Der kritische Herbst - Special, Sonstiges, PC, Spielkultur - 4Players.de

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Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
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Das ist doch nichts Neues, das ist doch alter Tobak, das ist doch vollkommen normal. Ja, wer die Branche kennt, weiß, dass es bestimmte Formen der internen und externen Beeinflussung auf dem Weg vom Test zur Wertung gibt. Manches ist unproblematisch, manches kritikwürdig, anderes inakzeptabel. Im kritischen Herbst geht es uns darum, dem Leser zu zeigen, welche Formen es gibt. Wir werden das aufzählen, was uns als Online-Magazin begegnet und einen selbstkritischen Kommentar abgeben.

Interne Beeinflussung

Darunter verstehen wir all das, was innerhalb eines Magazins, innerhalb einer Redaktion im Arbeitsalltag auf Redakteure zukommen kann. Es geht um das Verhältnis zwischen Geschäftsführung, Marketing, Chefredaktion und Redakteuren.  Formen der externen Beeinflussung haben wir hier gesammelt.


1. Der Geschäftsführer mischt sich mehr oder weniger subtil in Wertungsdiskussionen ein.

a) Ist das problematisch?

Ja. Das schränkt die Unabhängigkeit der Redaktion ein und führt zu Wertungsbeeinflussungen von oben.

b) Wie geht 4Players.de damit um?

Unser Geschäftsführer hat kein Mitspracherecht bei Wertungen oder Test-Terminen. Wir kennen diesen Missstand allerdings aus der Vergangenheit: Unser Test zu Enter the Matrix wurde nach einem Telefonat zwischen Geschäftsführung und Publisher um einige Tage verschoben, weil die aus Publishersicht schlechte Wertung nicht zum Releasetag erscheinen sollte. Unsere Geschäftsführung weigerte sich zwar die Wertung zu ändern, willigte aber in die Verschiebung ein.


2. Der Geschäftsführer akquiriert Werbekunden und schreibt selber Tests.

a) Ist das problematisch?

Ja. Das ist kein unabhängiger Journalismus. Hier gibt es keine Trennung zwischen Vertrieb und Redaktion. Es kommt zu Gefälligkeitswertungen.

b) Wie geht 4Players.de damit um?

Unser Geschäftsführer schreibt keine Tests und akquiriert keine Werbekunden - das wird vom Vetrieb organisiert. In der Anfangsphase von 4Players.de hat ein Geschäftsführer Tests geschrieben, wie z.B. No One Lives Forever. Das wurde allerdings sehr schnell eingestellt, schon Ende 2000.


3. Der Chefredakteur passt Tests bzw. Wertungen seiner Redakteure an, um Publishern entgegen zu kommen, die gerade eine Kampagne fahren. Sprich: Kritische Meinung wird innerhalb der Presse aufgeweicht.

a) Ist das problematisch?

Ja. Das ist aus journalistischer Sicht inakzeptabel und Gemauschel in Reinkultur.

b) Wie geht 4Players.de damit um?

Wir passen keine Tests bzw. Wertungen an, um Publishern entgegen zu kommen. Für uns zählt einzig und allein die schlüssige Argumentation des Textes. Wir berichtigen lediglich sachliche Fehler.


4. Der Chefredakteur lässt grundsätzlich die Leute bestimmte Titel testen, von denen er weiß, dass sie eine angenehme Wertung geben - der potenzielle Kritiker geht leer aus.

a) Ist das problematisch?

Ja. Und zwar dann, wenn ein Spiel offensichtliche Schwächen hat, die ignoriert werden sollen, ohne dass erst intern darüber debattiert wird.

b) Wie geht 4Players.de damit um?

Bei uns testen nur die Redakteure ein Spiel, die ein Genre mögen. Damit besteht zwar auch die Gefahr einer angenehmeren Wertung, aber ab hier muss man auf den kritischen Blick der eigenen Redakteure vertrauen. Es geht bei der Wahl des Testers nicht um angenehm, sondern um Erfahrung und Genrekenntnis. Jörg darf keine Rennspiele testen, Michael keine Rollenspiele.


5. Der Chefredakteur passt nach der Veröffentlichung eines Tests an und wertet um, weil der Publisher die Wertung nicht akzeptiert oder mit der Einstellung weiterer Werbekampagnen droht.

a) Ist das problematisch?

Ja. Weil man sich nachträglich manipulieren lässt.

b) Wie geht 4Players.de damit um?

Soetwas gibt es bei uns nicht.


6. Die Chefredaktion spricht schon vor der Veröffentlichung eines Berichts über seine Tendenz, seine Wertung und Formulierungen mit dem Publisher oder legt einen Test bzw. Vorschau komplett vor.

a) Ist das problematisch?

Ja. Das ist vollkommen inakzeptabel und öffnet Tür und Tor für Manipulationen.

b) Wie geht 4Players.de damit um?

Das lehnen wir ab und das wurde trotz der Anfrage seitens einiger Publisher immer strikt abgelehnt.


7. Der hauseigene Key Account Manager (verantwortlich für die Werbung auf dem Portal) erklärt den Redakteuren, wie viel Tausend Euro an einer Kampagne hängen.

a) Ist das problematisch?

Jein. Wenn Redaktion und Vetrieb streng getrennt sind, ist das zwar theoretisch kein Problem. Allerdings besteht die Gefahr der Befangenheit, wenn der betreffende bzw. testende Redakteur die Summe oder Tragweite kennt.

b) Wie geht 4Players.de damit um?

Wir kennen das aus eigener Erfahrung, wenn der Vertrieb uns über den Umfang einer gebuchten Kampagne informiert. Da bei einem schlechten Test die rückwirkende Stornierung droht, ist das ein heikles Thema und betrifft uns finanziell direkt. Deshalb arbeiten die Key Account Manager erstens räumlich getrennt in einer anderen Etage und hat zweitens keinen redaktionellen Einfluss. Erst kürzlich wurde nach einem kritischen Test (nein, nicht Gothic 3) alle Werbung zurückgezogen, weil man nicht in einem Umfeld werben möchte, das ein Produkt schlecht aussehen lässt. Damit müssen wir uns abfinden, eine Stornierung ist das Recht des Kunden.

Zu den Formen der externen Beeinflussung.


Habt ihr Fragen oder Anregungen? Habt ihr ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht? Fehlt euch etwas? Wir freuen uns auf euer Feedback im Forum oder als E-Mail an joerg.luibl@4players.de.
            

Kommentare

andreasg schrieb am
Gothic 3 (Max Details, Demo) ist auf meinem System nicht grundsätzlich hardwarehungriger als Splinter Cell Double Agent (Max Details, Demo), NFS Carbon (Max Details, Demo) oder Oblivion (Max Details, Vollversion).
Deshalb kann ich die Kritik an der Gothic 3 Performance nicht ganz nachvollziehen.
Grundsätzlich finde ich es eh Quatsch die Seriösität eines Spielemagazins an einem Test festzumachen.
Man liest hier eben Posts wie "ja 4players und Powerplay haben Gothic 3 streng bewertet also sind die Guten und die anderen die Bösen".
So einfach ist die Sache nicht. Zumal ich das Gefühl hab, dass die Kritik an Gotic 3 zwar nicht ganz unberechtigt, gleichzeitig aber etwas überzogen war.
Balmung schrieb am
CPUs allein machen noch kein System aus, auch ein anderes Mainboard oder nur eine andere Soundkarte kann ein System ganz anders laufen lassen.
andreasg schrieb am
Naja athlon x2 ist besser als pentium. Und core 2 ist besser als athlon x2.
Der neue Athlon quadcore (release mitte 2007) soll deutlich schneller sein als intels core 2 quad, durch "50 % increased instructions per clock". Dann flutschts.
:wink:
Wer auf pentium spielt bekommt wahrscheinlich schon ne miese Performance.
Daher die Beschwerden.
:idea:
Balmung schrieb am
@andreasg:
1. die Performance hängst stark vom System und weniger von dessen Leistungsfähigkeit ab. Wärend das Spiel auf dem einen Rechner flüssig läuft, kann es auf dem anderen sogar leistungsstärkeren schlechter laufen.
2. die Demo beinhaltet schon etliche Bugfixes, von daher kann man das Spiel nicht anhand der Demo bewerten.
3. ob die Bugs temporär sind, weil fixbar, interessiert nicht die Bohne, es zählt das was am Releasetag im Regal stand. Ich kann 4P da völlig verstehen, wieso sie Spiele nicht mit Patches nachtesten.
andreasg schrieb am
Nachdem ich die Gothic 3 Demo getestet habe und eine nicht allzu schlechte Performance hatte, finde ich die Kritik an dem Spiel doch etwas übertrieben.
Ja man braucht einen High End Rechner, aber die Oblivion Vollversion läuft bei mir auf Max Details schlechter als die Gothic 3 Demo auf Max Details.
Bleiben die Bugs.
Jemand aus meinem Sportverein hat die Vollversion und hatte auch korrupte Savegames, allerdings sagt er dass seit dem Patch die Probleme fast gelöst sind.
Also dem verbuggten Hardwarefresser Obliion 88 % zu geben ist etwas übertrieben, dem verbuggten Hardwarefresser Gothic 3 68 % zu geben etwas zu wenig.
Ich denke die Wahrheit liegt in der Mitte und beide Spiele sind zwischen 70 - 80 % anzusiedeln.
Ich mag es wenn kritisch getestet wird, aber auch PC Games und Gamestar haben über Bugs ausreichend informiert, die Wertung war allerdings zu hoch.
Bei 4players hat man aber das Gefühl Gothic 3 ist ein Totalausfall und das kann ich nach dem Test der Demo nicht bestätigen. Das Spiel ist State of the Art (wie auch Oblivion), bessere Grafik und/oder Performance ist momentan technisch nicht machbar. Und die Bugs sind temporär (durch Patch beseitigt) oder auch nicht so tragisch.
schrieb am

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