War on Terror - Test, Strategie, PC - 4Players.de

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Ich bin ganz ehrlich: Ich habe die Nase voll vom x-ten Echtzeit-Strategiespiel selber Machart mit pseudorealistischem Hintergrund - egal ob es nun im Zweiten Weltkrieg, in der Moderne oder im Hindukusch spielt. Wenn es euch vielleicht ähnlich ergeht, werft dennoch zusammen mit mir einen Blick auf War on Terror von Digital Reality. Was bietet es, das uns letztlich doch noch hinterm Ofen hervorlocken könnte?

Kriegsgott über...

Die Story liefert einen netten, aber leider wenig einfallsreichen Rahmen für das Spielgeschehen: Im Jahr 2008 tobt nicht nur der Krieg der hochgerüsteten World Forces (WOFOR), die auch gut "US-geführte Koalition" heißen könnte,
Wer kämpft hier gegen wen? Die Terroristen des Ordens verüben Anschläge, aber warum? Ein bisschen mehr Erzähltiefe wäre wünschenswert.  
gegen die postsowjetisch ausgestattete Terrorgruppe "Orden", die mit ihren "Terrorzellen" entfernt an Al-Kaida erinnert. Es droht auch noch gleichzeitig ein Krieg im fernen Osten zwischen China und Erzfeind Nordkorea. Die Terroristen bereiten eine Reihe von Anschlägen rund um den Globus vor, während die Guten im Irak gegen die arabisch angehauchten Guerillakämpfer vorgehen. Die chinesische Volksbefreiungsarmee versucht, die eingesickerten Feindkräfte des kommunistischen Bruders und Nachbarn wieder loszuwerden.

Kritische Untertöne sind leider nur selten zu vernehmen, etwa wenn die World Forces unschuldige Kinder und Frauen bombardieren sollen, wogegen sich sogar Protest bei der virtuellen Armee regt. Dieses Hinterfragen des Krieges wäre ein guter Aufhänger gewesen, den die Macher aber ungenutzt verstreichen lassen - schade. Insgesamt kommt die Story trotz dreier Helden nicht an den viel packenderen Tiberium-Konflikt zwischen NOD und GDI heran, auch weil alles etwas zu oberflächlich abläuft. Trotz Anleihen aus der Realität wie etwa dem Krieg im Irak, bleibt es mir letztlich egal, was abgeht. Die Missionen stehen im Vordergrund und nicht eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren.

Spielumfang

Drei Kampagnen im Irak, Mittelamerika und Ostasien sind spielbar, die insgesamt 23 Missionen umfassen. Diese sind dank verschiedener Ziele, Bonusaufgaben und unerwarteten Ereignissen abwechslungsreich genug, um
Einsatz in der Verbotenen Stadt. Wer hier Feindkontakte vermeidet, der bekommt Bonuspunkte. 
nicht sogleich wieder langweilig zu werden, auch wenn es im Grunde immer wieder ums Abklappern von leuchtenden Punkten auf der Karte geht. Bei den Bonuszielen habt ihr die Wahl: So könnt ihr euch mit den chinesischen Rotgardisten nicht nur normal den Weg freiballern, sondern versuchen, ohne Feindberührung die Wachposten zu umkurven, was Extrapunkte bringt. Der Bau von Basen kommt übrigens nicht vor, da alle Missionen taktischer Natur sind. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade, von denen der mittlere schon recht happig ist.

Da ihr die Möglichkeit habt, nach eigenem Gusto Verstärkung anzufordern, ist die Herausforderung allerdings etwas abgemildert. So wird auch verhindert, dass ihr eine Mission nicht mehr meistern könnt, weil etwa der Mechaniker das Zeitliche gesegnet hat, den ihr für den Sieg braucht: Ihr lasst einfach einen neuen einfliegen. Vor jeder Mission bekommt ihr ein Punktekonto, mit dem ihr Soldaten und Waffen einkaufen könnt. Ihr könnt euch also hier eure ganz spezielle Truppe zusammenstellen. Und wenn euch das zu viel wird, dann nehmt ihr einfach die vorgefertigte Armee, die es auch gibt. Auch während der Missionen kommt öftes Nachschub, was automatisch abläuft, wenn ihr einen Punkt erreich habt.

Modernes Gerät

Die Units sind an echte Militäreinheiten der Jetztzeit angelehnt, wie den Hummer-Jeep, den BTR-70 Schützenpanzer oder den Mi 24 "Hind"-Kampfhubschrauber. Es gibt allerdings auch Weiterentwicklungen und
Das Waffenarsenal ist aktuell bis futuristisch, wobei die Technik nicht aus der Luft gegriffen ist. 
Prototypen wie den superfetten Belagerungspanzer "Red Eagle" HST der Chinesen, die pure Fiktion sind. Das erinnert dann schon eher an die stählernen Ungetüme der Harkonnen aus Dune, als an echte Waffen. Trotzdem existiert insgesamt eine gelungene Mischung aus realem und erfundenem Gerät. Neugierig macht mich auch, dass die Vehikel erst nach und nach in der Kampagne kommen. Jedes Fahrzeug, sogar die normalen Autos auf der Straße, lässt sich wieder mit Mannschaft bestücken, wie ihr es vielleicht noch von Digital Realitys Afrika Korps -Reihe kennt.

Die Bewaffnung der drei Parteien ist recht ausgeglichen, wobei der Schwerpunkt bei den World Forces eher auf ausgefuchster Technik, beim Orden eher auf Wendigkeit und Tarnung und bei den Chinesen auf schwerem Gerät wie Panzern und Kampfhubschraubern liegt. So spielen sie sich weniger unterschiedlich, als die teils exotischen Einheiten zunächst vermuten lassen. Die meist nach Skript agierenden Feinde sind aggressiv und zahlreich genug, um euch in Verlegenheit bringen zu können. Leider feuern eure eigenen Einheiten nur bei manueller Anleitung richtig, dass sie ihr automatisches Feuer nicht konzentrieren. Eine frei agierende KI kommt jedoch nicht vor, da es auch keine freien Spiele gibt.
                      

Kommentare

Lazarus Kane schrieb am
Tjo ich habs auch gekauft.... ich sags ja immer ohrfeigen und geschmäcker sind verschieden. muss da dem fazit von bodo ein wenig recht geben. ist irgendwie wieder ne fette Sahnetorte dem der zucker fehlt. :wink:
arvid [I] schrieb am
So wie der Testberichter von C&C-Klonspielen gelangweilt ist, bin ich gelangweilt von der Aussage von Testberichtern, dass sie gelangweilt sind, nur weil sich bei vielen Spielen das grundlegende Spielsprinzip sehr ähnelt.
Den Testbericht ansich finde ich aber schön geschrieben, insbesondere das nähere Eingehen auf die unterschiedliche Einheitentypen. Erwähnenswert finde ich bei gerade diesem Echtzeitstrategiespiel, dass es eine wirkliche Prachtoptik hat und wegen des Editors, der Einheitenupgrades und der actionintensiven Explosionsschlachten werde ich es mir kaufen. Ich habe ehrlich gesagt länger darauf "gewartet", das wieder ein Echtzeitstrategiespiel heraus kommt, dass dem Spieler nicht durch massig automatisierte Einheitenfunktionen, die Arbeit abnimmt. Vom Balancing finde ich Spiele wie W3, Act of War und C&C zwar anspruchsvoll, aber es ist ein ständig ausgewähltes "Geklicke" auf die Einheitenfunktionen und beim eigentlichen Kampf schießen die Einheiten automatisch auf die nächste. Ich möchte durchaus gern selbst manuell steuern und deswegen bin ich aufgrund der im Testbericht als negativ beschriebenen Spielinhalte (bsp. kein automatisch konzentrisches Feuer) eher erfreut, dass ich hier selbst spielen darf.
Ich finde, dieses Spiel hebt sich von den "epischen" Strategiespielen (Upgrade-Einheiten in nächste Mission importieren, atmosphärische Geschichte) eben dadurch ab, dass es für kurzweilige Lanspiele eine sehr gut gestaltete Optik bietet und dem Spieler nicht soviele künstliche Steuerungshilfen gibt. 8)
schrieb am

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