Windchaser - Vorschau, Strategie, PC - 4Players.de

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Strategie
Entwickler: Chimera Entertainment
Publisher: dtp/Anaconda
Release:
09.05.2008
Spielinfo Bilder Videos
Windchaser vom deutschen Entwickler Chimera Entertainment gehört zu den Spielen, die man nicht klar in eine Genreschublade stecken kann. Es wird nicht nur Echtzeit-Taktik mit einer gehörigen Portion Rollenspiel vermischt, sondern Fantasy mit Sci-Fi und religiöse Themen mit Magie. Wir konnten die ungewöhnliche Mischung anspielen und waren angenehm überrascht...

Hurra, Geschichte!

Anstatt auf eine grafische Protzkulisse und Bombast-Effekte am laufenden Band zu setzen, will Windchaser mit einer packenden Geschichte punkten, in deren Mittelpunkt Held Ioan steht. Er stammt aus den Randgebieten der Fantasywelt Ensai und weil er dem Leben als Farmer nicht allzu viel abgewinnen kann, zieht er wie viele andere junge Männer aus, um als Novize sein Glück in der Stadt zu suchen. Auf dem Weg dahin trifft er Caine und Shara, die gerade einigen Bauern bei einem Wolfsproblem helfen wollen. Prompt schließt sich der Jüngling dem Duo an, die bei den folgenden Kämpfen auf die in Ioan schlummernden Mächte

Helden, die im Kampf besiegt wurden, ziehen sich nach verlorener Schlacht zur Windchaser zurück und regenerieren dort die Lebensenergie.
aufmerksam werden. Kurz darauf erfährt er, dass Caine ein eigenes fliegendes Gildenschiff besitzt - die Windchaser - und schließt sich der Mannschaft an.

Dies alles und noch ein bisschen mehr geschieht in der ersten Mission, die als Tutorial fungiert und die wachsenden Streitigkeiten zwischen den Orthodoxen und den Reformisten werden ebenfalls kurz angeschnitten. Bis zum zweiten Szenario vergeht ein Jahr und inzwischen ist ein Krieg zwischen den beiden Parteien ausgebrochen, die seltsamerweise den gleichen Gott anbeten ("Twofold" - "Zweifaltigkeit"), aber verschiedene Standpunkte vertreten. Als dann ein scheinbar wertvolles Artefakt gefunden wird, ein heiliger Schrein beschützt werden soll und ein brandschatzender Bösewicht auftaucht, spitzt sich die Lage zu und einige Zeit später bekommt Ioan seltsame Visionen... Solltet ihr euch jetzt wundern: "Boa, was spoilert der Autor hier wieder rum?!", nein, die ereits verratene Geschichte wird in den ersten zwei Missionen erzählt und somit geht es in der fünfzehn Missionen langen Kampagne nicht nur um tumbe Schlachten, sondern im Mittelpunkt stehen die Charaktere sowie ihre Geschichte&

Auf ins Abenteuer!

Jede der 15 weitläufigen Szenariokarten ist in mehrere Abschnitte unterteilt und nur wenn ihr einen Bereich der Karte gesichert habt (z.B. durch die Eroberung eines Scout-Turms mit den Helden), kann sich die Windchaser dorthin bewegen. Das Luftschiff ist zu wertvoll, um an vorderster Front eingesetzt zu werden und kann deswegen erst nachgeholt werden, wenn ihr den Bereich gesichert habt, was durch eine blaue Grenzlinie verdeutlicht wird. Für die Sicherung des Bodens und die Erfüllung der Questaufgaben zeichnen sich in erster Linie die Helden verantwortlich, die man in maximal fünf Partys mit je fünf Personen aufteilen kann.

Meist ist es sinnvoll einen Helden als Anführer zu wählen und die anderen Plätze mit weiteren auf der Windchaser angeheuerten bzw. gebauten Einheiten aufzufüllen, denn die Helden verfügen über individuelle Spezialangriffe (z.B. kurze Unverwundbarkeit) und Möglichkeiten die Mitstreiter zu 
Die Konzentration von Ioan ist maximal aufgeladen (siehe blaue Kugel) und ermöglicht daher den Einsatz von Spezialfähigkeiten.
verstärken (z.B. Schadenserhöhung). Außerdem hat jede Einheit einen von drei verschiedenen Kampfstilen: Konzentration (blau), Chaos (rot) oder Disziplin (grün). Jeder Stil ist einem anderen überlegen und einem dritten unterlegen: Chaos schlägt beispielsweise Konzentration, während Disziplin stärkere Vorteile gegen das Chaos hat. Daher macht es Sinn, Gruppen zu formieren, die farblich und somit von der Stil-Ausrichtung aufeinander passen und wenn ihr auf Feinde trefft, müsst ihr anhand des Farbsystems erkennen, welchen Kampfstil sie einsetzen und wie man sie effektiv besiegen kann.

Im Kampf lädt sich übrigens der aktive Stil auf und ab 70% dürft ihr die kraftvollen Talente einsetzen. Was sich jetzt nach einem ziemlich ungewöhnlichen System anhört, ist im Prinzip eine geschickt verpackte "Schere-Stein-Papier"-Variante, die ihren Reiz daraus zieht, die Gruppen mit den Helden clever zu kombinieren und überlegt anzugreifen. Anstatt auf Massenschlachten zu setzen, werdet ihr also mit einer sehr überschaubaren Zahl losziehen. In den Kämpfen gewinnen eure Mitstreiter übrigens an Erfahrung und können ab Stufe 5 in eine von drei Basisklassen (Soldier, Scoundrel, Arcanist) ausgebildet werden.

Ausbau des Schiffes

Während eure Soldaten im Kampf an Erfahrung gewinnen und sich dadurch verbessern, lässt sich die Windchaser mit erlangtem Ruhm ausbauen, den ihr für das Erfüllen von Quests bekommt - gleichermaßen wird mit der erreichten Stufe des Schiffes (maximal fünf) auch jeweils ein Party-Slot freigeschaltet. Jedes "Level-Up" des Luftschiffes lässt euch dann bestimmte Upgrades bzw. Talente erforschen wie "verbesserte Heilung im Windchaser-Quartier", "größere Schatzkammer", "erhöhte Bewegungsgeschwindigkeit" oder gar "eine Bibliothek an Monstern".

   
 

AUSBLICK



Beim ersten Blick auf Windchaser wusste ich nicht, was ich davon halten sollte. Warum liest eine verzerrte Stimme die Texte vor der Mission vor? Was hat es mit den Stil-Farben auf sich und warum bzw. wie kann ich sie wechseln? Allmählich gewöhnt man sich aber an das ungewöhnliche Konzept und das ist hauptsächlich der interessanten Geschichte zu verdanken. Auch das ausbaubare Luftschiff sowie die Helden mit ihren Spezialfertigkeiten versprühen einen nicht zu leugnenden Reiz. Während die Geschichte eine der Stärken von Windchaser ist, hapert es in der uns vorliegenden Beta-Fassung noch an technischer Finesse. Okay, die Kulisse ist ganz ansehnlich, aber die Animationen der Protagonisten – vor allem in den Cutscenes – sollten überarbeitet werden, schließlich sollte die Story möglichst gut präsentiert werden und so manch ein Trigger in den Missionen funktioniert noch nicht einwandfrei. Diese und weitere Feinheiten sollten die Entwickler bis zum angepeilten Release im Mai aus der Welt schaffen. Echtzeit-Taktiker mit einem Faible für Story und kreative Konzepte abseits des Mainstreams sollten Windchaser im Auge behalten.

Ersteindruck: gut

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Kommentare

insaneRyu schrieb am
jedes Preview, das ich von dem Spiel lese ist positiver wie das vorige.
passend zum designfortschritt.
ich hoffe das Spiel wird am ende nicht von vielen kleinen Bugs und/oder kleinen nervigen Design/Bedienungsmängeln gestört.
schrieb am

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