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Geschicklichkeit
Entwickler: Prope
Publisher: Sega
Release:
19.06.2009
Spielinfo Bilder Videos
Schon seltsam: Da sitzt der Mann vor mir, der den coolsten Igel diesseits der Milchstraße zum Leben programmiert hat - und versichert mir, dass Zwischendurch-Casual-Familienunterhaltung jetzt sein Ding ist. Ursprünglich wollte er einen neuen Actionhelden zum Leben erwecken, aber dann war die Wii-Remote auf einmal der eigentliche Star. Irgendwann führt er dann noch aus, dass es dem Erlebnis zugute kommt, wenn alle Spieler erst eine Pappschachtel suchen, bevor sie überhaupt anfangen können. Alles klar? Also, dass Yuji Naka mit schnellen Stacheltieren nur noch am Rande zu tun hat, habe ich kapiert. Aber wovon zum Teufel redet Sonics Papa da?

Mr. Prope

Prope heißt die Verlockung, der Yuji Naka vor drei Jahren erlegen war. Wegen Prope begleitet er das Erwachsenwerden seines stacheligen Nachwuchses nur noch als Produzent. Prope wird genau so ausgesprochen wie es geschrieben wird. Prope - das ist der Name von Yuji Nakas eigenem


So sieht es aus, wenn die ganze Familie glücklich tippt.
Entwicklerstudio. Und Let's Tap ist das erste große Spiel der jungen Schmiede.

Klopf' doch mal!

Dabei hatte Nakas Team in der Tat erst am Konzept eines Actiontitels gefeilt - als den Entwicklern auffielt, was sich mit Remote und Nunchuck alles anstellen lässt. Irgendwie entstand aus diesen Experimenten schließlich eine Art Minispielsammlung mit ungewöhnlicher Steuerung: Let's Tap. Das so heißt, weil man genau das macht: mit den Fingern auf eine Tischkante tippen. Oder auf einen Schuhkarton. Denn am besten eignet sich eine gerade Oberfläche, die leicht Vibrationen weiterleitet. Im eigentlichen Spiel liegt die Remote schließlich auf der Pappschachtel, während man auf selbiger tippt. Doch woher den Karton nehmen? Und woher gleich vier Kartons nehmen, wenn mal Besuch vor der Tür steht? Pech gehabt: Wo der japanischen Version eine entsprechende Unterlage beiliegt, müssen Europäer erst ihre Wohnung durchsuchen. Klasse Idee, wirklich! Weckt laut Herrn Naka Assoziationen mit dem gemeinschaftlichen Brettspielabend. Natürlich!

Eine weitere Ankündigung stimmt mich ebenfalls stutzig, denn Sega erklärt Let's Tap zum ersten Videospiel, in dem man keinen Controller in der Hand hält. Stimmt aber nicht. Oder tragt ihr eure EyeToy-Kamera beim Spielen durchs Wohnzimmer? So ganz ohne Remote kommt Let's Tap außerdem nicht aus, denn in den Menüs wird ganz normal gepointet & geklickt. Lediglich das Nunchuk gönnt sich eine Auszeit.

Der schiefe Turm von Sega

So weit, so gut. Und so merkwürdig die Idee auch klingt: Sie macht neugierig auf den ungewöhnlichen Titel. Denn wie steuert sich ein Horizontal-Shooter, ein Jenga, eine Art 1000m-Hürdenlauf und ein Rhythmusspiel nur durch Antippen? Zugegeben, dass man den Rhythmus fetziger Popmusik mit den Fingern nachtippt, klingt wie ein logisches Konzept. Diesen Modus durften wir in Segas Demo-Version allerdings noch nicht testen. Das gilt auch für den Shooter "Bubble Voyager". Durch leichtes
Hier baut ihr möglichst unfallfrei Klötzchen ab.
Tippen erhöht man dort die Flughöhe eines Kampfjägers, mit einem starken Druck schießt man in das Minenfeld. Abschließend gibt es noch einen Modus, in dem unterschiedliches Tippen verschiedene Effekte hervorruft; u.a. gestaltet man ein Feuerwerk oder spritzt Farbkleckse auf eine Leinwand. Eine kreative, spielerisch aber wohl belanglose Idee.

Von den beiden Varianten, die wir uns während der Vorführung ansehen durften, gefiel mir "Silent Blocks" am besten - eine Art Jenga, bei der man zunächst einen Block auswählt, um ihn anschließend durch vorsichtiges Tippen herauszuziehen. Knallt man den Finger wahllos auf die Pappe, bricht der Turm natürlich auseinander. Mitunter kann ein einzelner, harter Tap aber ähnlich nützlich sein wie das schnelle Wegreißen der Tischdecke unter Omas vermeintlicher Ming-Vase. Auf diese Art wird der Turm Stück für Stück abgebaut, wobei von oben ständig neue Steine nachrücken. Ziel ist, dass nach dem Wegziehen eines Steins mindestes drei Steine der gleichen Farbe zusammenkommen. Und am besten baut man so vor, dass man irgendwann mit dem Entfernen eines Steins gleich mehrere Kombos aneinander reiht. Durch Kombos entstehen im simultanen Mehrspieler-Duell besonders markierte Steine, die ebenfalls kombiniert werden müssen - wer das als Erste/r oft genug macht, gewinnt die Runde. Das ist fordernd und für ein paar Minuten verdammt unterhaltsam.

Tron Tapper

Spielbare Variante Nummer zwei nennt sich "Tap Runner" und erinnert an einen Hürdenlauf der "Summer Games". Sprich: Man sieht vier Strichmännchen, die, von Menschen- oder Computerhand gesteuert, von links nach rechts über einen Hindernisparcours rennen. Rhythmisches Tippen erhöht die Geschwindigkeit, nach einem starken Tippen springt die eigene Figur. Mitunter muss man auch möglichst schnell einen Tipp-Sprint hinlegen,
Und so sieht es aus, wenn bis zu vier Tap Runner taktvoll um die Wette tippen.
schwingt sich über Abgründe - die zahlreichen Laufbahnen werden immer anspruchsvoller. Alternative Routen bringen vor allem später Zeitvorteile, falls man die kniffligere Strecke fehlerfrei absolviert...

Man tippt vorsichtig, man tippt im Rhythmus, man tippt mit stärkerem Einsatz: Nein, lange konnte mich das kurze Anspielen für die Vorschau nicht begeistern. Dazu sind die Spiele zu kurz, es fehlen langfristige Ziele und die Steuerung reagiert zwar meist zuverlässig auf das Tippen - manchmal wird aber nicht klar, warum die Remote zu sensibel oder gar nicht reagiert. Ich muss allerdings gestehen, dass die zwei verfügbaren Spiele für eine kurze Zeit durchaus ihren Reiz hatten: Der Wettlauf ist spannend und mit Kumpels ausgesprochen spaßig, während die Jenga-Variante besonders im Duell ein angenehm vertrackter Nerventest sein kann. Abgesehen davon sehen die farbenfrohen Neonwelten vor allem klasse aus! Naka ist zwar bewusst, dass eine Tron-Hommage nicht in die Riege der typischen Familienunterhaltung passt. Er hofft aber, dass sich auch die "Wohnzimmer-Gemeinde", für die das Spiel übrigens zunächst gar nicht gedacht war, mit dem schnittigen Stil anfreunden wird.

     
 

AUSBLICK



Ich weiß, dass es bereits richtig gute Wertungen zu Let's Tap gibt - trotzdem konnten mich die kurzlebigen Minispiele noch nicht richtig packen. Sie sehen gut aus, sind fordernd und machen vor allem zu zweit, zu dritt oder zu viert Laune. Und da ist natürlich eine innovative Steuerung, die zum größten Teil auch richtig gut funktioniert - wer sich rhythmisch nur ein bisschen zusammenreißt, könnte sein nervöses Fingertippen hier in bare Punkte verwandeln. Doch ich kenne bislang nur zwei von vier Spielvarianten und die Remote reagierte in der vorgestellten Version nicht immer nachvollziehbar. Dass sich hiesige Spieler die zweite Hälfte ihrer Controller erst selbst suchen müssen, ist außerdem eine verdammt unglückliche Lösung. Ich tippe jedenfalls schon mal fleißig - und zwar auf eine nette, aber auch ungewöhnlich mickrige Minispiel-Sammlung. Übrigens: Den ursprünglich geplanten Actiontitel hat Prope inzwischen begraben. Schade um die gute Idee?

Ersteindruck: befriedigend


Vergleichbare Spiele

Kommentare

crewmate schrieb am
komm runter EG, der Vergleich hinkt, wie das Gequengel der Kiddies im Vergleich zwischen Halo3 und Mario Galaxy.
@topic:
Naka hat auch ChuChuRocket und Project Rub gemacht.
Der Typ macht abgefuckte Spiele am Laufenden Band.
Zum Vollpries auf keinen Fall. Aber für unter 30? würde ich es mir überlegen.
Da es wohl keinen Onlinemodus hat, stelle ich Let's Tap ganz hinten an.
Aber schön das er weiterhin Vertrauen bei Sega genießt und solche schrägen Titel überhaubt hier in Europa erscheinen.
E-G schrieb am
....ich glaub Lets Tap wirdn Ries'n Scheiss
der scheiß ist immerhin von der edge besser bewertet worden als kz2... davon kann man nun halten was man will
@import tests: ich finds sowieso schade das es anscheinend kein deutsches magazin gibt welches alle interessanten japan only spiele testet, ich kann mich nie entscheiden ob ich nun importieren soll oder nicht, mein japanisch is leider nich so toll um lokale tests zu lesen.
@dingding redaktion: da du/ihr imports spielt/testet, habt ihr auch tatsunoko vs capcom angespielt und könnt mir da was dazu sagen?
DingDing schrieb am
tomaschek hat geschrieben:Petri Heil,
@DingDing: wieso braucht man für ein Review *zwingend* das Spiel?
@weesi: woran kannst du erkennen, dass es sich bei deinem Vorposter um einen Redakteur der Konkurrenz handelt?
@Textchef: was spricht denn dagegen, für das Review einer deutschen Veröffentlichung nicht auf die Importversion zurückzugreifen?
bin mal gespannt, ob einer von Euch drei antwortet...
Sorry für die späte Antwort ... Redaktionsstress! :lol:
Erstmal - ich bin nicht von der Konkurrenz ... sagte ja schon wir (Ehepaar) spielen das zu Hause als Import.
Bei einem Spiel mit neuer Steuerung sollte man es meiner Meinung nach schon spielen können, um in der Lage zu sein sich ein Urteil zu machen.
Das Spiel an sich ist allerdings ja eine Minispielsammlung, die man dann schon in ihrer Gesamtheit vorliegen haben sollte und nicht als unfertige Demo ...
Muss man den Importtitel testen? Mag schwierig sein - denke aber, dass man sich doch neben dem Demo auch kurz die Vollversion einlegen sollte. Dass der Japaner diese nicht einfach dabei hat und dies von sich aus anbietet kann ich mir einfach nicht so ganz vorstellen. Wenn ich jemandem etwas verkaufen will, dass in meine Jackentasche passt und ich ihn persönlich besuche ... dann zücke ich doch auch nicht nur ein Foto ...
Na, ich verstehe es einfach nicht. Speziell in diesem Fall ist das Game einfach schon zu lange auf dem Markt und siehe SSBB ist es ja generell möglich!
Fand es aber sehr witzig hier als Profi verwechselt zu werden und ein solches Feedback zu bekommen ...
:wink: Schönes Wochende! :wink:
SchmalzimOHR schrieb am
*Gähn* was soll daran denn Innovativ sein?
Ich hab grad ein Spiel für die Wii in Entwicklung das optisch Crysis locker schlägt,eine fesselnde und absolut spannend epische Story im Stile eines Tolkien,Kafkas und P.K Dicks in nichts nachsteht das ganze wird garniert von einem Score geschrieben von Elfman und Williams nun aber zum Clou,man muss die Wiimote nicht anfassen zu spielen.
Es wird eine Art Zusatzhardware geben einen Seismographen der die erschütterungen des Bodens misst sowie eine Thermokamera.
Das Spiel spielt sich selbst sobald alle den Raum verlassen haben.
Betritt jemand den Raum ist das Spiel vorbei und beginnt erst von neuem wenn der Raum wieder verlassen wurde....
....ich glaub Lets Tap wirdn Ries'n Scheiss
Grauer_Prophet schrieb am
ähm öh tja.........
Das Spiel wird mieß
Um einen beliebten Fanboy zu zitieren
Markiert meine Worte^^
schrieb am

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