Officers: World War 2 - Vorschau, Strategie, PC - 4Players.de

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Officers war für lange Jahre eine der Hoffnungen im Echtzeit-Strategiegenre. Endlich sollte mal der einzelne Mensch im Vordergrund stehen, der durch findige Offiziere im Krieg geführt wird. Was sich nach einer Werbeschrift der Bundeswehr anhört, soll Ende September 2008 endlich bei Peter Games erscheinen. Was bleibt von der Vorfreude übrig, wenn man die Offizierslaufbahn angespielt hat?

Grüße aus Omaha

Nun stehen meine Jungs am Strandabschnitt Omaha und ich weiß nicht so recht, was ich anfangen soll. Natürlich ist das kein Urlaubstrip, denn meine Einheit ist Teil der alliierten Invasion, die am 6. Juni 1944 in der Normandie startete. Das Tutorial
Ein Offizier und Gentleman? Am Strand von Omaha gilt es wenig graziös, die deutschen Stellungen einzunehmen. Was zählt ist allein der Sieg. 
 hat mir als Fähnrich zwar Grundbegriffe beigebracht, aber nicht wirklich darauf vorbereitet, worauf es hier ankommt. Unvorsichtig schicke ich einen kleinen Infanterietrupp die Klippe rauf und laufe prompt ins deutsche Abwehrfeuer. Gut, dass sofort ein paar neue Rekruten ans Ufer geschippert werden - "Uncle Sam" scheint genug Leute zu haben. Sie bewege ich vorsichtiger an die Front und es gelingt, sie näher an die Deutschen heranzubringen. Ich befehle den Soldaten, in Deckung zu gehen, obwohl sie das unter Beschuss auch von selbst machen. Insbesondere die kleinere Flak macht ihnen zu schaffen, mit der die Feinde auch auf Bodentruppen schießen.

Als die anderen Trupps entdecken, dass dort eine deutsche Stellung aus dem Kriegsnebel auftaucht, eröffnen sie sofort das Feuer. Zudem entdecke ich den Knopf fürs Artilleriefeuer, das in diesem Fall von einem Kreuzer im Ärmelkanal kommt. Ich befehle den Geschützen, die Drahtverhaue zu beschießen. Dann taste ich mich mit meinen Männern weiter - aha, da sind immer noch Deutsche. Ich befehle einen Bombenangriff, der die Landser in eine grelle Feuerwand taucht, die eigentlich keiner überleben kann. Meine Soldaten robben weiter und kommen an den deutschen Graben. Die restlichen "Krauts" sind schnell erledigt und die Männer springen in die Deckung. Geschafft! Mein erster Sieg wurde teuer erkauft, was dazu passt, dass die Amis hier im realen Zweiten Weltkrieg am meisten Männer verloren haben. Beim nächsten Mal muss es reibungsloser gehen, denn hier sind noch viele Bunker. Ich muss auch das Hauptquartier einnehmen, damit mir endlich die Ostküste von Omaha gehört.

Neue Wege

Officers wird zwar ein wachechtes Echtzeit-Taktikspiel im Stil von Sudden Strike, bei dem allerdings einiges nicht nach eingefahrenen Schemata ablaufen wird. So ist die Karte wie bei Cossacks 2: Napoleonic Wars in einzelne Abschnitte
Die ganze Karte der Normandie ist in Zonen eingeteilt, in denen es Haupt- und Nebenziele gibt. Das Erobern macht mehr Spaß als sonst. 
eingeteilt, die ihr alle einnehmen müsst. Die einzelnen Gebiete sind beachtlich groß, so dass es eine Weile dauert, bis Frankreich befreit ist. Der Strand ist nur einer davon, da ihr ja auch ins Landesinnere vorstoßt, wo deutsche Panzer auf eure GIs lauern. Doch ihr werdet nicht allein sein, da neben euch die verbündete KI gelandet ist. Ebenso könnt ihr den Briten Schützenhilfe geben, wenn die Deutschen einen Panzervorstoß bis zum Meeresrand wagen, was vorkommt. Ihr müsst die einmal besetzten Ziele also auch sichern. Immer wieder kommt es mit den Engländern zu einer Art Wettlauf um die besten Ziele, da ihr Nachschub und Punkte erhaltet.

Zum Glück könnt ihr im weiteren Spielverlauf immer wieder Nachschub bestellen, wozu neben verschiedener Infanterie auch Panzer, Spähfahrzeuge, Kanonen und Flugabwehr gehören. Obwohl es bei den Alliierten reichlich davon gibt, ist er nicht unendlich, so dass es schon mal sein kann, dass die Soldaten knapp werden. Ihr solltet euch nicht verzetteln, indem ihr zu viele Männer für die Einnahme von Nebenzielen abkommandiert. Falls Fahrzeuge fehlen, könnt ihr welche vom Gegner requirieren, da ihr diese erobern könnt. So lässt sich als US-Soldat ausprobieren wie ein Krad knattert, ein Nebelwerfer heult und eine schwere Pak bellt. Sanitäter heilen Verletzte und Pioniere reparieren Fahrzeuge. Einziger Wertmutstropfen ist, dass ihr nicht auch Deutsche und Sowjets in der Kampagne spielen dürft.

Mittendrin im Schlamassel

Die historischen Kämpfe versprechen einiges an Spannung, auch wenn ihr als Oberbefehlshaber leider nicht wie bei Total War direkt auf dem 3D-Schlachtfeld seid. Immer wieder ergeben sich einzelne Episoden auf der Karte wie die Eroberung
Nehmt ihr Ziele ein, bekommt ihr dafür Nachschub in Form von Mann und Maschine. Nachschub erhaltet ihr in ein Zielgebiet eurer Wahl geliefert.
einer kleinen Stadt, eines Flugplatzes der Luftwaffe oder einer wichtigen Geschützstellung. Oder ihr setzt Fallschirmspringer ab, um eine Siegzone einzunehmen. Dann müsst ihr aber aufpassen, dass die nicht bei zu starken Feindkräften landen, damit sie nicht wie bei Arnheim rasch ausgeschaltet werden. Die Deutschen schlafen nie und attackiert clever. Am besten unternehmt ihr zur Entlastung noch einen Panzervorstoß mit den Sherman-Tanks, freilich nicht ohne vorher die Straße mit Jeeps ausgekundschaftet zu haben.

Trotz des übertriebenen Intros spielt sich das Ganze wesentlich realistischer als noch bei Codename: Panzers. Ihr müsst immer verschiedene Einheiten kombinieren, damit ihr zum Sieg kommt. Der Einsatz von Panzern, Infanterie, Bomber oder Artillerie alleine bringt also gar nichts, außer noch mehr Verluste. Wer seine Tanks ohne Grenadiere in eine Stadt schickt, wird schnell der Panzerabwehr zum Opfer fallen. Nur die Infanterie kann schwer eingegrabene Ziehe ausschalten, für die ein Panzer alleine ewig braucht. Jeder Soldat kann mit einer einzigen Panzerfaust einen schweren Panzer knacken, so dass ständig Obacht angesagt ist. Der Aufklärung aus der Luft kommt daher eine wichtige Rolle zu, denn nur so wisst ihr, wo Gefahren lauern.

Alte Liebe rostet nicht

Der Zweite Weltkrieg hat schon lange keinen solchen Spaß mehr gemacht. Obgleich schon die erste Karte fast zu groß ist, gibt es überall Belohnungen für Teilziele, die motivieren. Wenn ihr in der ersten Mission vom Strand weg seid, beginnt quasi
Bei Nacht sehen die Explosionen noch einmal so schön aus und die Leuchtspurgeschosse ziehen ihre Bahn.
eine ganz neue Phase, bei der es neben Landkampf auch auf Überblick, Versorgung und Organisation ankommt. Ihr könnt entscheiden, welche Taktik ihr fahrt: Lieber langsam alles absichern, um viele Punkte und Nachschub abzusahnen, oder schnell vorstoßen, um rasch die großen Ziele einzunehmen, bevor die Deutschen überhaupt richtig ins Rollen kommen. Ohne die Einnahme von Nebenzielen wie Raketensilos ist das kaum zu machen. Nach jeder Mission werdet ihr befördert und erhaltet einen Orden.

Dass die 3D-Grafik nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist, fällt hingegen kaum auf. Ihr seid schnell vom interessanten Spielgeschehen gefangen, so dass auch die geringe Zerstörbarkeit der realistischen Umgebung keine entscheidende Rolle mehr spielt. Es gab Weltkriegsspiele, die besser aussahen, aber auch langweiliger waren. Die feindlichen Leuchtgeschosse blitzen genug und die Panzer hinterlassen Kettenspuren, so dass schon Schlachtfeldatmosphäre aufkommt. Dafür sorgen auch die Stimmen der Untergebenen, die die Befehle natürlich auf Amerikanisch quittieren. Es gibt eine nützliche Anzeige, die euch stets verrät, wie weit eine Einheit sieht und wie weit sie feuern kann. Werden eure Einheiten angegriffen, bekommt ihr aber auch eine Meldung.
                    
 

AUSBLICK



Officers könnte der Geheimtipp sein, auf den wir so sehnlich gewartet haben. Der einzelne Soldat spielt zwar auch dieses Mal keine große Rolle, aber schon lange hat sich der Zweite Weltkrieg nicht mehr so frisch gespielt. Zunächst erschlagen einen die riesigen 3D-Schlachtfelder fast, bis man merkt, dass alles in Episoden eingeteilt ist. Am Anfang landet ihr bei Omaha, dann erobert ihr die normannische Küste, um schließlich ins Hinterland vorzustoßen. Es gibt jede Menge Haupt- und Nebenziele, die euch Ehre, Ruhm und Nachschub bringen. Trotzdem könnt ihr eure Taktik frei festlegen, ob ihr nun mit einer Feuerwalze ganz in Ruhe vorrückt, mehr Luftlandungen macht oder schnelle Panzervorstöße riskieren wollt. Oder lieber eine gesunde Mischung aus allem? Zudem werdet ihr nicht allein ins Feld ziehen, da die KI gleich neben dran kämpft, mit der ihr quasi um die Wette erobert. Frankreich ist groß, da bleiben eine Menge Siege für die Alliierten übrig. Die Deutschen sind hier nicht nur Kanonenfutter, sondern ein harter Gegner. Bisweilen dringen sie sogar bis zum eigentlich längst befreiten Strand vor, um euch in Verlegenheit zu bringen. Leider gibt es bislang nur eine US-Kampagne, die sich aber interessant anlässt. Wir freuen uns jedenfalls auf das Echtzeit-Strategiespiel, das trotz bekanntem Prinzip einiges anders machen wird.
Ersteindruck: gut


Vergleichbare Spiele

Kommentare

Ares101 schrieb am
Gibts eigendlich irgendnen Forum zu dem Game? Ich finds ja ganz nice, aber man kann sich halt null informieren.
rezman schrieb am
Wie wäre es mal mit einer Deutschen Campanie, aber 2 Weltkreig kotzt mich eh langsam an... DoW2 oder SC2 der rest ist doch nur fade..
Thalionus schrieb am
also ich habe die demo gespielt und muß sagen: es hat richtig spaß gemacht...gut die gra ist nicht super gut aber dafür hat man ne riesige karte und der immer weiter verlaufende frontabschnitt ist super... meiner meinung nach brauch sich officers nicht vor großen titel wie sudden strike usw. zu verstecken. im gegenteil alles was mir dort gefehlt hat gibt es jetzt in officers (so hoffe ich zumindest:-) ich fande die demo super ...und das obwohl sie schon so alt war/ist.
:idea:
helpmeiamnew schrieb am
Officers schon wieder verschoben?
Sah heute auf der Webseite Quartal 4 letzte Woche war es noch Quartal 3
http://petergames.de/Officers.51.0.html.
gibt auch bessere Screenshots!
Angeblich mit Multiplayer und Mapeditor.
Im Mehrspielermodus kannst du auch russische oder deutsche Einheiten kommandieren.
vertigo_in_the_SkY schrieb am
Also ich bin ja eigentlich nicht so grafikgeil, aber ich muss sagen die Screenshots sehen echt einfach nur scheiße aus
schrieb am

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