Sacred 2: Fallen Angel
USK: 16

Test: Sacred 2: Fallen Angel

So testet 4Players
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Autor:
Mathias Oertel

Fazit

Ich bin hin- und her gerissen – wie schon lange nicht mehr bei einem Hack&Slay. Auf der einen Seite möchte ich den verantwortlichen Designern rechts und links eine ballern, weil sie sich vollkommen ohne den Hauch von Inspiration oder gar Innovation auf absolut sicherem und bewährtem Gelände bewegen. Keine Rätsel und ein Klick&Forget-Kampfsystem sind angesichts von Titeln wie Avencast oder Hard to be a God Relikte einer längst vergessen geglaubten Spiele-Ära. Einer Ära allerdings, die einen Heidenspaß gemacht hat. Dem gegenüber steht das immergrüne Prinzip des Jagen und Sammelns, das durch in die Hunderte gehenden Missionen sowie haufenweise Dungeons zusätzlich angeheizt wird. Und bevor man sich versieht, versinkt man in der teils Atem beraubend schönen, aber Ressourcen verschlingenden Welt von Ancaria und fällt dem „Eine Mission noch“-Syndrom zum Opfer, die bei mir trotz Gesamtspielzeit im hohen zweistelligen Bereich dazu führen, dass ich immer noch gerne nach Ancaria zurückkehre. Und dann sind da ja auch noch die Bugs, die im offiziellen Forum mehr Seiten füllen als allgemeine Fragen zum Spiel und zu den Inhalten. Dazu muss ich sagen, dass ich zwar einige nervende Käfer gesehen habe, aber keinen absoluten Gamekiller verzeichnen konnte. Und so war ich zwar immer wieder genervt, konnte aber auch nicht die Finger von Sacred 2 lassen. Was Ascaron hier abliefert ist nicht neu – ganz und gar nicht. Aber das, was sie inhaltlich und mechanisch hier vom Stapel lassen, machen sie sehr gut. Wenn das Team jetzt noch den selbst auferlegten Anspruch aufrecht erhalten hätte, endlich mal ein bugfreies Spiel abzuliefern – wer weiß, in welche Wertungsregionen sich der gefallene Engel hätte aufmachen können. Da man aber für jeden positiven Aspekt von Sacred 2 auch mindestens einen negativen findet und man dadurch eine Motivations-Sinuskurve erlebt, die auch vom Day 1-Patch nicht behoben wird, bleibt nicht mehr als ein befriedigender Eindruck zurück. Sehr schade – denn mit etwas Feingefühl und dem Fokus für das Wesentliche wäre hier weitaus mehr möglich gewesen. Doch vielleicht gelingt den Konsolenversionen im November der große Wurf. Daher eine Bitte an die Verantwortlichen: Macht es diesmal richtig. Versaut den Titel entweder komplett oder sorgt für einen absoluten Hit. Dieses emotionale Hin und Her macht mich echt fertig.
Pro
 
Kontra
gute Animationen   herkömmliche Kampfmechanik
schöne Effekte   null Rätsel
interessante Story zwischen Fantasy und Science Fiction...    ... die aber unspektakulär erzählt wird
stimmungsvolle Kulisse   diverse Bugs, teils Spiel beeinflussend
einfache Steuerung   empfohlene Minimalanforderungen reichen nicht aus
haufenweise Quests...   ...wodurch die Hauptaufgabe fast in Vergessenheit gerät
Teleportsystem   Geld auf Dauer wertlos
Häuser können betreten werden   keine eigenen Charaktere möglich
übersichtliche Charakter-Entwicklung   Bronze- Schwierigkeitsgrad ohne Herausforderung
Wetterwechsel   nur eingeschränkte Interaktion mit der Umgebung
Tag-/Nachtzyklus   unübersichtliches und steriles Mission- Logbuch
stimmungsvolle Musik   Gegner kommen immer wieder
auch Online spielbar   Online- Spiel mit Problemen
Gegenstände ohne Ende   teils mitlevelnde Gegner
Jäger- und Sammler-Trieb wird gut angesprochen   stark niederstufige Gegner greifen aggressiv an
Sonstiges
 
Sonstiges
Reittiere, auch figurenspezifisch   Nichts sagende oder unpassende Gegenstandsnamen
Zwei Enden (Licht, Dunkel)   keine Befehle für Mitläufer
über 200 Dungeons   Sprachsamples wiederholen sich schnell
sechs spielbare Figuren    
offene Welt    

PC

„Technik, Kulisse und Umfang können sich sehen lassen, doch spielerisch und hinsichtlich der Bugs schwankt Sacred 2 zwischen enorm motivierend und ernüchternd...”

 

Kommentare

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  • Ich hab mir mittlerweile die PC-Version gekauft und bin ganz zufrieden damit. Ich musste zwar erst mal eine gefühlte Stunde lang Patches downloaden und installieren, um das Game auf die aktuelle Version zu bringen, aber von Bugs, Slowdowns, etc. ist nichts zu spüren. Spiel läuft sauber und flüssig,  [...] Ich hab mir mittlerweile die PC-Version gekauft und bin ganz zufrieden damit. Ich musste zwar erst mal eine gefühlte Stunde lang Patches downloaden und installieren, um das Game auf die aktuelle Version zu bringen, aber von Bugs, Slowdowns, etc. ist nichts zu spüren. Spiel läuft sauber und flüssig, und macht auch viel Spaß, auch wenn der Schattenkrieger, mit dem ich angefangen habe, etwas eintönig ist. Werde demnächst wohl mal den Inquisitor ausprobieren.. gibt ja genug Klassen zur Auswahl. Jedenfalls kann man das Spiel mittlerweile durchaus empfehlen. Es ist zwar ärgerlich, wenn ein Spiel völlig unfertig auf den Markt kommt, aber wenigstens war die Patcharbeit vorbildlich und in seiner jetzigen Form ist es prächtig zu handhaben.
  • Arktus schrieb:
    Der Patsch 2.43 lies sichüber den Lader anstantsloss herrrunterladen! endlich ruckelfrei gespielt nur frage ich mich was die Kuschelecke Bedeutet????????
    Das Achievment "Gruppenkuscheln" erreichst du indem du mit 15 (glaub ich) Spielern  [...]
    Arktus schrieb:
    Der Patsch 2.43 lies sichüber den Lader anstantsloss herrrunterladen! endlich ruckelfrei gespielt nur frage ich mich was die Kuschelecke Bedeutet????????
    Das Achievment "Gruppenkuscheln" erreichst du indem du mit 15 (glaub ich) Spielern zusammen auf einem Server spielst (OpenNet oder ClosedNet). Am PC klappt es, auf den Konsolen weiss ich es nicht. Arktus schrieb:
    Hoffendlich ist das Addon auch so gut mit nur einer neuen Spielfigur dem DrachenKrieger. ] DrachenMagier
  • Der Patsch 2.43 lies sichüber den Lader anstantsloss herrrunterladen! endlich ruckelfrei gespielt nur frage ich mich was die Kuschelecke Bedeutet???????? :tanzen: Hoffendlich ist das Addon auch so gut mit nur einer neuen Spielfigur dem DrachenKrieger. :danke: