Mass Effect: Andromeda - Test, Rollenspiel, Xbox One - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Mass Effect: Andromeda (Rollenspiel) von Electronic Arts
Alles besser in einer neuen Galaxie?
3D-Rollenspiel
Entwickler: BioWare Montreal
Publisher: Electronic Arts
Release:
23.03.2017
23.03.2017
23.03.2017
23.03.2017
Spielinfo Bilder Videos
Die Vorzeichen standen nicht gut. Die alten Helden von Mass Effect wurden mit dem Ende der Trilogie in Rente geschickt. Und überhaupt hat die Qualität der einstmals mit Awards überhäuften Rollenspiele von Bioware zuletzt mit Dragon Age: Inquisition einen Tiefpunkt erreicht. Mass Effect: Andromeda soll einen Neubeginn einleiten. Für die Menschheit und Bioware. Wir sind für den Test in die weit weit entfernte Galaxie abgetaucht.

Probleme über Probleme

Das Schicksal meint es nicht gut mit den Zwillingen Scott und Sara Ryder. Sie haben zusammen mit ihrem Vater, dem „Pathfinder“, auf der Arche Hyperion zusammen mit 20.000 anderen Menschen den 600 Jahre langen Weg in die Andromeda-Galaxie samt Cryo-Schlaf auf sich genommen, um eine neue Heimat zu finden. Das Schiff wird von einer Weltraum-Anomalie, der so genannten „Geißel“ beschädigt. Der Zwilling, den man nicht spielt, fällt nach einem Unfall in ein Koma. Und Ryder (ich habe mich im Test für eine weibliche Protagonistin entschieden) muss nach einem weiteren Debakel bei einer Routine-Mission sogar in die Rolle des Pathfinders hineinwachsen.  Sie soll Planeten sondieren sowie für die Besiedlung vorbereiten und gleichzeitig die diplomatische Basis für den Umgang mit außerirdischen Rassen legen.

Trotz intensiver Bemühungen fällt es Mass Effect Andromeda schwer, die Ryder-Zwillinge als glaubwürdige Protagonisten zu etablieren.
Trotz intensiver Bemühungen fällt es Mass Effect Andromeda schwer, die Ryder-Zwillinge als glaubwürdige Protagonisten zu etablieren.
Zwar nimmt man sich hier mehr Zeit als z.B. bei Dragon Age: Inquisition, um die Hauptfigur zu etablieren. Doch wo das Fantasy-Abenteuer gehetzt wirkte, bleibt es hier trotz solide inszenierter Gefechte in der gut eineinhalb bis zwei Stunden dauernden Tutorialphase zu häufig belanglos. Erst nachdem man mit der stark beschädigten Hyperion die Nexus-Raumstation anläuft, die als Treffpunkt und Verteiler für alle von der Erde entsandten Archen gebaut wurde, nimmt die Geschichte und die Charakterisierung Ryders langsam Fahrt auf. Zu diesem Zeitpunkt allerdings eher durch die Art und Weise, wie sie von den bereits vorhandenen politischen Strukturen behandelt wird und nicht durch die eigenen Aktionen. Ryder steht im Schatten ihres Vaters, der als Visionär die „Initiative“ der Andromeda-Besiedlung vorangetrieben hat und nun innerhalb des Machtgefüges fehlt, während sie dieses Vakuum nicht füllen kann, von Selbstzweifeln und Schuldgefühlen geplagt wird und auch mangels Erfahrung als „Pathfinder“ nicht ernst genommen wird.

Blaupause zum Neuanfang


Bei den sechs möglichen Begleitern findet sich nur eine neue Alien-Rasse. Und der Rest ähnelt Figuren aus der Ur-Trilogie.
Bei den sechs möglichen Begleitern findet sich nur eine neue Alien-Rasse. Und der Rest ähnelt hinsichtlich des Charakters den Figuren aus der Ur-Trilogie.
Bis hierhin unterscheidet sich der Werdegang Ryders von dem Shepards (dem Helden der bisherigen Trilogie) und würde eigentlich genug Stoff für eine vielschichtige Charakterzeichnung bieten – wenn man sich noch mehr Zeit ließe. Doch innerhalb der umfangreichen und mit zahlreichen Antwortmöglichkeiten versehenen Dialogwege läuft zu diesem Zeitpunkt alles nur darauf hinaus, Ryder als Heldin zu etablieren, die schließlich Entscheidungen über Leben und Tod treffen muss. Und nach zehn Stunden hat man das Gefühl, alles zu kennen – was auch daran liegt, dass sich Bioware nach den ersten drei bis vier Stunden relativ akribisch an der Dramaturgie und Elementen festhält, die man auch im ersten Mass Effect nutzte.  Dabei scheint man sich genau angeschaut zu haben, wie Disney bei Episode 7 mit der Star-Wars-Saga umgegangen ist. Denn ungeachtet der filmischen Qualität, die J.J. Abrams im Regiestuhl mitbringt, ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich „Das Erwachen der Macht“ im Wesentlichen an Elementen von „Eine neue Hoffnung“ entlang hangelt und nicht nur mit ihnen spielt und teilweise rezitiert.

Hier sind die von der Erde entsandten Rassen nicht von den Maschinenwesen der Geth bedroht, sondern durch die Kett. Das sind Alienwesen, bei deren Ursprüngen sich Bioware leicht an den Star-Trekschen Borg orientiert hat. Maschinenwesen gibt es dennoch, die Remnant, die allerdings hier ein Element übernehmen, das die Protheaner unter Shepard innehatten: Eine Vorläuferrasse, die der Schlüssel für die erfolgreiche Besiedlung der diversen Planeten ist. Statt zur Citadel reist man hier immer wieder zur Nexus, die als Schmelztiegel aller mitgereisten bekannten Zivilisationen (Asari, Kroganer, Turianer, Salarianer) für durchaus interessante Spannungen zwischen den Rassen genutzt wird. Die Normandy als Schiff, das einen durch die Galaxie befördert, wird hier durch die nicht minder schicke und vom Layout gar nicht so unterschiedliche Tempest ersetzt, auf der man natürlich in Gesprächen versucht, viel über seine Crew zu erfahren und Liebeleien starten kann. Und der Mako, mit dem man auf einigen Planeten unterwegs war, heißt hier „Nomad“ und ist glücklicherweise deutlich einfacher zu kontrollieren.


Kommentare

Sindri schrieb am
DonDonat hat geschrieben: ?
01.05.2017 11:06
Dabei scheint das Ballancing schon ok zu gehen, wenngleich es manche Klassen gibt, die einfach deutlich stärker sind als andere.
Leider ist das Balancing viel schlimmer. Tech und Biotic Kräfte sind viel zu schwach. Es gibt eine Handvoll Waffen die ordentlich Schaden machen und die viel zu starke Vanquisher-Sniper. Die restlichen Waffen kannst du wirklich auslassen. Die bringen nix.
Ausser Nahkampf. Der ist super stark.
DonDonat hat geschrieben: ?
01.05.2017 11:06
Was nicht ok geht, ist der Netcode (oder das Matchmaking, kann nicht genau sagen was von beiden): Schnellsuche kann man ja absolut vergessen, ich komme quasi nie in Spiele, die für mich tatsächlich spielbar sind. Wenn ich dann selbst hoste, dauert es meist mehrere Minuten, bis ich ein paar Mitspieler habe...
Der Netcode ist die reinste Katastrophe. Aber das Matchmaking geht auf dem PC relativ fix. Kommt mal vor, daß man ca. 1-2 Minuten warten muss aber grundsätzlich geht es relativ fix.
Die Desktop-Crashes habe sie anscheinend auch ein wenig in den Griff gekriegt. Vor 2 Wochen bin ich bei jedem 2. Spiel rausgeflogen, manchmal sogar 10 Sekunden vor Ende der Runde.....
DonDonat hat geschrieben:
DonDonat schrieb am
So, hab jetzt mal einen Nutzer-Test zu ME:A geschrieben:
Mein Test
Leider sind 5k Zeichen doch etwas wenig und ich konnte bei weitem nicht auf alles eingehen :cry:
Nun ja, da ich in diesem Thread schon alles zur Kampagne gesagt habe, jetzt noch ein paar Worte zum Multiplayer:
dieser ist im Team mit Leuten im TS durchaus spaßig, alleine aber nur ok. Dabei scheint das Ballancing schon ok zu gehen, wenngleich es manche Klassen gibt, die einfach deutlich stärker sind als andere.
Was nicht ok geht, ist der Netcode (oder das Matchmaking, kann nicht genau sagen was von beiden): Schnellsuche kann man ja absolut vergessen, ich komme quasi nie in Spiele, die für mich tatsächlich spielbar sind. Wenn ich dann selbst hoste, dauert es meist mehrere Minuten, bis ich ein paar Mitspieler habe...
Ebenfalls störend sind die Cheater: hier spielt mal wer mit einem Stufe 1 Charakter auf Silber/ Gold und ist quasi unsterblich oder hat mit Waffen, die nicht unendlich Munition haben können, unendlich Munition, da ist mal ein Typ mit Wertung von +20k etc.
Man scheint aus den Problemen von ME3 nicht gelernt zu haben :|
Insgesamt reiht sich der Multiplayer also im Rest von ME:A ein: durchschnittlich in allen Belangen, mit Ausreißern nach Unten.
sette07 schrieb am
Anm. d. Red.: Zum Test stand nur die Xbox-One-Version zur Verfügung. Wir werden uns zeitnah mit den anderen Fassungen beschäftigen und ggf. den Text anpassen sowie die Wertungen ergänzen.
Kommt da jetzt noch was? zeitnah sieht bei mir anders aus. :wink:
Grabo schrieb am
Falagar hat geschrieben: ?
27.03.2017 10:51
Wenn TW3 nicht diese hammermäßig gute Story, Charaktere, authentische Grafik und Atmosphäre hätte, wäre das aus Openworldsicht auch nicht wirklich besser als ein Großteil der Konkurrenz - Das Skill- und Kampfsystem ist eher mau, der Schwierigkeitsgrad bis auf HotS selbst aus dem höchsten SG eher lachhaft und das Crafting- und Lootsystem welches ja auch bei DA:I immer wieder so kritisiert wird auch keinen deut besser.
Ok, im Endgame wenn man gut ausgerüstet und geskillt ist wird Witcher 3 einfach aber ich bin an dem ersten Greif den man besiegen muss fast verzweifelt und habe viele Versuche gebraucht, bin schon öfter mal draufgegangen, auch der letzte Endgegner war hart. Und das nicht auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad! Mass Effect Andromeda ist im Vergleich dazu wirklich Kinder-Geburtstag!
Eirulan schrieb am
Tolle Szene die kannte ich noch nicht :lol:
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.

Facebook

Google+