Verkehrte Welt
In einer Welt, in der Menschen gnadenlos Goblins abschlachten und Orks versklaven schlüpft man in die Rolle eines ork'schen Elitesoldaten, der ausgeschickt wurde, den Kaiser des Menschenreichs zu ermorden, um seinem skrupellosem Treiben endlich ein Ende zu setzen. Auf seiner Mission bekommt der grünhäutige Hüne schon bald Unterstützung von einem kleinen Goblin, der ihm mit List und Tücke zur Seite steht.
Während der Ork keine Auseinandersetzung scheut und genau so gut einstecken wie austeilen kann, setzt der schwächliche Goblin eher auf Tarnung und attackiert seine Gegner überraschend aus dem Hinterhalt. Ein Wechsel zwischen den beiden Protagonisten ist fast jederzeit auf Knopfdruck möglich, was sich nicht nur auf den Kampfverlauf, sondern auch auf das Führen von Gesprächen auswirken soll.
Ungleiches Heldenduo
Kommt es zum offenen Schlagabtausch, kann man das Geschehen einfrieren und seinem Heldenduo bis zu fünf Anweisungen erteilen, die sie nacheinander ausführen; tut man dies nicht, kämpfen die beiden automatisch. Beide Charaktere verfügen über ein individuelles Repertoire an Fertigkeiten, das sich mit der Zeit verstärken und erweitern lässt.
Zu Beginn kann sich der Goblin z. B. vorübergehend unsichtbar machen, um sich von hinten an Gegner heranzuschleichen, während der Ork zeitweise in Rage verfällt, um immensen Schaden anzurichten, der, wenn man nicht aufpasst, sogar seinen Gefährten verletzen kann.
Neben kaiserlichen Soldaten, treffen die beiden auch auf Zauberer, Assassinen und Mitglieder eines mysteriösen Ordens. Aufgesetzte Nebenaufgaben wie Such- und Bringdienste will man vermeiden, alle Quests sollen direkt mit der Hauptgeschichte in Verbindung stehen.
Ausblick
Die Idee, den Spieler nicht als Mensch, sondern als Ork bzw. Goblin in die Schlacht ziehen zu lassen, sorgt trotz vertrauter Gesichter und Kulissen für frischen Fantasywind. Auch das ungleiche Heldenpaar, dessen Anführerwahl sich nicht nur auf Kampf-, sondern auch auf Gesprächsverläufe auswirken soll, birgt Potential. Wie facettenreich das Ganze in der Praxis aussieht, muss sich natürlich erst noch zeigen und auch in punkto Story- und Charakterentwicklung sind noch viele Fragen offen. Trotzdem bin ich schon jetzt gespannt, wie sich die ungewöhnliche Schicksalsgemeinschaft entfaltet und welche Überraschungen die beiden angehenden Kaisermörder auf ihrer Mission erwarten.Einschätzung: gut

Infos
- verdrehte Fronten
- gegensätzliches Heldenduo
- jederzeit wechselbare Figuren
- keine irrelevanten Nebenquests
- pausierbare, menügestützte Kämpfe
- charakterabhängige Dialoge & Fertigkeiten
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| Der Ork setzt auf Stärke, der Goblin auf List und Tücke. |
