Counter-Strike: Test: SteelSeries Xai und 4HD Pro Gaming - Special

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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

Nach einer Entwicklungszeit von drei Jahren veröffentlichte SteelSeries im August 2009 seine neue, in Zusammenarbeit mit Profi-Spielern aus den USA, Europa und Asien, entwickelte Gaming-Maus Xai. Im CS.de Hardwaretest nehmen wir das Eingabegerät unter die Lupe.



Mit der Benennung Xai haben die dänischen Hardwarespezialisten tief in die sprachliche Trickkiste gegriffen und sorgen für verwirrte Schreiberlinge. Zum einen ist Xai in einigen humoristischen Definitionen die Koseform von Xairo, welches wie zu lesen ist, die Null und die null repräsentiert. Xairo hat nicht einen, sondern vier Ursprungspunkte, also ein halbes byte oder vier bit. Es ist dreidimensional, existiert in der Urform schon doppelt, parallel und spiegelverkehrt. Alles verstanden? Gut, wir auch nicht. Etwas eingängiger ist da schon die Übersetzung aus dem Baskenland. Hier bedeutet Xai schlicht und einfach Schaf, während es in der magischen henochischen Sprache einen bösen Geist, beziehungsweise einen Dämon bezeichnet. Diese Sprache wurde 1582 von dem Hofastrologen John Dee in England nach den Angaben und Weisungen des in Trance befindlichen Mediums Edwar Kelley notiert. Laut Kelley sollte diese Sprache der Kommunikation Gottes mit seinen Engeln dienen. Nach so viel babylonischer Verwirrung wollen wir uns dann doch lieber beim Baskischen bleiben und die Xai in unserem Test ordentlich scheren.

 
Model SteelSeries Xai
Sensor

Laser Sensor 16Bit

 

Abtastrate

150+ inch/s

Max. dpi
5001 Cpi
dpi-Stufen
100 bis 5001 Cpi
Kabellänge

200 cm (textil)

Anschluss

USB 2.0 (vergoldet)

Tastenanzahl
8 (programmierbar)
Gewicht der Maus
96 Gramm
Aufbau
beidhändig
Betriebssysteme

Win XP/Vista/7

Sonstiges
FreeMove-Funktion
Besonderes
LCD-Display
UVP des Herstellers

79,99 Euro

Marktpreis

58,96 Euro

(Testmodell von SteelSeries)
 

Bei der Verpackung gibt es keine Experimente. Ein schlichter schwarzer Karton schützt die Maus vor allzu groben Regaleinräumern und ermöglicht dank einer durchsichtigen Plastikhaube erste Blicke auf den Mauskorpus. Daneben findet sich nur eine sehr kurze aber immerhin auch auf deutsch beiliegende Kurzanleitung, ein kleiner Aufkleber und ein Produktkatalog in der Verpackung. Eine Treiber-CD sucht man vergebens. Zum einen folgt SteelSeries hier offensichtlich dem Trend vieler Hardwarehersteller, diese zusätzlichen Kosten einzusparen, zum anderen wird bei der Xai eigentlich kein Treiber benötigt. In dem auf der Herstellerseite angebotenen Konfigurationstool lassen sich die gebotenen Features nur etwas bequemer einstellen. Des Weiteren wird mit dem online verfügbaren Tool die Firmware der Maus auf den neuesten Stand gebracht.

In Form und Design gibt sich die Xai puristisch und erinnert mit ihren klaren, symmetrischen Linien an die bekannte Intelli-Reihe. Mit einer Länge von 200cm ist das Mauskabel aus gedrehtem Textil gut bemessen. Auf optische Spielereien und Beleuchtungseffekte wird komplett verzichtet. Lediglich die zweistufige CPI-Umstellung verfügt über eine kleine aber gerade in abgedunkelter Umgebung etwas grell leuchtende LED. Wir hätten uns allerdings eine größere Bandbreite an möglichen Abstufungen gewünscht, da die pro Profil fest einstellbaren zwei Stufen es immer wieder notwendig machen das Profil zu wechseln.  

Die Maus lässt sich dank der mattschwarzen Soft-Touch Oberfläche sehr gut greifen und anheben. Leider mussten seitliche Ablagen für Daumen und Zeigefinger dem beidhändigen Design weichen. Dadurch rutscht man ab und zu mit der Hand nach hinten, weswegen die Daumentasten und das Mausrad dann nicht mehr optimal erreichbar sind. Natürlich kommt es bei der Xai, wie bei jeder anderen Maus, auf die eigene Handgröße und die bevorzugte Handhaltung an. Eine Passprobe vor dem Kauf sollte selbstverständlich sein. Mit ihren 96 Gramm Kampfgewicht hat die Xai in punkto Handhabung kein Gramm zu viel. So lange die Hand richtig aufliegt, sind alle Tasten sehr gut erreichbar und bieten einen gut gewählten Druckpunkt. Die Rasterung des Mausrades gibt ein gutes Feedback, ist aber sehr knackig gewählt und dürfte gerne eine Spur weicher sein.

 

 

Die Konfiguration direkt an der Maus und ohne das herunterladbare Konfigurationstool funktioniert denkbar einfach. Nach einem etwa zwei Sekunden langen Druck auf die CPI-Taste öffnet sich das mausinterne Menü. In diesem können Profile gewechselt und alle möglichen Einstellungen vorgenommen werden. Navigiert wird sinnigerweise mit dem Mausrad. Damit der Nutzer dann auch weiß, was er gerade einstellt und auswählt, besitzt die XAI auf der Unterseite, wie auch schon die bereits von uns getestete  SteelSeries Ikari Laser, eine LCD Anzeige. Hier werden die verschiedenen Profile und möglichen Einstellungen angezeigt. Mit etwas Übung ist man nach kurzer Zeit so schnell, dass man kaum noch zu der herunterladbaren Einstellungssoftware der XAI greifen muss.

 

Dank einem internen Speicher können bis zu fünf verschiedene Profile erstellt und auf der Maus direkt abgespeichert werden. Diese sind dann auch an jedem anderen PC sofort und ohne Umstände verfügbar. Die Makroerstellung glänzt mit der Möglichkeit Funktionen von bis zu 200 Eingaben pro Taste zu erstellen. In der technischen Spezifikation wirbt SteelSeries mit den Features ExactSense, ExactRate, ExactAim, FreeMove und ExactAccel die an der Maus direkt oder per Konfigurationstool eingestellt werden können. Um euch hier einen Überblick zu geben, was diese werbewirksamen Schlagwörter genau bedeuten, wollen wir sie uns im Einzelnen vorknöpfen:

ExactSense ist schlicht und ergreifend die CPI-Einstellung. Wie auch schon bei der Ikari, weichen die Dänen von der gebräuchlichen Einheit Dpi ab und verwenden stattdessen die Einheit Cpi (Counts per Inch).

ExactRate bezeichnet die Einstellmöglichkeit der Pollingrate, also wie oft die Maus pro Minute abgefragt wird. Der Wert lässt sich zwischen 125 bis 1000 Hz in 1Hz-Schritten einstellen und auf die eigene Spielweise abstimmen.

ExactAim ist die Jitter-Korrektur der Maus. Ein Änderung beeinflusst in wie weit Sensordaten korrigiert werden, um die Bewegung der Maus flüssiger zu gestalten. Über eine solche Jitter-Korrektur verfügen eigentlich die meisten Gaming-Mäuse. Jedoch ist die SteelSeries Xai eine der ersten, bei der sich dieser Wert einstellen oder sogar abschalten lässt.

FreeMove ist die schon aus der  SteelSeries Ikari Laser bekannte Pfadkorrektur der Maus. Sie bestimmt, wie stark die Maus den Anwender in seinen Bewegungen unterstützt und diese begradigt.

ExactAccel bezeichnet schließlich die Beschleunigung des Mauszeigers. Da diese Einstellung direkt in der Hardware vorgenommen wird, arbeitet sie um einiges genauer als die Einstellung in Windows. Gerade Besitzer großer Widescreen-Monitore oder Nutzer die zwei Monitore gleichzeitig betreiben, erhalten damit eine erhöhte Genauigkeit, was auch das Arbeiten in diversen Anwendungen ungemein erleichtert.

 

Die Verarbeitung der Xai ist hochwertig. Die großen Teflon-Füße gleiten auf fast jeder Oberfläche sehr gut und können, wenn sie dann einmal abgenutzt sind, direkt bei SteelSeries als Ersatzteil geordert werden.

 

Im abschließenden Spieltest glänzt die Xai mit einer exakten Steuerung und lässt sich trotz der nicht ergonomischen Formgebung leidlich gut handhaben. Aber gerade bei längeren Sitzungen würde uns eine kleine Wölbung, die als Ablagemöglichkeit für den Daumen und den kleinen Finger dient, sehr entgegenkommen. Muss man die Xai umsetzen, schaltet sich der Lasersensor ab einer Höhe von ca. 1mm ab. Damit werden ungewollte Maussprünge größtenteils unter Kontrolle gehalten. In Ego-Shootern wie Counter-Strike 1.6, Counter-Strike: Source und Left 4 Dead 2 gibt es auch bei den höchsten Einstellungen keine Ausfallerscheinungen. Der bremsende Faktor ist hier eindeutig der Nutzer, denn nur die Wenigsten werden die Xai bei der höchstmöglichen Einstellung ihrer Kontrolle unterwerfen können. Dank der fünf speicherbaren Profile und der ausgedehnten Makro-Fähigkeit stellt die Xai auch für Echtzeit-Generäle und Rollenspieler ein probates Werkzeug dar. Ist die Maus auf die eigenen Vorlieben eingestellt, bleibt sie in jeder Spielsituation präzise und beherrschbar. Nur die harte Rasterung des Mausrades macht sich des öfteren unangenehm bemerkbar.

 

Mit einem gelisteten Herstellerpreis von 79,99 Euro und einem aktuellen Marktpreis von 58,96 Euro liegt die SteelSeries Xai im oberen Preissegment. Dieser Preis geht angesichts der gebotenen Ausstattung und Qualität durchaus in Ordnung.

 

 

Mit der Testmaus erreichte uns auch das dazu passende Mauspad SteelSeries 4HD Pro Gaming. Wie auch schon bei zuvor begutachteten Mauspads verzichten wir hier auf eine Wertung, da für diese nicht genügend objektive Bewertungskriterien zur Verfügung stehen.
Mit geringen Abmessungen von 290 x 240 x 2 mm (BxHxT) richtet sich das 4HD vornehmlich an High-Sense-Spieler, die nicht gar zu viel Rangier-Platz benötigen. Angesichts der High Sense-Ausrichtung des 4HD, genießen laut SteelSeries die Punkte Präzision und Gleiteigenschaften höchste Priorität.

 

Hier kann das Pad, nicht zuletzt dank seiner eigens entwickelten Oberflächenstruktur absolut überzeugen. Mit der Testmaus wurde das Pad im Anwendungsbereich und natürlich auch in Spielen getestet. Hierbei zeigte es vor allem hervorragende Gleiteigenschaften.

Mit einem gelisteten Herstellerpreis von 19,99 Euro gehört das 4HD zu den günstigeren Vertretern seiner Art und dürfte vor allem für Spieler mit Platzmangel und High-Sens-Akrobaten interessant sein.

 

 
 
  

 FAZIT ZUM TEST

Mit der SteelSeries Xai haben die Dänen fast alles richtig gemacht. Dank ihrer puristischen Formgebung und der darunter verborgenen Technik und Qualität kann man sie durchaus als "Wolf im Schafspelz" bezeichnen. Der treiberlose Betrieb und die opulente Makrofähigkeit sind neben der Präzision und dem hardwareseitigen Einstellen der Mausbeschleunigung die Glanzpunkte der Xai. Die Form stellt einen guten Kompromiss für den Rechts- und Linkshandbetrieb dar und lässt den Nutzer auch bei längeren Spielesitzungen relativ entspannt die Maus umfassen. Eine Ablagemöglichkeit für den Daumen und den kleinen Fingern würde dies noch um einiges bequemer gestalten. Was uns daneben fehlt wäre eine etwas ausführlicher gestaltete Kurzanleitung. Störend wirkt des Weiteren, die in abgedunkelten Räumen grell leuchtende LED der CPI-Umstellung, was neben der harten Mausrad-Rasterung und den zwei Cpi-Stufen pro Profil den positiven Gesamteindruck trübt. Hier sollten sich die Entwickler aus Dänemark um Besserung bemühen. Trotz dieser Kritikpunkte bleibt die Xai eine hervorragende Allround-Maus, die in allen Spiele-Genres eine gute Figur macht.

 
Getestet von: Jörg 
Getestet: SteelSeries Xai 
Hersteller: SteelSeries  ApS
Testwertung:8,3 Punkte von 10 Möglichen
 
Optische Qualität:

Einstellmöglichkeiten:

Bedienungsanleitung:

Bedienung:

Verarbeitung:

Handling im Spiel:

Installation:

Präzision im Spiel

Belastbarkeit:

Preis/Leistung:

  
 

 
  

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