Counter-Strike: darK: Träumen soll ja erlaubt sein... - Special

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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
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Der angebliche Underdog RAPTOR-GAMING spielt bereits nach dem sechsten Spieltag mit um die Finals, obwohl keiner damit rechnete. Worin liegt der Erfolg des Teams und was hat man zum viel diskutierten Thema Counter-Strike vs. Source zu sagen?



Das Team von RAPTOR-GAMING legte einen sehr guten Start in seiner ersten ESL Pro Series mit vier Siegen, einem Unentschieden und nur einem verlorenem Spiel aus sechs Partien hin. Keiner hatte vor der Saison damit gerechnet, das sie bereits auf dem vierten Tabellenplatz stehen und mit um die Finals kämpfen würden. darK steht uns dazu Rede und Antwort.
 

Counterstrike.de: Mit 13 Punkten aus sechs Spielen seid ihr sehr gut in die neue Saison eingestiegen. Habt ihr selbst mit einem solchen Erfolg gerechnet?

Pierre "darK" Blanquett: Also das wir nicht zu den Absteigern oder Releteilnehmern gehören werden, war mir schon relativ klar. Klar ist vieles möglich, wir haben einfach zu viel Zeit in unser Training gesteckt um dann keinen Anschluss zu finden. Das wir nun faculty.Tagan, den amtierenden Meister, gleich im ersten EPS Match als Gegner hatten und ihn auch noch ziemlich deutlich schlagen konnten, damit hatten wir nun nicht gerechnet. Aber es ging weiter, ein Sieg gegen ESC-Gaming, ein Draw gegen mtw und nun zu guter Letzt auch ein Sieg gegen hoorai.XQ. Ich denke wir können sehr stolz auf uns sein und werden unseren Erwartungen mehr als gerecht.

Counterstrike.de: Was ist das denn für ein Gefühl, nach dem Aufstieg direkt im ersten Spiel den deutschen Meister zu deklassieren?

Pierre "darK" Blanquett: Ist 21 Jahre alt und der Team-Captain von RAPTOR-GAMING und ist seit der Gründung des Teams mit dabei. Der aus Adendorf stammende Student findet immer noch genügend Zeit, sich um das Team und Source zu kümmern. 

Pierre "darK" Blanquett: Ein sehr gutes Gefühl, auch wenn faculty.Tagan leichte Startschwierigkeiten hat, denke ich das unser erstes Match schon eine sehr gute Leistung gewesen ist. Wir waren so begeistert, dass wir kurzzeitig über T-Shirts nachgedacht haben - "EPSSIEGERBESIEGER". Naja mal sehen wie die weiteren Matches verlaufen, vielleicht gibt es solche T-Shirts ja zu den Finals :P.

Counterstrike.de: Wie habt ihr euch auf die ersten Spiele vorbereitet?

Pierre "darK" Blanquett: Es kommt ja nun mal "fast" nichts neues dazu. Somit kann man sagen, dass wir uns mit einer gesamten EAS Saison und noch weiter zurück, sehr intensiv auf unsere Matches vorbereitet haben. Viele Lans und zwei Bootcamps, sowie sehr viel intensives Training. Natürlich haben wir bestimmte Favoriten, auf die man sich mehr oder weniger vorbereitet, was bei uns zum Beispiel de_nuke ist, die letztes Jahr eine verhasste Map von uns war. Doch seitdem wir sie tausende von Malen trainiert haben, ist sie schon ein kleiner Favorit geworden. Besondere Aufmerksamkeit galt der neuen Map de_tuscan, welche wir ganz klar in allen drei EPS Spielen gewinnen wollen, dementsprechend haben wir sie auch trainiert.

Counterstrike.de: Wo siehst du eure Schwächen, wo eure Stärken?

Pierre "darK" Blanquett: Also eine große Schwäche die wir haben, jeder von uns hat viel im echten Leben zu tun ;). Daher müssen wir sehr sehr flexibel sein und kommen somit oft nicht zu dem, was wir eigentlich machen wollten. In-Game selber müssen wir noch etwas an der Kommunikation arbeiten, aber im großen und ganzen haben wir uns schon ziemlich gemacht. Wir haben eine gesunde Mischung aus Schwächen und Stärken, die Schwäche des einen wird durch die Stärke des anderen kompensiert und umgekehrt. Welche Stärke sich bei uns am meisten hervorhebt, ist unser Teamplay. Es ist noch lange nicht perfekt, wird es wohl auch nie sein, aber wir wissen schon sehr genau was jeder Einzelne im Team wann und wo macht.

Counterstrike.de: In einem Statement vor der Saison gabt ihr uns als das zu erreichende Ziel die Top-8 an. Könnt ihr euch vielleicht nach sechs Spielen auch auf den Finals sehen?

Pierre "darK" Blanquett: Nun sind es ja mittlerweile sechs Spiele gewesen und davon konnten wir vier gewinnen. Ich habe es ja schon öfter gesagt, es ist alles möglich und ich denke auch wir haben Chancen, unter die ersten vier zu kommen. Das setzt natürlich vorraus, dass wir weiterhin unsere Leistungen bringen und nicht einsacken. Aber warum nicht, träumen soll ja erlaubt sein ;).

Counterstrike.de: Euer Ziel welches ihr uns im Februar genannt habt, wurde von der Community sehr schnell in Frage gestellt und man sah euch in der nächsten Saison EAS spielen. Habt ihr diese Unkenrufe deiner Meinung nach widerlegt?

Pierre "darK" Blanquett: Ich denke diese Frage klärt sich fast schon von alleine - definitiv! Wir haben Teams geschlagen die uns vor unserem Match wahrscheinlich nicht mal für voll genommen haben und jetzt merken viele Teams vielleicht auch erst, dass es uns gibt. Aber ich meine, solche Leute bzw. Meinungen muss es auch geben. Sie geben einem den nötigen Ansporn und steigern die Motivation, anderen zu zeigen, dass man es doch drauf hat. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass man die Rolle des Underdog zugesteckt bekommt.

Counterstrike.de: Könntest du einen kleinen Einblick in eure Trainingsmethoden geben?

Pierre "darK" Blanquett: Wir haben keine festen Trainingszeiten als Solche, ich denke auch allgemein trainieren wir für ein EPS Team, welches zur Zeit nicht gerade schlecht ist, ziemlich wenig. Wie bereits erwähnt haben wir dafür auch eine sehr lange Vorbereitungszeit hinter uns. Wir sprechen also nach jedem Training ab, wann wir das nächste mal spielen. In der Regel drei Tage in der Woche plus einen Tag am Wochenende. Wir bestimmen pro Map einen Taktiker bzw. denjenigen, dem die Map am besten liegt. Dieser denkt sich die nötigen Taktiken aus und nach diesen wird sich orientiert. Jeder der neue Ideen hat, bringt diese ein und sie werden getestet. Das Training an sich besteht aus zwei bis drei PCWs (Anm. d. Red. ein PCW ist ein Practice Clanwar also ein Trainingsspiel) und einer kleinen Taktikeinführung. Als wichtige Trainingsmethode würde ich auch noch persönliche Treffen der Teammitglieder ansehen. Wir legen viel Wert darauf uns des öfteren mal zu treffen, auch um nicht nur um Counter-Strike zu spielen. Das fördert enorm den Teamgeist.

Counterstrike.de: Konzentriert ihr euch jetzt weiter nur auf die EPS, oder habt ihr auch die Absicht andere Events zu besuchen?

Pierre "darK" Blanquett: Wir konzentrieren uns voll auf die EPS, sie hat also höchste Priorität. Jedoch würden wir uns auch gerne etwas internationaler orientieren. Diesbezüglich werden wir wohl die LAN79 in Frankreich besuchen und noch eine LAN in Deutschland.

Counterstrike.de: Wie oft habt ihr euch schon leibhaftig getroffen? Gibt es auch persönliche Kontakte ausserhalb des Spiels?

Pierre "darK" Blanquett: Uff... Wie oft haben wir uns schon persönlich getroffen. Ungefähr zehn mal für diverse Lans oder auch Bootcamps, zum feiern gehen auf den Kiez hier oben bei mir oder auch nach Frankfurt. Es gibt persönliche Kontakte im Team. Ecko und ich kommen aus dem gleichen Dorf und kennen uns auch schon ewig. Ebenfalls Prinz, er selber kommt aus Hamburg und ich studiere in Hamburg, daher sehen wir uns auch desöfteren mal. Mittlerweile würde ich auch alle meine Teamkameraden als Freunde bezeichnen. Wir spielen so lange zusammen und haben eigentlich täglich was miteinander zu tun.

Counterstrike.de: Immer wieder bezeichnen Spieler des Vorgängerspiels Counter-Strike 1.6 die Source-Variante als reines Glücksspiel. Wie steht ihr zu dieser Ur-Diskussion der CS Community und was sind eure Argumente pro CS:S.

Pierre "darK" Blanquett: Ich meine diese Diskussion ist einfach sinnlos, das ist wie bei einem HSV Fan und einem Bayern Fan. Beide Spiele haben ihre Vorteile und Nachteile. Ich persönlich habe auch ewig Counterstrike 1.6 gespielt, bevor ich auf Source umgestiegen bin. Was meiner Meinung nach für Source spricht, ist definitiv die Grafik. Counter-Strike 1.6 ist einfach grafisch total schlecht. Ein weiterer Vorteil bei Source sind die Flashbangs. Und die Art, wie man die Granaten wirft, gefällt mir persönlich sehr gut, ist aber ein großer Streitpunkt. Bei 1.6 kann man fast überall durchschiessen, das vermisse ich etwas bei Source, aber auf der anderen Seite schützt mich das vor Wallhackern ;) . Source ist halt etwas mehr mit Liebe zum Detail, für Spieler die Spaß an Counter-Strike haben aber nicht auf "moderne" Grafik verzichten wollen ist Source genau das Richtige. Und das Eines der beiden Spiele nur auf Glück basiert oder man in einem nur Headshots macht, ist einfach mal totaler Schwachsinn.


Counterstrike.de: Vielen Dank und wir wünschen euch noch viel Glück für die restliche Saison.

 
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