Vorschau (Wertung) zu Total War: Three Kingdoms (Strategie, PC) - 4Players.de

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Vorschau: Total War: Three Kingdoms (Strategie)

von Eike Cramer



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AUSBLICK



Während der zugegebenermaßen sehr knappen zwanzig Minuten in Köln hielt sich bei mir das Gefühl, dass man die Total-War-Serie möglicherweise in eine völlig falsche Richtung entwickelt. Anstatt die Kernprobleme der stagnierenden Gefechte anzugehen, neue Wucht in den Schlachten zu entfesseln oder einen spielmechanischen Neustart anzustreben, der mir mehr Möglichkeiten in der Geländetaktik ermöglicht, werde ich mit Superhelden und ihren Mikomanagement-Ambitionen konfrontiert, die so gar nicht in das historische Setting passen wollen. Klar – der romantisierte Spielmodus ist nur eine von zwei Varianten: es soll auch möglich sein, China im historischen akkurateren Standard-Modus zu erobern. Dennoch bezweifle ich, dass Creative Assembly dort die Ressourcen investiert, um mich mit packenden, historischen Gefechten zu faszinieren, die ich das letzte Mal im Pulverdampf von Empire und Napoleon erlebt habe. Sicher, ein Total War wird letztlich auf der Kampagnenkarte entschieden, von der es auf der Gamescom nur einen schnellen Überflug zu sehen gab. Dennoch bezweifle ich, dass den Briten mit Three Kingdoms ein Befreiungsschlag gelingen kann.

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Kommentare

4P|Eike schrieb am
Civic TypeR hat geschrieben: ?
29.08.2018 12:19
Also wer sich etwas genauer über Three Kingdoms informiert, würde wissen, dass es einen historischen Modus und eben den "Romance of three Kingdoms"-Modus gibt, über den hier so drübergefahren wird. Finde ich etwas traurig, eine Preview ohne das entsprechende Hintergrundwissen zu schreiben.
Das kann man behaupten, oder eben die (recht kurze) Vorschau bis zum Ende lesen.
Ich zitiere mich eben mal selbst:
"Klar ? der romantisierte Spielmodus ist nur eine von zwei Varianten: es soll auch möglich sein, China im historisch akkurateren Standard-Modus zu erobern. Dennoch bezweifle ich, dass Creative Assembly dort die Ressourcen investiert, um mich mit packenden, historischen Gefechten zu faszinieren, die ich das letzte Mal im Pulverdampf von Empire und Napoleon erlebt habe."
Was übrigens auch ebenfalls keinerlei Einfluss darauf hat, dass mir der "Romances"-Modus wohl nicht gefallen wird.
Civic TypeR schrieb am
Also wer sich etwas genauer über Three Kingdoms informiert, würde wissen, dass es einen historischen Modus und eben den "Romance of three Kingdoms"-Modus gibt, über den hier so drübergefahren wird. Finde ich etwas traurig, eine Preview ohne das entsprechende Hintergrundwissen zu schreiben.
flo-rida86 schrieb am
Gibt mir warhammer 3 inklusive mortal Empire und arbeiten noch mit neuer engine und Seeschlachten dan hätte man Land,luft,Wasser und ich bin glücklich ok,Karten Anspruch kann auch etwas angehoben werden aber wie dieser Teil reizt mich nicht mehr.
Finds auch komisch wie sie zuletzt wieder rome 2 mit einem grossen dlc bedient haben und mittlerweile gibt's auch die schon sehr günstig weil es gar nicht so viele wohl wollen.Bei den historischen ist bei mir definitiv die luft raus und wenn ich bock habe kann ich mit einem Kumpel im mp wieder rome 2 oder Shogun 2 abwerfen.Auch gerne Empire aber da gibts ja keine Möglichkeit mehr:(
Sharkie schrieb am
Ist ja auch Geschmacksfrage, schrieb ich ja. :) Ich würde ja nie im Leben sagen, dass Deine Präferenz weniger gerechtfertigt als meine oder gar falsch wäre. Nur, dass sie sich nicht überzeugend mit der Historizität der Vorlage begründen lässt. Sämtliche gameplaybezogene Kritik am Heldenfokus dagegen klingt für mich ebenfalls sehr ungut, das liest sich in der Tat so, als könnte Creative Assembly möglicherweise an dem Balanceakt zwischen Serientradition und Innovation im Geiste der literarischen Vorlage scheitern. Ich schätze mal, so wie Dir wird es vielen gehen, vielleicht sogar der Mehrheit der alteingesessenen Serienfans. Das wird auch der Grund sein, aus dem man sich überhaupt dazu entschlossen hat, diese zwei Modi für Helden- und Historienspiel anzubieten, was natürlich immer das Risiko bietet, dass da nichts konsequentes oder ausgereiftes bei rauskommt (wie so oft, wenn man versucht, es allen rechtzumachen). Hoffen wir mal, dass sich da noch was tut. :)
4P|Eike schrieb am
Sharkie hat geschrieben: ?
28.08.2018 18:02
4Players hat geschrieben: Hier besitzen die Generäle übermenschliche Fähigkeiten, die sie ganze Armeen zermalmen lässt - ähnlich wie bei den Musou-Prüglern der Warriors-Reihe. Schon dieser Faktor fällt aber schnell negativ auf ? passen die übermächtigen Heldeneinheiten bei Total War: Warhammer nämlich noch ins Bild und bilden zusammen mit gigantischen Monstern eine stimmige Fantasy-Kulisse, sind die Anführer im alten China bestenfalls unauffällig und im schlimmsten Fall eine nervige neue Mikromanagement-Falle.
[...]
Anstatt die Kernprobleme der stagnierenden Gefechte anzugehen, neue Wucht in den Schlachten zu entfesseln oder einen spielmechanischen Neustart anzustreben, der mir mehr Möglichkeiten in der Geländetaktik ermöglicht, werde ich mit Superhelden und ihren Mikomanagement-Ambitionen konfrontiert, die so gar nicht in das historische Setting passen wollen.
Sorry, aber hier wird das Setting missverstanden. Die literarische Basis von Total War: Three Kingdoms porträtiert seine Generäle als exakt die übertriebenen Superhelden, die sich auch im Spiel wiederfinden. Das neue Total war ist in dieser Hinsicht schlicht und einfach vorlagengetreu. Weswegen ich den Vorwurf, das passe nicht zum vermeintlich "historischen" Setting, doch ziemlich fehlgeleitet finde, bzw. denke dass derjenige, der ihn erhebt, sich eben ein anderes Setting wünscht, nämlich eines, das das China des 2. und 3. Jahrhunderts mit möglichst großer historischer Akuratesse abbildet. Was ja auch völlig legitime Geschmacksangelegenheit wäre, nur sollte man dann...
schrieb am