Anno für Konsole
Obwohl "Anno: Erschaffe eine neue Welt" wie das Vorbild im Jahr 1404 angesiedelt ist, stellt die Wii-Version im Gegensatz zur PC-Fassung die Story-Kampagne in den Vordergrund. Keine Bange, der Endlosmodus bleibt nicht auf der Strecke, jedoch bildet die Geschichte den Kern: Im Land von König George herrscht Armut und Hungersnot. Voller Sorgen um seine Untertanen schickt er seine Söhne William und Edward in die weite Welt hinaus, um neue Territorien zu erschließen, die Güter zum Wohle seines Volkes produzieren sollen. Während Edward den Kampf vorzieht, um an Ressourcen zu gelangen, vertritt sein Bruder William eine friedliche Lösung. Er schlägt vor, ein neues Land südlich des Königreiches zu besiedeln und mit der Zustimmung seines Vaters reist William in den Süden, wo er auf eine orientalische Kultur trifft.
Die erste Siedlung
Bei den Anno-Prinzipien "Häuser bauen" und "Bedürfnisse der Bevölkerung erfüllen" bleibt der Wii-Spross seinen Wurzeln treu: Man besiedelt die neue Inselwelt, baut allerlei Gebäude und kümmert sich um die Bedürfnisse der Einwohner, die als Belohung dafür Steuern zahlen. Sind die Bedürfnisse hinreichend gedeckt, steigen die Bewohner eine "Zivilisationsstufe" auf: Aus Pionieren werden Siedler, dann folgen Bürger, Patrizier und Aristokraten. Mit zunehmender Stufe verlangen sie mehr Waren und benötigen ein Netz aus Vorsorgungsbetrieben und öffentlichen Gebäuden.
In der Praxis sieht es so aus: Mit dem Analogstick des Nunchucks scrollt ihr über die Karte (oder haltet alternativ "A" gedrückt) und sucht einen Anlegeplatz für euer Startschiff. Am Zielort angekommen, wird automatisch ein Kontor errichtet und das Schiff verschwindet. Fortan können Gebäude platziert werden. Dazu bemüht man ein
![]() |
| Übersichtlich und leicht zugänglich: Das Ring-Menü zum Gebäudebau. |
Gebäude tackern
Will man also einen Holzfäller errichten, legt man den auserkorenen Standort mit dem per Remote gelenkten Cursor fest, wobei das Modell des Hauses bereits neben dem Cursor baumelt und bei der Platzierung durch Tastendruck comicartig auf die Karte getackert wird. "Dieses Steuerungskonzept hat sich letztendlich durchgesetzt", verriet Andreas Suika, Lead Designer bei Blue Byte. "Eine andere Idee war es, das Nunchuck nach vorne schlagen zu müssen, um ein Gebäude auf die Karte zu hauen", aber diesen bewegungssensitiven Einfall entsorgten die Entwickler glücklicherweise nach wenigen Probepartien in der Designtonne. Auf Reaktionstests, Gestenerkennung oder sonstige Remote-Fuchteleien wurde zum Glück weitgehend verzichtet, abgesehen davon, dass ein zweiter Mitspieler wie bei Mario Galaxy helfend eingreifen kann - er kann z.B. "Schiffe beschleunigen" oder "Feuer löschen".


