Tomb Raider (Film): Überzeugt Alicia Vikander als Lara Croft? - Special

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Sonstiges
Entwickler: Warner Bros.
Publisher: Warner Bros. Pictures Germany
Release:
15.03.2018
Spielinfo Bilder Videos
Eine gute Mischung

Selbstverständlich hat man sich auch von anderen Werken inspirieren lassen: Es gibt den einen oder anderen Indiana-Jones-Gedächtnis-Moment, in dem man z.B. innerlich schon vom Kinositz aufspringen und JEHOVA in den Saal schreien will. Klar: Die recht seichte Geschichte und Handlung sind nicht oscarverdächtig, doch gelingt dem Film trotz inflationären Verfolgungs- und Fluchtsequenzen eine gute Mischung aus wuchtiger Action, Abenteuer-Flair und ruhigeren Momenten. Einen großen Anteil daran hat sicher Alicia Vikander, die mit ihrem wohl trainierten Körper nicht nur optisch eine gute Figur in der Rolle abgibt, sondern sowohl die besondere Beziehung zu ihrem viel beschäftigten Vater als auch emotionale Momente wie ihren ersten Totschlag bei Notwehr überzeugend rüberbringt. Letzteres führte bei der Betrachtung des Spiels noch zu kontroversen Diskussionen, weil der Bruch zwischen der verängstigten jungen Frau aus den Zwischensequenzen und dem stetig wachsenden Bodycount nach Feuergefechten manchen Leuten zu krass und unglaubwürdig erschien. Der Film macht es besser: Lara geht direkten Auseinandersetzungen meistens durch Schleichen oder akrobatischen Einlagen aus dem Weg und greift nur im Notfall zur Waffe, wobei überwiegend nur Pfeil und Bogen zum Einsatz kommen und nicht viele Opfer auf ihr Konto gehen. Hätte Schauspielerin Camilla Luddington ihre Rolle als Lara Croft ähnlich überzeugend auf der großen Leinwand
Im Film dreht sich auch viel um das Schicksal von Lord Richard Croft (Dominic West).
Im Film dreht sich auch viel um das Schicksal von Lord Richard Croft (Dominic West).
verkörpert wie sie es in den letzten beiden Spielen getan hat? Wahrscheinlich schon. Trotzdem ist Vikander eine großartige Wahl, auch wenn man der zierlichen Schwedin vielleicht nicht unbedingt zugetraut hätte, die Videospiel-Ikone zu mimen. Doch auch die anderen Rollen wurden gut besetzt – allen voran Walton Goggins in der Rolle des Antagonisten Mathias Vogel. Nur Dominic West hat mich als Lord Richard Croft nicht ganz überzeugt, weil ich Laras Vater immer mit einem älteren Herren in Verbindung bringe und er mir im Film dadurch schlichtweg zu jung erscheint.      

Fazit:

Insgesamt zählt Tomb Raider für mich zu den besseren Verfilmungen von Videospielen, denn genau wie viele Literaturverfilmungen hält man sich auch hier erfreulich dicht an die Vorlage, anstatt sich eine komplett eigene Geschichte aus den Fingern zu saugen. Was dabei passieren kann, haben wir in der Vergangenheit schon oft genug gesehen. Gleichzeitig und trotz bekannter Handlungsstränge besitzt Laras Auftritt im Kino aber auch noch genügend eigene Facetten, um auch Kennern der Spiele noch etwas bieten zu können. Tomb Raider (2018) ist für mich ohne Zweifel und mit Abstand die beste Verfilmung der Reihe! Vor allem habe ich den Besuch im Kino aber auch deshalb genossen, weil ich die Handlung des Spiels endlich ohne das ständige Aufpoppen von XP-Meldungen oder die Verteilung von Skill-Punkten erleben durfte.

Kommentare

Schnurx schrieb am
[*]
Solidussnake hat geschrieben: ?
26.03.2018 22:42
Film gesehen und für gut befunden. Schönes Popcorn Kino, gute Action und sogar ein paar nette Einfälle, z.B. die Auflösung des Mysteriums und was es damit auf sich hat. Auch war der Film für ab 12 recht brutal, schön das es nicht weichgespült wurde. Definitiv die beste Spielverfilmung bislang und besser als die beiden Jolie Teile. Haters gonna hate. Er wird wohl laut Forbes bei ca. 300 Millionen weltweit landen. Bei 94 Millionen Produktionsbudget schafft es der Film also knapp auf +- 0. Hoffentlich kann sich das Studio zu Teil zwei durchringen, ich würde ihn mir geben.
Kann ich mich anschließen. Habe ihn mir im Kino mit meiner Tochter (11.5) angesehen, die war auch sehr angetan. Gute Unterhaltung auf jeden Fall. Fand es teils sehr schön, wie Elemente des Spiels umgesetzt wurden. Allerdings hat mir im Vergleich mit dem Spiel irgendwie etwas "Mittelteil" gefehlt. Hat sich angefühlt, als ginge es nach recht langer Einleitung direkt ins Finale.
Die Hauptdarstellerin war sehr passend. Goggins als Oberschurke ist leider doch deutlich unter seinem Können geblieben, aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil ich in aus Justified als hervorragend in Erinnerung habe.
Usul schrieb am
M1L hat geschrieben: ?
27.03.2018 03:45
Den Trailer habe ich auch gesehen. Ich verstehe nicht ganz, worauf du hinaus willst. Fühlt sich ein bisschen an, wie mit einem 6 Jährigen zu diskutieren. Wir drehen uns hier schon seit einigen Beiträgen im Kreis und keine Besserung in Sicht. Aber wenn es dir so wichtig ist, das letzte Wort zu haben, dann nur zu.
Ja, es ist sogar von entscheidender Bedeutung für mich, das letzte Wort zu haben.
Abgesehen davon: Wenn du sagst "Ich verstehe nicht ganz", dann ist es naheliegend, daß ich wieder darauf eingehen muß. Dafür muß ich nicht 6 Jahre alt sein. (Ich bin 11 Jahre alt, wie ich in einem anderen Thread zu Protokoll gegeben habe.)
Und da du es nicht verstehst, zum 34. Mal: Die zig Privatbilder, die du posten kannst, spielen keine Rolle, wenn die Frau im Film halt nicht so knabenhaft aussieht, sondern einigermaßen der fiktiven Figur ähnelt. Und das ist doch ganz offensichtlich der Fall - IM FILM! NICHT IN DER REALITÄT!
Joaquin Phoenix sieht z.B. auch nicht 100%ig wie Johnny Cash aus. Die Ähnlichkeit zwischen Russel Crowe und John Forbes Nash sieht man auch nicht auf den ersten Blick. Und trotzdem sind es ansehnliche Leistungen in den jeweiligen Filmen, in denen sie dem jeweiligen Original ähnlich genug sind, um den Film zu tragen.
M1L schrieb am
Usul hat geschrieben: ?
26.03.2018 02:04
M1L hat geschrieben: ?
26.03.2018 01:23
Du "findest", dass es "ganz OK" aussieht. Ich sehe das nicht so. Vielleicht akzeptierst du einfach, dass wir unterschiedlicher Meinung sind, anstatt so großspurig zu antworten. Außerdem hast du ein paar Beiträge vorher erst geschrieben, dass du den Film genauso wenig gesehen hast wie ich.
Nur das Problem ist: Ich sage das ausgehend vom Filmeindruck (vom Bild, von Ausschnitten), während du das ausgehend von Privatbildern sagst. Wird dir der Unterschied in dem Punkt nicht klar?
Natürlich können wir unterschiedlicher Meinung sein, aber wenn ich den Eindruck habe, daß deine Meinung doch recht unverständlich ist, wirst du mir nachsehen, wenn ich die dann nicht einfach unkommentiert stehen lasse.
Verstehst du, was eine Verdeutlichung anhand eines Beispiel ist? Das Bild war genau das und sollte ihre Figur zeigen, worauf sich mein Argument stützt. Man könnte auch noch unzählige mehr zeigen, aber wozu. So sieht die Frau nun mal aus. Da kannst du noch so oft "PRIVATBILDER" schreien. Den Trailer habe ich auch gesehen. Ich verstehe nicht ganz, worauf du hinaus willst. Fühlt sich ein bisschen an, wie mit einem 6 Jährigen zu diskutieren. Wir drehen uns hier schon seit einigen Beiträgen im Kreis und keine Besserung in Sicht. Aber wenn es dir so wichtig ist, das letzte Wort zu haben, dann nur zu.
Solidussnake schrieb am
Film gesehen und für gut befunden. Schönes Popcorn Kino, gute Action und sogar ein paar nette Einfälle, z.B. die Auflösung des Mysteriums und was es damit auf sich hat. Auch war der Film für ab 12 recht brutal, schön das es nicht weichgespült wurde. Definitiv die beste Spielverfilmung bislang und besser als die beiden Jolie Teile. Haters gonna hate. Er wird wohl laut Forbes bei ca. 300 Millionen weltweit landen. Bei 94 Millionen Produktionsbudget schafft es der Film also knapp auf +- 0. Hoffentlich kann sich das Studio zu Teil zwei durchringen, ich würde ihn mir geben.
ronny_83 schrieb am
Usul hat geschrieben: ?
25.03.2018 23:23
Wenn du das nachholst, wirst du feststellen, daß es nicht unbedingt eine 100%ige körperliche Übereinstimmung zwischen dem Schauspieler und dem fiktiven Vorbild geben muß, um eine gute bis sehr gute Charakterisierung zu erreichen. Und es gibt genügend andere Beispiele, die das ebenfalls bestätigen.
Bei Joker geht es meist auch mehr um das Inhaltliche, was verkörpert werden muss. Und da haben schon sehr viele gute Arbeit geleistet. Bei Lara Croft gibt es nur wenig Inhaltliches. Die Figur ist durch ihre Erscheinung berühmt geworden. Generell stimme ich aber zu, dass ein Schauspieler kein 1:1-Abbild sein muss. Vikander kann im Film eine gute Lara Vroft abgeben. Eine Identifikationsperson wird sie wohl aber nicht. Das Verbesserungspotential (optisch) ist da noch zu groß.
schrieb am