Test: Pikmin 3 (Taktik & Strategie)

von Jörg Luibl



Entwickler:
Publisher: Nintendo
Release:
30.10.2020
26.07.2013
Erhältlich: Digital (Nintendo eShop), Einzelhandel
Erhältlich: Einzelhandel
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Farbiges Personal-Management

Welche Pikmin eignen sich am besten für welche Situation? An der Basis kann man die Zusammensetzung ändern.
Welche Pikmin eignen sich am besten für welche Situation? An der Basis kann man die Zusammensetzung ändern. Die drei Anführer Alph, Charlie und Brittany haben allerdings keine besonderen Eigenschaften.
Je nachdem wo das Obst liegt und welche Feinde auf dem Weg dorthin lauern, sollte man seinen Trupp aus maximal 100 Pikmin anders mischen. Das kann man zu Beginn jeden Tages am Raumschiff, wo man auch wie gehabt den Nachwuchs aus dem Boden zupft. Dabei gilt: Je länger sie dort brüten, desto schneller und stärker sind sie, symbolisiert durch eine voll entfaltete Blüte auf dem Kopf. Neu ist, dass man auf Knopfdruck zwischen Anführern und Trupps wechseln kann – so kann man theoretisch an drei Schauplätzen parallel arbeiten. Zum Beispiel, um die Beeren zu ernten, mit denen man Tempo und Kampfkraft der Pikmin temporär steigern kann oder um einen weiteren Hinweis aufzusammeln, der in Form eines golden glänzenden Datenchips irgendwo vor sich hin rotiert. Hinter diesen verbergen sich meist Hinweise auf Schwachstellen oder Hilfen zu einem Problem in der Nähe.

Es ist zwar inkonsequent, dass die Anführer die Monster quasi ignorieren können und so in aller Ruhe die Datenchips einsammeln - man kann sie dazu von der Gruppe trennen und separat überall hin steuern. Aber einige physikalische Probleme verlangen wiederum den geschickten Wechsel zwischen Alph, Charlie und Brittany: Wie kommt man bloß an die Frucht, die irgendwo am Ende einer Reihe von Plattformen und Waagen lockt? Hier muss man das Gewicht beachten und überlegen, wen man wohin wirft, damit man sein Ziel erreicht.

Anspruchsvolle Bosskämpfe

Der Sandwurm gehört zu den spektakulären Bossen: Er reißt riesige Krater, die einen gefährlichen Sog entfachen. Schafft man es, seine Pikmin rechtzeitig zurückzurufen und im richtigen Moment anzugreifen?
Der Sandwurm gehört zu den spektakulären Bossen: Er reißt riesige Krater, die einen gefährlichen Sog entfachen. Schafft man es, seine Pikmin rechtzeitig zurückzurufen und im richtigen Moment anzugreifen?
Vor allem in den überaus knackigen und grafisch spektakulären Bosskämpfen gilt es meist in mehreren Phasen Schwachpunkte zu finden und diese mit den richtigen Pikmin zu attackieren: Eine Riesenhornisse schützt sich zum Beispiel mit Formationen von kleineren Hornissen, durch die man mit den pinken Pikmin erstmal eine Bresche schlagen muss, damit alle hindurch wuseln, bevor man der Königin wiederum gelbe oder rote Pikmin auf den Pelz wirft.  Eine unsichtbare Riesenmotte muss in Licht gelockt werden, während man selbst durch das Dunkel hetzt; einem Sandwurm muss clever ausgewichen werden, damit man nicht in die Tiefe gerissen wird, wenn sich plötzlich eine Sogwirkung entfaltet.

In diesen Arenakämpfen zeigen sich einige Problem in der Steuerung: Wer mit dem Wii U GamePad spielt und Schwachstellen fixieren will, muss mit vielen Fehlschlägen rechnen, weil man mit den Analogsticks nicht präzise genug anvisieren kann – es klappt natürlich auch so, ist aber zu schwammig, so dass manches Gefecht in unnötige Hektik ausartet. Noch ein Nachteil beim Spiel mit dem GamePad: Wer die Ausweichfunktion nach links oder rechts nutzen will, muss auf das Steuerkreuz umgreifen und kann das leider nicht während der Bewegung mit dem Analogstick einleiten; so nutzt man dieses Manöver natürlich selten. Erst mit der Kombination aus Remote und Nunchuk kann man einzelne Monster und Trefferzonen punktgenauer fixieren und intuitiver ausweichen - ich habe im Missionsmodus nur mit dieser Variante gespielt.

Ein kleines Manko ist zudem, dass der Radius der Pfeife recht klein ist: Man kann also nur eine begrenzte Zahl an Pikmin zurückrufen, so dass man den Befehl gerade in Bosskämpfen wie einen Wischer einsetzen muss, damit auch wirklich alle Mann folgen, die irgendwo verstreut liegen. Hier hätte ein universeller Rückruf zumindest aller sichtbaren Pikmin oder eine sukzessive Vergrößerung des Rufradius, wenn man z.B. meherere Anführer in einem Trupp hat oder über spezielles Obst, geholfen.

Kommentare

johndoe803702 schrieb am
@ Game&Watch, der Schwierigkeitsgrad ist ein subjektives empfinden, das sieht jeder anders.
Manchen war sogar Donkey Kong Country Returns noch viel zu leicht.
Es liegt wahrscheinlich daran, dass du ein Profispieler bist, dem schwierigere Spiele gar nichts mehr ausmachen und dir daher alles Kinderleicht vorkommt. Aber versteif dich nicht allzu sehr darauf, denn sonst könnte dir sehr viel Spielspaß entgehen. Ich fand zum Beispiel den vorletzten Boss echt hart, denn der kann mit einem mal ganze 20 Pikmin auf einen Schlag verschlingen, wenn man mal unachtsam oder nicht schnell genug war. Auch die Missionen mit den Früchten sind nicht zu einfach, auch wirklich alles auf Platin eingesammelt? - Dazu muss man die Level schon genügend studieren und sich die passende Strategie zurechtlegen um das Zeitfenster sinnvoll und ohne Verschwendungen nutzen zu können.
ich finde sogar dass Pikmin 3 der beste aller Teile ist, er verbindet die besten elemente aus Pikmin 1 und Pikmin 2 in ein neues Spiel und nimmt langweilige und öde Passagen raus (die viel zu langen Höhlen-Abschnitte aus Teil 2 zum Beispiel, die wurden am Ende total öde und stinklangweilig).
Jetzt gibt es wieder ein Tages-System wie in Teil 1 wo man jederzeit zu einen vorherigen Tag zurückkehren kann und etwas misslungenes geradebiegen, was bei Teil 2 leider überhaupt nicht mehr möglich war, da es den Status den man einmal hatte komplett für den Rest des Spieles übernommen hatte. Die neuen kürzeren Höhlen-Abschnitte fügen sich richtig gut ins Gesamtbild mit ein.
Der Umfang war in Pikmin 2 nicht wirklich größer, denn auch dort gab es diese Missionen nur dass diese in Pikmin 3 im freien stattfinden. Neu ist auch das Bingo-Duell welches ein sehr interessanter Mehrspielermodus ist. Mittlerweile komme ich auch mit den Früchten und Säften sehr gut zurecht und es ist einfach unwahr, dass man sämtliche Früchte ohne Zutun bekommt, einige sind sogar sehr gut versteckt oder man muss erst einen riesigen Zwischengegner beseitigen.
SSBPummeluff schrieb am
Keine Ahnung, der erste Boss hat mir etliche Pikmins gefressen, und ich schätze mich als durschnittlich begabter ein. Wenn dir alle Spiele keine Probleme bereiten, bist du wohl auf dem Prolevel.
Und ich hab ebenfalls keine Probleme damit zu verlieren, Spiele auch Titel in dem sterben der Normalfall ist.
Game&Watch schrieb am
 Levi hat geschrieben:Sei dir alles als eigene Meinung gegönnt. Auch wenn die Sache mit den angeblich zu leichten Modernen Nintendo-Games eher in die Gerüchtekammer gehört ... aber nun gut.
Nein, es ist einfach wahr. Das hat überhaupt nichts mit gehate oder so zu tun, ich sage einfach nur wie es ist. Ansonsten nenn mir doch mal die schwereren Nintendospiele der letzten 3 Jahre. Es gab genau 2 Spiele bei denen ich mich etwas anstrengen musste: Donkey Kong Country Returns (im Spiegelmodus) und New Super Luigi U.
Ich sage ja nicht das ich mit leichten Spielen keinen Spaß haben kann, ganz im Gegenteil. Skyward Sword fand ich richtig gut (auch wenn Phai geneeeeeeeeeeeeeervt hat -_____-) aber ich vermisse diese Spiele in denen man wirklich mal wieder Schweißausbrüche bekommt.
Habe ich irgendwelche großen Spiele verpasst ? Oder ist es vielleicht doch mehr als nur ein Gerücht :wink:
Aber zwei Sachen:
Du musst die Wiimote nicht wie beim Maßkrughalten permanent waagerecht vor dir in der Luft halten ... einfach gemütlich auf den Knien ablegen und aus dem Handgelenk manövrieren ;) ... Im grunde genau so, wie du auch jeden anderen Controller hallten würdest, nur ohne die "Erdmänchenhaltung" (tolle Wortkreation, danke an den Erfinder)
Muss ich leider doch, denn wenn ich meine Wiimote einfach auf meine Knie legen würde, wie ich es mit "normalen" Controller auch tue, dann wäre da leider eine schwere Tischplatte zwischen Wiimote und Bildschirm. Und so sehr ich die Ingenieure von Nintendo für ihre vergangenen Erfindungen auch schätze, auch Nintendo hat wohl noch keinen IR Strahl, der durch dicke Holz/Metallplatten geht erfunden :wink:
Es ging mir schon bei Metroid Prime 3 gehörig gegen den Strich die Wiimote die ganze Zeit auf den Bildschirm richten zu müssen. Wenn ich mit meinen Stuhl ein Stück zurück gehe, funktioniert es zwar aus dem Handgelenk heraus, allerdings nur in der oberen Bildschirmhälfte. Da man so logischerweise nicht vernünftig spielen kann hatte ich also 2...
Levi  schrieb am
Sei dir alles als eigene Meinung gegönnt. Auch wenn die Sache mit den angeblich zu leichten Modernen Nintendo-Games eher in die Gerüchtekammer gehört ... aber nun gut.
Aber zwei Sachen:
Du musst die Wiimote nicht wie beim Maßkrughalten permanent waagerecht vor dir in der Luft halten ... einfach gemütlich auf den Knien ablegen und aus dem Handgelenk manövrieren ;) ... Im grunde genau so, wie du auch jeden anderen Controller hallten würdest, nur ohne die "Erdmänchenhaltung" (tolle Wortkreation, danke an den Erfinder)
Zur Bildqualität:
Pikmin 3 rendert intern in 720p und skaliert dann hoch, dein Emulator hast du wahrscheinlich mit 1080p und echtem aa betrieben, oder? Daher wahrscheinlich die leichte "Unruhe" die du empfindest. Für nicht Emulator Spieler ist es trotzdem ein gewaltiger Sprung.
Game&Watch schrieb am
Ich habe mir jetzt nicht den kompletten Thread durchgelesen und weiß nicht, was hier schon alles über das Spiel geschrieben wurde, aber ich als Riesenfan der damaligen Teile der so lange auf einen neuen Teil gewartet hat wollte hier einfach mal meine Meinung zum Spiel abgeben.
Ich habe mir dafür für eine Woche die Wii U von meinem Cousin geliehen um dem Spiel mal eine Chance zu geben. Zu groß war die Neugier auf dieses Spiel, aber eine Wii U will ich mir nicht kaufen.
Aber hey, wozu hat man Verwandtschaft ? :wink:
Aber nun zum Spiel: Ich muss gestehen, ich bin ein bisschen...enttäuscht. Es ist das perfekte Beispiel dafür, warum ich mir heutzutage nichts mehr von Nintendo kaufe.
Der Hauptkritikpunkt: ES IST EINFACH VIEL ZU EINFACH.....
Versteht mich nicht falsch, nicht jedes Spiel muss superultramegabockschwer sein um mir Spaß zu machen, aber der Schwierigkeitsgrad von Pikmin 3 ist lächerlich. Pikmin 2 hatte gegen Ende ein paar bockschwere Momente, bei Pikmin 3 bin ich wie bei einem Spaziergang durchgehuscht.
Die Bossgegner sind geradezu lachhaft einfach, mal abgesehen davon das es im Vergleich zum Vorgänger nicht mal halb so viele gab. Der Panzerfüßler ist die größte Lachnummer von allen. Tötet der überhaupt mal Pikmin bzw. greift der überhaupt mal an ? Alles was er bei mir tat war, von A nach B zu kriechen und sich gemütlich von meinen Fels-Pikmin abwerfen zu lassen. Aber auch die anderen Bossgegner haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Ein klarer Rückschritt im Vergleich zum Pikmin 2.
Auch das finden der Früchte war viel zu einfach. Zu viele liegen einfach in der Gegend rum, ohne das man großartig suchen muss. Unter Zeitdruck gerät man somit nie.
Die Steuerung wurde komplett verändert. Meiner Meinung nach gab es keinen Grund dafür, denn in Pikmin 2 hat sie bereits perfekt funktioniert. Ich muss dazu sagen, das ich mit dem Gamepad gespielt habe. Wie manche Leute das ganze Spiel mit Wiimote + Nunchuk durchspielen können ist mir ein Rätsel. Weiß ja nicht was ihr...
schrieb am