Counter-Strike: eGames - Internet und Druckpapier - Special

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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos
Counterstrike.de Redakteur Gidon Wagner mit Gedanken zur endgültigen Einstellung von eGames.de...

Die eGames ist tot. Die Frage nach dem Warum haben sich einige schon beantwortet, wenn man nach Leser-Kommentaren geht: Der im Sterben liegende Markt des gedruckten Wortes hat die Spiele- und eSport-Zeitschrift mit ins Verderben gerissen. Andere sprechen von den vielen "Internet-Opfern" unter uns, die garnicht im Stande sind, die Lektüre einer Zeitschrift zu genießen. Ganz zu schweigen davon, sich in den Laden zu begeben, und, geblendet vom Tageslicht, ein Exemplar zu kaufen.

 


Zeitschriften... Ein Relikt des Prä-Internet-Zeitalters?

Natürlich ist es wahr: eSportler und eSport-Fans beziehen ihre Informationen täglich mehr aus dem Internet, als irgendeine andere Community. Zum Kicken geht man aufs Feld, zum Golfen auf den Platz, zum Angeln an den Teich, zum Studieren in die Bib, zum Freunde finden in den Club, zum Briefmarken Sammeln; naja eben dahin, wo es Briefmarken gibt. eSport beschränkt sich, mit Ausnahme von Offline-Events, auf das Internet. Deswegen könnte man annehmen, dass es das auch schon war mit der aktiven Anteilnahme aller Beteiligten. Für Spieler und Zuschauer existierte demnach der elekronische Sport nur auf dem Monitor. Der Power-Knopf machte das Licht aus, den Vorhang zu und den eSport zu einem Hobby wie Forenposting und Browser-Games.

Wer das nicht glauben will, kommt auf einen anderen Schluss. Das Absaufen der eGames wurde von vielen vorausgesagt. Recht haben sie gehabt. Das Magazin hat im Oktober zum letzten mal eine Druckmaschine gesehen, aufs Papier hätte man die Inhalte der Redaktion ab da nur noch am heimischen Rechner bringen können. Doch selbst dafür hat es scheinbar nicht gereicht. Niemand wollte eGames.de lesen. Zumindest fast niemand, denn von ein paar Usern konnte man dann doch einen Aufschrei vernehmen, als auch auf eGames.de etwas von der Schließung stand. Wer sich die letzten Eindrücke von eGames.de machen möchte, hat noch bis April Zeit, wenn man dem aktuellen Bericht eines namenhaften Online-Portals glauben möchte.

 


Der bunte Blätterwald an einem Scheideweg?

Groß wurde im Dezember eine themenintensive Offensive der eGames-Redaktion angekündigt. Und man kann auch nicht sagen, in der Redaktion in Hamburg habe sich jemand ausgeruht, es vernachlässigt, die verbliebene Website zu betreuen. Und um nocheinmal darauf zurück zu kommen: Die eSport-Community sitzt im Internet. Die Antwort auf die Frage nach dem Scheitern der eGames findet man in den Archiven der Szene-Seiten. Wo war eGames.de? Trotz - zugegeben - guter Inhalte, hat es das Internet-Portal der Zeitschrift nicht geschafft, zumindest in einiger weniger Munde zu sein. Die Relevanz von eGames.de war gleich Null. Daran hat sich nach der Ankündigung über ein gescheitertes Heft und eine aufstrebende Online-Präsenz nichts geändert. Das Phänomen von eGames ist keine Ausnahme. Zeitschriften und Tageszeitungen haben mit selbigen Problemen zu tun. Und nur langsam wird eines klar: Man kann das gedruckte Wort nicht länger verkaufen, ohne sich im Web zu verkaufen. Vermutlich trifft hier aber keinen eine Schuld - denn auch nach der Erkenntnis, dass sich das Zusammenspiel zwischen Online und Print verbessern muss, um weiterhin verkaufen zu können, füllen sich die Kassen nicht mit dem Geld, das man bräuchte, oder finden sich nicht die Horden an Ehrenamtlichen, die man bräuchte, um das Internet für sich zu gewinnen.

 
 4P-R|Gidon
 
 
  

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