Serious Sam HD: The Second Encounter - Test, Shooter, PC - 4Players.de

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Es ist noch kein halbes Jahr her, da erlebte Sam »Serious« Stone seinen zweiten Frühling: Hübscher als je zuvor erhob er sich aus den Tiefen der Vergessenheit in ein altes neues Abenteuer auf PC und Xbox 360 - Serious Sam HD: The First Encounter. Und wo ein »first« ist, ist ein »second« normalerweise nicht weit.

Gedankenlose Ballerei?

The First Encounter  war nicht schlecht, aber auch nicht gut: Das Spiel machte gerade in der Gruppe immer noch viel Spaß, aber alles drumherum zeigte deutliche Nagespuren vom Zahn der Zeit. Das ist beim zweiten Teil auch nicht anders - aber hier kommt hilfreich dazu, dass »The Second Encounter« (TSE) schon immer das bessere Spiel war.

Frischer Flammenwerfer gegen frischen Kürbiskopfmetzger: Serious Sam ist auch in der zweiten HD-Wiederveröffentlichung noch voller wahnwitziger Ideen.
Okay, im Grunde des Herzens bleibt natürlich alles beim Alten: Auf der einen Seite sind verdammt viele Gegner, auf der anderen Seite der noch verdammt umfangreicher bewaffnete Serious Sam, die Kombination aus beiden ergibt rund sieben Stunden Dauerfeuerspaß. Oder fast Dauerfeuer, denn im Gegensatz zum ersten Teil hat Entwickler Croteam beim Leveldesign etwas mehr Phantasie bewiesen. Beschränkten sich die Feuerpausen im Vorgänger darauf, auf geradem Wege auf einen Hebel zuzulaufen und diesen umzulegen, bietet der Nachfolger deutlich mehr - sowohl in Sachen Puzzles als auch Geschicklichkeitstest. Das macht aus TSE jetzt kein 3D-Action-Adventure, aber das Spiel bietet eine sehr angenehme Balance zwischen pausenlosem Rabatz, fröhlichen Hüpfereien und kleinen, klitzekleiiiinen Kopfnüssen. Auch thematisch entfernt man sich von den Wüsten und Pyramiden der alten Ägypter, die den ersten Teil dominierten. Stattdessen reist Sam jetzt durch das Südamerika der Mayas, zu den Assyrern, nach Babylon sowie das winterliche Europa. Dabei geraten ihm viele alte Feinde vor die Flinte, vom kopflosen Kamikaze-Schreihals über die Galopp-Skelette, Matschfrösche und Lavagolems bis zu den blauen und roten Biomechs. Aber auch einige neue, von denen besonders der mit einer Kettensäge bewaffnete Halloween-Kürbiskopf-Muskelberg einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Diesen Freaks hat Sam neben seinem bewährten Arsenal (Doppelpistole, Minigun, Laser oder Giganto-Super-Kanone) auch frische Argumentationsverstärker entgegen zu setzen: Ein beeindruckend durchschlagskräftiges Scharfschützengewehr, eine Kettensäge, einen Flammenwerfer sowie die ebenso seltene wie nur Gegnerkrümel hinterlassende »Serious Bomb«.

Welche Armee? Diese Armee!

Damals, im Jahre 2001, war Serious Sam eines der schönsten Spiele. Heute bröckelt die Fassade selbst unter dem HD-Tarnumhang mächtig. TSE sorgte 2002 für staunende Gesichter, denn es sah weitaus besser als der Vorgänger aus. Heute würde auch der HD-Zweitling keine Schönheits-Blumentöpfe mehr gewinnen - aber das Spiel sieht tatsächlich nicht schlecht aus! Die Weitsicht ist beeindruckend wie eh und je, Wälder sind einigermaßen detailliert und am Boden dicht bewuchert, alles wirft schöne Schatten,
Das Spiel sieht gar nicht übel aus, kann aber natürlich im Vergleich zu aktuellen Shootern nicht bestehen.
die Explosionen sind ebenso farbenfroh wie wuchtig, die Lensflares zählen nach wie vor zu den schönsten im Spielebereich - und das Ganze läuft auch noch erstaunlich flott, selbst auf mittelprächtigen Kisten! Es gibt wahnwitzig viele Grafikoptionen, mit denen man das Gezeigte nochmals verbessern kann, wobei gerade das detailliert einstellbare Anti-Aliasing viel Performance frisst - aber hey, der optische Eindruck ist hier auf jeden Fall besser als bei Teil Eins. Und der akustische auch, denn die dynamische Musik ist nicht nur thematisch dem entsprechenden Level angepasst, sondern auch schön treibend!

Eines der wichtigsten Serious Sam-Erlebnisse war von Anfang an der Koop-Modus: Man durfte die gesamte Solo-Kampagne gemeinsam mit bis zu 15 Freunden erleben, wobei der Schwierigkeitsgrad mit der Zahl der Teilnehmer stieg - ein Riesenspaß! In TSE feiert der Standard-Koop ein Revival, ist aber nicht allein: Es gibt noch elf weitere Mehrspielermodi. Die meisten davon erstaunlicherweise gegeneinander; es finden sich u.a. Einzel- und Teamvarianten von Deathmatch, Capture The Flag oder Last Man/Team Standing. Gruppenspieler dürfen sich dagegen in drei Modi austoben, wobei einer davon die Serious Sam-Variante des klassischen »Survival« ist - sehr spaßig, und auch wieder für bis zu 16 Spieler. Nicht ganz so spaßig ist bislang allerdings die Online-Performance: In fast allen Online-Partien, die ich zum Test gespielt habe, war Lag ein ständiger Begleiter - mal mehr, mal weniger ausgeprägt, aber fast immer spürbar. Nun ist das in einer Koop-Partie, in dem die einzige Konsequenz für das Dahingerafftwerden ein Wiederauferstehen in wenigen Sekunden ist, nicht ganz so dramatisch - im Deathmatch ist das schon weitaus nervender.

      

Kommentare

Vejieta schrieb am
Gnarr hat geschrieben:Für mich ist Serious Sam das perfekte Spiel für zwischendurch. ;)
auf jedenfall. wird gekauft wenn mal wieder ein steam-deal ansteht =)
Gnarr schrieb am
Um es klar zu stellen: Es gibt weder neue Waffen, noch neue Gegner. Der Storymodus wurde nahezu vom Original kopiert, es gibt lediglich ein paar neue Geheimnisse.
Es gibt im Online-Modus viele (von Croteam gehostete?) Dedicated Server, die einen guten Ping haben die man dann auch selbst bedienen kann, sofern man der erste Spieler auf dem Server ist (Man kann alle Einstellungen so verändern, wie es bei der Erstellung eines eigenen Servers wäre). Es spielen allerdings nur sehr wenig Leute online, wenn man Freunde hat mit denen man spielen kann wäre das schonmal ein großer Vorteil.
Die für mich beste Neuerung ist wohl der Überlebens-Modus, bei dem man einfach in einer Art Arena (es gibt mehrere verschiedene) möglichst lange gegen endlose Wellen an Monstern überleben muss. Hierbei kann man sich selbst mit anderen Spielern in der Bestenliste messen.
Für mich ist Serious Sam das perfekte Spiel für zwischendurch. ;)
frantischek schrieb am
Ich stimme mit dem Bericht nicht überein, dass "Second Encounter das bessere Spiel war als 1st Encounter".
Einzig die abwechslungsreichen Gegenden waren besser. Von der Atmosphäre jedoch konnte man nur bei 1st Encounter richtig in diese mythologische, altägyptische Welt eintauchen. Die Kampfarenen in Teil 1 waren ebenfalls merklich besser und "übersichtlicher" als einige leider sehr eng geratene Levelabschnitte in 2nd Encounter.
Den ersten Teil auf HD werd ich mir sicher noch besorgen.
schrieb am

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