Babel Rising
USK: 12
Geschicklichkeit ()

Test: Babel Rising

So testet 4Players

Autor:
Jörg Luibl

Fazit

Wie langweilig ist das denn? Und wie dämlich ist das, wenn man dabei auch noch Kinect-Pantomime macht oder Move-Gefuchtel inszeniert? Selbst wenn ich auf der Couch mit dem Gamepad sitze, wird es nicht besser: Ich ziele mit einem Fadenkreuz und lasse es regnen. Die Babylonier haben ohnehin keine Chance, wenn ich ihnen als zorniger Gott zig Felsen auf die Birne schmeiße. Wenn sie im Dutzendpack aufmucken, kommt halt die Flammenwand oder ich jage Meteoriten vom Himmel. Wenn sie mit ihren Priestern magische Schilde aktivieren, dann kontere ich eben mit einer anderen Macht. Nur aufgrund der Hektik entsteht so etwas wie Anspruch. Aber wenn das eine kreative Variante der „Tower Defense“ sein soll, so eine Art „Tower Prevention“, dann ist sie voll in die Hose gegangen. Es gibt so viele sehr gute Alternativen in diesem Genre.  Sollten Move und Kinect nicht mal eine Zukunft des Spielens einleiten? Auch wenn man mal für fünf Minuten seinen Feuerspaß haben kann: Diese plumpe Zerstörungsorgie katapultiert einen zurück in die Steinzeit. Da spiele ich lieber eine Runde Lemmings auf dem Amiga.

Xbox 360

„Lust auf göttliche Pantomime mit Explosionseffekt? Schrecklich banale Zerstörungsorgie.”

PlayStation 3

„Diese plumpe Zerstörungsorgie katapultiert einen zurück in die Spiele-Steinzeit. ”

 
 

Kommentare

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  • Jedes Game das Move od Kinekt beinhaltet ist spielerisch zum vergessen . Die Move und Kinekt Games sind nur eines , nähmlich super minnimalistisch und bieten ausser zweifelhafte Gymnastik vor dem TV, unterbrochen von ständigen Scriptfilmchen, überhaupt nichts. Ob es jetzt Killzone od sonstwas ist,  [...] Jedes Game das Move od Kinekt beinhaltet ist spielerisch zum vergessen . Die Move und Kinekt Games sind nur eines , nähmlich super minnimalistisch und bieten ausser zweifelhafte Gymnastik vor dem TV, unterbrochen von ständigen Scriptfilmchen, überhaupt nichts. Ob es jetzt Killzone od sonstwas ist, es reduziert das Gaming aufs Spielhallen standart , und da gehören diese Games auch hin.
  • mr archer schrieb:
    "Warum baut man so ein Gemächt? Laut dem Alten Testament eigentlich nicht, um Gott architektonisch oder gar phallisch zu erzürnen, sondern einfach nur damit all die Sintflut-Flüchtigen schon aus weiter Distanz erkennen, wo sich die Reste der
     [...]
    mr archer schrieb:
    "Warum baut man so ein Gemächt? Laut dem Alten Testament eigentlich nicht, um Gott architektonisch oder gar phallisch zu erzürnen, sondern einfach nur damit all die Sintflut-Flüchtigen schon aus weiter Distanz erkennen, wo sich die Reste der fast ausgerotteten Menschheit ansiedeln ? quasi wie eine Rettungsboje aus Stein. Und warum ist Gott dann mal wieder sauer? Er mag diese zentralisierte Metropole der Babylonier nicht, denn seine Schöpfung soll sich über die gesamte Erde ausbreiten. An dieser Stelle verlässt Ubisoft allerdings die Geschehnisse der Genesis ..." Hm. Also diese Deutung der Geschehnisse ist mir ehrlich gesagt neu. Hier mal die Übersetzung aus der Genesis: 1 Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. 2 Als sie von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. 3 Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel. 4 Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. 5 Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. 6 Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. 7 Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. 8 Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. 9 Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut. Und mehr steht zu dieser Geschichte in der Bibel nicht zu lesen. Die Stelle im AT, wo etwas davon steht, dass der Turmbau zu Babel eine Art Wiederansiedlungsprojekt nach der Sintflut war, hätte ich dann doch ganz gerne mal gezeigt bekommen. Oder auch eine Stelle, die die Zerstörung damit begründet, dass der Alte ansiedlunstechnisch andere Pläne mit seiner zweibeinigen Schöpfung hatte. Edit: Man lernt nie aus. Sekundärtexte und Deutungen gehen tatsächlich in die Richtung von Jörgs Text. Allerdings leitet sich das nicht aus dem Alten Testament an sich her. Und die gesamte spätere Rezeption in der europäischen Kunstgeschichte benutzt die Geschichte als Parabelerzählung für menschliche Hybris. Und nicht als erste historisch belegte Aktion des UNHCR. Hm, hm. Demnach bedürfte der Hinweis auf das Alte Testament vielleicht noch eines Nebensätzchens. Oder auch nicht. Letztendlich mal wieder Haarspalterei meinerseits. Bin schon weg.
    Kannte die Geschichte noch wage aus der Schulzeit und solch Trivia ist für mich interessant zu lesen. Daumen hoch für die Mühe mit der du ein interessantes Kommentar zu einem uninteressanten Spiel geschrieben hast
  • "Warum baut man so ein Gemächt? Laut dem Alten Testament eigentlich nicht, um Gott architektonisch oder gar phallisch zu erzürnen, sondern einfach nur damit all die Sintflut-Flüchtigen schon aus weiter Distanz erkennen, wo sich die Reste der fast ausgerotteten Menschheit ansiedeln ?  [...] "Warum baut man so ein Gemächt? Laut dem Alten Testament eigentlich nicht, um Gott architektonisch oder gar phallisch zu erzürnen, sondern einfach nur damit all die Sintflut-Flüchtigen schon aus weiter Distanz erkennen, wo sich die Reste der fast ausgerotteten Menschheit ansiedeln ? quasi wie eine Rettungsboje aus Stein. Und warum ist Gott dann mal wieder sauer? Er mag diese zentralisierte Metropole der Babylonier nicht, denn seine Schöpfung soll sich über die gesamte Erde ausbreiten. An dieser Stelle verlässt Ubisoft allerdings die Geschehnisse der Genesis ..." Hm. Also diese Deutung der Geschehnisse ist mir ehrlich gesagt neu. Hier mal die Übersetzung aus der Genesis: 1 Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. 2 Als sie von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. 3 Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel. 4 Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. 5 Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. 6 Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. 7 Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. 8 Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. 9 Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut. Und mehr steht zu dieser Geschichte in der Bibel nicht zu lesen. Die Stelle im AT, wo etwas davon steht, dass der Turmbau zu Babel eine Art Wiederansiedlungsprojekt nach der Sintflut war, hätte ich dann doch ganz gerne mal gezeigt bekommen. Oder auch eine Stelle, die die Zerstörung damit begründet, dass der Alte ansiedlunstechnisch andere Pläne mit seiner zweibeinigen Schöpfung hatte. Edit: Man lernt nie aus. Sekundärtexte und Deutungen gehen tatsächlich in die Richtung von Jörgs Text. Allerdings leitet sich das nicht aus dem Alten Testament an sich her. Und die gesamte spätere Rezeption in der europäischen Kunstgeschichte benutzt die Geschichte als Parabelerzählung für menschliche Hybris. Und nicht als erste historisch belegte Aktion des UNHCR. Hm, hm. Demnach bedürfte der Hinweis auf das Alte Testament vielleicht noch eines Nebensätzchens. Oder auch nicht. Letztendlich mal wieder Haarspalterei meinerseits. Bin schon weg.

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