Raus aus meiner Burg!
Ganz im Zeichen traditioneller Tower Defense muss der Spieler in Orcs Must Die! einfallende Gegnerhorden davon abhalten, die eigene, als letzter Schutzwall vor einem Dimensionstor liegende Festung zu überrennen, von denen es während der Story basierten Kampagne mehr als zwanzig zu verteidigen gilt.
Um die Eindringlinge zurückzuschlagen, muss man aber nicht nur verschiedene Abwehranlagen in den Gemäuern errichten, sondern auch mit Zaubern und Waffen wie Schwert und Armbrust selbst aktiv werden.
Im Gegensatz zu anderen Vertretern des Genres ist man hier mitten drin im Geschehen, schießt Pfeile, schleudert Feuerbälle und platziert Fallen, während einem die heran stürmenden Invasoren immer dichter auf die Pelle rücken und direkten Schaden zufügen können.
Taktisches Gemetzel
Neben dem Schnellbau automatischer Abwehranlagen wie Speerböden, Pfeilwänden oder Schleuderplatten, die sich auch kreativ miteinander verbinden lassen, kann man auch Verbündete wie elfische Bogenschützen herauf beschwören, fern gezündete Sprengladungen anbringen und verheerende Elementarmagie wirken.
Zudem kann man die vorhandene Umgebung zu seinem Vorteil nutzen, indem man z. B. baumelnde Kronleuchter von der Decke schießt, Gerölllawinen in Gang setzt oder Gegner in brodelnde Lavabecken stößt.
Neben unterschiedlichen Orkeinheiten wie Kriegern, Schützen oder Spähern bekommt man es im Spielverlauf auch mit anderen Fantasy-Unholden wie Ogern und Werwölfen zu tun, für deren Dezimierung man stetig neue Mordwerkzeuge erhält, um individuellen Schwachstellen und Resistenzen zu begegnen.
Ausblick
Orcs Must Die! scheint ein äußerst actionreicher Tower Defense-Ableger zu werden, der den Spieler als baufreudigen Kampfmagier direkt ins Getümmel verfrachtet, wo nicht nur taktische Planung, sondern auch schnelle Reaktionen und cleveres Timing gefragt sind. Neben einem wachsenden Arsenal teils miteinander kombinierbaren Fallen, kann man den vornehmlich ork'schen Invasoren auch mit Waffen- und Zaubergewalt direkt Paroli bieten, Helfer heraufbeschwören, Umgebungsobjekte zu seinem Vorteil nutzen und Beutestücke sammeln, um die immer zäher werdenden Eindringlinge erfolgreich zurückzuschlagen. Schade nur, dass kooperatives Verteidigen vorerst nicht auf der Agenda steht - aber was nicht ist, kann ja noch werden.Einschätzung: gut

