50 Jahre James Bond! Wie könnte man dieses Jubiläum besser feiern als mit einem Spiel, das einen Querschnitt über einen großen Teil der Geschichte des Gentleman-Agenten liefert? Vielleicht mit einem gut geschüttelten Martini, aber der wird der 007-Legends-Packung aller Wahrscheinlichkeit nicht beiliegen.

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Alle Filme spielen zwar an den bekannten Szenarien, wurden aber auf mehrfache Art und Weise in die moderne Zeit befördert. Das sieht man am deutlichsten am James Bond selbst, der in jedem Film von Daniel Craig dargestellt und gesprochen wird. Der Fan mag bei diesem Gedanken aufjaulen, aber es ist nur konsequent. Denn der 007-Legends-Bond ist ein Aufsmaul-Typ wie in den letzten Filmen, der seine Gegner nicht nur mit allen möglichen Waffen, sondern auch mit gut platzierten Schlägen und Tritten in die ewigen Agentenjagdgründe befördert. Wer auf derlei Grobschlächtigkeiten keine Lust hat, hat laut Entwickler Eurocom auch immer die Wahl der Vorgehensweise: Man kann dem feindlichen Blick per flink genutzter Deckung aus dem Weg gehen und seine Laufwege per Smartphone oder Superuhr überwachen. Man kann (ebenfalls über das schlaue Mobiltelefon) die Energieversorgung von Überwachungskameras orten und diesen den Strom abknipsen, um unerkannt vorwärts zu kommen.
Einen großen Teil seiner Zeit verbringt der Majestäts-Agent mit dem gar nicht so geheimen Ballern. Alternativ soll man die meisten Bereiche auch unauffällig meistern können.
Neben der Ego-Balleraction und den Prügeleien (selbst mancher Bosskampf besteht nur aus per Quick Time Reactions choregraphierter Kloppe) darf man immer wieder auch Platz hinter einem Aston Martin nehmen und Vollgas bzw. Rakete geben. Allerdings sahen diese Szenen bei der Präsentation sehr billig aus: Die Hetzjagd über den Eissee (Stirb an einem anderen Tag) zog sich wie ein Oberbösewicht-Monolog, von Fahrphysik konnte bei dem Arcade-Gezappel keine Rede sein. Generell gehört die Technik nicht zu den starken Seiten von 007 Legends: Zwar läuft das Spiel schnell und scheinbar ruckelfrei, aber die Levels sind eher simpel aufgebaut und voller Pop-Ups. Immerhin gibt es viele Original-Schauspieler zu sehen - wie Toby Stephens (Gustav Greves) oder Carey Lowell (Pam Bouvier).
gc-Eindruck: befriedigend
Kommentare
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GoldenEye Wii war auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad dank Medikits und mehrere Aufgaben sogar ganz nett, jedoch kein Knüller. Fürn 10ner schau ichs mir mal an.