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Take-Two: Strauss Zelnick (CEO) hält eSport vor allem für ein Promo-Werkzeug zur Kundenbindung

Take-Two Interactive (Unternehmen) von Take-Two Interactive
Take-Two Interactive (Unternehmen) von Take-Two Interactive - Bildquelle: Take-Two Interactive
Während zum Beispiel Activision Blizzard mit großen Schritten in den Bereich eSports drängt (wir berichteten), gibt sich Strauss Zelnick (CEO von Take-Two Interactive) zurückhaltender und stellt in einem Interview mit GamesIndustry.biz (via gamesbusiness) klar, dass eSport seiner Ansicht nach vor allem ein Promotion-/Werbe-Werkzeug ist. Er sagte: "Wir finden eSports sehr interessant. Es ist jedoch mehr als alles andere (...) ein Promo-Werkzeug. Viele Menschen sehen eSports als Chance, um ihre Kundenbindung zu erhöhen und, je nach Titel, die Ausgaben der Kunden für diesen Titel nach oben zu schrauben." Die bisher größte eSports-Investition von Take-Two Interactive ist bisher ein NBA-2K16-Turnier (Preisgeld: 250.000 Dollar). Das Finale des Turniers findet am kommenden Wochenende statt. Zelnick: "Das ist für uns erst der Anfang. Es ist läuft bislang sehr erfreulich aber wir müssen noch sehen, ob es sich als eigenständiges Geschäft bewährt. Wir sehen es mehr als eine Erweiterung der Kundenbindung an unsere Titel."

Quelle: GamesIndustry.biz via gamesbusiness

Kommentare

Lebensmittelspekulant schrieb am
Wenn man nicht gerade Blizzard heisst sollte man überhaupt keine eSport-Titel entwerfen. Die kommen nämlich von ganz alleine. Die beiden größten eSport-Titel sind Leagues of Legends und Counterstrike, und beide Konzepte sind in der Moddingszene entstanden.
Caparino schrieb am
Tja man sollte nicht versuchen auf Teufel komm raus jedes Genre und Spiel in ein ESport Format zu pressen. Schlechte Esport Titel werden dafür ja auch abgestraft. Man schaue doch Guild Wars 2 an welches ESport mässig total versagt hat auch wenn der Entwickler da rumwerkelt ohne ende, ernst nehmen tut das doch keiner.
8BitLegend schrieb am
Temeter  hat geschrieben:Wo siehst du denn solche Probleme? Starcraft 2 wird ab und zu kritisiert, aber das hat eher mit dem Schwierigkeitsgrade seines MP Modus zu tun. Ist ja nicht so, als ob die Kampagne des Spiels darunter leiden würde.

eSport ist leider ein guter Träger für das Ansinnen div. Publisher den Multiplayer-Fokus und die damit verbundenen Begleiterscheinungen weiter salonfähig zu machen. Street Fighter ist aktuell ein sehr prominentes Beispiel, bei dem Einzelspieler praktisch keine Rolle mehr spielen. Das Produkt ist im Kern an Turnier-Spieler angepasst und konditioniert auch Neueinsteiger durch die verzögerte Single Player Release-Politik in diese Richtung.
Der Vorteil für Publisher ist die potentiell starke Bindung über Jahre, die im kompetitiven Bereich üblich ist. eSport und vor allem eSport-Ambitionen unter Otto-Normal-Zockern sind ein gutes Mittel um Geld in der Entwicklung zu sparen (kompetitiver Multiplayer statt aufwändig produzierter Single Player) und gleichzeitig dauerhaft Echtgeld-Transaktionen zu triggern, während das klassische, lineare Einzelspielererlebnis einen Lebenszyklus von ein paar Wochen hat.
Was da auf der Strecke bleibt sind immersive Titel, in die man sich fallen lassen kann. Das wird schon spürbar weniger die letzten Jahre. Was habe ich mich auf den vermeintlichen Sleeping Dogs Nachfolger "Triad Wars" gefreut, nur um dann herauszufinden, dass es sich um ein F2P-Multiplayer Titel handelt.
FuKc-YeAh schrieb am
Ohne entsprechende Erfahrung in einem solchen Geschäftsbereich, muss man das auch so sehen. Dass die großen E-Sport Titel einfach mal wahre Goldgruben sind, ist wohl jedem klar. Allerdings braucht man dafür mehr oder minder was ganz eigenes ... denn pro Genre gibt es im Grunde immer nur einen einzigen Toptitel (mit Ausnahme von Moba's wo sich League of Legends und Dota 2 tummeln). Manche Genres haben bis heute keinen nennenswert herausstechenden E-Sports Titel.
Ubisoft beispielsweise ... hats zuletzt mit diesem fürchterlichen Konsolenbrei von Rainbow 6 Siege versucht und ist damit zumindest im höchst selbst angepeilten E-Sport Fokus auf die Nase gefallen. Ansonsten tummeln sich da draussen gefühlte 10000. Moba Klone die alle was vom Kuchen abhaben wollen ... neuster Trend: Moba in die 1st oder 3rd Person hieven. Ob das klappt (sehe da momenten nur ernsthafte Chancen für Overwatch da BLizzard mit Sc2 und Heartstone einiges an Erfahrung mitbringt) , werden wir sehen.
Und klar , eine Aktive Szene bindet an Spiele ... das muss nichtmal eine E-Sport Szene sein. Schau dir Minecraft an ... die aktive Youtube/Modder/Streamer/Server-Szene beschert Minecraft eine gleichwertige Präsenz. Und auch hier wird natürlich versucht zu kopieren wo es nur geht. Und ich glaube dass man solche Monster nur schaffen kann wenn man wieder echte Visionen umsetzt (Chris Roberts du geile Sau) und nicht überlegt "Wie schaffe ich, dass auch der größte Vollidiot immer zu 100% ein Erfolgserlebnis hat, ich will möglichst alle Spielertypen gleichermaßen ansprechen" ... Aber es kann leider auch nicht jede Bude solche finanziellen Risiken eingehen ...
Temeter  schrieb am
Für ein Unternehmen ist Sport generell Träger für Werbung. Keine echte Überraschung.
8BitLegend hat geschrieben:Was mich an eSport stört ist die Anpassung von Spielen an die Bedürfnisse dieser Zielgruppe. Balancing vor Immersion, Feintuning statt Weiterentwicklung und natürlich Multiplayer vor Singleplayer. Das ist ziemlich konträr zu meiner Vorstellung von einem gelungenen Spiel.

Wo siehst du denn solche Probleme? Starcraft 2 wird ab und zu kritisiert, aber das hat eher mit dem Schwierigkeitsgrade seines MP Modus zu tun. Ist ja nicht so, als ob die Kampagne des Spiels darunter leiden würde.
Und in CSGO gibt es eigentlich auch nicht super-viele Kritik. Als sie z.B. die R8 veröffentlicht haben, waren Spieler genauso, wenn nicht sogar mehr entgeistert als die Pros. First Shot accuracy ist dagegen für alle ein streitbares Thema.
schrieb am

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