Intrigen & Überraschungen
Sechs Herrscher legen verdeckt ihre Befehle. Ein paar Sekunden später gleicht die Karte zwischen der Mauer und Sunspear einem bunten Flickenteppich. Was haben sie vor? Wird sich das Haus Stark weiter nach Süden vorkämpfen? Hält sich das Haus Lannister an die mündliche Absprache mit Greyjoy und behält die rote Flotte im Hafen? Sammelt Baratheon weiter nur Macht, ohne sich um den Kampf zwischen Martell und Tyrell im reichen Süden zu kümmern? Wer überfällt wen?
Gleich wird aufgedeckt, geflucht und gekämpft. Und danach warten alle Spieler auf die nächsten Ereignisse, um vielleicht um die drei wichtigen Plätze der Macht zu bieten: Den Thron, die Valyrische Stahlklinge, den Botenraben. Nur wer dort an der Spitze steht, kann auf exklusive Rechte wie die Bestimmung eines Siegers bei Gleichständen (oh, was für ein herrliches Monopol!), die zusätzliche Stärke im Kampf oder den Austausch von bereits gelegten Befehlen zugreifen. All das dient nur einem Ziel: Nach zehn Runden die meisten Burgen und Festungen in Westeros zu besitzen.
Diese Spannung zwischen Bluffs, Einflusswechsel und Gefechten zeichnet die clevere strategische Unterhaltung aus. Bereits letztes Jahr habe ich dieses Brettspiel empfohlen, das entgegen aller Lizenzskepsis für sehr gute Qualität auf dem Tisch sorgte. Nicht zuletzt, weil es die machtpolitischen Fehden der literarischen Vorlage abbilden konnte – mehr dazu in der ausführlichen Besprechung. Hier geht es um die Frage, was die zweite Edition zu bieten hat, die acht Jahre nach dem Original und zwei Erweiterungen erschienen ist.
Das Auge kämpft mit
Das Artdesign wurde nahezu komplett überarbeitet: Natürlich bleibt es bei den originalen Wappen und den bekannten Symbolen auf den Marken, aber die große Faltkarte von Westeros wirkt jetzt wesentlich malerischer. Das Bunte ist dem Vergilbten gewichen, so dass mehr mittelalterliches Flair entsteht. Dazu tragen auch die sechs neuen Sichtschirme für jedes Haus bei, die hinten die Spielzüge zusammen fassen und vorne prächtige Charaktere samt Landschaften und Wappen darstellen – zudem eignen sie sich zum Verbergen der Befehlsmarker. Die Illustrationen auf den Karten wurden ebenfalls veredelt.
Schade ist, dass man bei den Spielsteinen nicht auf Miniaturen gesetzt hat: Es gibt lediglich grobe Figuren von Soldaten, Rittern und Booten anstatt detaillierte Plastikmodelle, die hervorragend zum Thema gepasst hätten. Immerhin hat man die 138 Kunststoffeinheiten in sechs Farben „marmoriert“ – so wirken sie etwas wertiger. Unterm Strich überzeugt die komplette Box mit den knapp dreihundert Markern, hundert Karten bis hin zur vorbildlichen Anleitung mit einer deutlich edleren Ausstattung. Zum Vergleich findet man die Bilder des Originals in dieser Galerie.
Die zweite Edition "Der Eiserne Thon" kostet 30 Euro und ist 2012 auf Deutsch beim Heidelberger Spielverlag erschienen.
Gleich wird aufgedeckt, geflucht und gekämpft. Und danach warten alle Spieler auf die nächsten Ereignisse, um vielleicht um die drei wichtigen Plätze der Macht zu bieten: Den Thron, die Valyrische Stahlklinge, den Botenraben. Nur wer dort an der Spitze steht, kann auf exklusive Rechte wie die Bestimmung eines Siegers bei Gleichständen (oh, was für ein herrliches Monopol!), die zusätzliche Stärke im Kampf oder den Austausch von bereits gelegten Befehlen zugreifen. All das dient nur einem Ziel: Nach zehn Runden die meisten Burgen und Festungen in Westeros zu besitzen.
Die bisherigen Spiele:
Im Jahr 2003 erschien "Der Eiserne Thron" erstmals und wurde von zwei Erweiterungen ergänzt: „Die Thronkriege“ kam 2004 und „Der Sturm der Schwerter“ folgte 2006.
Im Jahr 2003 erschien "Der Eiserne Thron" erstmals und wurde von zwei Erweiterungen ergänzt: „Die Thronkriege“ kam 2004 und „Der Sturm der Schwerter“ folgte 2006.
Das Auge kämpft mit
Wie im Original von 2003 braucht man viel Platz: Die neue Karte und die Sichtschirme überzeugen mit mittelalterlichem Flair.
Schade ist, dass man bei den Spielsteinen nicht auf Miniaturen gesetzt hat: Es gibt lediglich grobe Figuren von Soldaten, Rittern und Booten anstatt detaillierte Plastikmodelle, die hervorragend zum Thema gepasst hätten. Immerhin hat man die 138 Kunststoffeinheiten in sechs Farben „marmoriert“ – so wirken sie etwas wertiger. Unterm Strich überzeugt die komplette Box mit den knapp dreihundert Markern, hundert Karten bis hin zur vorbildlichen Anleitung mit einer deutlich edleren Ausstattung. Zum Vergleich findet man die Bilder des Originals in dieser Galerie.