Far Cry 3: Gewalt in der Erzählung - 4Players.de

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Military-Shooter
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release:
29.11.2012
29.11.2012
29.11.2012
Test: Far Cry 3
66

“Auf Konsolen stören neben den erzählerischen und spielerischen Mängeln auch technische Schwächen.”

Test: Far Cry 3
68

“Erzählerische Schwächen und das Opfern einer glaubwürdigen Welt zugunsten belangloser Minispiele erdrücken den guten Shooter im Kern.”

Test: Far Cry 3
66

“Auf Konsolen stören neben den erzählerischen und spielerischen Mängeln auch technisch Schwächen.”

Leserwertung: 75% [22]

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Far Cry 3: Gewalt in der Erzählung

Far Cry 3 (Shooter) von Ubisoft
Far Cry 3 (Shooter) von Ubisoft - Bildquelle: Ubisoft

Far Cry 3 hinterließ auf der E3 2012 auch wegen der Gewaltdarstellung einen bleibenden Eindruck. Zu eben dieser Notwendigkeit von Gewalt wurde Mark Thompson (Lead Game Designer) in einem Interview befragt. Er erklärte die Motivation hinter der Gewaltdarstellung, das Kernelement "Töten" und die Relevanz von Gewalt für die Erzählung.

Mark Thompson: "Gewalt und künstlerischer Wert schließen sich gegenseitig nicht aus: Es dreht sich vielmehr darum, wie ehrlich man als Entwickler damit umgeht, wenn man über die Kernmechanik und die Charaktere der Story spricht. Ein Fehler, der bei der Spieleentwicklung gemacht werden kann, ist, dass man es einfach nicht anerkennt oder gar behauptet, dass Gewalt nicht wichtig sei - gerade wenn ein Protagonist tausende von Leuten gleichgültig über den Haufen schließt. Wenn man die Kernmechanik des Spiels ignoriert und die Spieler nicht fürs Töten belohnt, dann wird dies die Erzählung untergraben."

Daraufhin wurde ihm die Frage gestellt, wie Gewalt in eine Geschichte passt: "Wenn die Charaktere im Spiel nicht auf Gewalt reagieren, die der Spieler anwendet, erschafft man ein Story-Loch - dies ist spezifisch für interaktive Spiele. Wir haben uns diesem Problem angenommen und eine Story geschrieben, die sich mit der Kernmechanik beschäftigt, dem Töten. Dabei geht es nicht darum, ob es richtig oder falsch ist. Es ist nicht so, dass wir ein moralisches Spiel entwickeln wollen. Wir bringen einfach jemanden dazu eine andere Person zu töten, die dies bisher noch nicht getan hat und zwar um das eigene Leben oder das der nahen Freunde zu retten. (…) Auf diesem Weg wird das Töten als Kernelement des Gameplays auch das Kernelement in der Erzählung. Und wenn das nicht so wäre, dann würde jegliche literarische oder künstlerische Absicht durch das Moment-zu-Moment-Gameplay untergraben werden, schließlich soll die Geschichte durch die Aktionen des Spielers erzählt werden." (Quelle: VG247)


Quelle: VG247

Kommentare

Aryko schrieb am
Temeter  hat geschrieben:
Obstdieb hat geschrieben:Das verstehe ich nicht so ganz , meinst du das Kurz mit dem FarCry 3 Gegenspieler zu vergleichen ist ? Wenn nein dann empfehle ich FarCry2s Antagonisten , der Jackal ist nämlich im Grunde Colonel Kurz aus Apocalypse Now. Überhaupt ist die Story von FarCry 2 leider total untergegangen aber von der Masse kann man ja nicht erwarten das moderne Literatur wie Heart of Darkness gelesen wird ..
Wenn man das Buch gelesen haben muss um den Charachter zu verstehen, dann hat man irgendwas falsch gemacht. Da kannst du dir auch den abwertenden Spruch über die Masse sparen.
Das Spiel hatte ein mieses Storytelling und dazu noch die erwähnte Distanz zwischen Story und Gameplay, die Hauptfigur war schlichtweg charachterlos. Mit diesen Problemen kann man Elemente von Herz der Finsternis nicht einfach übernehmen, weil die ganze Dynamik zwischen den Hauptfiguren und der Welt fehlt. Was übrig bleibt ist ein klischeehafter Antagonist ohne ernstzunehmenden Hintergrund. Von denen gibts es viele.
Da sind Apocalypse Now oder Spec Ops: The Line um Welten besser. Beide sind eindrucksvolle Umsetzungen weil sie eben verstehen worum es in dem Buch geht. Und deswegen funktionieren sie auch ohne Vorkentnisse.
btw: Als ich die Vorschau gelesen haben war Fight Club auch das erste, was mir in den Sinn kam. Tja, Autoren haben es heute nicht einfach, jede Idee gab es schon mindestens einmal. Wobei das nicht schlechtes Storytelling (bäh, immer diese Anglizismen, gibt es dafür eigentlich ein deutsches Wort?) entschuldigt.
Ich würd sagen : Geschichten erzählen ....war doch gar ned so schwer :lol:
mueranda schrieb am
Chaftain hat geschrieben: Detail Getru die Vergewaltigung einer Frau nachspielen,die Folterung eines Menschen detailgetreu nachspielen u.s.w....und die gibt es gottseihdank nicht in Video spielen.
Du glaubst gar nicht, was es so alles gibt... auch wenns sowas von widerlich ist.
Man spielt Spiele, um unterhalten zu werden, wobei es von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, was man als "Unterhaltung" definiert und einer der kleinsten gemeinsamen Nenner ist Gewalt, was eine unserer Triebe anspricht. Das Gleiche gilt für zwischenmenschliche Beziehungen und der Sammeltrieb.
crewmate schrieb am
Queequeg hat geschrieben:Ich will ein Pornospiel ... aber ist ja mehr oder weniger verboten, weil ficken ja viel schlimmer als Töten ist... :(
Es gibt einen ganzen Haufen aus Hentai und Sexspielen.
Und nein, ich werde keines Nennen.
Davon ab gilt das "Sex schlimmer als Gewalt" vor allem in den USA und Japan. In Deutschland ist es mehr Gewalt als ein Nippel.
Queequeg schrieb am
Ich will ein Pornospiel ... aber ist ja mehr oder weniger verboten, weil ficken ja viel schlimmer als Töten ist... :(
Frontschwein91 schrieb am
Mogwai180 hat geschrieben:Man darf nicht vergessen das die Thematik bei Militärshootern und Shootern wie Far cry nicht die selbe ist das wird leider viel zu oft verwechselt . Militär shooter wie cod setzen auf realistische Gewaltdarstellung des krieges und versuchen dadurch ihr produkt an den mann zu bringen . Far cry setzt auf Gewalt um der story eine authentizität zu verleihen . Beides finde ich in Ordnung solange es in einem gewissen Rahmen bleibt
Also für mich persönlich gibts da eigentlich gar keine grenze, aber ich wollt nur mal anmerken das das brutale verwunden durch en snipe schuss und dann denjenigen zu töten der den verwundeten wegbringt auch sehr brutal war.
schrieb am

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