Days Gone - E3-Vorschau, Action, PlayStation 4 - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Days Gone (Action) von Sony
Sons of Zombieland
Action-Adventure
Entwickler: Bend Studio
Publisher: Sony
Release:
22.02.2019
22.02.2019
Spielinfo Bilder Videos
Auf der E3 hatten wir zum ersten Mal die Möglichkeit, selbst Hand an das Survival-Abenteuer Days Gone anzulegen, das bereits vor zwei Jahren auf der Messe in Los Angeles angekündigt wurde und im nächsten Jahr erscheinen soll. Wir sind mit dem Biker Deacon St. John losgezogen, um herauszufinden, ob und inwiefern sich  diese Zombie-Apokalypse von anderen Titeln wie Last of Us, Dying Light oder Dead Rising unterscheidet...

Zu viel des Guten?

Zombies, Freakers, Walker, Infizierte. Egal, wie man sie nennt: Die untote Meute ist einfach nicht tot zu kriegen! The Walking Dead läuft immer noch im TV, auf der großen Leinwand sind die faulenden Körper mit Filmen wie World War Z & Co ebenfalls präsent und gefühlt sprießen auch an den Konsolen oder am PC die Zombie-Survival-Abenteuer wie Pilze aus dem Boden. Noch bevor man sich mit Ellie im zweiten Kapitel von The Last of Us erneut mit den von einem Pilz infizierten Kreaturen anlegt, schickt Sony den Spieler bei Days Gone in eine ähnlich apokalyptische Welt, in der nur der Kampf ums Überleben zählt.

Hat man eine Horde aufgeschreckt, hilft meist nur eines: Laufen!
Hat man eine Horde aufgeschreckt, hilft meist nur eines: laufen!
Das Spiel der Bend Studios (Uncharted: Golden Abyss) mag zwar nicht die technische Brillanz von Naughty Dog bieten, weist abseits des ähnlichen Szenarios sowie der ansehnlichen Darstellung der trostlosen Schauplätze mit ihren zahlreichen Autowracks, zerbrochenen Fensterscheiben und heruntergekommenen Häusern aber sogar spielerisch einige Parallelen auf. So empfiehlt es sich auch hier, bei der Suche nach einem wichtigen Ersatzteil den Freaks besser aus dem Weg zu gehen, die ziellos durch die Straßen irren oder regungslos an einer Stelle verharren. Denn erregt man Aufmerksamkeit, hat man im schlimmsten Fall gleich eine ganze Meute der hungrigen Nervensäcke an der Hacke. Zwar kann man sich neben Nahkampfwaffen wie Baseballschläger, Nagelbrettern oder Messern auf kurze Distanz gut zur Wehr setzen oder greift zur Not auch zur Shotgun oder Sturmgewehr, doch zum einen nutzen sich die Utensilien recht schnell ab und zum anderen sind auch Ressourcen wie Munition oder Heilpakete rar. Nein, die unauffällige Variante ist hier sicher die bessere Wahl! Auch wenn mächtige Gadgets wie Sprengfallen, Molotow-Cocktails oder Splittergranaten zur Anwendung verführen, sollte man lieber darauf abzielen, die Umgebung und Gebäude ohne Feindkontakt zu durchsuchen. Da auch diese Zombie-Variante empfindlich auf Geräusche reagiert, kann man diesen Umstand erneut prima ausnutzen und sie mit Wurfgegenständen gezielt weglocken.

Noch mehr Freaks

Nach Möglichkeit sollte man sich eher leise verhalten und den infizierten Freakers aus dem Weg gehen.
Nach Möglichkeit sollte man sich eher leise verhalten und den infizierten Freakers aus dem Weg gehen.
Hat man das begehrte Ersatzteil endlich geborgen, dessen Position übrigens grob auf der Minikarte angezeigt wird, macht man Bekanntschaft mit einem weiteren Gegnertyp, der mindestens so gefährlich ist wie die schlurfenden Allesfresser: anderen Überlebenden der Epidemie, die nach ersten Eindrücken dem Wahnsinn verfallen sind und ihre Gesichter und Körper mit Schnitten sowie eingeritzten Wörtern übersäht haben. Zumindest trifft man auf zwei dieser völlig durchgeknallten Freaks, als sie gerade unseren Biker-Kumpel mit einem Gasbrenner bearbeiten und sich erst nach einer Schrotkur endgültig wieder beruhigen. Etwas billig wirken die Rätseleinlagen: Um z.B. die Kombination eines Safes zu knacken, reichte es einfach aus, in einem der nächsten Räume einen nicht sonderlich gut versteckten Zettel mit dem richtigen Code zu finden. Da muss noch mehr kommen...

Vorbereitung ist alles

Das zweite Kapitel der E3-Demo zeigte eine andere Facette des Spielablaufs. Ziel in dem Abschnitt war es, eine große und erschreckend agile Zombie-Meute komplett zu dezimieren. Mein erster Plan, mich einfach auf dem Sattel eines Motorrads in
ads
Natürlich ist man auch mit seinem Bike unterwegs.
die Menge zu stürzen und sie alle über den Haufen zu fahren, scheiterte binnen weniger Sekunden. Auch mein zweiter Versuch, ihnen erst eine Handgranate zur Begrüßung zu schicken und die heranstürmenden Gegner anschließend mit dem Sturmgewehr zu durchsieben, war nicht von Erfolg gekrönt und ich endete angesichts der schieren Übermacht der Untoten als leckerer Snack. Wie zum Teufel soll man das schaffen? Ein Blick ins Inventar gab mir den ersten Hinweis: Aha, da sind ja selbstauslösende Sprengsätze, die frei in der Umgebung platziert werden können. Aber wo? Beim genauen Hinsehen wurde es angesichts der zahlreichen roten Fässer, Dynamitkisten, gestaptelten Baumstämmen und sogar Tanklastern völlig klar: Vorbereitung ist alles! Und dazu noch ein guter Plan, wie man die Meute regelrecht lotst, um mit wuchtigen und effektiven Explosionen möglichst viel Kollateralschäden anzurichten und die Chancen zu nutzen, die sich mitunter regelrecht aufdrängen und dabei fast schon etwas zu künstlich wirken. Geschafft habe ich es trotzdem nicht, denn die schiere Masse an Untoten ist schlichtweg überwältigend – im wahrsten Sinne des Wortes.
 

AUSBLICK



Days Gone fühlt sich gerade bei der unauffälligen Erkundung recht ähnlich an wie The Last of Us, wenn man den Freakers möglichst aus dem Weg geht, mit ähnlich simplen Mechaniken nützliche Gegenstände herstellt oder im Notfall zur Waffe greift. Im folgenden Abschnitt zeigte das Spiel allerdings sein zweites Gesicht und erinnerte bei der Konfrontation mit der massiven Zombie-Meute eher an Metzelorgien eines Dead Rising. Hier könnte allerdings die Gefahr bestehen, dass die vorgeschriebene Dezimierung der Horden in ein frustrierendes Trial & Error ausartet. Beim Anspielen hat die panische Hetzjagd jedenfalls schon einige Nerven gekostet. Umgekehrt wird man bei den simpel gestrickten Umgebungsrätseln wohl eher unterfordert. Und obwohl ich Zombies so langsam nicht mehr sehen kann und sich die Visionen einer apokalyptischen Welt zunehmend ähneln, bin ich weiter gespannt auf das Survival-Abenteuer von Sony Bend.

Einschätzung: gut

Kommentare

SchizoPhlegmaticMarmot schrieb am
Kobba hat geschrieben: ?
04.07.2018 14:08
SpoilerShow
SchizoPhlegmaticMarmot hat geschrieben: ?
15.06.2018 07:10
Kudo hat geschrieben: ?
14.06.2018 14:09

Okay. Aber du entscheidest, was das beste Zombie-Spiel der letzten Jahre war?
Nicht ich habe das entschieden...Es ist nur meine Meinung und subjektiver Eindruck.
Mensch, das musst du doch immer dabei schreiben, sonst geht man logischerweise davon aus, das du in Geschmacksfragen für die Allgemeinheit sprichst, bist wohl neu im Internet.^^
Haha ja kommt leider zu oft vor!
Kobba schrieb am
SpoilerShow
SchizoPhlegmaticMarmot hat geschrieben: ?
15.06.2018 07:10
Kudo hat geschrieben: ?
14.06.2018 14:09
SchizoPhlegmaticMarmot hat geschrieben: ?
14.06.2018 11:35

Keine Ahnung...Metascore interessiert doch nur Hobby-Gamer, oder nimmst Du das wirklich Ernst? Genauso wie Magazin-Wertungen ziemlich sinnlos sind für den erwachsenen End-Verbraucher der sich ein besseres/authentischeres Bild durch Demos oder Lets's Plays erlangt....
Okay. Aber du entscheidest, was das beste Zombie-Spiel der letzten Jahre war?
Nicht ich habe das entschieden...Es ist nur meine Meinung und subjektiver Eindruck.
Mensch, das musst du doch immer dabei schreiben, sonst geht man logischerweise davon aus, das du in Geschmacksfragen für die Allgemeinheit sprichst, bist wohl neu im Internet.^^
SchizoPhlegmaticMarmot schrieb am
Kudo hat geschrieben: ?
14.06.2018 14:09
SchizoPhlegmaticMarmot hat geschrieben: ?
14.06.2018 11:35
Kudo hat geschrieben: ?
14.06.2018 11:09

Meinst du das Dying Light, das einen Metascore von 74% hat?
Keine Ahnung...Metascore interessiert doch nur Hobby-Gamer, oder nimmst Du das wirklich Ernst? Genauso wie Magazin-Wertungen ziemlich sinnlos sind für den erwachsenen End-Verbraucher der sich ein besseres/authentischeres Bild durch Demos oder Lets's Plays erlangt....
Okay. Aber du entscheidest, was das beste Zombie-Spiel der letzten Jahre war?
Nicht ich habe das entschieden...Es ist nur meine Meinung und subjektiver Eindruck.
Dead Rising 4 oder ZombiU (Okay das ist wirklich schon etwas länger her) fand ich grottig und fast schon lieblos dahingeklatscht, Spaß hatte ich persönlich keinen....und Resident Evil (Die letzten Teile inklusive Nr. 7) kann man nicht mehr dazuzählen, weil da gehts nicht mehr um richtige Zombies ala Romero oder Fulci wenn Du weisst was ich meine
Raskir schrieb am
Hey, nichts gegen Sieg Wahrheit. Habe das Ding damals vor 15 Jahren oder so sehr geliebt :)
Von Days Gone erwarte ich jetzt auch nicht dass es überragend wird. Ich hoffe nur, dass es ungefähr so wird wie ich mir vorstelle und das es spaß macht Scharen von Freakern auf einmal zu bekämpfen, in einem zumindest realitätsnahem, Gameplay. Sowas gabs ja noch nicht soweit ich weis und ich freue mich deshalb schon ein wenig. Hätte nämlich auch gut lust auf ein Spiel alá Schlacht der Thermopylen. Hoffnungslos unterlegen in der Masse, realitätsnah und der einzige Vorteil ist das kämpferische Know How und der Nutzen von Geländevorteil. Days Gone kommt dem schon zumindest ein wenig nahe, würde aber tatsächlich gerne so ein spiel haben wie beschrieben
Todesglubsch schrieb am
Spiritflare82 hat geschrieben: ?
14.06.2018 12:21
für mich immer noch der, sorry, lächerlichste Name unter aktuellen Videospielprotagonisten... "Deacon St. John" hört sich an wie ein Pfarrer und nicht wie ein Biker :roll:
Schade, dass du an das [aktuellen] gedacht hast.
Ich hätte hier zu gerne Protagonisten wie "Mal Block" und "Sieg Wahrheit" präsentiert. Ah, jetzt hab ich's ja doch :D
Was Dying Light angeht:
Es war ein gutes Spiel, aber es hatte halt auch Macken. - Aber es gab keine wirkliche Konkurrenz. Alle anderen Zombie-Games hatten meist nen anderen Fokus und der Quasi-Vorgänger Dead Island hatte *noch* mehr Macken. :lol:
Insofern erwarte ich von Days Gone auch kein perfektes Spiel. Mir reicht ein unterhaltsames Spiel. Ich hab ja auch das letzte Dead Rising gespielt und ... naja, okay, das war wirklich nicht gut. Aber ich habe es zumindest gespielt! :D
schrieb am