Tales of Monkey Island: Rise of the Pirate God - Test, Adventure, PC - 4Players.de

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Das Ende ist nah! Passend dazu ist Guybrush Threepwood im fünften und letzten Teil von Tales of Monkey Island: Rise of the Pirate God mausetot. Das Happy End, wo er in den Sonnenuntergang segelt, scheint also akut gefährdet. Wie schafft er es dennoch, Elaine vor LeChuck zu retten?

Geist eines Piraten

Was hat Telltale seinem Helden nicht alles zugemutet: Er durchpflügte die Sieben Meere, war im Bauch eines Monsters
Als Geist kann Guybrush in der Welt der Lebenden nur eingeschränkt wirken. Er darf keine Sachen nehmen. 
unterwegs und zuletzt saß er vor Gericht. Jetzt ist er also gestorben und landet glatt im Reich der Toten. Hier trifft Guybrush natürlich auf ehemalige Piraten, die mehr oder minder ruhmreich das Zeitliche segneten. So bleibt auch das eine oder andere Wiedersehen nicht aus, wie es bei den Comic-Abenteuern der Kalifornier stets üblich war. Dieses Mal verzeiht man ihnen sogar das exzessive Charakter-Recycling, denn schließlich ist es das Finale. Und da hat man es gern, dass alle noch mal versammelt sind.

Obwohl saft- und kraftlos, gibt Guybrush eigentlich einen stattlichen Geist ab, wie er da so durchscheinend durch das Totenreich schreitet. Auch nachdem er die Welt mit Hilfe des Riesenschwamms vor der Seuche befreit hat und getötet wurde, kennt er nur ein Ziel: Wieder lebendig zu werden, um seine Frau doch noch zu retten. Leider ist das nicht so einfach, denn bislang ist es nur einem gelungen, die ewigen Jagdgründe wieder zu verlassen - dem oberfiesen LeChuck. Doch Guybrush ist nicht allein und mit Hilfe einer alten Freundin geht alles leichter - auch das Auftreiben der Zutaten für den Voodoo-Zauber, der ihn zurückbringen soll.

Fährmann bezahlen

Vorerst hat Guybrush eher naheliegendere Ziele. Er möchte einfach von der schlecht beleuchteten Insel weg, wo er seinem
Der Fährmann im Halloween-Kostüm ist unerbittlich. Er will Münzgeld sehen. Woher nehmen, wenn keine Menschenseele da ist? 
Grab entstiegen ist. Dafür muss er wie in der antiken Sagenwelt dem Fährmann seinen Obolus entrichten, der natürlich Münzen haben möchte. Doch wo soll Guybrush die Penunzen herbekommen? Er wurde ja nicht mal ordentlich bestattet! Wo kann er als Geist denn bloß Geld abheben? Könnte dabei evtl. der Grog-Automat helfen, der recht nutzlos an der Fährstelle herum steht?

Die Rätsel sind auch diese Mal nicht schwerer als in den anderen Episoden. Den meisten Ottonormaltüftlern dürfte das recht sein - den echten Cracks eher nicht, denn sie hätten es sicher gern komplexer. Aber die Hand voll Gegenstände, Schauplätze und Akteure lässt eben nicht viel mehr zu, auch wenn man wieder mit dem Boot von Station zu Station reist. Wer nicht weiter weiß, probiert halt so lange rum, bis er's hat, was hier nicht sonderlich lange dauert. Zudem kommen nur Inventar und Dialogrätsel sowie keine Knobelaufgaben vor.

Beim munteren Umherstreifen in der überschaubaren 3D-Umgebung wird rasch klar, dass die Steuerung immer noch gewöhnungsbedürftig ist: Es ist nicht immer ohne Knoten in den Finger zu schaffen, den Herren dorthin zu schicken, wo man ihn haben will. Zum Glück lassen sich wichtige Ziele direkt anwählen, worauf der Geist dorthin schwebt.

Richtige Konversation

Die Gespräche sind wie das ganze Spiel auf Englisch gehalten, gewohnt 
Labern mit Verstand. Guybrush muss aufpassen, was er zum wem sagt. Und manchmal wird er belogen.
witzig und laufen als Multiple-Choice ab. So muss man aufpassen, was man sagen will. Bisweilen muss man auch erst noch rausfinden, was angebracht wäre: Dafür muss manschon richtig gut Englisch können, denn sonst versteht man die Witze und Nuancen der Kommunikation nicht. Insbesondere wenn man jemand in einem Satz aufbauen und einen anderen gleichzeitig fertig machen muss. Auf den ersten Blick ist hier mehr Fingerspitzengefühl angesagt als noch beim reinen Verspotten im guten alten Monkey Island. Im Endeffekt läuft es nach einigem Rumprobieren dann doch wieder auf drei einfache Antworten raus.

Leider hat sich hier eine kleine unlogische Episode eingeschlichen, denn es geht erst weiter, nachdem man drei der vier Zutaten für die Magie ausprobiert hat. Wer das nicht macht, kommt vielleicht gar nicht an die Stelle, wo man aufpassen muss, was Guybrush beim Schwertkampf sagen soll. Actionhassern sei gesagt, dass auch dieser letzte Teil frei davon ist, denn richtig kämpfen muss man nicht. Und Sam & Max treten auch nicht auf, die ja gern ne Runde mit dem Auto drehen, was oft in eine Renneinlage ausartet.

Auftritt: Piratengott

Gänzlich ohne Drive ist auch das Ende nicht, denn es wird immer wieder von Zwischensequenzen unterbrochen, wo es zur Sache geht. Man sieht, was der wieder ergrünte LeChuck und die arme Elaine so treiben. Kann Guybrush noch verhindern, dass LeChuck zum lebenden Gott wird? Diese Videos sind bewusst in Feuerrot gehalten, um das Teuflische seiner Pläne noch zu unterstreichen. Dieser Abschluss ist ohnehin viel finsterer als die Episoden zuvor, die doch bunter wirkten. Aber dieses Mal passt das auch gut, denn schließlich spielt sie im Totenreich. Vieles ist geisterhaft, nebulös und schimmert vor sich hin.
                

Kommentare

Todesreiter schrieb am
IEP hat geschrieben:Ich finde auch, dass das letzte Kapitel ein gelungener Abschluss dieses Teils ist. Einige Überraschungen und vor allem sehr viele geniale Anspielungen auf die alten Teile haben es für mich jedenfalls zu einem absoluten Highlight gemacht.
Da das Finale so düster wie seinerzeit höchstens MI2, aber trotzdem verdammt lustig war bin ich schon am überlegen ob mir ToMI besser gefällt als Curse. Vom Finale her hat ToMI Curse jedenfalls um Längen geschlagen.
Die alten Teile kann ich schon aus nostalgischen und Wortwitz-Gründen nicht von den ersten beiden Plätzen runterholen, aber insgesamt ist ToMI auf jeden Fall auf dem besten Weg in meine Adventure Hall Of Fame einzusteigen. Und das gleich in die Top 3!
Für eine genaue Platzierung muss ich nochmal alle Teile spielen. Ist ja auch schon ein paar Monate her, dass ich sie das letzte mal gespielt habe... ;)
Dem kann ich nur Beipflichten... für mich hat ToMI mindestens den selben Stellenwert wie MI3 (und 4 sowieso...) - wobei es mir teilweise sogar besser gefällt. Guybrush`s aussehen orientiert sich zumindest wieder etwas an MI2 - nicht mehr so ein "schmachthaken" wie im 3. Teil *ggg ... und auch LeChuck kommt insbesondere im Finale so finster rüber wie schon lange nicht mehr. Die ersten beiden Teile bleiben auch für mich unangefochten.
Spätestens ab Episode 3 wird Tales of Monkey Island tatsächlich zu einem der Top-Adventures... Murray hatte seinen bisher besten auftritt überhaupt, der Humor ist von Anfang an Spitze wie in alten Tagen, und mit Episode 4 kommt auch die schöne Mondschein-Atmosphäre des ersten Teils wieder zurück... die Story hat eine Dramatik wie noch nie zuvor im Dreiinselreich. Manche maulen sie hätten damit gewisse "Regeln" gebrochen, ich finde das sie neue Akzente gesetzt haben.
Auch sonst ist nicht viel...
4P|IEP schrieb am
Ich finde auch, dass das letzte Kapitel ein gelungener Abschluss dieses Teils ist. Einige Überraschungen und vor allem sehr viele geniale Anspielungen auf die alten Teile haben es für mich jedenfalls zu einem absoluten Highlight gemacht.
Da das Finale so düster wie seinerzeit höchstens MI2, aber trotzdem verdammt lustig war bin ich schon am überlegen ob mir ToMI besser gefällt als Curse. Vom Finale her hat ToMI Curse jedenfalls um Längen geschlagen.
Die alten Teile kann ich schon aus nostalgischen und Wortwitz-Gründen nicht von den ersten beiden Plätzen runterholen, aber insgesamt ist ToMI auf jeden Fall auf dem besten Weg in meine Adventure Hall Of Fame einzusteigen. Und das gleich in die Top 3!
Für eine genaue Platzierung muss ich nochmal alle Teile spielen. Ist ja auch schon ein paar Monate her, dass ich sie das letzte mal gespielt habe... ;)
Aron_dc schrieb am
Eine DVD Version ist doch von anfang an geplant gewesen und ich bin auch der meinung das bei TellTale direkt auf der Seite gelesen zu haben.
Die Frage ist nur obs auch eine Syncho geben wird, wobei ich die englischen Stimmen sehr stimmig und schön finde. Vorallem weil die Stimme aus MI3 wieder den Guybrush spricht.
crewmate schrieb am
Eine DVD Fassung ist doch so gut wie sicher, nur noch nicht angekündigt.
MI ist einfach zu groß dafür. Darum lese ich schon nichts mehr, Episode1 war nur ein Appetizer.
Todesreiter schrieb am
Na mit dem Test ist der Großteil der Fangemeinde
wohl wieder versöhnt, nachdem der vorherige Teil
ja in mancher Augen ziemlich unterbewertet wurde.
Wer übrigens über mangelnde Englisch-Kenntnisse verfügt
und dennoch nicht bis zur kompletten Lokalisation warten möchte
findet jetzt einen Fansub der ersten Episode, um Guybrush in
seinem ersten Tales-Abenteuer mit deutschen Untertiteln zu begleiten.
Hier erhältlich:
http://www.dreiinselreich.de/tomi_1_ger ... rum.de.rar
Und hier gibts nen Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=RUcXfC-bYZM
schrieb am

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