versuche im Nichts und gerade diese abgebrochenen Superstar-Moves sehen fade aus. Warum gibt es kein eingängigeres System, das z.B. Analogstick-Kombos erfordert? Beruhigend ist, dass man alles im Training einstudieren kann: Hier fährt sogar ein Geist vor und zeigt euch, wie ihr die Buttons drücken müsst! Überhaupt sind die Trainingsmöglichkeiten im Vergleich zu NBA 2K8 vorbildlich, denn jede einzelne Bewegung darf man aktiv nachvollziehen.       

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