Counter-Strike: Kolumne - Troll Dich... - Special

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos
Und wieder einmal werden umherfliegende Gedanken zu Papier gebracht.

Troll dich…
 
Meinen ersten Kontakt zu Trollen hatte ich in dem Buch "Der Kleine Hobbit" von J.R.R. Tolkien. Die wichtigste Frage für die Trolle war, ob man Herrn Beutelin und die Zwerge zu Gehacktem verarbeitet oder ob man sich einfach auf sie setzt und dann "Püree ala Hinterteil" verspeist. Wahrscheinlich kannten sie das folgende Rezept noch nicht:
 
 

Gefüllte Hobbitfüße!

  • 1-2 Hobbitfüße
  • 1000g Thüringer Mett
  • Kräuter aus der Provinz
  • ne Herde Nudeln

Nachdem man einen oder mehrere Hobbits im Wald gefangen hat kann man auch gleich mit der Zubereitung beginnen.
Trennen sie die Füße von den Beinen und kratzen sie mit einem Schaber von innen hohl. Das Mett in den Fuß stopfen und das Loch mit einem Bindfaden zunähen. Das Ganze in einer großen Pfanne mit Olivenöl kurz von allen Seiten anbraten.Dann die Füße in den vorgeheizten Backofen geben.30 minuten sind okay. Dazu servieren sie Nudeln und eine freche Knoblauchsoße.

Jones©

 
 
In Verbindung mit Computern war es dann 1984 auf meinem "Brotkasten" (für Leute die das nicht kennen: Der Commodore 64), das Textadventure "The Hobbit" von Melbourne House, welches meine bis dahin vorhandenen Englisch-Kenntnisse auf eine harte Probe stellte. Tage verbrachte ich angestrengt tippend vor der Tastatur und stellte mir furchterfüllt diese Monster vor.
 
 
Trolle waren für mich wilde bösartige Kreaturen die Alles und Jeden fraßen und die sich bei Tagesanbruch in Stein verwandelten.

Die Zeit verstrich und ich lernte 1990 auf Monkey Island™, von Guybrush Threepwood, dass man Trolle mit einem roten Hering besänftigen kann. Dies tat ich auf meinem 1989 erworbenen DX2 66Mhz mit 250MB Festplatte, 2MB Grafikkarte und schier unglaublichen 16MB Hauptspeicher.
 
 

Mitte der Neunziger tat sich mir die Wunderwelt des WorldWideWeb auf und ich musste mich zu folgender Erkenntnis durchringen:

  1. Es gibt tatsächlich Trolle
  2. Sie werden tagsüber nicht zu Stein
  3. Sie leben nicht unter Brücken sondern in Internet-Foren

Dort ernähren sie sich von empörten Antworten anderer User und legen dazu Fallen in Form von "Off-Topic"- oder "Flame"-Beiträgen aus.

An einer Diskussion sind sie nie interessiert. Das verwenden von Fakten ist unter Internet-Trollen sowieso verpönt. Einen Troll mit Argumenten zu widerlegen ist genau so sinnvoll wie der Versuch einem Fisch das Bergsteigen beizubringen.

Dabei ist die Tatsache bemerkenswert, daß Trolle zu fast 100% männlichen Geschlechts und zu über 80% alleinlebend sind, was auf eine gewisse emotionale Verarmung schließen läßt.

Ich fand im Internet verschiedene Methoden um mit solchen Gesellen umzugehen.

Die älteste Variante war das "Plonk". Damit zeigt man dem Troll das man ihn als solchen erkannt hat und in Zukunft seine Beiträge ignorieren wird. "Plonk" setzt sich zusammen aus "Please leave our newsgroup kid". Sinngemäß also "Schwirr ab du Kind".

Eine weitere Methode, meiner Meinung nach ursprünglich von Guybrush Threepwood, ist das Füttern des Trolls mit einem Fisch um ihn zu besänftigen.
 
 

Aus eigener Erfahrung zeigte sich jedoch Folgendes. Die beste Methode ist es, die Beiträge des Trolls einfach zu ignorieren. Gelangweilt wird er sich dann wieder in sein verkümmertes Selbst zurückziehen oder andere Internet-Foren mit seiner Präsenz belästigen.

Jetzt lese ich gerade die letzten Newskommentare und sehe das Trolle bei uns eher am Überfressen statt am Hungertod sterben.

Bewahrt euch den Spaß am Internet und ignoriert einfach diese hirn- und sinnlosen Beiträge. Damit verhindert ihr ein Magengeschwür bei euch und gebt dem Troll nicht das, was er anscheinend in der realen Welt nicht bekommt, nämlich Beachtung. In diesem Sinne...
 
 

 

 

         

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Thema!
schrieb am

Facebook

Google+