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GOG.com: Nutzung eines politisch aufgeladenen Hashtags löste einen Shitstorm aus

GOG.com (Unternehmen) von CD Projekt
GOG.com (Unternehmen) von CD Projekt - Bildquelle: CD Projekt
Die Social-Media-Abteilung von GOG.com hat sich erneut in die Nesseln gesetzt und einen Kommentar bei Twitter zu dem politisch aufgeladenen Hashtag #WontBeErased abgesetzt. "WontBeErased" ist eine Transgender-Menschenrechtsbewegung, die sich im Zuge der Pläne der Trump-Regierung zur Abkehr der Anerkennung der Geschlechterfluidität aus der Obama-Ära gebildet hat. Prinzipiell sollen die Bürgerrechte von Transsexuellen per Definition eingeschränkt werden, da nur "männlich" und "weiblich" erlaubt sein sollen. Andere Geschlechterbezeichnungen würden "gelöscht" werden. (Quelle: New York Times).

Laut Eurogamer nutzte GOG.com diesen im Trend liegenden Hashtag-Begriff und versuchte darauf aufmerksam zu machen, dass "PC-Klassiker bei ihnen auch nicht gelöscht werden". Mit dem zweiten Satz versuchten sie zugleich herauszustellen, dass sie das Hashtag für ihre eigenen Zwecke genutzt haben. Der besagte Tweet war nur kurze Zeit verfügbar.



Im Anschluss folgte eine Entschuldigung von GOG.com. "Gestern hatten wir einen Tweet veröffentlicht, der ein Trend-Hashtag als Wortspiel enthielt. Der Tweet war weder als bösartiger Angriff noch als Kommentar zur laufenden gesellschaftlichen Debatte gedacht. GOG sollte sich nur auf Spiele konzentrieren. Wir bekennen uns dazu und verpflichten uns dazu."



Da der Tweet am 22. Oktober abgesetzt wurde, der Tag vor dem Thronebreaker: The Witcher Tales und Gwent: The Witcher Card Game Version 1.0 auf PC via GOG.com veröffentlicht wurden, stoßen sich viele Personen daran, dass GOG.com einen politisch extrem aufgeladenen Hashtag für eine Werbebotschaft missbraucht hat. GOG.com gehört zum polnischen Unternehmen CD Projekt.

In einschlägigen Foren wird bereits dazu aufgerufen, sämtliche Spiele von CD Projekt aufgrund ihrer Verfehlungen und Ansichten zu boykottieren. Zombie Orpheus Entertainment (Filme: The Gamers) hat schon angekündigt, sämtliche Verträge mit GOG zu kündigen.

Schon im Juli machte GOG.com negative Schlagzeilen mit einem Tweet für die DRM-freie und unzensierte Version von Postal 2: Paradise Lost. Damals gab es Gamergate-Bezüge (wir berichteten). Und im August verwies der offizielle Twitter-Account von Cyberpunk 2077 auf ein Internet-Meme, das Transgender-Leute verspottet.

Quelle: Eurogamer, Resetera, GamesIndustry, Kotaku

Kommentare

James Dean schrieb am
Aber Twitter erlaubt doch inzwischen 280 Zeichen. Wenn sich damit keine ausgiebigen Diskussionen führen lassen, womit dann? Man will ja keine Romane lesen, das frisst nur Zeit
Kajetan schrieb am
James Dean hat geschrieben: ?
30.10.2018 13:14
Die meisten Menschen, die ich so mitkriege, lachen sich über Twitter und Co eher kaputt und wundern sich, warum solche Leute, die dort rumgeistern, überhaupt mediales Gehör finden. Und das habe ich auch bei #metoo und anderen Dingen festgestellt.
Hashtags sind nichts weiter als Symbole, die man verwenden kann, um bestimmten gesellschaftlichen Diskussionen einen knappen Begriff zu geben. Mehr steckt da nicht dahinter. Weder ist das ein Anlass um das Ende von XYZ heraufzubeschwören, noch um die Diskussionen, die man unter diesem Begriff dann zusammenfasst, zu diskreditieren, nur weil ein Twitter-Hashtag als Symbol verwendet wird.
Der Gag dabei ist ja, dass Twitter extremst ungeeignet ist, um als Diskussionsplattform zu dienen. Bei Twitter mache ich nämlich nichts anderes, als 140 Zeichen in die Welt hinauszuschreien. Das ist maximal, wenn überhaupt, nur der BEGINN einer Diskussion, aber ersetzt nicht die Diskussion als solche, so wie das manche Twitter- und Nicht-Twitter-User mißverstehen.
Ansonsten gehört das Eindreschen auf Twitter zu den Ritualen, die man besser alten Männern auf der Parkbank überlässt, weil die haben nämlich auch noch den Stock dazu, mit dem sie rumfuchteln können.
NomDeGuerre schrieb am
Ist wirklich seltsam. Schon klar, dass Medien berichten, was Trump über Twitter verteilt, aber ansonsten finde ich Twitter außerhalb Twitters auch arg überrepräsentiert. Die Stellung hat es jedenfalls in Deutschland nicht verdient, in den USA ist das vielleicht gerechtfertigter. Aber gut, diesem Eindruck liegen keine Zahlen zugrunde..
schrieb am