Counter-Strike: Wenn der Journalist sich selbst inszeniert - Special

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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
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Eine im eSport weitverbreitete Unart sind Schreiber die sich wichtiger nehmen als das Thema über welches sie schreiben.



Immer wieder gibt es sie, Konferenzen, auf denen Journalisten oder auch die, die es noch werden wollen und natürlich auch die, die sich dafür halten, über ihre Arbeit in dem noch jungen Themenfeld eSport diskutieren. An sich keine schlechte Sache, kann man sich doch durch einen Austausch von Ideen, verschiedene Workshops oder interessante Vorlesungen neue Impulse für die eigene Arbeit holen.

 

Weniger gut an dieser Sache ist das mit Gewalt in die Öffentlichkeit zerren und ausbreiten solcher Arbeitstreffen. Journalisten müssen sich weiterbilden, keine Frage. Aber warum muss sich der Schreiber vor sein Arbeitsfeld drängen? Auch die Leser im eSport-Bereich verlangen inzwischen professionell geschriebene Artikel, Interviews, Neuigkeiten und was der Dinge mehr sind. Sie wollen aber keinen Journalisten der sich selbst inszeniert und die eigentliche Meldung als Nebensache betrachtet. 

Wie in einem Geschichtsbuch zählt die Geschichte, die erzählt wird. Man will zum Beispiel über Napoleon den großen Feldherren lesen und nicht über Maximilian Büllerbogen-Schmitzke, den Schreiber des Buches. Wie würde es wohl aussehen, wenn wir uns bei diesem Thema dem Fame-Fieber mancher eSport-Journalisten anschliessen würden?

 

 Napoleon und die Schlacht bei Austerlitz von Maximilian Büllerbogen-Schmitzke

In der Schlacht bei Austerlitz oder wie man sie auch nennt, der Dreikaiserschlacht, besiegte Napoleon am 2. Dezember des Jahres 1805 österreichische und russische Truppen.
Diese hingebungsvoll geschriebenen Zeilen stammen von mir. Maximilian Büllerbogen-Schmitzke. Ich bin 46 Jahre alt, vom Sternzeichen Löwe, mag Heckenrosen aber keinen Spinat. Schon seit Jahren verfasse ich den ein oder anderen Satz in Geschichtsbüchern (zur Erinnerung der Satz oben stammt von mir). Mein schreiberisches Handwerk erlernte ich bei der Schrebergartenzeitung des Hummelsbüttener Kleingartenvereins e.V.. Bereits im zarten Alter von acht Jahren entdeckte ich meine Lust an der Geschichtsschreiberei und schrieb damals schon Sätze wie den, welchen ich oben geschrieben habe...

 

Auch wenn es wohl manches Ego schmerzen mag, sollte man sich hier ein Beispiel an der etablierten Print-Presse nehmen. Es interessiert niemanden, wer diesen oder jenen Artikel für den Stern, den Spiegel oder die FAZ geschrieben hat. Wichtig für den Leser ist die Information, die Gestaltung und das Lese-Erlebnis. Vielleicht einzig in Reiseberichten ist ein Blick auf den Schreiber hinter dem Artikel schicklich, gewollt und passend.

 

Wenn der eSport erwachsen werden und ernst genommen werden will, muss zunächst die eSport-Presse lernen, dass nicht sie die erste Geige spielt sondern der Sport. Nicht der Journalist steht im Blickpunkt sondern der Athlet. Selbstbeweihräucherungsorgien über Konferenzen bei denen alles und nichts besprochen wurde, langweilen und wirken einfach nur peinlich.

 
Geschrieben von einem Redakteur, dessen Name nichts zur Sache tut.
 
 
  

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