Halo Wars: Ersteindruck: Ohne Master Chief gut? - 4Players.de

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Strategie
Entwickler: Ensemble Studios
Publisher: Microsoft
Release:
27.02.2009
20.12.2016
20.12.2016
Test: Halo Wars
80

“Ein actionreicher und vor allem abwechslungsreicher Abschied für ein großes Studio. Auch dieser Konsolentaktik fehlt aber der Tiefgang vergleichbarer PC-Titel.”

 
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Leserwertung: 90% [17]

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Ersteindruck: Halo Wars

Halo Wars (Strategie) von Microsoft
Halo Wars (Strategie) von Microsoft - Bildquelle: Microsoft
Halo ohne den Master Chief? Geht das denn überhaupt? Das ist doch... falsch. Das ist wie Asterix ohne Obelix, wie Nutella ohne Brot, wie die Spieleindustrie ohne Jack Thompson! Oder doch nicht? Laut Harter Ryan, Executive Producer bei Entwickler Ensemble Studios, die u.a. mit der Age of Empires -Reihe Weltruhm eingeheimst haben, ist das überhaupt kein Problem, ist Halo Wars doch gewissermaßen ein Prolog zur Halo-Saga, der zeitlich weit vor dem ersten Teil spielt - im Jahre 2531.

Das seit 2 1/2 Jahren in Entwicklung befindliche Game ist kein klassisches RTS - dafür gibt's viel zuviel Action und Krawumm! Die Entwickler wollen ein leicht zugängliches, unterhaltsames Produkt schaffen, das den Spieler vor allem nicht mit einer überfrachteten Steuerung vor dem Fernseher schwitzen lässt. Im Grunde reichen beide Analogsticks und zwei Standardbuttons des Xbox 360-Controllers, um das Game unter Kontrolle zu haben: Taste A simuliert den linken Mausbutton, Taste X den rechten. Zwei Mal A drücken ist wie ein Doppelklick, haltet ihr A gedrückt, könnt ihr beim gleichzeitigen Bewegen des linken Sticks Einheiten markieren - das Ganze sah während der Präsentation teuflisch einfach aus, allerdings konnten wir leider nicht selbst Hand ans Pad legen. Jedoch hat uns Ryan versichert, dass das erste halbe Jahr der Entwicklung ausschließlich der Steuerung und dem Interface zugute kam: Die Designer haben Age of Mythology gestartet, ein Pad angesteckt und drauflos überlegt, wie sie das Ganze sinnvoll kontrolliert bekommen - klingt nach Entertainment!

Zurück zu Halo Wars: Wie bei einem klassischen RTS errichtet ihr standardmäßig zunächst eure Basis, obwohl manche der geplanten 15 Missionen auch anders beginnen sollen. Klickt ihr ein Gebäude an, öffnet sich ein ringförmiges Auswahlmenü, das euch eine Auswahl der möglichen Bauoptionen bietet. Halo-Fans werden sich sofort zurechtfinden, sind doch viele bekannte und beliebte Einheiten auch in Halo Wars vorhanden: Grunts, Warthogs, Banshees, Ghosts, Scorpion-Panzer - selbst der gigantische, in Halo 2 gefürchtete Scarab-Mechanokäfer mit seinem alles in Windeseile zerstörenden Megalaser krabbelt euch gelegentlich über den Weg! Alle Figuren und Vehikel sehen nicht nur wie im Shooter aus, sie bewegen sich auch so - die Ensemble Studios haben die Physikroutinen von Bungie genutzt. Es gibt allerdings auch ein paar bislang nicht gesehene Fahr- und Flugzeuge, die sinnvoll in die Story eingebunden werden sollen, um nicht mit dem bekannten Halo-Universum zu kollidieren. Freunde von reizenden britischen Akzenten werden sich außerdem freuen, dass die künstliche Intelligenz Cortana ebenfalls vorhanden ist, und erneut durch das Spiel führt - wieder gesprochen von Jen Taylor.

Wie in jedem guten RTS setzen die Entwickler auch in Halo Wars auf gut ausbalancierte Einheiten und ein intelligentes Schere-Stein-Papier-Prinzip - übermächtige Streitkräfte wird es nicht geben. Dafür aber einen Kooperativmodus, in dem zwei Spieler gleichzeitig gegen die Allianz vorgehen dürfen, falls sie nicht gerade selbst gegeneinander antreten wollen. Und natürlich soll auch die Technik überzeugen, die Reihe hat ja einen gewissen Ruf zu verlieren: Halo Wars bietet vor allem coole Licht- und Partikeleffekte, die Physikengine kann sich sehen lassen, die vielen gut designten Einheiten bewegen sich flüssig durch prächtig modellierte, aber gegenwärtig noch dezent ruckelige Landschaften, die ihrerseits ebenfalls direkt aus den bekannten Games stammen könnten.

Obwohl Halo Wars nur wenig Überraschungen bietet, kann bei der Kombination Ensemble Studios + Halo-Universum eigentlich nicht viel schief gehen. Wenn die Entwickler noch die zuckelige Grafik in den Griff bekommen, und die Finger von einem Bibliotheks-Level lassen, dann dürften Freunde leichter RTS-Kost ab Anfang 2008 eine kompetente Alternative zu Command & Conquer 3 auf ihrer 360 haben. Schade nur, dass keine PC-Version geplant ist.

Kommentare

xblubx212 schrieb am
Erst ma eine halo wars mission dauert 30min-1 stunde un das bei 15 mission
gut ich gebe zu es sind etwas wenig missionen .
dann hätte ich auch noch eine frage :kann man die halo wars kampange zu 2 spielen :Kratz: :Kratz:
Darth Nihilus schrieb am
TGfkaTRichter hat geschrieben:@ Hotohori
Edit: Die Sache mit dem Hype musst du mir noch einmal erklären. Das klingt für mich nämlich so, als wäre der Hype okay, weil das Spiel ohne Hype nicht lebensfähig, also nicht gut wäre. Wenn ich das jetzt übersetze, würde das heißen, dass Halo 3 kein gutes Spiel ist, die Leute es jedoch durch den ganzen Hype als gut wahrnehmen. Irgendwie kann ich mir aber nicht vorstellen, dass du das so gemeint hast. :Kratz:

Wie kommst du darauf das es ein Hype ist, ohne es jemals gespielt zu haben?
es hat immerhin eine Durchschnittbewertuung von 93.2. Aber dies ist natürlich der Fanboybonus oder was auch immer .... :lol:
TNT.sf schrieb am
warum muss man auch ein episches spiel erwarten? ich spiele lieber eins :)
ein gehyptes spiel kann sowieso nie so episch werden, wie es eben gehypt wird.
ein gutes und episches spiel ist für mich vorallemdingen eins, wo ich nicht nach 10 stunden schon alles erlebt und gesehen habe, sondern immer wieder mit etwas neuem aufregenden und herausfordernden konfrontiert werde.
und gerade da kann komplexität ein sehr entscheidender faktor sein.
@trichter
was würdest du auf die einsteigerfreundlichkeit von wc3 wetten? es gibt genug leute die sogar damit überfordert sind :D
johndoe869725 schrieb am
@ Hotohori
Bei RTS Spielen ist Komplexität, wenn vernünftig eingesetzt, ein Qualitätsfaktor. Mein liebstes Beispiel ist WC3. Eigentlich einfach zu bedienen und ohne verschachtelte Menüstruktur auskommend, bietet es doch einen sehr hohen spielerischen Anspruch, allein schon, weil es einen dazu zwingt, seine Einheiten vernünftig zu mischen und im Laufe der Singleplayerkampagne auf sehr unterschiedliche Gegebenheiten zu reagieren. Dazu kommt, dass WC3 den Spieler hervorragend in das Spiel einführt, so dass selbst Noobs nicht absolut überfordert sind. Bei vielen anderen Titel, z.B. Spellforce 2, reicht es einfach aus, die stärkste Einheit zu erforschen und so lange am Leben zu bleiben, bis man von dieser genug herstellen kann, um alles zu vernichten, was bei drei nicht auf dem Baum ist, echte Anpassung ist nicht mehr notwendig und echte Taktik auch nicht.
Edit: Die Sache mit dem Hype musst du mir noch einmal erklären. Das klingt für mich nämlich so, als wäre der Hype okay, weil das Spiel ohne Hype nicht lebensfähig, also nicht gut wäre. Wenn ich das jetzt übersetze, würde das heißen, dass Halo 3 kein gutes Spiel ist, die Leute es jedoch durch den ganzen Hype als gut wahrnehmen. Irgendwie kann ich mir aber nicht vorstellen, dass du das so gemeint hast. :Kratz:
Balmung schrieb am
Der Halo 3 Hype war völlig gerechtfertigt, da die Serie eben auch vom Hype lebt. Ohne das würde man kaum ein episches Spiel erwarten.
Ich wäre froh, wenn Halo Wars nicht so komplex ist, dann wäre das auch viel eher ein Spiel für mich. Ich kann nun mal Spiele nicht ab, wo man schier von Optionen erschlagen wird. Ich hab einfach kein Bock erstmal ne Ewigkeit das Spiel zu lernen, um überhaupt mal richtig spielen zu können. Komplexität hat absolut nichts damit zu tun ob ein Spiel gut oder schlecht ist.
schrieb am

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