Das zweite Standbein
Man sagt oft, dass der Mehrspielermodus im Vergleich zur Kampagne eigentlich ein separates Spiel ist. Diese Aussage dürfte auf keinen anderen Titel so gut zutreffen wie auf Medal of Honor, denn hier ist diese Zweiteilung so offensichtlich wie selten zuvor: Mit der Frostbite-Engine bekommen die Onlinepartien nicht nur ein völlig anderes technisches Grundgerüst als die Kampagne mit ihrer Unreal 3-Basis, sondern mit DICE auch ein anderes Entwicklerteam. Vor allem am PC wird die strikte Trennung
deutlich, denn im Gegensatz zu den Konsolen muss man sich hier bereits im Startfenster zwischen der Kampagne und dem Mehrspielermodus entscheiden. Wer die Modi wechseln will, muss hier den Umweg über Windows gehen und das Spiel umständlich neu starten.
Schnell, hektisch, frustrierend?
Insgesamt werden vier Spielvarianten angeboten: Kampfeinsatz erweist sich dabei für mich am spaßigsten, denn hier muss ein Team fünf Ziele hintereinander gegen die Angreifer so lange wie möglich verteidigen und die Stellung halten. In der zweiten Runde werden die Fraktionen getauscht und die Verteidiger versuchen sich auf der gleichen Karte als Angreifer. Dabei wird entweder das Team zum Sieger erklärt, das die Angreifer zurückschlagen und seine Stellungen verteidigen kann oder Letztere am schnellsten erobert. Hinter dem Modus Team-Sturmlauf verbirgt sich dagegen das klassische Team-Deathmatch, bei dem Kills und Punkte der Schlüssel zum Sieg sind. Da hier der Respawn ohne Wartezeit erfolgt, geht es hier Schlag auf Schlag in die Action. Ziel-Raid ist dagegen ähnlich konzipiert wie der Kampfeinsatz - mit dem Unterschied, dass es hier lediglich zwei Stellungen gibt, die von der US-Armee verteidigt und der "Opposing Force" unter Zeitdruck sabotiert werden müssen. Der Modus "Sektorenkontrolle" erinnert mehr an das klassische Battlefield: Hier kämpfen beide Seiten um die Kontrolle über insgesamt drei Ziele. Je länger eine Fraktion im Idealfall alle Ziele besetzt, desto mehr Punkte wandern auf das Team-Konto. Leider geht es in allen Modi extrem schnell und hektisch zur Sache, da auf der einen Seite die insgesamt acht Karten relativ klein, auf der anderen
Seite die maximale Spieleranzahl von 24 aber relativ hoch ist - entsprechend spielen Vehikel hier auch kaum eine Rolle. Es passiert nicht selten, dass wenige Sekunden nach dem Respawn das virtuelle Leben schon wieder ausgeknipst wird.
Die Macht der Stärkeren
Ein Grund dafür liegt auch im Rangsystem, bei dem man sich offensichtlich von Call of Duty inspirieren ließ: Genau wie dort funktioniert es nämlich auch nach der Methode, dass man mit einem höheren Rang eine wesentlich bessere Ausrüstung bekommt als die Grünschnäbel. Während sich Anfänger z.B. noch mit einem Scharfschützengewehr rumschlagen müssen, das diese Bezeichnung kaum verdient, nehmen Profis die Köpfe mit einem Hochleistungs-Zielfernrohr aus sicherer Entfernung ins Visier. Da auf eine Kill-Cam verzichtet wird, fragt man sich oft, von wo und wem da gerade der Schuss abgefeuert wurde, der einen schon wieder innerhalb weniger Sekunden nach dem Respawn niedergestreckt hat. Zumindest bekommt man als Opfer die Information, mit welchem Equipment der Widersacher ausgestattet war und sieht dabei all die schönen Gadgets wie Leuchtpunkt-Zielfernrohre, freigeschaltete Pumpguns sowie weitere überlegene Waffen, von denen man als Anfänger nur träumen kann. Insgesamt kann man in 15 Rängen pro Klasse aufsteigen, von denen es hier leider nur drei gibt. Neben dem Schützen kann man lediglich noch die Karriere als Special Ops oder Sniper einschlagen - das war's.
Man sagt oft, dass der Mehrspielermodus im Vergleich zur Kampagne eigentlich ein separates Spiel ist. Diese Aussage dürfte auf keinen anderen Titel so gut zutreffen wie auf Medal of Honor, denn hier ist diese Zweiteilung so offensichtlich wie selten zuvor: Mit der Frostbite-Engine bekommen die Onlinepartien nicht nur ein völlig anderes technisches Grundgerüst als die Kampagne mit ihrer Unreal 3-Basis, sondern mit DICE auch ein anderes Entwicklerteam. Vor allem am PC wird die strikte Trennung
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| Ohne das Profi-Equipment werden vor allem Scharfschützengewehre ihrer Bezeichnung nicht gerecht. |
Schnell, hektisch, frustrierend?
Insgesamt werden vier Spielvarianten angeboten: Kampfeinsatz erweist sich dabei für mich am spaßigsten, denn hier muss ein Team fünf Ziele hintereinander gegen die Angreifer so lange wie möglich verteidigen und die Stellung halten. In der zweiten Runde werden die Fraktionen getauscht und die Verteidiger versuchen sich auf der gleichen Karte als Angreifer. Dabei wird entweder das Team zum Sieger erklärt, das die Angreifer zurückschlagen und seine Stellungen verteidigen kann oder Letztere am schnellsten erobert. Hinter dem Modus Team-Sturmlauf verbirgt sich dagegen das klassische Team-Deathmatch, bei dem Kills und Punkte der Schlüssel zum Sieg sind. Da hier der Respawn ohne Wartezeit erfolgt, geht es hier Schlag auf Schlag in die Action. Ziel-Raid ist dagegen ähnlich konzipiert wie der Kampfeinsatz - mit dem Unterschied, dass es hier lediglich zwei Stellungen gibt, die von der US-Armee verteidigt und der "Opposing Force" unter Zeitdruck sabotiert werden müssen. Der Modus "Sektorenkontrolle" erinnert mehr an das klassische Battlefield: Hier kämpfen beide Seiten um die Kontrolle über insgesamt drei Ziele. Je länger eine Fraktion im Idealfall alle Ziele besetzt, desto mehr Punkte wandern auf das Team-Konto. Leider geht es in allen Modi extrem schnell und hektisch zur Sache, da auf der einen Seite die insgesamt acht Karten relativ klein, auf der anderen
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| Die Karten und Spielmodi fallen abwechslungsreich aus - trotzdem bietet die Konkurrenz mehr. |
Die Macht der Stärkeren
Ein Grund dafür liegt auch im Rangsystem, bei dem man sich offensichtlich von Call of Duty inspirieren ließ: Genau wie dort funktioniert es nämlich auch nach der Methode, dass man mit einem höheren Rang eine wesentlich bessere Ausrüstung bekommt als die Grünschnäbel. Während sich Anfänger z.B. noch mit einem Scharfschützengewehr rumschlagen müssen, das diese Bezeichnung kaum verdient, nehmen Profis die Köpfe mit einem Hochleistungs-Zielfernrohr aus sicherer Entfernung ins Visier. Da auf eine Kill-Cam verzichtet wird, fragt man sich oft, von wo und wem da gerade der Schuss abgefeuert wurde, der einen schon wieder innerhalb weniger Sekunden nach dem Respawn niedergestreckt hat. Zumindest bekommt man als Opfer die Information, mit welchem Equipment der Widersacher ausgestattet war und sieht dabei all die schönen Gadgets wie Leuchtpunkt-Zielfernrohre, freigeschaltete Pumpguns sowie weitere überlegene Waffen, von denen man als Anfänger nur träumen kann. Insgesamt kann man in 15 Rängen pro Klasse aufsteigen, von denen es hier leider nur drei gibt. Neben dem Schützen kann man lediglich noch die Karriere als Special Ops oder Sniper einschlagen - das war's.




