Cars - Special, Rennspiel, PC - 4Players.de

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Arcade-Racer
Entwickler: Rainbow Studios / Pacific Coast Power & Light (PSP)
Publisher: THQ
Release:
17.11.2006
01.09.2006
01.09.2006
15.02.2009
06.09.2006
15.06.2007
24.03.2011
15.12.2006
01.09.2006
Spielinfo Bilder Videos
Toy Story und Das große Krabbeln: Die Jungs von Pixar haben unter der Regie von John Lasseter den Cartoon reif für das dritte Jahrtausend gemacht. Die Monster AG, Findet Nemo und Die Unglaublichen festigten den Ruf der Trickkünstler als ideenreiche Meister ihres Fachs mit viel Sinn für liebenswerte, komische Abenteuer. Bei Cars nahm John Lasseter das Zepter wieder selbst in die Hand – hat der Studio-Gründer noch den Elan vergangener Jahre, um der Pixar-Geschichte einen weiteren Höhepunkt hinzuzufügen?

Freche Schnauze, kleines Herz

Vom erwachsenen, anarchischen Humor der Konkurrenz war Pixar schon immer weit entfernt - unter der Fahne von Walt Disney haben sie sich auf die Sprache der knuddeligen Familienfreundlichkeit spezialisiert. Böse Anspielungen und freche Gags sind bei Shrek oder Große Haie - Kleine Fische zuhause, dafür zeigen die Filme aus dem Studio mit der frechen Lampe fantasiereiche Welten und liebenswerte Figuren. Seien es Monster, die sich vor kleinen Kindern fürchten oder Superhelden, die sich um ihre Figur sorgen: Die Pixarhelden

The King (vorne links) will die Meisterschaft zum letzten Mal gewinnen, bevor er sich zur Ruhe setzt.
tragen den Zuschauer beschwingt durch die skurrile Ideenvielfalt.

Auf den ersten Blick gelingt das auch Lightning McQueen - Rennfahrer-Neuling mit frecher Schnauze, Verzeihung: frechem Grill, und übergroßem Ego, dessen einziges Ziel der Sieg des Piston-Cups (eine Anspielung auf den Winston Cup, bis vor drei Jahren offizieller Name der NASCAR-Serie) ist. Dabei geht McQueen (Steve McQueen spielte einst die Hauptrolle im Rennfahrer-Streifen "Die 24 Stunden von Le Mans") zwar nicht über Leichen, doch sein Ego ist so aufgeblasen, dass er neben der glorreichen Karriere weder Freunde noch Sponsoren zu brauchen meint. Im Alleingang will er den ersten Titelgewinn von Fiesling Chick Hicks und den letzten Turniersieg von The King, der seine Karriere an den Bock hängen wird, vereiteln. Allerdings sind die drei Rivalen am Ende der Saison gleichauf - ein Entscheidungsrennen muss her. Aber bis es so weit kommt, stehen Lightning noch eine Lektion in Sachen Demut sowie ein unfreiwilliger Trip in das abgelegene Nest Radiator Springs bevor.

Im Namen der Gemütlichkeit

Die Kleinstadt profitierte einst von ihrer Hauptstraße, der Route 66, aber seit der sechsspurige Highway ein paar Kilometer weiter den Transitverkehr transportiert, bringen nur noch orientierungslose Touristen Leben in den Ort. Ein paar Autos sind geblieben - unter ihnen die sportliche Porsche-Flitzerin Sally, ein VW-Bus aus den Sechzigern ("Eh, Peace, man") sowie Abschleppwagen Hook, bei dem keine Schraube mehr in ihrem Gewinde steckt. Und  dann ist da noch Doc Hudsen, mehrfacher Piston Cup-Champion aus den Fünfzigern. Bevor dieser Vertrauen zu Lightning fasst und ihm sowohl menschliche als auch fahrerische Tricks ans Herz legt, muss der Jungspund aber erst einmal beweisen, dass er nicht nur den Gasfuß, sondern auch das Hirn zum Siegen hat. Denn in Radiator Springs stoppt niemand Hundertstel-Sekunden. Dort zählen altmodische Werte wie Gemütlichkeit, Freundschaft und natürlich Liebe.

Dem Zuschauer wird das beim Anblick der weiten Canyons und dem Lauschen entspannter Country-Akkorde bewusst - McQueen lernt es durch das Vertrauen seines besten Freundes Hook und einem Tritt in den Hintern der selbstbewussten Sally. So sehr sich Eltern über den erzieherischen Wert der Erzählung auch freuen, so wenig gelingt es Lasseter allerdings, die Verwandlung vom egoistischen Einzelgänger zum sympatischen Kumpel zu bebildern. Viel zu lange reißt der Held Sprüche vom Piston Cup und viel zu wenig tritt er bewusst für seine Freunde ein, als dass die Abschiedstränen nach seiner Fahrt zurück nachvollziehbar wären. Als Hook den Rennfahrer als seinen besten Freund bezeichnet, bleibt eine Frage deshalb

Die Porsche-Dame Sally findet Lightnings Attitüde zwar kindisch, erkennt aber seine inneren Werte.
unbeantwortet: Warum? Lightning hat zu diesem Zeitpunkt kaum etwas getan, das die starke Bindung zwischen den beiden erklärt.

Country-Idyllle

Wenn Lasseter sein Publikum trotzdem nie verliert, liegt das an den idyllischen Bildern, dank denen sich Radiator Springs wie Zuhause anfühlt, gemütlichen Country-Klängen sowie liebevoll gezeichneten Charakteren, die nie um einen schrulligen Spruch verlegen sind. Die verquere Monster AG oder die schrägen Agenten-Abziehbilder in Die Unglaublichen versprühen zwar mehr Charme als die vermenschlichten Vehikel, dafür trumpft Cars wie gewohnt mit vortrefflichen Bildern auf. Da wäre zum Beispiel das Auftaktrennen auf dem Superspeedway: Unter der Moderation von Heiko Wasser und Christian Danner (!) liefert sich McQueen ein Rennen, das die besten Momente aus Tage des Donners zitiert. Außerdem lockern viele kleine Ideen das Geschehen immer wieder auf. Zum einen stimmt wie gewohnt ein witziger Kurzfilm auf den Kinoabend ein und zum anderen ist das Erschrecken von Traktoren, die daraufhin hilflos umkippen, einfach köstlich. Beeindruckend sind den Trickkünstlern auch die Persönlichkeiten der eigentlich nicht kameratauglichen Akteure gelungen. Es ist bemerkenswert, wie viele Emotionen die Karosserien allein mit den Lippen und der Stellung ihrer Räder ausdrücken.

Selbst wenn Pixar in diesem Jahr weniger schlagfertig und spritzig auftritt, sammeln die Computertüftler mit ihren vielen Ideen und der liebevollen Darstellung genug Sympathiepunkte, um den Kauf der Kinotickets zu rechtfertigen. Dass ausgerechnet der einstige Revolutionär Lasseter das schwächste Werk des Studios abliefert, enttäuscht allerdings - Cars ist nicht nur stromlinienförmiger als Toy Story oder Bug's Life, es mangelt vor allem an erzählerischer Stärke. Die Wandlung des egozentrischen Rennfahrers ist nicht immer nachvollziehbar. Doch wenn Lasseter alle Handlungsfäden geknüpft hat und zum Showdown ins Motodrom zurückkehrt, spendiert er dem Publikum neben einem spannenden Finale auch endlich seinen größten Lacher: Obwohl aufmerksame Zuschauer wissen, was kommen muss, spielt sich der kleine Wagenheber Luigi mit seinem "Boxenstopp!" in jedes Herz.

 

Kommentare

anigunner schrieb am
Ist doch mal eine nette Idee zu einem Filmspielchen eine Filmkritik abzugeben.... was das Theater hier wieder soll, Hauptsache gemotzt *Augen verdreh*
Kritik ist sowieso kaum streitbar, da sie auf dem persönlichem Geschmack des Schreibers beruht. Und ich kann in dem Fall deine Argumente für/gegen den Film gut nachvollziehen.
Wer jetzt meint 4Players würde damit deine "Glaubwürdigkeit" oder seine "Kompetenz" in den Dreck ziehen... oder eh in den Raum stellen das 4Players generel Scheisse ist. Was macht ihr noch hier? Bye bye, euch weint hier keiner eine Träne nach ;)
in.Yoschi schrieb am
Oh, ich vergaß bei meinem Kommentar folgendes: Die "Zeit" hat den Film in diesem Sinne kritisiert.
ichliebemich schrieb am
@4players
und wie viel geld kriegt ihr für diese kritik?
naja werbeeinnahmen sind ja wichtig, merkt man schon an der nervigen pop-up werbung, mit "cars", die mich auch noch volltextet, jedes mal wenn ich auf die seite zugreife.
So was zieht eure seriösität in den dreck. Ich will so was hier nie wieder sehen! bitte keine filmkritiken mehr.
in.Yoschi schrieb am
Ich finde eure Spielekritiken meistens gelungen. Doch wenn ihr Filmkritiken schreibt, könnte ihr ja gleich auch einen Politikblog erstellen. Passt aber auch nicht wirklich zu "4 PLAYERS", oder? Dies mal dahingestellt.
Zur Kritik: Habt ihr denn nicht erkannt, dass Cars eine intelligente Kritik am Fortschrittsglauben der Amerikaner ist? Nicht? Ich auch nicht. Ich gab dem Film in der Sneakpreview allerdings auch keine Chance, da ich die Vorstellung nach äußerst humerlosen 5min verließ.
johndoe-freename-69020 schrieb am
Hehe, der film is geschmacksahe mehr auch nicht
er is so wie ihn eine person sieht
:wink:
schrieb am

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