Crusader Kings 2 - Vorschau - 4Players.de

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Crusader Kings 2 (Strategie) von Paradox Interactive
Crusader Kings 2
Echtzeit-Strategie
Release:
14.02.2012
24.05.2012
14.02.2012
Spielinfo Bilder Videos

Crusader Kings 2 von Paradox Interactive will nicht weniger sein als eine komplette Simulation des europäischen Mittelalters.  Wie zuletzt bei Sengoku wird jeder ein Adelsgeschlecht wählen, das er dann durch die Jahrhunderte führt.  Was bietet das für Februar 2012 angekündigte Echtzeit-Strategiespiel?



Ritterzeit zum Selbermachen

Europa im Hochmittelalter – der Kontinent ist in zahlreiche Fürstentümer zersplittert, einheitliche Länder wie England, Schweden oder Frankreich bilden die Ausnahme. Die wahre Macht liegt in den Händen lokaler Adeliger, die untereinander um Einfluss ringen. Einen solchen wird man bei Crusaders Kings 2 spielen können, um Ruhm und Ehre abzusahnen. Man wird wählen können, ob man lieber einen x-beliebigen europäischen

Die Szenarien ziehen sich von der Eroberung Englands 1066 bis grob 1400.
Die Szenarien ziehen sich von der Eroberung Englands 1066 bis grob 1400.
Grafen, den Herzog von Cornwall oder doch gleich den deutschen Kaiser nimmt. Je nachdem ändern sich die Aufgaben, da ein König anders agiert als seine Vasallen. Und man wird die Geschichte ändern können, indem man etwa den gewählten Herzog entgegen dem historischen Verlauf zum zukünftigen König macht.

 

Beginnen wird das Spiel im Jahr 1066 mit Eroberung Englands durch die Normannen und sich bis ca. 1400 ziehen, als sich das Mittelalter dem Ende hin neigte. König Wilhelms Kampf gegen die angelsächsischen Aufständischen wird man daher ebenso spielen können wie den Dritten Kreuzzug oder den Hundertjährigen Krieg. Diese verstreichenden Jahrhunderte werden sich auch in der Technik niederschlagen, da während einer Partie neue Waffen eingeführt werden. So kann man bessere Rüstungen erfinden, mit dem sich dann die Ritter in den Krieg ziehen lassen. Neben Militärtechnik wird es auch Forschung in den Bereichen Taktik, Bauwesen oder der Gesellschaft  geben. So lässt sich sogar das Feudalwesen langsam reformieren.

Familienmanagement

Dreh- und Angelpunkt des Strategiespiels wird das Management des eigenen Adelshauses sein, der ausgefeilter als bei Sengoku scheint. Hier werden richtungsweisenden Entscheidungen getroffen: Wer  bekommt die Posten, mit wem muss man sich gut stellen und wer heiratet wen? Zu jenen Zeiten wurden Bündnisse meist per Ehe zementiert, was dann einem diplomatischen Akt gleich kam. Nicht nur so kann man sich bei einem Adligen

Man muss nicht nur ein Land verwalten, man muss auch noch die Familie im Zaum halten.
Man muss nicht nur ein Land verwalten, man muss auch noch die Familie im Zaum halten.
einschleimen, denn man kann ihm auch einen Titel verleihen. Zu diesem Zweck lassen sich sogar extra neue Titel kreieren, die aber vom eigenen Land abgezwackt werden. Immerhin bleibt der neue Fürst dann Vasall des Herrschers, dem er zur Treue verpflichtet ist. Verstößt er dagegen, wird er ohnehin zum Vogelfreien.

Freilich kann man auch Personen loswerden, wenn sie einem lästig werden, da sie den eigenen Aufstieg blockieren. Es wird die Möglichkeit geben, Intrigen zu spinnen,  was bis zur Ermordung gehen kann. Selbst für mittelalterliche Verhältnisse ist das allerdings reichlich plump, denn es gibt auch ausgefeilte  Methoden, um jemand loszuwerden. Wie bei Sengoku muss man sich im Menü für eine Verschwörung entscheiden, genug Mitwisser einladen und bekommt dann die Wahrscheinlichkeit angezeigt, dass es gelingt. Natürlich kann das Ganze auch auffliegen, wenn  der feindliche Abwehrdienst nicht schläft. Fürs Ansehen ist das natürlich der Super-GAU.egierung wie früher

Regierung wie früher

Es wird einen Kronrat geben, der mit hoffentlich fähigen Ministern besetzt ist. Diese bringen einem Vorteile, so ist es etwa der Chef der Spionage, der gegnerische Ränkespiele aufdeckt.  Darüber hinaus kann man noch einen Kanzler, Marschall, Hausverwalter, Forschungsminister  und religiösen Führer ernennen, was mehr Berater als in Sengoku
Im Zweifel zählt zwar der Wille des Königs. Ein Mindestmaß an Rechtsstaat gibt's aber doch.
Im Zweifel zählt zwar der Wille des Königs. Ein Mindestmaß an Rechtsstaat gibt's aber doch.
sein werden.  Bei diesen Posten kommt es auch darauf an, dass die Herren was drauf haben, damit sie ihre Vorteile auch entfalten können. So beschleunigt der Verwalter die Bauten, die er übernimmt. Zudem kann man jemand damit belohnen, wenn man ihn zum Berater ernennt, da das eine Ehre ist.

Auch wenn die Könige zu jener Zeit die alleinige Herrschaft über ihr Volk hatten, gibt es doch ein Mindestmaß an Gesetzen. Um völlige Willkür zu verhindern, ist etwa das Erbrecht geregelt, wonach Adelige ihr Ländereien vermachen. Hierbei war im Mittelalter immer strittig, ob neben dem Land auch der Titel auf den Erben übergeht und ob dieser automatisch Vasall wird.  Hier will das Spiel ebenso möglichst authentisch sein  wie in Fragen der Investitur, wo es um hohe Kirchenämter geht. Wer setzt die Bischöfe ein –  Papst oder Kaiser?  In diesen Rechtsfragen kann man ebenfalls neue Wege gehen, um einem Dauerkonflikt mit Rom aus dem Weg zu gehen.

Nimm das Kreuz!

Bei einer Frage muss man den Papst aber eindeutig an die Kandare nehmen, denn er ist es leider, der einen Kreuzzug ausruft. Wer also wie einst Richard Löwenherz auf Eroberungstour durchs Heilige Land gehen will, muss den Papa dazu bringen, den religiösen Waffengang zu befehlen. Hier ist entsprechende Einflussnahme angesagt. Auf jeden Fall sollte man es nicht zu weit treiben, denn sonst wird  man möglicherweise
Findet ein Kreuzzug statt, kann man sich Land, Ruhm und Reichtum sichern.
Findet ein Kreuzzug statt, kann man sich Land, Ruhm und Reichtum sichern.
exkommuniziert. Diesen Kirchenbann kann man übrigens  interessanterweise wieder loswerden, indem man in den Heiligen Krieg zieht. Denn wer daran teilnimmt, dem ist der Erlass seiner Sünden gewiss. Daher kam es auf Kreuzzügen auch regelmäßig zu blutigen Kriegsverbrechen.

Ist der Kreuzzug einmal losgegangen, läuft ein extra Skript ab, das spezielle Möglichkeiten für diese Situation bieten wird. Da wird es dann Mönchsorden geben, die Kreuzritter stellen, mit denen man gegen die Sarazenen kämpft. Die Kämpfe werden automatisch ablaufen, wie man das von Europa Universalis 3 kennt, von dem sich Crusader Kings ableitet. Hat man das Ziel wie Akkon dann erobert, ist der Kreuzzug erfolgreich beendet. Wer das Ganze auch mal gegen menschliche Kontrahenten versuchen möchte, hat die Möglichkeit das Mittelalter mit bis zu 32 Spielern nachzuerleben.

 

 

AUSBLICK



Mit Sengoku haben die Macher bewiesen, dass sie grundsätzlich eine komplexe historische Adels-Simulation umsetzen können. Die Frage ist nun, ob sich das mittelalterliche Strategiespiel ein Stück weit vom japanischen Vorgänger lösen kann, der verbesserungswürdig war. Ob das allein mit Nebenkriegsschauplätzen wie dem Kreuzzug machbar ist, bleibt abzuwarten. Die automatischen Kämpfe bleiben bestehen, was sicher nicht jedermann gefallen dürfte. Auf jeden Fall wird die Religion eine größere Rolle einnehmen - ich bin auf die Störfeuer des Papstes gespannt. Zudem dürfte das europäische Setting deutlich mehr Fans finden, da es einem doch näher ist als das mittelalterliche Japan. Leider macht Crusader Kings 2 derzeit noch einen  höchst unfertigen Eindruck, da alles voller Platzhalter ist. Außerdem stürzt es öfters mal ab, so dass man fast daran zweifeln kann, ob es bis Februar 2012 fertig wird.

Ersteindruck: befriedigend   

Crusader Kings 2
Ab 34.99€
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Kommentare

Phelian schrieb am
Ja das ist mal eine Vorschau...da kräuseln sich ja die, wie auch immer.
Die Frage ist nun, ob sich das mittelalterliche Strategiespiel ein Stück weit vom japanischen Vorgänger lösen kann...
Wäre es denn nicht viel wahrscheinlicher, dass Crusader Kings 2, der Nachfolger des 1. Teils, namentlich, Crusader Kings ist?
Bei Sengoku handelt es sich wohl viel mehr um ein kurzes Preview, zu Paradox neuem Startegieschwergewicht. Denn bereits in CK 1, wird dem Spieler eine weit umfangreichere Welt geboten, als jene die in Sengoku dargestellt wird. Eine wirklich sinnvolle Vorschau hätte daher nicht nur Sengoku und CK2 in seine Prognose einbezogen, sondern auch den richtigen Vorgänger.
Bedauerlicherweise scheint dem Autor allerdings CK1 unbekannt zu sein, anders ist diese einfallslose Vorschau nicht erklärbar und hätte auch nicht zu einem "befriedigend" führen können.
Aber darin liegt auch das Problem, wenn man etwas Abseits vom Total War Einerlei serviert, dann schmeckt das natürlich nicht jedem.
Und schmecken muss es natürlich nicht allen, nur kann man hoffen, dass der Autor des eigentlichen Tests etwas mehr Objektivität an den Tag legt.
Lil Ill schrieb am
LP 90 hat geschrieben:
Lil Ill hat geschrieben:Ich warte erstmal ab, wie sich das Spiel im Test schlägt. Paradox ist ja gewisser maßen dafür berühmt größten Teils verbugte Games auf den Markt zu bringen. Bei Europa Universalis 3 sind beispielsweise trotz neuestem Patch die Beschreibungen der unteren Reihe der Kartenfilter auf französisch, obwohl das Spiel auf deutsch eingestellt ist. Bei Mount & Blade Warband bleiben noch immer Gegenstände wie Pfeile in der Luft stecken obwohl das Spiel nun auch schon etwas älter ist und man eigentlich erwarten könnte dass dieser Fehler bereits behoben sein sollte. Das Motto lautet bei Paradox wohl dass man ein neues verbugtes Spiel rausbringt, bevor man das Alte bugfrei gepatched hat und überlässt den Rest der Community. Dass kann doch aber nicht Sinn und Zweck eines Spielkaufs sein, dass man das Spiel selbst fertig programmieren muss.
und demnoch sind die jungs aus schweden einer der spieleentwickler der immer noch am meisten support bietet. so wird europa universalis 3 jetzt schon seit jahren unterstützt, was auch an der noch immer vorhandennen und sehr harten fangemeinschaft der spiele liegt
außerdem ist daneben die community erstklassig..... das beste forum was man sich wünschen kann und ultacoole mods....
übrigens hat paradox einen kopierschutz der funktioniert: patches gibts nur gegen registration des jeweiligen spiels im forum oder übern launcher direkt im inet
ist zwar auch nicht unbedingt die beste lösung aber immer noch besser als drm, vor allem das der spielspaß der spiele exponentiell zu gespielten version/mod steigt
übrigens die aktuelle version von eu3 ist 5.1..... hat irgendwann mit 1 angefangen^^
Ich finde die Spiele von Paradox ja generall auch nicht schlecht, was mich aber stört ist die eher schlechte Qualitätskontrolle und dass seit Version 1.0 offensichtliche Fehler wie bei Warband in...
reeBdooG schrieb am
Lil Ill hat geschrieben:Ich warte erstmal ab, wie sich das Spiel im Test schlägt. Paradox ist ja gewisser maßen dafür berühmt größten Teils verbugte Games auf den Markt zu bringen. Bei Europa Universalis 3 sind beispielsweise trotz neuestem Patch die Beschreibungen der unteren Reihe der Kartenfilter auf französisch, obwohl das Spiel auf deutsch eingestellt ist. Bei Mount & Blade Warband bleiben noch immer Gegenstände wie Pfeile in der Luft stecken obwohl das Spiel nun auch schon etwas älter ist und man eigentlich erwarten könnte dass dieser Fehler bereits behoben sein sollte. Das Motto lautet bei Paradox wohl dass man ein neues verbugtes Spiel rausbringt, bevor man das Alte bugfrei gepatched hat und überlässt den Rest der Community. Dass kann doch aber nicht Sinn und Zweck eines Spielkaufs sein, dass man das Spiel selbst fertig programmieren muss.
An sich nicht falsch, aber solang Paradox Spiele rausbringt die sich so schön von dem ganzen Einheitsblingbling abheben kann ich darüber bis zu einem gewissen Punkt hinwegsehen.
Und wenn ich schon wieder das Gemoser zu den automatischen Kämpfen lese weis ich dass ich mir den 4p Test sparen kann. Hier wird halt Shogun2 (nicht falsch verstehen, kein schlechtes Spiel) für seine "gut inszenierten" Schlachten gelobt und völlig darüber hinweggesehen dass die Schlachten KI so rotzdämlich ist dass es fast unmöglich ist keine ihrer Schwächen auszunutzen...
LP 90 schrieb am
Lil Ill hat geschrieben:Ich warte erstmal ab, wie sich das Spiel im Test schlägt. Paradox ist ja gewisser maßen dafür berühmt größten Teils verbugte Games auf den Markt zu bringen. Bei Europa Universalis 3 sind beispielsweise trotz neuestem Patch die Beschreibungen der unteren Reihe der Kartenfilter auf französisch, obwohl das Spiel auf deutsch eingestellt ist. Bei Mount & Blade Warband bleiben noch immer Gegenstände wie Pfeile in der Luft stecken obwohl das Spiel nun auch schon etwas älter ist und man eigentlich erwarten könnte dass dieser Fehler bereits behoben sein sollte. Das Motto lautet bei Paradox wohl dass man ein neues verbugtes Spiel rausbringt, bevor man das Alte bugfrei gepatched hat und überlässt den Rest der Community. Dass kann doch aber nicht Sinn und Zweck eines Spielkaufs sein, dass man das Spiel selbst fertig programmieren muss.
und demnoch sind die jungs aus schweden einer der spieleentwickler der immer noch am meisten support bietet. so wird europa universalis 3 jetzt schon seit jahren unterstützt, was auch an der noch immer vorhandennen und sehr harten fangemeinschaft der spiele liegt
außerdem ist daneben die community erstklassig..... das beste forum was man sich wünschen kann und ultacoole mods....
übrigens hat paradox einen kopierschutz der funktioniert: patches gibts nur gegen registration des jeweiligen spiels im forum oder übern launcher direkt im inet
ist zwar auch nicht unbedingt die beste lösung aber immer noch besser als drm, vor allem das der spielspaß der spiele exponentiell zu gespielten version/mod steigt
übrigens die aktuelle version von eu3 ist 5.1..... hat irgendwann mit 1 angefangen^^
Lil Ill schrieb am
Ich warte erstmal ab, wie sich das Spiel im Test schlägt. Paradox ist ja gewisser maßen dafür berühmt größten Teils verbugte Games auf den Markt zu bringen. Bei Europa Universalis 3 sind beispielsweise trotz neuestem Patch die Beschreibungen der unteren Reihe der Kartenfilter auf französisch, obwohl das Spiel auf deutsch eingestellt ist. Bei Mount & Blade Warband bleiben noch immer Gegenstände wie Pfeile in der Luft stecken obwohl das Spiel nun auch schon etwas älter ist und man eigentlich erwarten könnte dass dieser Fehler bereits behoben sein sollte. Das Motto lautet bei Paradox wohl dass man ein neues verbugtes Spiel rausbringt, bevor man das Alte bugfrei gepatched hat und überlässt den Rest der Community. Dass kann doch aber nicht Sinn und Zweck eines Spielkaufs sein, dass man das Spiel selbst fertig programmieren muss.
schrieb am

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