Journey
Action (Action-Adventure)

Test: Journey

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  Fazit 

Autor:
Jörg Luibl

Wüste, soweit das Auge reicht. Kilometerweit nur gleißender Sand. Irgendwo in der Ferne thront ein Berg. Die kleine Gestalt in roter Robe wandert weiter. Sie hinterlässt mit jedem Schritt einsame Spuren, die sich wie Schlangen hinter ihr winden. War da oben was? Langsam kämpft sie sich eine Düne hoch. Irgendetwas muss es doch zu entdecken geben! Wo ist das Leben? Sie blickt auf ein schattiges Tal und surft neugierig den Ruinen entgegen.
Auf der Suche nach Leben

Video: Die Spielszenen zeigen eine rätselhafte Welt, die auf Entdecker wartet. Man kann sich mit dem Analogstick oder über Sixaxis umschauen.
Verweht, zerbrochen, vermutlich uralt - die steinernen Überreste einer Zivilisation ragen aus dem Sand. Es könnte eine Stadt oder eine Tempelanlage gewesen sein. Man erkennt orientalisch anmutende Ornamente, aber kann sich keinen Reim darauf machen. Man sieht weder Pflanzen noch Tiere. Aber was ist das? Da hinten flattern Vögel, nein: Stoffe im Wind! Die kleine Gestalt nähert sich, plötzlich glimmen die roten Flicken silbrig, jagen auf ihren Schal zu - dort verschmelzen sie wie Runen oder Hieroglyphen. Aber was haben sie zu bedeuten? Aha: Ab sofort kann sie auf Knopfdruck fliegen.

Allerdings nur für kurze Zeit, denn mit jedem Meter in der Luft verglühen die Symbole auf dem Schal. Man speichert nichts, man steigt nicht auf, man lässt sich quasi kurzfristig
Künstlerische Inspiration aus Italien:

Nicht nur ICO, auch Journey wurde grafisch von den Werken des "metaphysischen" Malers Giorgio de Chirico (1888 - 1979) inspiriert.
helfen. Könnte man damit nicht diese Plattform dort oben erreichen? Ja, und wenn man den Abstand zu den nächsten Stoffen richtig einschätzt, kann man ihn direkt zum Weiterfliegen nutzen. Falls nicht, versucht man es nochmal oder läuft einfach weiter. Man kann nicht springen, aber man darf auf den wabernden Bodenwellen im Sand surfen. Hey, der Schal wächst sogar mit der Zeit, das macht mich etwas schneller! Das Fliegen öffnet allerdings nicht nur ganz neue Wege in der Vertikalen, wenn man enorme Höhen in monumentalen Anlagen oder zerklüfteten Gebirgen erreicht, es sorgt auch für Begegnungen der genähten Art: Es gibt Lebewesen aus Stoff!

Der majestätische Drachenteppich

Man kann sich auch zu zweit auf den Weg zum Berg machen: Wer online spielt, trifft auch Weggefährten - aber das ist kein Muss.
Man kann sich auch mit anderen Spielern auf den Weg zum Berg machen. Es gibt allerdings keine Lobby:  Wer online reist, begegnet plötzlich anderen Spielern - mit ihnen bewegt man sich schneller und kann manche exklusive Rätsel lösen.
Da wären zunächst die quallenartigen Wesen, die in der Luft schweben und die man als Plattform zum Aufladen seines Schals nutzen kann. Und manchmal fühlt man sich tatsächlich wie unter Wasser, wenn Stoffbahnen wie Algen nach oben schlängeln, bei jeder Berührung zucken und glitzern. Irgendwann lernt man zusätzlich zum Fliegen noch das Rufen: So kann man auf Knopfdruck viele Runen auf einmal einsammeln und sich in die Höhe katapultieren - je länger der Schal, desto größer der Radius. Noch interessanter sind die fliegenden Teppiche, die wie Mantas heran rauschen und in hohen Tönen wie Delphine kommunizieren. Sie scheinen die kleine Gestalt freundlich zu locken und zu leiten. Man kann mit ihnen fliegen, sich in der Luft aufladen und so noch länger Teil ihres Schwarms sein – ein tolles Gefühl.

Aber nicht so erhaben wie der Flug auf einem riesigen Wesen aus Stoff, der mit der kleinen Gestalt auf dem Rücken wie ein Drache durch die Luft gleitet. Es macht unheimlich Spaß, einfach mit ihm über die weiten Landschaften zu segeln, Ausschau nach interessanten Orten zu halten. Man hat keinerlei Missionsziel, doch es gibt immer wieder natürliche Fixpunkte, die einen magisch anziehen und kleine Aufgaben: Mal muss man lediglich eine Route finden, Stoffe durch Berührung aktivieren, eine mehrteilige Brücke aus Teppichen bilden oder einen gigantischen Turm in die Höhe bringen. Man kann auch Slalom durch einen Hindernisparcours fahren und immer wieder über diesen Sand staunen, der noch nie so feinkörnig, so zauberhaft in einem Videospiel aussah.

Kommentare

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  • ich hatte das teil seit fast einem jahr auf der platte, und warum auch immer, ich habs ned 1 minute gespielt ! wollte es gestern mal kurz antesten und naja.... man läuft halt hier und dort durch die gegend und so.... langweilig irgendswie hab ich gedacht  [...] ich hatte das teil seit fast einem jahr auf der platte, und warum auch immer, ich habs ned 1 minute gespielt ! wollte es gestern mal kurz antesten und naja.... man läuft halt hier und dort durch die gegend und so.... langweilig irgendswie hab ich gedacht ich kanns mir nicht erklären aber irgendswann ist ein funke übergesprungen und wie soll ich sagen???? sowas unglaublich hab ich schon lange ned mehr erleben dürfen !!! das spiel hat mich derart beindruckt ich habs an einem stück durchgespielt und saß dann noch minutenlang grübelnd an start screen und hab löcher in die luft geschaut. sobald die welt mit dem genialen soundtrack einen einfängt gibts kein zurück mehr. die atmo dieses spieles ist unglaublich, wenn man sich drauf einlässt. grafisch hats mich auch übelst geflasht, obwohls nüchtern betrachtet nix besonderes ist, beeindruckt die kulisse mit seinem style einfach. ist auch nicht die ganze zeit nur wüste mit sand, sondern auch andere gebiete, ist also auch abwechslungsreich! will jetzt hier nix groß spoilern ! [spoiler]hab mich richtig erschrocken, als in den katakomben eines dieser wurmdinger lebendig wurde, anhand der "wandmalereien" scheinen dies außerirdische invasoren zu sein, die diese welt fast zerstört hätten. hab das jetzt mal so interpretiert .der flug am schluss war auch unglaublich irgenswie!!! *hach*[/spoiler] einzigstes manko ist echt das es so kurz ist, hätte da noch stundenlang weiterspielen können.
  • Die "Games" von dieser Spieleschmiede sind und waren schon immer sehr exotisch. Entweder liebt man Sie oder man hasst Sie, dazwischen gibt es nicht. Ich liebe Sie
  • RichyB schrieb:
    Was soll das so toll sein das is der ödeste Rotz den ich je gesehen habe, sowas von langweilig, da ist die Demo schon zu lang. Wenn man das toll findet muss man schon ein paar an der Waffel haben....
     [...]
    RichyB schrieb:
    Was soll das so toll sein das is der ödeste Rotz den ich je gesehen habe, sowas von langweilig, da ist die Demo schon zu lang. Wenn man das toll findet muss man schon ein paar an der Waffel haben....