Test (Wertung) zu What Remains of Edith Finch (Adventure, PlayStation 4, PC) - 4Players.de

 

Test: What Remains of Edith Finch (3D-Adventure)

von Jörg Luibl



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FAZIT



What Remains of Edith Finch ist das beste Erzählspiel der letzten Jahre. Die magische Traurigkeit erinnert an Ray Bradbury, das morbide Flair an Tim Burton, viele Motive an Jules Verne und alte Sagen - dabei dreht sich alles um rätselhafte Tode in einem Haus, das man wie ein Entdecker à la Nemo erkundet. Die Entwickler demonstrieren auf eindrucksvolle Art, welche narrative Kraft in diesem Medium steckt, wenn man seine interaktiven Möglichkeiten mit einer guten Geschichte verwebt, wenn Entdeckungen in der Gegenwart in historische Rückblicke und Minispiele übergehen. Leider gibt es nur kleine Fingerübungen und keine anspruchsvollen Rätsel, aber die märchenhafte Erzählweise sorgt immer wieder für interaktive Überraschungen - man folgt in der Rolle einer 17-jährigen geheimen Wegen in die Vergangenheit der eigenen Familie, in der man ebenso surreale wie bewegende Kurzgeschichten aus der Perspektive der verstorbenen Verwandten erlebt. Nicht alle bieten dasselbe dramaturgische Niveau, es gibt mitunter kleine Steuerungstücken sowie Bildratenprobleme. Aber wer Storytelling-Experimente à la Dear Esther, Gone Home, The Vanishing of Ethan Carter oder Everybody's Gone to the Rapture mag, erlebt eine zauberhaft inszenierte Geschichte weitab von emotionalem Kitsch, aber dennoch unheimlich bewegend. Falls sich jemand fragt, ob zwei bis drei Stunden für ein Spiel nicht viel zur kurz sind: Nein. Vor allem nicht, wenn man am Ende eine Träne verdrücken muss.
3D-Adventure
Release:
25.04.2017
25.04.2017
19.07.2017
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ab 19,99€
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Vergleichbare Spiele

WERTUNG

Leserwertung 75% [1]



PC

„What Remains of Edith Finch ist ein sehr gutes Erzählspiel. Es demonstriert auf eindrucksvolle Art, welche narrative Kraft in diesem Medium steckt, wenn man seine interaktiven Möglichkeiten mit einer guten Geschichte verwebt.”

Wertung: 88%

PlayStation 4

„Stellt euch vor, ihr findet einen Zauberwürfel mit in sich verdrehten Geschichten. Und ihr könnt ihn betreten, um dem labyrinthischen Schicksal einer Familiengeschichte zu folgen. Das ist Edith Finch. ”

Wertung: 88%



 

Lesertests

Kommentare

DARK-THREAT schrieb am
Naja, bei dem Spiel spielt das weniger eine Rolle fand ich. Untertitel lesen sich dort nicht unter Druck und man wird nicht von einem Gameplay abgelenkt und hat Zeit dafür (nicht wie zB in GTA V wo das echt nervt und man im Straßenverkehr Unfälle baut, weil man mit lesen beschäftigt ist).
TheoFleury schrieb am
Numrollen hat geschrieben: ?
25.04.2017 17:23
keine deutsche Sprachausgabe.
Tjo leider leider immer seltener. Schade, wird nicht gekauft.
Seltsam dachte bin einer der wenigen denen es auffällt...und das 2019...hmmmz
Hokurn schrieb am
Hab zuletzt durch PS+ den Gedanken bekommen es nochmal zu spielen, weils ja nur Spielfilmlänge hat und finde es beim zweiten Durchlauf besser als beim ersten zum Release. Für mich jetzt nicht inhaltlich das beste Spiel seiner Art aber die Machart gehört zu den besten was die Verbindung von Gameplay und Story angeht. Der
SpoilerShow
Comic und die Fischfabrik
sind einfach genial.
Chibiterasu schrieb am
Ging mir ähnlich. Ich fand es eigentlich recht substanzlos.
Schon schön gemacht natürlich.
LaggyNET schrieb am
Dank Epic Store konnte ich das Game auch mal spielen.
Und was soll ich sagen, begeistert hats mich nicht gerade.
Ich meine, es ist schön gemacht und die Story ist "gut". Aber nachdem das Spiel wirklich zu 100% von der Story lebt, hätte ich doch etwas mehr erwartet. Überraschungen oder Wendungen.
Zumal man am Ende nicht wirklich schlau draus wird, warum das nun alles so ist bzw. was dahinter steckt.
Klar, kann man das jetzt "feiern", wie herrlich nichtssagend, mysteriös und melancholisch alles doch sei, aber letzten Endes bleibt für mich doch der Endruck, dass das Spiel ziemlich substanzlos und durch das schöne Artdesign mehr "schein als sein" ist.
Ich hatte es ewig lange auf meiner Steam Wunschliste und bin ich nachhinein doch froh, es nicht gekauft zu haben. Ein wenig Skepsis hatte ich immer "was soll daran so toll sein? Ist die Story wirklich so gut" fragte ich mich.
Aber na ja, der Gedanke hat sich nun leider bestätigt. Die Story ist nett, das Artdesign schön, aber das wars dann aber auch. Kann man kaufen/spielen, muss man aber nicht.
Solche Spiele wie Firewatch oder auch ein Super Hot und selbst ein Pony Island konnten mich als "Indie Perlen" trotz kurzer Spielzeit deutlich mehr begeistern, weil sie einfach das gewisse Etwas hatten. Das Fehlt mir bei edith Finch irgendwie und das können neben der Story weder das Artdesign noch die hin und wieder netten mini-gameplayeinlagen ausgleichen.
Ich würde von der Wertung 10 Punkte abziehen. Es ist ein durchaus "gutes" Indie spiel. Ich wills auch nicht allzu schlecht reden. Aber in Anbetracht dessen, dass es hier nen Gold Award bekommen hat und von 4Players damals auch als eines der Spiele des Jahres gekürt wurde halte ich den Hype für maßlos übertrieben.
schrieb am