Reckless Racing - Test, Rennspiel, iPhone - 4Players.de

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Vogelperspektiven-Arcaderacer, oh du steter Quell zuverlässiger Kreisch- und Gacker-Freude! Wie viele Jahre hast du mich schon begleitet, über wie viele Plattformen hast du dich in dieser Zeit erstreckt, wie viel Vergnügen hast du mir bereitet? Aber du hast dich jetzt schon seit einiger Zeit nicht mehr bei mir gemeldet. Was ist los? Haben wir uns auseinander gelebt? Ist es meine Frisur? Ach, Vogelperspektiven-Arcaderacer, wo bist du nur?

Ah, da bist du ja.

Grafisch gehört Reckless Racing zu den beeindruckendsten iPod-Spielen - die 3D-Strecken ziehen detailliert und meist ruckelfrei an den Wagen vorbei.
Und wer hätte dein neues Domizil auf Apples iGeräten vermutet, just jenen Plattformen, die immer noch nicht für die Präzision ihrer virtuellen Sticks bekannt sind. Aber da bist du nun, und du nennst dich mittlerweile Reckless Racing. Deine früheren Namen haben mir auch gefallen: Super Off-Road, Micro Machines, Bleifuß Fun oder Mashed haben dir ziemlich gut gestanden. Aber hey, der Name mag sich geändert haben, die inneren Werte sind gleich geblieben. Das ist doch schön.

Aber sag mal, Vogelperspektiven-Arcaderacer, warum hast du eigentlich so abgespeckt? Früher warst du voller Abwechslung und diverser Spielmodi, mittlerweile hat dir wohl der Zeitgeist diktiert, dass fünf sehr kurze Strecken mehr als genug sind, was? Hör nicht auf die, die wollen dir bloß an die Wäsche! Aber ich muss ja zugeben: Im Gegensatz zu anderen Spielen haben dir die Jahre der Reife echt gut getan - du siehst besser aus denn je zuvor! Dein 3D-Kleid ist der Hammer, und was da nicht alles für Details drauf sind: Spritzendes Wasser sehe ich da, zerlegbare Objekte, glaubwürdige Licht- und Schatten-Effekte - billig war das nicht, was? Aber du musst vermutlich noch etwas reinwachsen, denn so richtig flüssig ist die Pracht auf keiner Plattform - egal ob iPod 3G, iPhone 4 oder iPad, immer wieder sehe ich da ein Zuckeln hier, ein kleines Lag da. Nicht schlimm, aber spürbar.

White Trash auf Achse

So, Vogelperspektiven-Arcaderacer, jetzt musst du dich mal kurz mit dir selbst beschäftigen, denn ich muss mit unseren Lesern über dich reden. Alsdenn: Reckless Racing (RR) bietet drei Spielvarianten. Die erste, »Dirt Rally«, ist auch gleich die wichtigste, denn hier liefert man sich Rundenrennen gegen die CPU in drei Schwierigkeitsgraden und schaltet weitere Strecken frei - wobei das die gleichen Abschnitte sind, nur spiegelverkehrt. Lediglich auf dem iPad gibt es drei zusätzliche Pisten. Neben der KI-Stärke existieren auch zwei Abstufungen für die Steuerung: Auf dem Anfängerlevel rasen 
Nur auf dem iPad gibt es drei zusätzliche Strecken, welche die mickrige Auswahl auf iPod und iPhone etwas erweitern.
die sechs Kisten wie auf Schienen über den Dreck, durch das Wasser, über Sprungschanzen und Asphalt hinweg. Erst auf der schwereren Stufe spürt man überhaupt einen Unterschied zwischen den Kisten; hier wird deutlich stärker um Kurven geschliddert, man darf sich weniger Zappelei erlauben. Falls doch mal alles schief geht und man im Graben landet, wird man per Druck auf die entsprechende Taste in Windeseile wieder auf die Strecke gebeamt. »Hot Lap« ist einfach nur eine Jagd nach der schnellsten Rundenzeit. Und »Delivery« ist eine Art Trucker-Variante von Crazy Taxi: Man muss auf einer deutlich größeren Karte Kisten abholen und schnellstmöglich am Zielpunkt abliefern. Je flotter das geht, desto mehr Kohle und Punkte gibt es; Online-Highscore-Listen erlauben den Vergleich mit dem rasenden Rest der Welt. Apropos: Es gibt auch einen Online-Modus, in dem bis zu vier Fahrer gegeneinander antreten dürfen (nur im Rennen). Grundsätzlich eine prima Sache (sogar mit Komfort-Funktionen wie Chat und Ghost-Download), aber leider selbst bei schnellem WLAN sehr Lag-anfällig. Warum auf einen lokalen Multiplayermodus verzichtet wurde, ist daher schwer nachzuvollziehen.

In Sachen Steuerungsvielfalt macht RR kaum ein anderes Spiel was vor: Es gibt nicht weniger als fünf vordefinierte Kontroll-Varianten; wem die Position der Tasten auf dem Touchpad nicht gefällt, kann sie nach Lust und Laune verschieben - und ganz Faule dürfen auch der Automatik das Gasgeben überlassen. Während entspannte
Größe: 39,3 MB
Getestete Version: 1.1.5
Preis (Stand: 16.11.2010): 79 Cent
Banjo-Musik durch die Menüs klimpert hat man die Wahl unter sechs Fahrern, die allesamt den gängigen Südstaaten-Klischees entspringen. Erinnert sich noch einer an das merkwürdige Big Mutha Truckers ? Genau diese Klientel wird auch hier bemüht. So, Vogelperspektiven-Arcaderacer, wir sind fertig - du kannst ruhig wieder reinkommen.

   

Kommentare

gievers schrieb am
Zum Preis von 79ct kann man bei dem Titel aber nicht wirklich meckern. Wenn man bedenkt, daß man früher am guten alten Spielautomaten für 1 DM auch max. so 10-20 Min Spielspaß bekam.... Preis/Leistung sehr gut :-)
Antimuffin schrieb am
Hoffentlich werden bald Strecken nachgeliefert. Das Spiel ist nämlich gut, die mangelnde Abwechslung ist das einzig wirklich schlechte daran.
Smul schrieb am
Jazzdude hat geschrieben:Test beschreibt es genau! Hab es in der Aktion für 79 cent erworben! Mehr ist es eigentlich nicht wert, dazu ist einfach zu wenig Langzeitmotivation da, und einfach zu wenig Strecken.
Edit: Im Test steht ja immer noch 79 cent. Hat das nicht mal über 2 ? gekostet? Oder wurde das dauerhaft gesenkt?!
Moin,
das ging zwischendurch rauf und dann wieder runter. Wie ja in dem Kasten steht, bezieht sich die Preisangabe immer auf das Testdatum.
Cheers
Jazzdude schrieb am
Test beschreibt es genau! Hab es in der Aktion für 79 cent erworben! Mehr ist es eigentlich nicht wert, dazu ist einfach zu wenig Langzeitmotivation da, und einfach zu wenig Strecken.
Edit: Im Test steht ja immer noch 79 cent. Hat das nicht mal über 2 ? gekostet? Oder wurde das dauerhaft gesenkt?!
Kibato schrieb am
Hm wird echt etwas langweilig auf Dauer.. viel zu wenig Strecken. Aber die Steuerung ist top, nach 10 Minuten kann man schon recht gut fahren.
schrieb am

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