Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit den Entwicklern - 4Players.de

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2D-Rollenspiel
Release:
17.04.2014
07.12.2012
07.12.2012
02.02.2015
22.02.2013
28.11.2012
 
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Test: Baldur's Gate: Enhanced Edition
39

“Ich bin enttäuscht von dieser mangelhaften Umsetzung des Rollenspiel-Klassikers.”

 
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Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit den Entwicklern

Baldur's Gate: Enhanced Edition (Rollenspiel) von Atari / Beamdog / Deep Silver
Baldur's Gate: Enhanced Edition (Rollenspiel) von Atari / Beamdog / Deep Silver - Bildquelle: Atari / Beamdog / Deep Silver
Die Erweiterung "Siege of Dragonspear" für Baldur's Gate: Enhanced Edition ist am 31. März 2016 für Windows PC, Mac und Linux erschienen, kommt bei einem Teil der Spieler aber offenbar nicht so gut an wie von Entwickler Beamdog erwartet. Im offiziellen Forum beschwert sich Studio-Gründer und Ex-BioWare-Mitarbeiter Trent Oster darüber, dass zwei kleine Details der Story für viele schlechte Nutzerwertungen gesorgt hätten. Auf Steam liegt der Durchschnitt aktuell bei "ausgeglichen", im GoG-Store bei 2,5 von fünf Sternen, auf Metacritic bei 3,8/10. Das Einbauen eines transsexuellen Klerikers sowie ein popkultureller Scherz von Charakter Minsc hätten die Befindlichkeiten einiger Leute beleidigt, so Oster:

"Das hat diese Leute dazu angespornt, sich dafür zu entscheiden, dass dies das schlechteste Spiel aller Zeiten ist und ihm Nuller-Bewertungen auf Steam, GoG und Metacritic zu geben. Nun, ich würde euch gerne um einen Gefallen bitten. Wenn ihr das Spiel spielt und eine gute Zeit habt, zieht es bitte in Erwägung, ein positives Review zu veröffentlichen, um die laute Minderheit auszubalancieren, welche momentan ein dunkles Bild für neue Spieler zeichnet. Danke."

Im Forum wurde der Aufruf vom Großteil der Nutzer nicht sonderlich positiv aufgenommen: Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der negativen Reviews solle der Entwickler ganz allgemein nicht versuchen, Nutzerwertungen zu beeinflussen, so der Tenor zahlreicher Forenmitglieder wie "Krotos" oder "Insultion". Andere beschweren sich darüber, dass die Entwickler das kontrovers diskutierte Gender-Thema in Computerspielen nur als Vorwand nutzten, um von den Beschwerden über zahlreiche technische Probleme abzulenken. Nutzer Dimitriid beurteilt die negativen Kommentare folgendermaßen:

"Die meisten sind tatsächlich berechtigt, denn sie erwähnen entweder die politischen Entscheidungen zusammen mit technischen Problemen oder sogar nur die technischen Probleme. Insgesamt gibt es eine überwältigende Mehrheit technischer Probleme, die diskutiert werden, welche tatsächlich nicht von positiven Kommentaren übertönt werden sollten, die von einer politischen Agenda von einer der beiden Seiten aufgeheizt wird: die Entwickler oder die reaktionären Leute, welche das Spiel aus einem sehr verengten Blickwinkel heraus kommentieren."

Während sich auf Steam und GoG momentan hauptsächlich abwägende Kommentare finden (darunter auch Beschwerden über gelöschte Kommentare), formulieren einige Metacritic-Nutzer ihre Kritik an der in ihren Augen forcierte politische Agenda schärfer. Nutzer gatorific z.B. drückt es folgendermaßen aus:

"Beamdog hat diese Marke gründlich an die Wand gefahren. Zum Release gibt nicht nur zahllose Bugs, die das Spiel abstürzen lassen, sie haben der Serie außerdem SJW-Müll injiziert. Einer ihrer "kreativen" Autoren, Amber Scott, hat den größten Anteil an diesem Totalschaden. (...) Sie hat nichts unversucht gelassen, dass sich die Charaktere um ihre Sexualität, ihre sexuelle Identität und um generelle SJW-Propaganda drehen, statt sich darum zu bemühen, gute Geschichten zu schreiben, welche diese Themen enthalten oder nicht enthalten können."

Polygon.com berichtet, dass es neben harscher Kritik auch zu Drohungen gegen die Autorin gekommen sei, z.B. auf ihrem Twitter-Account, der sich momentan nur noch von autorisierten Nutzern einsehen lässt:

"Eine abschreckende Twitter-Nachricht antwortete: 'Wir haben Alison Rapp ausgeschaltet, [Amber Scott] ist die nächste.' Alison Repp ist eine ehemalige Nintendo-Mitarbeiterin, welche sich wochenlanger Misshandlung ausgesetzt sah, bei denen es um Veränderungen zu Spielen ging, über die sie keine Kontrolle hatte, nur um schließlich gefeuert zu werden - Nintendo bestand darauf, dass der Anlass dafür ein gegen die Unternehmenspolitik verstoßender Nebenjob war."

Polygon erklärt auch den Witz im Spiel, welcher manch einem Unterstützer der kontrovers diskutierten GamerGate-Bewegung sauer aufgestoßen sei:

"Ein Charakter im Spiel behauptet: "it's all about ethics in heroic adventuring", eine Referenz an ein spöttelndes Mem über das angebliche Interesse der Bewegung an Spiele-Journalismus, verglichen mit ihrer aktiven Frauenfeindlichkeit und Belästigung von Frauen."

Letztes aktuelles Video: Siege of Dragonspear-Launch-Trailer


Quelle: Beamdog-Forum, Polygon.com

Kommentare

JackyRocks schrieb am
Pioneer82 hat geschrieben:Gamestar hat einen Interessanten Beitrag zu gemacht. Find der trifft den Nagel auf dem Kopf.

Link?
Pioneer82 schrieb am
Gamestar hat einen Interessanten Beitrag zu gemacht. Find der trifft den Nagel auf dem Kopf.
Sharkie schrieb am
Scipione hat geschrieben:Ich frage mich ernsthaft, wie man sich als halbwegs intelligenter Mensch nur so leicht manipulieren lassen kann...

Geht es eigentlich bei Dir auch mal ohne solch billige Spitzen? Wer, glaubst Du, hat eigentlich Bock mit jemandem zu diskutieren, der einem gleich zum Einstieg unterschiebt, man sei medienseitig manipuliert und würde "andere für sich denken" lassen?
Und dann auch noch den armen Kant dafür missbrauchen. Ebensogut könnte man sagen, als aufgeklärter Mensch ist es eine Selbstverständlichkeit, sich trotz offenkundig und naturgemäß selektiv agierender Medien ein umfassendes Bild über einen umstrittenen Sachverhalt zu machen. Ist ohne Weiteres möglich, denn wir haben das Internet, inklusive riesiger Medien- und Meinungsvielfalt, von FemFreq bis Gamergate. Aber nein, bei Dir sind Leute, die sich im Rahmen eines Diskussionsforums einer auch im diskutierten Artikel (der übrigens relativ neutral ist, kommen doch alle Seiten zu Wort) vertretenen Kritik anschließen, natürlich direkt im kantischen Sinne unaufgeklärt und haben beim Login ihr eigenes Gehirn abgegeben.
Woher kommt eigentlich dieser Drang, dem Diskussionsgegner ständig irgendwelche persönlichen Mängel zu unterstellen?
Die Diskussion hier wurde trotz des andernorts kontroversen Themas seitenlang einigermaßen vernünftig und respektvoll geführt. Und dann kommst Du und klatschst den Leuten Unaufgeklärtheit, denkerische Unselbstständigkeit und Doppelmoral vor den Latz. Faselst was von irgendwelchen nebulösen Ideologen, die "Männern die Lust am weiblichen Körper mit aller Macht abtrainieren möchten" (Bezug zum Thema? Und wer soll das überhaupt sein?). Zudem gibst Du die Standpunkte anderer Diskutanten falsch wieder: Es wurde hier weder behauptet, dass schlechtes Writing bei nicht-heterosexuellen Charaktere nicht kritisiert würde, noch dass es in der Spieleszene keine Kritik an Patriotismus oder...
Wigggenz schrieb am
Dieser Thread ist peinlich. Einerseits sehen Leute in einem Trans-Charakter einen persönlichen Angriff durch pöse SJW, anderseits werden Leuten, die wirklich nur ein Problem mit Charakteren haben, die sich ausschließlich durch ein einziges Feature auszeichnen (hier eben die Sexualität) direkt Phobien und Ressentiments unterstellt.
Erbärmlich.
schrieb am

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