Splinter Cell: Double Agent
USK: 16

Test: Splinter Cell: Double Agent

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  Fazit 

Autor:
Benjamin Schmädig

Fazit

Die neue Steuerung ist gewöhnungsbedürftig, keine Frage. Das spielt aber keine Rolle. Ich fluche nicht mehr, weil ich inzwischen Zähne knirschend mit ihr klar komme. Ich bin aber trotzdem unzufrieden! Denn viel schwerer wiegt die Tatsache, dass Splinter Cell die Möglichkeiten von Wiimote und Nunchuck nur im Ansatz nutzt. Statt Duftmarken in der New Generation zu hinterlassen, konvertieren die Entwickler mit Tunnelblick das Altbekannte und verrennen sich dabei in einem Wust aus hakeligen Eingaben. Schon das Umgreifen von den Wiimote-Buttons zum Steuerkreuz sorgt für frustrierende Momente, wenn ihr unfreiwillig die Kamera verzieht. Dass ihr den Controller ansonsten still halten müsst, weil sich euer Blickwinkel schon bei kleinen Bewegungen ändert, sorgt für einen steifen Arm. Rechnet hier noch die indirekte Kontrolle des Fadenkreuzes hinzu, die den Grundsätzen der freien Bewegung widerspricht und greift besser zu der Version für Xbox, PS2 oder GameCube. Double Agent ist auch auf dem Wii ein spannender Thriller, der nach einer Zeit der Eingewöhnung richtig gute Unterhaltung bietet. Er lässt sich allerdings nie so entspannt genießen wie auf Xbox oder PC, macht im Gegenzug sogar Ärger beim Anvisieren von Gegnern. Was mich aber erst richtig wurmt ist das Fehlen veränderlicher Lichtquellen. Das hier ist Splinter Cell – es geht um das Spiel mit Licht und Schatten und zu einem großen Teil um das Erschaffen von Schatten durch vorrübergehend oder dauerhaft verdunkelte Glühbirnen. Deshalb empfinde ich es als unverzeihlich, dass ich die meisten Lampen nicht zerschießen kann – was selbst auf aktuellen Konsolen möglich war. Ich hoffe sehr, dass Ubisoft dem nächsten Wii-Auftritt mehr spendiert als eine halbgare Konvertierung. Denn falls der Sam Fisher der Next Generation auch im fünften Teil keine neuen Fähigkeiten lernt und sich sein Abstecher in die New Generation nicht freier anfühlt als mit einem Gamepad, schleiche ich auch weiterhin auf aktuellen Konsolen.
Pro
 
Kontra
Sam Fisher bekommt Charakter   unterschiedlich sensible Steuerung bei Schießen & Kamera drehen
glaubwürdige Geschichte   Wii- Controller wird nicht ausgereizt
keine zähen Briefings   schlecht kontrollierbare Kamerabewegung
Vertrauensbalken fördert Konflikte auf Mission   indirektes Zielen statt "Point&Shoot"
Entscheidungsmomente mitten im Spiel   nach Laden wird Nunchuck falsch erkannt
großartige englische/gute deutsche Sprecher   keine nennenswerten Neuerungen zu Vorgängern
knackige Geräusche   blasse Terroristen
spannende, situationsbedingte Musik   Lichtquellen können nur selten zerstört werden
Koop-Modus mit speziellen Levels   Gegner gehen im Dunkeln an Sam vorbei...
mehrere Vorgehens-Möglichkeiten   ... und bemerken keine Verhöre
Interaktion mit Team-Mitglied   Verhöre bringen wenig Informationen
intuitives Schlösserknacken   Vertrauen beeinflusst Spielverlauf kaum
großartige Zwischensequenzen   kein Online- Modus
intuitives Tutorial   Ausrüstung wird vorgegeben
fordernde Gegner   magere Statistik
abwechslungsreiche Missionen   nur ein Speicherplatz
unterschiedliche Vorgehensmöglichkeiten    
viele Infos auf Computern    
schnelles Speichern/Laden    

Nintendo Wii

 

Kommentare

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  • Um das mit der Wii zu spielen bedarf es doch recht viel übung. Werde bei der PC Version bleiben.
  • ich verstehe jörgs argumentation (dass jemand das spiel testen sollte, der das genre liebt und den zu testenden titel bereits auf anderen konsolen gespielt hat) und dennoch muss ich listrahtes recht geben. benjamin scheint dem wii nun wirklich nicht viel abgewinnen zu können. deshalb wäre es in  [...] ich verstehe jörgs argumentation (dass jemand das spiel testen sollte, der das genre liebt und den zu testenden titel bereits auf anderen konsolen gespielt hat) und dennoch muss ich listrahtes recht geben. benjamin scheint dem wii nun wirklich nicht viel abgewinnen zu können. deshalb wäre es in diesem speziellen fall wirklich klasse gewesen, wenn zwei redakteure einen test hätten durchführen können. vielleicht wäre das jedoch zu aufwendig gewesen, keine ahnung... und jetzt nochmal was anderes. hab mir bisher nur kommentare durchgelesen und noch nie selbst einen geschrieben, weil ich es nicht als notwendig empfunden habe, aber folgendes muss wirklich mal raus: der wii steckt noch in kinderschuhen... die grundsatz-diskussionen, die bereits jetzt über die neue steuerung geführt werden, finde ich mehr als fragwürdig. ein paar schlechte spiele machen keine schlechte konsole, v.a. nicht, wenn es sich um launch- oder zumindest ganz frische titel handelt. ich habe selbst einen wii (konnte man den vorhergehenden zeilen bestimmt entnehmen) und freue mich auf alles, was noch kommt. mir gefällt die shooter-steuerung jetzt schon (red steel) und bin mir sicher, dass man sie noch um ein gutes stück verbessern wird.
  • Also ich hab mir die Demo vom Live Marktplatz gesaugt und muss sagen: Bin etwas enttäuscht vom Game. Sie Steuerung ist gewöhnungsbedürftig, der Fakt, das es nun auch am tage spielt stört mich etwas und die Optik haut mich auch net vom Hocker (scheiß Multiplattform). Naja mein Fall is es nicht...  [...] Also ich hab mir die Demo vom Live Marktplatz gesaugt und muss sagen: Bin etwas enttäuscht vom Game. Sie Steuerung ist gewöhnungsbedürftig, der Fakt, das es nun auch am tage spielt stört mich etwas und die Optik haut mich auch net vom Hocker (scheiß Multiplattform). Naja mein Fall is es nicht...