Grotesque Tactics 2: Dungeons & Donuts - Test, Rollenspiel, PC - 4Players.de

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Grotesque Tactics 2: Dungeons & Donuts  (Rollenspiel) von Headup Games
Grotesque Tactics 2: Dungeons & Donuts

Betont witzig gab sich Grotesque Tactics. Das war allerdings nicht jedermanns Sache war, da der Humor oft aufgesetzt wirkte. Jetzt ist der zweite Teil des taktischen Rollenspiels mit dem launigen Titel Dungeons & Donuts bei Headup Games erschienen. Sitzen die Witze dieses Mal besser?



Lachhaft statt lustig

 

 

Im Gespräch mit anderen sollte sich der Witz entfalten, der aber oft nach hinten losgeht.
Im Gespräch mit anderen sollte sich der Witz entfalten, der aber oft nach hinten losgeht.
Humor ist ja angeblich, wenn man trotzdem lacht. Dieses Stadium erreicht man bei Grotesque  Tactics 2 aber nie, da man gar nicht lacht. Das liegt vermutlich daran, dass es gar nicht richtig witzig ist, denn die Jokes tendieren eher zur Lächerlichkeit. Zwar will die Fantasywelt ums Verrecken  innovativ, anders und witzig sein - der Schuss geht aber nach hinten los. Man macht zwar einen auf Terry Prachett oder Monty Python, aber deren Niveau wird nie erreicht. Stattdessen gibt‘s Hirrni-Humor im Stil einer billigen RTL 2-Fantasysaga. Einer der besseren Jokes ist, wenn Holy Avatar den Antihelden als deprimierte Gothictrine tituliert. Da schmunzelt man schon mal verwundert, weil’s ausnahmeweise mal passt.

 

 

Schon im letzten Teil haben die Entwickler erfolglos einen auf witzig gemacht. Und das, obwohl die Truppe durchaus Potenzial hatte, da sie skurril war und ist. Obwohl dieses Mal alles ein klein wenig erwachsener erscheint,  handelt es sich im Kern wieder um dieselben Gefährten, da Typen wie der herrlich großkotzige Holy Avatar und seine Groupies wieder vorkommen. Allerdings wirkt auch diesmal vieles eher dümmlich als cool. So antwortet der für die Heilung zuständige Rauschgoldengel auf die Frage „Bin ich schon im Himmel?“ mit dem dummen Spruch: „Das bekomme ich öfters zu hören“.

 

So geht’s weiter

 

 

Da unten hat was überlebt, weshalb die Recken nochmal los müssen, um alle Monster zu plätten.
Da unten hat was überlebt, weshalb die Recken nochmal los müssen, um alle Monster zu plätten.
Erzählerisch knüpft man zwar an den ersten Teil an, allerdings dürften sich die Wenigsten noch an die nichtssagende Geschichte erinnern, die sich aus wilden Versatzstücken zusammensetzte. Jedenfalls ist nach dem Endkampf aus Teil 1 noch etwas Fieses übriggeblieben, so dass jetzt erneut massig Runden-Kämpfe gegen das Böse anstehen. Allerdings kämpft der halbcoole Drake dieses Mal nicht mit Holy Avatar und seiner weiblichen Kampftruppe, da auf den andere Aufgaben warten. So muss er sich in den Katakomben neue Mitstreiter suchen, die teils schon bekannt sind wie die nervige Engelin Angelina, teils auch neu wie der einäugige Deacon.  Einige bleiben nur für eine Mission an seiner Seite, während  andere wiederum Gruppenmitglied werden, die man auch ausstaffieren darf.

 

 

Gleich nach der Einführung muss der Spieler sich entscheiden, in welchem Schwierigkeitsgrad er spielen will. Außergewöhnlich wird das im Spiel mit der Wahl der Richtung entschieden, was sich aber später noch ändern lässt. So entscheidet derjenige, der rechts geht für leichte Feinde, die Mitte für normale und links für harte Gegner in großer Zahl. Schwer ist das Rollenspiel aber eigentlich selten, da meist nur wenige Monster kommen. Gerade wenn übergroße Bossgegner anstehen wie etwa eine Mamaspinne mit ihren lieben Kleinen, kommt man mal ins Schwitzen. Hier sind dann halt mal ein paar Heiltränke fällig, um zu überleben. Da die Kämpfe in Runden ablaufen, kommt man aber nie richtig in die Bredouille.         

 

Eingeschränkter Ausbau    

 

 

Man kann sich jetzt für eine der drei Fraktionen stark machen, was aber nur das Ende ändert.
Man kann sich jetzt für eine der drei Fraktionen stark machen, was aber nur das Ende ändert.
Wie schon im Vorgänger beginnt man mit einem festen Charakter, zu dem sich weitere Gruppenmitglieder gesellen. Man hat also nicht die Wahl wie sonst, ob man Krieger, Schütze oder Magier spielen möchte. Es gibt nur den ollen Drake, der ein Art Grufti mit Degen ist und sich in beschränktem Maße ausbauen lässt. Zwar steigen Lebenspunkte oder Mana wie im Action-Rollenspiel automatisch und es gibt nur vier Slots für Waffen und Ausrüstung, aber man kann immerhin Drakes besondere Kampfähigkeiten wählen. Bei jedem Aufstieg lässt sich die en Garde-Funktion in fünf Stufen aufwerten, was dazu führt, dass Drake immer besser zusticht. Jeder Held hat so eine Fähigkeit - Deacon kann z.B. die Monster zerschneiden, weil er zwei Waffen führt. Im Laufe des Spiels werden neue Fähigkeiten freigeschaltet.

 

 

Dieses Mal hat es sogar gewisse Auswirkungen, was man so anstellt. Es gibt drei Gilden wie die Söldner, Hochelfen oder Glory, mit denen man in Kontakt tritt. Gibt man etwa in einer Quest einen Gegenstand an einen quietschig klingenden Goblin, steigt man in der Gunst der Söldner. Leider sind solche Möglichkeiten rar gesät, so dass man sich nicht wirklich im Clinch befindet, an wen man sich wenden möchte. Die Gilden funktionieren eher als Questgeber wie zuletzt in Skyrim. Zudem beeinflusst die Wahl den Ausgang, da es drei Enden gibt.  Es geht also mehr darum wie es ausgeht als um die echte Wahl einer Fraktion, zu der man hält. Schon gar nicht sind moralische Konsequenzen zu erkennen, da Grotesque dafür schlicht zu oberflächlich ist.   

Kommentare

Skabus schrieb am
Sephiroth1982 hat geschrieben: Denen die sich haben provozieren lassen (vor allem Skabus), werfe ich nur ein Nelson'sches "Haahaa" entgegen. Mehr verdient ihr auch nicht.
Billigste Argumentationstaktik.Nachdem man merkt, das die eigene Aussage scheiße war, tut man so als wenns ja nur Spaß war.Standardtaktik, schon hundertmal verwendet, und keinesfalls in irgendeinerweise sonderlich clever.Zudem leicht durchschaubar, und schlecht beweisbar/wiederlegbar.
Und selbst WENN du das nicht ernst meintest, hätte dir die Wirkung deiner Aussage klar sein müssen. Einfach alle hier die GT mögen als Hinterwäldler zu bezeichnen und sich dann nich zu kugeln wenn jemand drauf reagiert ist kein Anzeichen einer übermäßigen Intelligenz deinerseits.Ich nehme solche Sachen IMMER persönlich.Schließlich werde ich damit eingeordnet und miteingeschlossen, somit hast du mich indirekt beleidigt.Mir jetzt vorzuwerfen ich hätte damit bewiesen, dass ich und alle GT Fans einen IQ unter Zimmertemparatur haben ist nicht nur lachhaft sondern auch alles andere als clever.Und wenn du so schlau bist wie du tust, dann wirst du das auch einsehen.Ansonsten bist du nur ein Forentroll und indem Falle bin ich wirklich doof wie Stroh weil ich meine Zeit damit verschwende zu versuchen sachlich zu argumentieren.Und bevor jetzt irgendwas kommt: Ich schreibe nur dann nicht sachlich und werd agressiv wenn mich jemand dreist beleidigt.Ob nun aus Spaß oder nicht spielt gar keine Rolle.Ich kenn dich ja nicht und kann auch nicht auf Mimik/Ausprache achten, somit kann ich nur bewerten was du schreibst...
Sephiroth1982 hat geschrieben: @ Skabus: ein IP-Führerschein wäre mir lieber um zu sehen was für "Menschen" sich dahinter verbergen ;), auch wenn deine sonstigen Kommentare auf nen netten Kerl schliessen lassen. Und ich...
DeadPoet schrieb am
Das Problem ist wahrscheinlich, dass wir eigentlich gar kein Spiel wirklich zum Vorbild haben , sondern einfach ein uniques Spiel machen, so wie das in den 80ern immer mal wieder vorkam. Als Vorbild galt lediglich ein wenig Shining Force, was ja nun schon uralt ist, trotzdem ist es immer noch einer meiner Fav Spiele, auch wenn es nicht den hyperkomplexen, aber auch langatmigen Kampf hat, wie ein FF Tactics - genau aus dem Grund eigentlich.
Auf dem PC kennt allerdings kaum jemand das SRPG Genre, das ist ein reines Konsolengenre. Da bleiben dann nur so Spiele wie Kings bounty und Heroes.
Ich gebe dir Recht, dass vom taktischen Gesichtspunkt und Spieltiefe Disgaea oder FF Tactics vieles Vorraus hat.
Disgaea geht allerdings genau den umgekehrten Weg, nämlich spricht absolut den Hardcore Zocker an von dem Normalsterbliche abgeschreckt sind. Die Fans davon wird das egal sein, es ist halt eine kleine aber feine Nische.
Wir gehen genau den umgekehrten Weg. Wollen leicht zugänglich sein, für ein Rundenkampf schneller spielbar, ne Comedy Story, paar Adventure Elemente, mehr richtung RPG (Quests, Fraktionen, Talentbaum etc) und unsere Konkurrenz sind aber eben die kleinen RPGs , wie ich sie auch schon nannte.
Es ist das gleiche Problem als würdest du Penny Arcade Adventures mit Final Fantasy 7 vergleichen, obwohl es ein paar Ähnlichkeiten gibt. Nennen wir unsere Nische also "Light RPG" und jetzt müssen wir nur noch dafür sorgen, dass das Genre respektiert und akzeptiert wird. :P
Na wie auch immer, das nächste Spiel wird anders heißen und noch deutlicher erkennbar machen, wen wir denn so ansprechen wollen. :wink:
Und jetzt geh ich X-Com 1 zocken! ^^
Sephiroth1982 schrieb am
Also, was in der letzten Zeit "Fans" von GT von sich geben lässt mich meine Meinung über den geistigen Zustand der Spielerschaft (nicht bei allen) neu bewerten und zwar noch weiter runter. Wenn man nicht mal bemerkt hat das mein erster Beitrag eine Provokation war um möglichst viele dieser illustren Gestalten gegen mich aufzuwiegeln. Denen die sich haben provozieren lassen (vor allem Skabus), werfe ich nur ein Nelson'sches "Haahaa" entgegen. Mehr verdient ihr auch nicht. @ Skabus: ein IP-Führerschein wäre mir lieber um zu sehen was für "Menschen" sich dahinter verbergen ;), auch wenn deine sonstigen Kommentare auf nen netten Kerl schliessen lassen. Und ich sehe auch meine Meinung EHER untermauert das der größte Teil der "Verteidiger" tatsächlich Mitarbeiter des Entwicklers oder Entwickler selbst sind (wenn es nur Fans wären, so wäre das SEHR traurig), die durch ihr rumgetrolle den Beitrag am laufen zu halten versuchen. Wenn ihr wenigstens soviel Schneid hättet wie DeadPoet und euch zu erkennen geben würdet um wie er/sie sachlich zu diskuttieren, ohne ausfallend zu werden, könnte man euch auch ernst nehmen. Aber nö, lieber rumzergen gegen alle die etwas gegen die Neue Bibel GT sagen. Da braucht man kein Genie zu sein um zu wissen das der IQ solcher Leute dermaßen hoch ist, das, zumindest mir, ziemlich kühl wäre. (DeadPoet und Izabeau ausgeschlossen, da sie bewiesen haben das sie sowohl mit Kritik umgehen können, ebenso wie sie sich nicht provozieren lassen, sondern sachlich bleiben)
@ DeadPoet bitte entferne den Vergleich mit FFT und Fire Emblem, da würden sich zuviele Leute auf den Slips getreten fühlen, vor allem da es in denen nicht um Story geht sondern um die strategische Komplexität, die in der Form nur von wenigen anderen Spielen erreicht wird. Ok, ja, ich bin Fan davon, aber das tut net viel zur Sache xP
Allgemein sei gesagt. Ein Spiel,...
Irenicus schrieb am
Das erste woran der Autor dieses Tests nach der Beurteilung seines Kommentars scheitert, ist bereits der Titel des Spiels.
Grotesque Tactics. Den Titel könnte man auch als absurde Taktik übersetzen. Die Taktik in dem Spiel ist nicht Komplex? Welch Überraschung...
Übrigens wurde das Spiel bei 4P in das Genre Rollenspiel eingeordnet. Weit und breit nichts zu sehen von Taktik, obwohl doch dieses Wort sogar im Namen des Titels steht!
Natürlich gibt es anspruchsvollen und weniger anspruchsvollen Humor, ist dazu auch noch Geschmackssache.
Aber Drawn Together gehört wohl zu den primitivsten Sendungen überhaupt, den beschränkten Witz versteht bereits jeder mit einem IQ etwas über Zimmertemperatur.
Der Test selbst liest sich teilweise für mein dafürhalten ein wenig seltsam. Als wurde sich an eine Regel gehalten, die besagt, dass man jede Aussage auf einen Satz beschränken sollte.
Aber gut, ist wohl auch eine Frage des Stils.
Mein eigentliches Anliegen ist aber folgender Punkt. Es gibt eine ausführliche Demo zum ersten Teil, da kann dann jeder selbst beurteilen, ob der Humor des Spiels einem liegt oder nicht, und ist nicht auf bruchstückhafte Andeutungen ohne Aussagekraft aus diesem Test angewiesen.
http://www.4players.de/4players.php/dow ... ition.html
DeadPoet schrieb am
parachute hat geschrieben:lieber dead poet:
nur so als tipp (für gt3), das nächste mal vorher überlegen, wie man den redakteur am besten diskreditieren kann (und es in einem einzigen, rhetorisch gelungenen post, auf seite 1, zusammenfassen, statt sich die finger durchzuschreiben und dabei durchblicken zu lassen, dass euer spiel von zielgruppenüberlegungen durchsetzt ist).
Danke für den Tipp, hab den ersten Post editiert! :P Als Indie Entwickler Souveränität zu verlangen , ist so eine Sache. Wir sind ja mit dem Herzen dabei und das macht den Unterschied aus.
Unser Spiel ist nicht von Zielgruppenüberlegungen durchsetzt, sondern es ist nun mal meine Aufgabe diese zu analysieren . Ich habe nur gezeigt, dass es viele Spieler gibt, die das Spiel mögen, aber wir nicht die Hardcore RPG Fraktion ansprechen, außer diese sind (so wie ich persönlich) nicht abgeneigt mal ein simpleres RPG zur Entspannung zu spielen. .
Und diese Leute sprechen wir auch an, wie manche andere kleine RPGs (Penny Arcade, Costume Quest, Deathspank, Fairy) auch. Das sind nun auch nicht gerade wenige, es spaltet sich doch ziemlich.
Zum Thema Humor wurde nun denke ich alles gesagt. Letztendlich hab ich alle Meinungen gelesen und unsere Firma denkt sich ihren Teil dazu, aus einem Blickwinkel der alle Seiten beleuchtet.
Heißt, die Diskussion hat uns auch was gebracht.
schrieb am

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