Cities: Skylines - Test, Strategie, PC - 4Players.de

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Cities: Skylines (Strategie) von Paradox Interactive
Die Zukunft des Städtebaus?
Aufbau-Strategie
Entwickler:
Release:
10.03.2015
10.03.2015
2016
Spielinfo Bilder Videos
Nach durchwachsenem Start und mittlerweile entferntem Online-Zwang hat EAs Sim City länger gebraucht, um seine Fans zu finden - krankt aber immer noch an kleinen Karten. Und Cities XXL hat mit frechem Recycling verpasst, den Städtebau auf eine neue Stufe zu hieven. Doch vielleicht gelingt den Cities-in-Motion-Machern von Colossal Order dieses Kunststück. Im Test überprüfen wir, ob man als Bürgermeister in Cities Skylines seine Erfüllung findet.

Der leere Raum

Hat man einmal einen Teil der SimCity-Serie gespielt, allen voran SimCity 4 oder den bislang letzten Städtebau von Electronic Arts, findet man sich auch dank der ordentlichen Hinweise schnell in Cities Skylines (CS) zurecht. Man baut in den großräumig angelegten Karten Straßen und legt Bebauungszonen fest, die in den bekannten Farben Gelb (Industrie), Blau (Handel/Gewerbe) und Grün (Wohnraum) markieren, was denn wo für Häuser entstehen. Doch auch wenn bis hierhin der Eindruck entsteht, dass Colossal Order nur eine Blaupause von SC4 in moderner Kulisse anbieten, finden sich schnell erste Unterscheidungs-Merkmale. U.a. hinsichtlich der Benutzerführung und des Bedienungskomforts, aber auch im Detail der Städteplanung werden erfahrene Hobby-Bürgermeister diverse Änderungen vorfinden. So gibt es z.B. nur noch eine Bebauungsdichte für Industrie, nur zwei für Gewerbe/Handel sowie Wohnraum. Dazu gibt es noch Türkis für Büro-Gebäude. Der Clou: Ähnlich wie beim aktuellen SimCity gibt es in jeder Bebauungsdichte auch noch unterschiedliche Abstufungen, die sich danach richten, wie gut die Infrastruktur im Umfeld ist.

Stau fast wie vor dem Elbtunnel: Will man diese Blechlaweine verhindern, sollte man seine Ab- und Auffahrten sorgsam planen.
Stau fast wie vor dem Elbtunnel: Will man diese Blechlawine verhindern, sollte man seine Aus- und Auffahrten sorgsam planen.
Hat man in seinen schwach bebauten Wohngebieten z.B. unkomplizierten Zugang zu Bildungs-Institutionen, eine gut funktionierende Müllabfuhr und weitere städtische Dienste wie Krankenversorgung, Feuerwehr oder Polizei geschaffen, werden die Gebäude irgendwann von den Bewohnern "aufgerüstet". Umso schneller, wenn man auch an Parks etc. zur Freizeitgestaltung gedacht hat und natürlich Zugang zu Wasser und Elektrizität gewährt. Ähnlich lassen sich auch die Industrie- und Gewerbegebiete zum „Aufrüsten“ bewegen, so dass eine ständige Dynamik das Gesicht der Stadt verändert.

Der Teufel im Detail


Bis hierhin ist Skylines ein Städtebau wie (fast) jeder andere. Zwar hat man hier deutlich mehr Freiheiten, was die Straßenführung (bis hin zu vielspurigen Einbahnstraßen) oder das unkomplizierte Anlegen der Bebauungszonen (bis hin zu einem Pinsel-Werkzeug) betrifft. Doch erst in der zweiten Ebene werden die Unterscheidungsmerkmale stärker deutlich. Nicht nur, dass man wie üblich die einzelnen Bereiche in der Budgetplanung unterschiedlich besteuern kann. Natürlich kann man auch in der Planung bestimmten zivilen Dienstleistungen ein höheres Budget zuweisen, um so z.B. den einzelnen Polizeistationen mehr Streifenwagen zu ermöglichen. Doch wo andere Städteplaner sich spätestens jetzt zurücklehnen, gibt Skylines weiter Vollgas. Denn zusätzlich stellt Colossal Order ein einfach zu bedienendes Tool zur Verfügung, um Stadtviertel zu
Man kann für jedes manuell angelegte Stadtviertel Verordnungen vorschreiben.
Man kann für jedes manuell angelegte Stadtviertel Verordnungen vorschreiben.
markieren. Das wiederum kann man nutzen, um über Verordnungen weiter Einfluss auf das Stadtbild zu nehmen. So kann man auf Kosten des eigenen Kontos die Bürger animieren, Strom oder Wasser zu sparen, Nichtraucher-Verordnungen zu erlassen und sogar den Schwerverkehr im Viertel  oder den Hochhausbau zu untersagen. Und das alles auf stadtweiter Ebene oder haarklein für jeden definierten Bezirk - klasse! Der Clou liegt hier im vorsichtigen Balancieren zwischen Steigerung des Steuereinkommens und Annehmlichkeiten für die Bürger.

Und die Erfahrung, die das Team mit dem Nahverkehrs-Aufbau Cities in Motion hatte, fließt in Skylines ein, sobald es an das Anlegen von öffentlichen Nahverkehrslinien geht: Sowohl Busse als auch U-Bahn- oder Zuglinien lassen sich komfortabel anlegen und helfen, um den vor allem mit Industriespezialisierungen wie Fokus auf Öl oder Erze aufkommenden Verkehrsknotenpunkten ein Schnippchen zu schlagen. Und wenn alle Stricke reißen sollten, kann man den Straßen mit entsprechendem Spielraum problemlos Upgrades verpassen.  Später kann man auch noch Häfen bauen, um seine Rohstoffe oder Touristen besser transportieren zu können. Wie die Autobahnen führen auch Zuglinien aus der Karte heraus. Allerdings gibt es keinen aktiven Austausch zwischen dem eigenen und fremden Großräumen. Stattdessen werden nur passiv Waren und Touristen transportiert, die sich positiv auf die Einnahmen auswirken.

Es kommt doch auf die Größe an


In der Basisversion kann man seine Stadt auf bis zu 36 km² ausbauen. Mit Modifikation kann man die komplette Karte mit etwa 100 km² nutzen.
In der Basisversion kann man seine Stadt auf bis zu 36 km² ausbauen. Mit Modifikation kann man die komplette Karte mit etwa 100 km² nutzen.
Zuglinien kommt zudem im späteren Spielverlauf als innerstädtisches Verkehrsmittel eine erhöhte Bedeutung zu. Die Stadt besteht in der Anfangsphase zwar nur aus einem zwei mal zwei Quadratkilometer großen Gebiet. Doch werden entsprechende Meilensteine erreicht, kommen bis zu acht weitere Areale hinzu, so dass die Stadt schließlich weit über 30 Quadratkilometer groß ist und Einwohnerzahlen im Millionenbereich beherbergen kann – ohne großartige Performance-Einbußen hinnehmen zu müssen. Und auch hier hat man größtmögliche Freiheit, denn die neun Gebiete kann man aus 25 zur Verfügung stehenden mit insgesamt 100 km² Fläche (per Mod auch als gesamte Baufläche möglich) aussuchen. Dank der einfachen Bedienbarkeit, der ansehnlichen Kulisse, die ihren Reiz nicht nur aus einem mordsmäßigen Zoom, sondern auch einem wunderbar passenden Modellbau-Artdesign zieht, findet man problemlos den Einstieg in den virtuellen Städtebau. Und mit ständigen Belohnungen oder einzigartigen Gebäuden, die man mitunter mit ganz besonderen Meilensteinen freischaltet (das Observatorium z.B. gibt es für 1000 verlassene Gebäude in der Stadt), hat man stets eine Mohrrübe vor der Nase, die einen zum Weiterspielen animiert.


Kommentare

sphinx2k schrieb am
Mein Gott als ob ein Zahlenwert für irgendwas wichtig wäre. Generell hat die ganze Presse da einen an der Klatsche mit diesem Punkte System. Aber offensichtlich wollen viele Menschen eben selbst so etwas komplexes wie ein Spiel auf eine einzige Zahl runter gebrochen sehen.
Frag dich lieber warum stört dich das? Macht dir das Spiel deshalb mehr oder weniger Spaß?
Bist du nur auf der Suche nach Bestätigung, das dein Geschmack richtig ist?
breakdaahncer schrieb am
:lol: Eure Wertungen sind wirklich völlig unklar. Ich meine ok, 83 ist jetzt nicht so schlecht, bedenkt man allerdings, dass Spiele wie KSP (1.0 vanilla?! :lach:) ; Her Story ; Papers Please ; dieses komische Geschichte des Jahres 2015 Spiel dunkler Ozean oder whatever :roll: allesamt mit Platin geadelt wurden aus Gründen die einzig und alleine ihr selbst wissen könnt, Johnny & Jacky wissen es vielleicht auch noch, die waren beim Testen ja wohl sicher dabei.
Daran gemessen, ist selbst für die 1.0er Version die Wertung ein Witz. Testet ihr vielleicht deshalb Skylines nicht, weil ihr dann die Wertung irgendwo bei 125 ansiedeln müsstet? Gehen euch die Zahlen schon aus? Das ist ein Mysterium, wie eure Wertungen zusammen gewürfelt werden, ich stelle es mir so vor:"Och jo Cities hat eigentlich spaß gemacht hmmm machma mal 83. Oh ja KSP das fand ich ganz supidupi das muss ne 90 kriegen, warum? na weil ichs doch so doch so supidupi finde. Hm bei Papers Please war ich zu besoffen um noch irgendwas davon zu wissen aber ich hab viel gelacht glaub ich, machen wir halt auch mal 90.
Zum glück gibt's auch noch seriöse Seiten, wo wirklich Profis die Spiele bewerten, 4Players nehme ich in Zukunft nur noch als Satiremagazin wahr. :Jokerfarbe:
Balmung schrieb am
Ich glaub da solltest du besser an besser geeigneter Stelle nachfragen als im Testbericht zum Spiel auf 4Players, glaub kaum das hier besonders viele Modder rein gucken. ;)
Sir-Pitbull schrieb am
Ich finde es sieht ordentlicher aus, gibt es etwas zu beachten beim selbst kreieren von Parkplätzen? wenn ich zum Beispiel mehrere Reihen bauen will? sodass sich die autos gegenüberstehen?
Pyoro-2 schrieb am
Wenn's näher als zu laufen, ist, ja; die Dinger sind funktional. Die größere Frage ist: braucht man überhaupt Parkplätze? Und da scheiden sich die Geister :ugly:
schrieb am

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