King Arthur II - The Role-Playing Wargame (Strategie) von Paradox Interactive
King Arthur II - The Role-Playing Wargame
King Arthur II - The Role-Playing Wargame
Runden-Strategie
Entwickler: Neocore Games
Release:
27.01.2012
Spielinfo Bilder Videos
Stellt euch vor, es gäbe ein britannisches Total War, mit dem sich König Artus‘ Kriege nachspielen lassen! King Arthur 2: The Role-Playing Wargame von Neocore will genau ein solches episches Rundenstrategiespiel mit Echtzeitkämpfen im frühen Mittelalter sein. Allerdings gilt es einige Haken und Ösen zu überwinden, bis man die ersten Siege einfährt.    


Artus, der Römer?

Video
Obwohl er ständig in Büchern, Filmen oder Spielen vorkommt, ist über den echten Artus wenig bekannt.
Obwohl jedes Kind seine illustre Tafelrunde, sein magisches Schwert Excalibur oder seinen Hof in Camelot zu kennen scheint, weiß man doch recht wenig über den historischen Artus.  Zwar weiß jeder, wie der Sage nach seine Frau hieß, wer sein Magier war und wer sein bester Freund, aber über ihn als Person weiß man noch weniger als über Jesus. Hieß er überhaupt Artus? Man weiß noch nicht mal, zu welcher Zeit er lebte: War es die späte Römerzeit, die Völkerwanderung oder doch das noch junge Mittelalter, als er seine berühmten Ritter in den Kampf schickte? Und gegen wen kämpfte er überhaupt? Im Mythos sind es  Morgane und Mordred, die dem König der Briten ans Leder wollen. Kämpfte er wirklich gegen Sachsen und Pikten?

Vielleicht war Artus sogar ein römischer Heerführer, der Kommandeur einer berittenen Spezialtruppe oder ein anglo-romanischer König – wahrscheinlich war er ein bisschen von allem, da ein Mythos meist mehrere Ursprünge hat. Ganz klassisch geht man auch in King Arthur 2 davon aus, dass er um 500 n.Chr. lebte, als die Römer Britannien bereits verlassen hatten. Nicht umsonst spielt man im atmosphärisch inszenierten Prolog die Vorgeschichte eines römischen Adeligen, der sich gegen innere und äußere Widersacher behaupten muss. Ziel ist die Kontrolle über Nordengland, das aus knapp zehn Provinzen besteht. In einer Mission muss er sogar den Senat der Stadt Eboracum (heutiges York) von sich überzeugen, was so auch in Rome: Total War vorkommen könnte.       

Erbe der Tafelrunde

Als Artus' Nachfolger muss man sein Reich neu aufleben lassen. Notfalls mit Gewalt.
Als Artus' Nachfolger muss man sein Reich neu aufleben lassen - notfalls mit Gewalt.
In der zweiten und letzten Kampagne kommt man Artus etwas näher, da er zumindest vorkommt, auch wenn man den König nicht direkt spielt. Man spielt seinen jungen Nachfolger, Willam Pendragon, der dieses Mal ganz England erobern muss. Artus‘ Macht ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, da er im Sterben liegt und niemand  weiß, wie es weiter geht. In diesem finsteren Szenario geht es deutlich mittelalterlicher zu als noch im Prolog, so dass King Arthur 2 sowohl was für Antiken- und als auch Ritterfans bietet, auch wenn Letztere mehr davon haben. Vor Beginn muss man einige Fragen beantworten, die die Grundzüge der Kampagne bestimmen; sonst gibt’s nur noch ein paar Szenarien.
    
Zentrum der Macht ist Camelot, das aber auf der Karte nur einige Provinzen umfasst.  Dieses Land soll William vergrößern, wozu er Krieg, Ränkespiele und Verhandlung verwenden kann. Schon aufgrund der Größe der Aufgabe ist das nur was für Durchhaltewillige, da man lange braucht, bis man alle Provinzen hat. Die Rahmenhandlung läuft weiter, so dass man mehrere Stränge zu verfolgen hat. Lieber einen Heiler für den kranken Artus suchen oder doch den Aufstand in Sherwood niederschlagen? So wird der neue König immer erfahrener und irgendwann steigt er auf, was grob wie im Rollenspiel funktioniert. Zusätzlich kann man auch noch Artefakte wie Schwerter oder Ringe anlegen, die im Kampf Vorteile bringen.
              
Quests mit Konsequenzen

Gut oder Böse? Die Quests machen Spaß, auch weil das Ganze mal Auswirkungen hat.
Gut oder Böse? Die Quests machen Spaß, auch weil das Ganze mal Auswirkungen hat.
Während man England erforscht, stößt man immer wieder auf Aufgaben, die einen als Herrscher, Senator oder Richter fordern. Die textbasierten Quests sind nicht nur eine Abwechslung, sie sind auch noch recht spannend: Hier stehen nicht nur Schlachten an, man muss sich etwa um eine mysteriöse Seuche kümmern, die harte Entscheidungen erfordert. Per Multiple-Choice kann man wählen, was der König jeweils tun soll, dessen Macht noch brüchig ist. Soll man die Ländereien des Vasallen offen oder verdeckt betreten? Wer sich hier nur für einen Spähtrupp entscheidet, findet möglicherweise Sachen heraus, die er nicht erfährt, wenn er im Ornat durchs Burgtor reitet. Steckt gar eine mächtige Familie hinter der Krankheit? Mit ihr sollte man es sich nicht verscherzen.
 
Wie verhält man sich, wenn man die Ursache nach wendungsreicher Suche  gefunden hat? Alle umbringen, ihr Dorf abbrennen oder doch lieber einen Heiler rufen?  All das hat Konsequenzen, da es eine Moral-Anzeige gibt, in die alles eingetragen wird. So sollte man nicht zum Tyrannen mutieren:    Entscheidungen sollten immer überdacht sein, gerade was den Glauben angeht. Nicht umsonst waren die Ritter der Tafelrunde auf der Suche nach dem Heiligen Gral, so muss man sich auch im Spiel zwischen Heiden und Christen entscheiden. Wer öfters mal die weisen Frauen statt der Mönche befragt, wird ebenso als Schützer der alten Götter gelten wie einer, der nie betet. Wer sich als besonders mildtätig zeigt, wird vielleicht irgendwann durch Geschenke belohnt. 

Kommentare

  • Joa, finde ich auch, vor allem wie sich Bogenschützen jetzt schlagen... Die sind bei weiten nicht mehr so stark wie in King Arthur 1. Die Schützen sind eigentlich ganz normal (weder besonders stark noch schwach), da man aber meist vier oder mehr Einheiten davon dabei hat, kommen sie einem  [...] Joa, finde ich auch, vor allem wie sich Bogenschützen jetzt schlagen... Die sind bei weiten nicht mehr so stark wie in King Arthur 1. Die Schützen sind eigentlich ganz normal (weder besonders stark noch schwach), da man aber meist vier oder mehr Einheiten davon dabei hat, kommen sie einem stärken vor, als sie sind. Es bringt leider nix, sie auf Erhöhungen zu platzieren, da sie dann nicht wie bei TW mehr Schaden anrichten. Eines ärgert mich, denn die Schützen haben kleinerlei Sonne im Nahkampf, obwohl sie einen Nahkampfwert haben, auch wenn er niedrig ist. Man kann also ohne Probleme mit der zahlenmäßig unterlegenen Reiterei in die Schützen reinreiten, ohne dass auch nur ein Ritter stirbt. Das war in echt sicher anders, da zumindest ein paar Reiter über die Wupper gingen.
  • Joa, finde ich auch, vor allem wie sich Bogenschützen jetzt schlagen... Die sind bei weiten nicht mehr so stark wie in King Arthur 1.
  • Übrigens, dass man mit Total War vergleicht, ist doch nur verständlich. Zum einen weil die Spiele sehr ähnlich sind, und zum anderen weil sich nunmal jeder am Meister messen lassen muss ^^ Dass man ein derart ähnliches Spiel mit TW vergleicht - klar. Aber praktisch kein Wort zu Veränderungen o.Ä.  [...] Übrigens, dass man mit Total War vergleicht, ist doch nur verständlich. Zum einen weil die Spiele sehr ähnlich sind, und zum anderen weil sich nunmal jeder am Meister messen lassen muss ^^ Dass man ein derart ähnliches Spiel mit TW vergleicht - klar. Aber praktisch kein Wort zu Veränderungen o.Ä. im Vergleich mit dem Vorgänger? Da stimmt das Verhältnis für mich einfach nicht... kann man natürlich gerne anders sehen.

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